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Rohöl Einbruch beim Optimismus der Großspekulanten

 |  30.01.2010, 15:00  |  5429 Aufrufe  |   0  | 
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) legte am Freitag gegen Börsenschluss – wie gewohnt – ihren sogenannten COT-Report vor, der in dieser Woche insbesondere bei WTI-Rohöl eine interessante Entwicklung aufzeigte.
Die drei Buchstaben C, O und T stehen bekanntlich für Commitments of Traders und geben einen wichtigen Einblick über die Marktmeinung unterschiedlicher Gruppen von Investoren bezüglich diverser Rohstoff-Futures. Einmal pro Woche zeigt die US-Behörde CFTC, wie sich Profis aus der jeweiligen Rohstoffbranche (Produzenten, Verarbeitungsfirmen) sowie große und kleine Spekulanten in den jeweiligen Rohstoff-Terminkontrakten auf Basis der Daten vom Dienstag positioniert haben. Von besonderem Interesse ist dabei stets die Frage, ob die Spekulanten mehrheitlich auf fallende (Netto-Short-Position) oder eher auf steigende Preise (Netto-Long-Position) gesetzt haben. Sind mehr Futures auf der Long- als auf der Short-Seite positioniert, liegt bei der jeweiligen Investorengruppe eine Netto-Long-Position vor und es herrscht eine optimistische Markterwartung. Ist das Gegenteil der Fall (mehr short als long), spricht man von einer Netto-Short-Position und somit von einer pessimistischen Markterwartung.

WTI: Großspekulanten fliehen aus Long-Futures

Der aktuelle COT-Report der CFTC wies in der Zeit vom 19. bis 26. Januar bei den Futures auf WTI unter den Großspekulanten einen regelrechten Einbruch des Optimismus aus. So fiel deren Netto-Long-Position von 134.381 auf 99.620 Futures (-25,9 Prozent) zurück. Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) wurde hingegen ein Anstieg von 18.613 auf 22.677 Futures (+21,8 Prozent) registriert. Bei den Großspekulanten war der nachlassende Optimismus in erster Linie durch einen Einbruch auf der Long-Seite verursacht. Während deren Anzahl von 280.410 auf 246.573 (-12,1 Prozent) absackte, gab es auf der Short-Seite mit 146.953 Futures keine signifikante Veränderung. Bei den Kleinspekulanten wurde auf der Long-Seite ein deutlich stärkerer Anstieg als auf der Short-Seite beobachtet, so dass der Optimismus deutlich ausgeprägter werden konnte.
In der abgelaufenen Handelswoche erfuhr der nächstfällige WTI-Future den dritten Wochenverlust in Folge. Diesmal ging es um 2,2 Prozent nach unten. Mit aktuell 72,89 Dollar befindet sich der Kontrakt in einer massiven Unterstützungszone, die derzeit allerdings akut gefährdet ist.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Autor

Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.