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    Ausblick Schwächere Eröffnung erwartet; Warten auf EZB-Zinsentscheidung

     |  05.11.2009, 09:03  |  971 Aufrufe  |   | 
    Kursgewinne an der Wall Street bildeten das Fundament für satte Aufschläge auf dem Frankfurter Parkett. Der Dax konnte bis Handelsende um 1,70 Prozent vorrücken auf 5.444,23 Indexpunkte. Der MDax schoss daneben um 4,06 Prozent nach oben auf 6.950,96 Zähler. Der SDax gewann 1,15 Prozent auf 3.396,51 Stellen. Gleichzeitig kletterte der TecDax um 2,48 Prozent auf 735,37 Punkte.


    Auch an der Wall Street hatten zum Handelsschluss in Deutschland klar die Bullen die Oberhand. Laut Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP hat sich der Rückgang der US-Beschäftigung im Oktober mit vermindertem Tempo fortgesetzt. Demnach brach die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 203.000 ein. Für September wurde der Rückgang von vorläufig 254.000 auf 227.000 revidiert. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht. Wie das Institut for Supply Management (ISM) bekannt gab, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im Oktober etwas verschlechtert. Der ISM-Service-Index sank von 50,9 Zählern im Vormonat auf nun 50,6 Zähler. Volkswirte hatten einen Wert von 51,5 Punkten prognostiziert. Besser als erwartete Zahlen kamen unter anderem vom Medienkonzern Time Warner. Ein wahres Kursfeuerwerk prägt das Bild bei Titeln des Anleiheversicherers Ambac Financial, der im dritten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren konnte.

    Papiere des Sportartikelherstellers adidas gingen mit +3,8 Prozent in den Feierabend. Der Konzern hat im dritten Quartal bei Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau nicht erreicht. Demnach fielen die Erlöse um 6 Prozent auf 2,89 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis sank um 29 Prozent auf 336 Mio. Euro. adidas erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2009 währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zurückgehen wird. Ferner prognostiziert man einen Rückgang des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns. Daimler zogen daneben um 3,1 Prozent an. Der Stuttgarter Autobauer konnte seinen Absatz in den USA im Oktober um 9,4 Prozent auf 18.854 Fahrzeuge steigern. BMW schlossen daneben mit 2,5 Prozent im Plus. Dabei mussten die Münchner in den USA im vergangenen Monat einen Absatzrückgang um 19,1 Prozent auf 20.619 Fahrzeuge hinnehmen. Volkswagen gewannen 1,1 Prozent. Die Wolfsburger konnten ihren Absatz in den USA um 7,2 Prozent auf 17.037 Fahrzeuge steigern. Porsche stiegen im breiten Markt um 3,2 Prozent. Der Sportwagenbauer hat im Oktober 1.642 Fahrzeuge in den USA abgesetzt und das Vorjahresniveau damit um 15,1 Prozent übertroffen. An der DAX-Spitze tummelten sich Infineon mit einem satten Aufschlag von 7 Prozent. Dahinter folgten die Commerzbank mit +4,4 Prozent und Salzgitter mit +3,8 Prozent. E.ON konnten 2,2 Prozent zulegen. Einem Pressebericht zufolge fasst der Energieversorger offenbar einen Verkauf seines Stromnetzes ins Auge. Demnach stehe der Energiekonzern wohl kurz vor dem Verkauf seines gut 10.000 Kilometer langen Hochspannungsnetzes an einen Finanzinvestor. E.ON würde damit eine Auflage der EU-Kommission einige Monate vor Ablauf der zweijährigen Frist erfüllen. Als mögliche Käufer komme ein Konsortium aus Töchtern der Deutschen Bank (+2,3 Prozent) und der US-Bank Goldman Sachs in Betracht. Nach einer negativen Analystenstudie gaben Beiersdorf als einziger Verlierer im DAX 3,1 Prozent ab.

    Titel des Baustoffherstellers HeidelbergCement zogen in Reihe zwei um 6,3 Prozent an. Der Umsatz des Unternehmens lag in den ersten neun Monaten mit 8,39 Mrd. Euro um 22,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Jahresüberschuss schrumpfte von 2,08 Mrd. auf 521,6 Mio. Euro. Das Vorjahresergebnis war durch den hohen Buchgewinn aus dem Verkauf der maxit Group in Höhe von 1,28 Mrd. Euro geprägt. HOCHTIEF kletterten um 4,6 Prozent. Die zu dem Baukonzern gehörende Tochter Leighton hat einen weiteren Auftrag erhalten. Demnach wurde Leighton Asia vom Minenbetreiber Energy Resources mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten einer Kohlemine in der Mongolei beauftragt. Das Auftragsvolumen wurde auf 195 Mio. Australische Dollar beziffert. An der MDAX-Spitze rangierten ProSiebenSat.1 mit einem Plus von gut 13 Prozent. Loewe verteuerten sich im SDAX um 3,5 Prozent. Der Unterhaltungselektronikhersteller hat die vorläufigen Angaben bestätigt, wonach er im dritten Quartal bei Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau verfehlt hat.

