Der Wendepunkt ist nicht mehr weit
Zürich – Das lässt aufhorchen, wenn der Wert von PetroChina Co. grösser ist als die Summe aller 24 US-Banken, die im KBW Bank Index vertreten sind. Das chinesische Unternehmen ist mit rund 285 Mrd. US-Dollar das wertvollste Unternehmen aus den Schwellenländern und zeigt schonungslos auf, wie tief einerseits die Probleme bei den amerikanischen Geldinstituten sind und andererseits, dass Anleger US-Bankaktien praktisch aufgegeben haben.Wasserfall-Charts
Gemäss Bloomberg-Kolumnist John Dorfman, basierend auf Arbeiten der renommierten amerikanischen Forschungsfirma Ned Davis Research Inc. , gab es an der New Yorker Börse sogenannte Wasserfall-Charts, wie wir jetzt einen beispielsweise im Dow Jones Industrial Average Index (Bild 1) haben, in den Jahren 1929, 1937, 1940, 1946, 1957, 1962, 1970, 1974, 1987, 2002 und natürlich in 2008.
Wie Dorfman gegenüber Bloomberg erklärt, könnte es gut möglich sein, dass nach sorgfältiger Analyse obiger Rückschläge sich einiges ableiten lässt auf das weitere Börsengeschehen im laufenden Jahr. Auch wenn die aktuellen wirtschaftlichen Probleme enorm sind, es gab auch schon früher Krisen. Man erinnere sich an die Grosse Depression, den Zweiten Weltkrieg, den Kalten Krieg, die Kuba-Krise, Watergate, das arabische Öl-Embargo und die heftigen Börsen-Crash‘s von 1929 und 1987. Und trotz allem kletterten die Märkte rund um den Globus über Jahrzehnte gesehen steil nach oben.
Wenn sich die Geschichte mit den Erholungen nach Wasserfall-Charts wiederholt, so hat Dorfman berechnet, werden die Aktienkurse in New York sehr bald und sehr kräftig nach oben drehen. Und damit die Märkte von Tokio bis Frankfurt. Dorfman‘s Zielmarke für den Dow Jones Industrial Average Index liegt für Ende dieses Jahres bei 9133 Punkten. Gegenüber 7290 Punkten beim Schreiben dieser Zeilen. Das wäre ein Plus von 25 Prozent. Die Märkte in den Schwellenländern dürften in diesem Szenario noch deutlich stärker zulegen. Besonders erfreulich:
Mit der breiten Palette an Exchange Traded Funds (ETFs) , die an Börsen wie Frankfurt und Zürich notieren, können Sie wunderbar dabei sein. Dabei gilt es natürlich immer, die Risiken mit den Chancen sorgfältig abzuwägen und eine genügende Diversifikation einzuhalten.
Keine Hektik, aber aufpassen
Interessant ist auch, dass immer weniger Aktien neue Tiefststände testen. Die US-Research Boutique Bespoke Investment Group LLC hat sich gegenüber Bloomberg in die Karten schauen lassen. Konkret: Am 23.02.2009 haben exakt 350 in New York gehandelte Aktien ihr Jahrestief erreicht, als der Standard & Poor‘s 500 Index ein 12-Jahrestief erreichte. Das sind gemäss Bloomberg-Daten 71 Prozent weniger als beim vorigen Tief am 20.11.2008. Normalerweise ist das ein untrügliches Zeichen, dass der Verkaufsdruck spürbar nachlässt.
Fazit: Dank ETFs war es noch nie so einfach, dabei zu sein!
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