VW und Commerzbank führen DAX an
Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit gemischten Vorzeichen aus dem Handel verabschiedet. Während der Dax bis Handelsschluss 0,85 Prozent auf 4.259,37 Punkte zulegen konnte, verlor der MDax 0,09 Prozent auf 4.533,37 Zähler. Laut Angaben des Marktforschungsinstituts GfK bleibt das Konsumklima in Deutschland im März in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld stabil, wenn auch auf niedrigem Niveau.
An der Wall Street waren zum Xetra-Schluss kräftige Gewinne zu beobachten. Laut Angaben des US-Handelsministeriums ist die Wirtschaftsleistung in den USA im Schlussquartal 2008 kräftig zurückgegangen. In der dritten und damit endgültigen Schätzung sank das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 6,3 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld allerdings Schlimmeres erwartet. Dagegen hat sich die Arbeitsmarktsituation in der Vorwoche etwas schlechter entwickelt als angenommen.
Das Papier des Wolfsburger Autobauers Volkswagen befand sich wie bereits am Vortag auf der Überholspur und gewann 7,6 Prozent. Wie schon am Mittwoch bekannt wurde, hat sich der Großaktionär Porsche eine neue Kreditlinie im Volumen von 10 Mrd. Euro gesichert. Daneben wanderten insbesondere Titel der Deutschen Börse (+6,2 Prozent) und Papiere der Commerzbank (+6,5 Prozent) in die Depots.
Am DAX-Ende gaben ThyssenKrupp 4,1 Prozent ab. Daneben machten die Anleger auch einen Bogen um Linde, Daimler und Bayer. Salzgitter schlossen mit 0,7 Prozent im Minus. Der Stahlkocher kündigte zuvor an, für das abgelaufene Fiskaljahr eine deutlich geringere Dividende auszuschütten.
In der zweiten Reihe verloren STADA 4 Prozent. Der Pharmakonzern hat nach endgültigen Zahlen im Geschäftsjahr 2008 weniger verdient. Für das erste Halbjahr geht der Vorstand von einer rückläufigen Entwicklung bei Umsatz und Ertrag aus. Bei Celesio war ein Minus von fast 3 Prozent auszumachen. Der Pharmagroßhändler hat 2008 wie erwartet einen Rückgang bei Umsatz und Ertrag verzeichnet. Tognum sackten um 5,6 Prozent ab. Dabei hat der Antriebssystem- und Energieanlagenspezialist im Geschäftsjahr 2008 wieder Rekordergebnisse erwirtschaftet. Allerdings wird für das laufende Jahr ein Nettogewinn unter dem hohen Niveau von 2008 erwartet.
Anteilsscheine des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck, der sein Kostensenkungsprogramm im Hinblick auf die weiter verschärfte Gesamtlage erweitert, schlossen 1,5 Prozent schwächer. Für Vossloh ging es um 0,5 Prozent abwärts. Der Bahntechnikkonzern hat 2008 auf vergleichbarer Basis zum zweiten Mal nach 2007 den höchsten Umsatz und das beste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt.
Titel des Küchenherstellers RATIONAL, der im abgelaufenen Fiskaljahr unter dem weltweiten Konjunktureinbruch zu leiden hatte, erholten sich im Verlauf spürbar und schlossen letztendlich etwas fester. Daneben legten Anteile von HUGO BOSS 0,8 Prozent zu. Der Modekonzern konnte Umsatz und das um Einmaleffekte bereinigt EBIT im Fiskaljahr 2008 steigern. An der Spitze rangierten Arcandor mit +21,9 Prozent.

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