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Aktien Frankfurt Ausblick Erholung - SAP nach Apotheker-Rücktritt schwächer

Autor: dpa-AFX
 |  08.02.2010, 08:20  |  264 Aufrufe  |   0  | 
FRANKFURT - Nach seinem jüngsten Kursrutsch dürfte der deutsche Aktienmarkt am Montag erholt in die Woche starten. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Stand Dax lag am Montagmorgen um 8.10 Uhr bei 5.456 Punkten und damit um 0,41 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Freitag. Drei tiefrote Tage in Folge hatten den deutschen Leitindex zuletzt knapp fünf Prozent seines Wertes gekostet - auf Wochensicht stand ein Verlust von 3,11 Prozent zu Buche.

Börsianern gibt vor allem der Verlauf der US-Börsen am Freitag Hoffnung auf eine Stabilisierung. Dort hatte der Dow Jones den Kampf um die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke mit einem Schlussspurt knapp gewonnen. Der Future auf den US-Leitindex legte seit Xetra-Schluss am Freitag 0,24 Prozent zu. Auch von eher ungewohnter Seite kommen positive Impulse: So haben in den USA überraschend die New Orleans Saints den Super Bowl gewonnen. Mit der Meisterschaft des Teams aus der National Football Conference (NFC) lässt der unter einigen Börsianern beachtete ´Super Bowl Indikator´ jetzt steigende US-Börsen erwarten. Die Sorgen der Vorwoche um die Schuldenprobleme einiger Länder der Eurozone und den schwachen Euro dürften jedoch auch weiterhin für Störfeuer sorgen. Der Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley, Dirk Notheis, warnte in einem Gespräch mit dem ´Handelsblatt´ nach der Finanzmarktblase vor dem Entstehen einer ´Staatsblase´. Am Morgen stabilisierte sich die Gemeinschaftswährung jedoch über ihrem Tief vor dem Wochenende.

Auf Unternehmnsseite sorgte SAP für einen Paukenschlag: Europas größter Softwarehersteller kommt nicht zur Ruhe und baut nach mehrfachen Vorstandswechseln in kurzer Folge abermals radikal um. Statt des Vorstandssprechers Léo Apotheker, der am Sonntagabend überraschend zurücktrat, wird nun wieder eine Doppelspitze installiert. Laut Heino Ruland, Marktstratege bei Ruland Research, dürfte der plötzliche Rücktritt viel mit der eher schleppenden Geschäftsentwicklung einiger Bereiche zu tun haben, wie etwa der immer wieder verschobenen Markteinführung der Unternehmenssoftware on-demand (Business Bydesign). Bei Lang & Schwarz sanken die Aktien vorbörslich um 1,45 Prozent.

Auch Daimler-Aktien stehen mit einer Personalie im Blick. Mercedes-Vize Rainer Schmückle verlässt nach dpa-Informationen den Stuttgarter Autobauer und wird vom bisherigen Chef der Transportersparte, Wolfgang Bernhard, abgelöst. Dort wird er zuständig sein für Produktion und Einkauf der Pkw-Sparte Mercedes Cars, bisher der Verantwortungsbereich von Schmückle. Dieser Vorschlag von Aufsichtsratschef Manfred Bischoff muss noch im Kontrollgremium genehmigt werden. Das entspreche den Erwartungen, sagte ein Börsianer. Ein anderer erwartet angesichts des guten Rufs Bernhards am Kapitalmarkt eine leicht positive Reaktion.

Leichte Abschläge erwarten Börsianer bei MAN . Wie beispielsweise die ´Börsen-Zeitung´ berichtete, muss der Nutzfahrzeugkonzern seinem Abschluss für 2009 eine signifikante Buchwertabschreibung von etwa 350 Millionen Euro auf den Scania-Anteil vornehmen. ´Das könnte den Kurs erst einmal belasten, da bei MAN für das Gesamtjahr 2009 ein Vorsteuerergebnis von insgesamt 270 Millionen Euro erwartet wird´, sagte ein Börsianer. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Abschreibung keinen bleibenden Effekt haben dürfte. Keine deutlichere Reaktion erwarten die Marktteilnehmer indes bei Eon nach einem Bericht über den Ausbau der Zusammenarbeit mit seinem Partner Masdar aus Abu Dhabi bei erneuerbaren Energien.

Bayer und Klöckner & Co (KlöCo) wollen laut eigenen Angaben durch Zukäufe wachsen, sorgten damit allerdings am Markt nicht für Überraschungen./ag/fat
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