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Stromsparmodus am Terminmarkt

 |  18.11.2009, 19:03  |  1974 Aufrufe  |   0  | 
Geht in Japan die Sonne unter oder auf? Der Nikkei schloss heute zumindest auf einem Sechs-Wochen-Tief in Tokio bei 9.676 Punkten. Nicht ganz so stark fiel der Hang Seng in Hongkong mit 0,3 Prozent.

Dennoch konnte der Deutsche Aktienindex im Plus starten und dies auch in den ersten Handelsstunden verteidigen. Um 1,1 Prozent gefallene Bauausgaben innerhalb der EU bremsten die Aktienkäufer ebenso wenig wie die „kurze Handelspause“ an der Terminbörse Eurex. In positiver Erwartung der US-Daten um 14.30 Uhr stieg der Markt sogar in Richtung Jahreshochs und markierte mit 5.843 Punkten sein Tageshoch. Als mit 529.000 Wohnbaubeginnen im Monat Oktober 63.000 weniger als im Vormonat und mit 552.000 Wohnbaugenehmigungen ebenfalls weniger als erwartet vermeldet wurden, kippte die Marktstimmung. Der Anstieg der US-Verbraucherpreise um 0,3 Prozent (Erwartung 0,2 Prozent) wurde ebenfalls negativ bewertet.

Nachdem die US-Märkte den Parketthandel begannen, häuften sich in Folge dessen die Verkaufsorders und der DAX fiel dynamisch bis 5.770 Punkte. Dort kam es, wie schon am Vortag, zu erneutem Kaufinteresse. Ähnlich einem Jo-Jo schnippte die Notierung wieder über 5.800 Punkte. Das Niveau konnte jedoch nicht verteidigt werden und so steht die 5.787 als XETRA-Schlusskurs zu Buche.

Erneut abnehmende Volatilität kennzeichnet die aktuelle Marktphase am Abend.

Keine Kurse – keine Verluste :-)

Bereits am Vorabend analysierte Patrida77 den Dow Jones im Tageschart und kam zu dem Ergebnis, dass „der DOW fällig für eine Korrektur“ ist. Im selbigen Bereich von 10.450 Punkten sah auch AW1 eine mögliche Wendezone. Für bereits investierte Trader, wie andimaus und zooropa sollte dies eine Geduldsprobe darstellen.

Viel kurzfristiger, dafür aber mit schnellem Erfolg, konnte HerrKoerper nach DAX-Eröffnung einige Punkte einsammeln. Parallel dazu musste Standuhr mal wieder das Nachkauf-Setup aktivieren – leider ohne Erfolg und mit anschließender „Totalwut“ in Bauch und Gesicht.

Mit Missmut wurden während dessen die aktuellen Berichte zur Bonitätszahlung einiger US-Banken aufgenommen. Immerhin handelt es sich um Summen, die sonst nur zooropa oder LBR bewegen.
Ein richtiges „Platsch“ gab es leider nicht, und so starrten viele fassungslos auf die ausgesetzten Kurse zur Mittagszeit (die Terminbörse Eurex hat verlässlichen Quellen zufolge ihr System von MS-DOS 2.0 auf Windows 3.11 umgestellt). Wie sich das auf CFD-Broker, Derivate und Hedging-Möglichkeiten auswirkt, wurde umfassend geschildert. Im Anschluss daran wollte man nichts verpassen und kaufte im großen Stil ein. Mit Vorbild gingen dabei hexalzeit und OTCB2008 voran.

Die „kalte Dusche“ gab es mit den US-Daten um 14.30 Uhr, worüber sich alle schnell agierenden Trader freuten und binnen Minuten 20 Punkte und mehr, wie beispielsweise hardy und Bonehenge, realisieren konnten. Vielleicht lag der Auslöser auch bei Slay, denn dieser offenbarte: „Hab Obama eben ne E-Mail geschrieben das es heute unbedingt nach den Wirtschaftsdaten runner gehen muss“.

Als Meister der Pfeilsetzung (rot für oben und grün für unten) outete sich einmal mehr Zaturn. Es ist schon erstaunlich wie gut seine gezeigten Transaktionen laufen, die an „Präzision“ in der Liga von HelicopterBen lagen.

Ein kleines V-Reversal am Nachmittag stoppte die meisten Short-Trades und lies dubaitrader seine zukünftige Strategie „Bald steige ich auf den Münzwurf-Indikator um“ veröffentlichen.

Ausblick

Am Buß- und Bettag gönnte sich der DAX (bzw. dessen Terminkontrakt) eine kurze Auszeit. Dennoch wurde der sich seit Anfang des Monats etablierte Aufwärtstrend weiter beschritten. Ernüchterung bereitete die Realität in Form von Wirtschaftsdaten, welche immer wieder der Charttechnik einen Strich durch die Rechnung machen können.

Hellwach sollten demnach auch folgende Veröffentlichungen betrachtet werden, von denen für Donnerstag das ifo-Weltwirtschaftsklima um 11.00 Uhr, die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 14.30 Uhr sowie die US-Frühindikatoren um 16.00 Uhr zu nennen sind.

Sich daraus entwickelnde Trading-Chancen gibt es natürlich an gewohnter Stelle. Darauf freue ich mich und wünsche bis dahin viel Erfolg.

Euer Bernie

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Autor

Bernecker1977 ist Andreas Mueller. Als Daytrader handelt er Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures und CFDs. Sein Trading basiert auf der Charttechnik. Dort aufgebautes Wissen und Erfahrungen aus 14 Jahren Handel vermittelt der studierte Diplom-Kaufmann Andreas Mueller als Referent im Seminar, Webinar und im individuellen Coaching. Ebenso ist Bernecker1977 als Autor der Kolumne Trading-Gezwitscher bekannt. Auf wallstreet:online moderiert er zudem seit 2005 die Tages-Trading-Chancen für Daytrader und ist Ansprechpartner für alle börsenrelevante Fragen.