    Im TecDAX stachen SMARTRAC (+11,1 Prozent) aus der Masse hervor. Der niederländische Hersteller und Zulieferer von RFID-Komponenten musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Während der Umsatz mit 92,2 Mio. Euro noch um 16 Prozent über dem Vorjahreswert lag, brach der Periodenüberschuss um 74 Prozent ein auf 3,1 Mio. Euro. United Internet schoben sich daneben um 6,3 Prozent vor. Der Konzern konnte seine Erlöse im dritten Quartal um gut 4 Prozent auf 409,1 Mio. Euro steigern. Das EBIT stieg um 26 Prozent auf 82 Mio. Euro. Inklusive eines Einmalertrags in Höhe von 50,2 Mio. Euro aus dem Verkauf der direkt gehaltenen freenet-Anteile erhöhte sich das EBIT auf 132,2 Mio. Euro. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung wurden die Ergebnisprognosen für das Jahr 2009 erneut angehoben. SolarWorld blieben mit +0,8 Prozent deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurück. Der Solarkonzern musste im dritten Quartal einen Umsatzrückgang auf 232,5 (Vorjahr: 238,3) Mio. Euro hinnehmen. Das EBIT betrug 34,7 (Vorjahr: 90,8) Mio. Euro. Die Umsatzprognose 2009 über Vorjahresniveau mit 1 Mrd. Euro als Etappenziel wurde bestätigt. Roth & Rau bröckelten um 3,4 Prozent ab. Der Solartechnikkonzern hat nach einem schwach verlaufenen dritten Quartal die Jahresprognose nach unten korrigiert. Der Vorstand geht nunmehr davon aus, im Gesamtjahr einen Konzernumsatz in Höhe von etwa 200 Mio. Euro zu erreichen. Zuvor hatte der Konzern noch einen Jahresumsatz von 245 bis 270 Mio. Euro in Aussicht gestellt.

    Asiatische und US-Börsen:

    Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Mittwoch uneinheitlich. Während der Dow Jones mit 9.802,14 Punkten um 0,31 Prozent zunahm, ging der Nasdaq_Composite um 0,09 Prozent auf 2.055,52 Zähler zurück. Der S&P 500 kletterte daneben um 0,10 Prozent und schloss bei 1.046,50 Zählern. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 9.752,00 Punkten (-33,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.679,25 Punkten (-6,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.043,00 Zählern (-3,90 Punkte).

    Die größten Börsen in Asien entwickeln sich angesichts der unentschlossenen Vorgaben der US-Börsen mehrheitlich schwächer. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei 225 heute in Tokio mit einem Minus von 1,29 Prozent bei 9.717,44 Punkten.

    In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,73 Prozent im Minus bei 21.457,67 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,85 Prozent anzieht auf 3.155,05 Punkte.

    Der Markt heute:

    Der Bund Future fällt bisher um 0,04 Prozent auf 121,20 Punkte.

    Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.388 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 5.389,25 Zählern (-0,2 Prozent).

    In Großbritannien steht heute die Industrieproduktion zur Veröffentlichung an. Ferner werden in der EU die Einzelhandelsdaten und die EZB-Zinsentscheidung bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Arbeitsproduktivität und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

    Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

    Quartalszahlen stehen heute bei Activision Blizzard Inc., Atmel Corp., Biovail Corp., Cardinal Health Inc., CBS Corp., Cigna Corp., CVS Caremark Corp., DIRECTV Group Inc., Dr Pepper Snapple Group Inc., IMAX Corp., King Pharmaceuticals Inc., Magna International Inc., MGM MIRAGE, NASDAQ OMX Group Inc., NVIDIA Corp., Playboy Enterprises Inc., Primedia Inc., Sara Lee Corp., Sirius XM Radio Inc., Sotheby's, Starbucks Corp., Sunoco Inc., Thomson Reuters Corp., Time Warner Cable Inc., United States Cellular Corp., Wendy's / Arby's Group Inc., Adecco S.A., ALTANA, Biotest AG, BNP Paribas S.A., BT Group plc, Cable and Wireless plc, Commerzbank AG, Deutsche Börse AG, Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG, Deutsche Telekom AG, DEUTZ AG, Drägerwerk AG, Dürr AG, elexis AG, Fraport AG, GILDEMEISTER AG, IDS Scheer AG, L'Oréal S.A., Man Group plc, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, SGL Carbon, Singulus, Software AG, Symrise AG, Telecom Italia S.p.A., Toyota Motor Corp., Unilever N.V., Wacker Chemie AG und Zurich Financial Services an.

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