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DAX wieder 6 Kilo schwer

 |  17.03.2010, 18:00  |  6898 Aufrufe  |   0  | 
Die Zinsentscheidung der US-Notenbank FED war keine echte Entscheidung, denn die Zinsen blieben diesmal unverändert und sollen es auch noch weiter bleiben. Dennoch legten die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch zu. Der Nikkei in Japan stieg hierbei um 1,2 Prozent und der Hang Seng in Hongkong um 1,7 Prozent.

Mit dieser Euphorie im Rücken startete der DAX mit einem GAP bis knapp unter 6.000 Punkte und schaffte es erst zum Mittag diese Marke zu überspringen. Der Arbeitskostenindex der Eurozone stieg zwar um über 2 Prozent, hatte aber keinen Einfluss auf die Kursentwicklungen. Bis zum Nachmittag stand die 6.000 wie zementiert im Chart fest.

Die um 0,6 Prozent gesunkenen US-Erzeugerpreise lagen total unter den Erwartungen. Vorabschätzungen gingen von einem Anstieg aus. Trotzdem machten die Aktien an der DowJones an der Stelle weiter, wo Sie den Vortag beendeten – im grünen Bereich. Das Jahreshoch übt einen gewissen Respekt aus. So wundert es nicht, wenn die Volatilität aktuell stark nachlässt. Mit 6.024 Punkten schloss der XETRA-DAX stabil seinen Feldzug.

Für den EUR/USD galt ebenfalls ein Konsolidierungsbedarf. Nachdem er am Vormittag kurz die 1,38 tangierte, gab er im Anschluss erneut Boden ab und bewegte sich folglich in der Vortages-Range.

Die Psyche spielt verrückt

„Erster” in der Diskussionsrunde war kurz nach 7 Uhr moomoney. Er musste schließlich voller Spannung seinen Stopp im EUR/YEN prüfen. Da dieser über Nacht gehalten hatte, gab es zum Frühstück etwas Deftiges gepaart mit dem Vorsatz einer Pyramiden-Order. Vor dieser warnte wenig später der eigentliche Buffet-Eröffner FOSSILION nach Blick auf den größeren Zeitrahmen. Dort scheint sich ein Dreifach-Top etablieren zu können. Als Sonnenanbeter auf einer Pyramide wäre das sehr gefährlich!

Mit den ersten Indikationen des DAX-Futures wurde das Getuschel um die 6.000 im DAX immer lauter. kurzundgut orakelte nichts Gutes für die Shorties, während sich die ängstlichen Bullen wie Warren_B über das Nicht-Halten der Position über Nacht ärgerten. Mit einem Grinsen stellte JoeMo indes seinen Gewinn glatt und gab auch Bernecker1977 ein paar Krümel ab. Mit dem Überschreiten der psychologischen Marke von 6.000 Punkten gegen 11 Uhr rückte die Sorge um hexalzeit erneut in den Vordergrund. Ob Ihre Order noch vorzeitig und manuell ausgeführt wurde, werden wir hoffentlich in den kommenden Tagen erfahren.

Prinzipiell lockte der Bereich nach Sichtung der Mittelfristcharts von poll23 mehrere Trader in Short-Positionen. zooropa und pobeda waren vielleicht etwas zu voreilig, ihnen folgten jedoch 25 Punkte höher DerFuchs und mcgoofy. Alle zusammen konnten sich bisher noch nicht über große Gewinne freuen, degegen DpunktUmmschwaetzer schon. Er verlagerte seinen Handelsstil dank schneller Finger auf das „Schnibbeln” (Fachausdruck für das Arbitragieren einer Scalpingposition im Terminmarkt mittels Derivaten).

Verwirrspiel am Währungsmarkt! Die Kolumne von medianer70 zum „Eurobullen” war noch nicht trocken, schon nahm er die 1,3802 zum Anlass um seine Position auf Short zu drehen. Wenig später stand magischer weise das Vortagestief zur Debatte. Einen Rücksetzer überstand der spärlich gepolsterte Stuhl gerade so (Stichwort Rumrutschfaktor!) bevor der Stopp in die Gewinnzone versetzt werden durfte. Wie im Lehrbuch folgte dann ein Bruch des Vortagestiefs und die Party-CD in der Musikabteilung vom Media Markt erklang 20 Dezibel lauter…

Weiter steigende Notierungen am Nachmittag im DAX legten die Nerven der Shorties blank. Punktgenau nahmen DIE sich beispielweise dem Stopp von zooropa an. So bleibt die Frage „Wann wird der DAX drehen und wie weit wird er dann absacken?” von heiti33415 vorerst ohne seriöse Antwort im Raum stehen.

Ausblick

Ein Fest für die Medien und vermutlich auch für einige gebeutelte Investoren ist die Zurückeroberung der Marke von 6.000 DAX-Punkten. Das Jahreshoch ist nun nicht mehr fern, wie die Wallstreet ebenfalls eindrucksvoll zeigt. Dort ist allerdings mit Widerstand zu rechnen, vor allem im Vorfeld des Verfallstages an den Terminbörsen.

Bis dahin gibt es jedoch noch viele Trading-Chancen. Als potentielle Zeiten dafür sind am Donnerstag um 13.30 Uhr die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die US-Verbraucherpreise des Monats Februar zu nennen. Um 14.30 Uhr wird die US-Leistungsbilanz und um 15.00 Uhr werden die US-Frühindikatoren und der Philadelphia-FED-Index veröffentlicht.

Nehmt Euch in Acht vor den Hexen und achtet auf die Stopps,
ruft Euch die warnende Stimme aus dem Hintergrund zu.

Euer Bernecker1977
(Andreas Mueller)

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Autor

Bernecker1977 ist Andreas Mueller. Als Daytrader handelt er Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures und CFDs. Sein Trading basiert auf der Charttechnik. Dort aufgebautes Wissen und Erfahrungen aus 14 Jahren Handel vermittelt der studierte Diplom-Kaufmann Andreas Mueller als Referent im Seminar, Webinar und im individuellen Coaching. Ebenso ist Bernecker1977 als Autor der Kolumne Trading-Gezwitscher bekannt. Auf wallstreet:online moderiert er zudem seit 2005 die Tages-Trading-Chancen für Daytrader und ist Ansprechpartner für alle börsenrelevante Fragen.