Börse Frankfurt am Morgen Etwas schwächer, EADS verdient weniger
Frankfurt - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitagmorgen mit leichten Abschlägen zu kämpfen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) kommt aktuell um 0,24 Prozent zurück auf 6.120,16 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gibt 0,11 Prozent ab auf 8.396,56 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es um 0,06 Prozent nach oben auf 4.143,17 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) bröckelt um 0,53 Prozent ab auf 767,53 Punkte. Der Bund Future legt 0,20 Prozent zu auf 128,32 Zähler. Der Euro verliert 0,24 Prozent auf 1,3034 Dollar.
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der deutsche Einzelhandelsumsatz im Juni unter dem Vormonatsniveau. Die Einzelhändler verkauften unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal 1,1 Prozent weniger als im Vormonat. Real fiel der Absatz um 0,9 Prozent. Auf Jahressicht zog der Einzelhandelsumsatz nominal um 3,8 Prozent und real um 3,1 Prozent an.
Die Wall Street hat am Vorabend mäßige Verluste hinnehmen müssen, die Tagestiefststände hatten allerdings keinen Bestand. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gab am Ende 0,3 Prozent ab. Daneben fielen der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um 0,4 Prozent und der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 0,6 Prozent zurück. Für den Nikkei-Index ging es heute in Tokio um 1,6 Prozent nach unten. In den USA werden im weiteren Handelsverlauf unter anderem das BIP, der Arbeitskostenindex, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und die Verbraucherstimmung erwartet. Zahlen kommen mitunter von Chevron, Merck & Co und Weyerheauser.
Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) können nach den gestrigen Zahlen weiter zulegen und gewinnen an der DAX-Spitze 1,3 Prozent. Daneben verbessern sich unter anderem die Lufthansa um 0,9 Prozent und MAN um 0,7 Prozent. Der Baustoffkonzern HeidelbergCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) musste im zweiten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen. Der Umsatz lag mit 3,30 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 3,01 Mrd. Euro. Unter dem Strich verbuchte der führende deutsche Baustoffhersteller einen Konzernüberschuss in Höhe von 166 Mio. Euro, nach 364 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei beinhaltet dieser Wert im Berichtszeitraum Einmalbelastungen aus Restrukturierung und Refinanzierung in Höhe von 101 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter lag im Berichtszeitraum mit 120 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 333 Mio. Euro. HeidelbergCement büßen 3 Prozent ein.
Der im MDAX gelistete Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) hat heute seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Die Erlöse konnten leicht auf 20,31 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 406 Mio. Euro, nach einem EBIT von 888 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei hatten unter anderem außergewöhnliche Wechselkurseffekte zu dem Rückgang beigetragen. Dank der höheren Zahl erwarteter Auslieferungen sowie eines Anstiegs der operativen Ertragskraft dürfte EADS im Jahr 2010 ein EBIT vor Einmaleffekten von rund 1,2 Mrd. Euro erreichen. EADS gewinnen 3,6 Prozent. Der Technologiekonzern GEA (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) gab bekannt, dass Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken sind. Den Angaben zufolge lag der Umsatz mit 1,07 Mrd. Euro nur noch 3,5 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahresquartals. Das EBIT belief sich auf 56,7 Mio. Euro (Vorjahr: 58,1 Mio. Euro) bzw. auf 71,7 Mio. Euro (Vorjahr: 71,2 Mio. Euro) vor Restrukturierungsaufwand. GEA sacken um 3 Prozent ab.
Für Wacker Chemie (ISIN DE000WCH8881/ WKN WCH888) geht es um 2 Prozent nach unten. Der Konzern hat im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg verbucht. Der Umsatz lag mit 1,20 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 925,5 Mio. Euro. Beim EBIT wurde ein Gewinn von 204,7 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum ein Minus von 53,7 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Wacker Chemie, an das Rekordergebnis aus dem Geschäftsjahr 2008 anknüpfen zu können. Heidelberger Druck (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) verlieren rund 1 Prozent. Wie am Vorabend bekannt wurde, hat die Hauptversammlung der Bezugsrechtskapitalerhöhung zugestimmt. Die endgültige Anzahl der neuen Stückaktien hängt vom Bezugspreis je Aktie ab, wobei ein Bruttoemissionserlös von rund 420 Mio. Euro angestrebt wird. Für ElringKlinger (ISIN DE0007856023/ WKN 785602) geht es um gut 1 Prozent nach unten. Dabei konnte der Automobilzulieferer im ersten Halbjahr erneut einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen. Ausgehend von einer weiteren Erholung der Fahrzeugmärkte und einer stabilen konjunkturellen Entwicklung wurde auch die Jahresprognose erneut angehoben.
Der im TecDAX notierte Solarkonzern Conergy (ISIN DE0006040025/ WKN 604002) hat sich mit den finanzierenden Banken auf die Verlängerung ihrer Kredite bis Ende 2011 geeinigt. Die Bestellung von Dieter Ammer zum Mitglied des Vorstands sowie seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden wurden mit Wirkung zum 1. August 2010 um drei Monate bis zum Ablauf des 31. Oktober 2010 verlängert. Conergy legen aktuell gut 2 Prozent zu. Spitzenreiter ist AIXTRON mit einem Plus von 2,2 Prozent. Titel der Software AG verlieren indes fast 4 Prozent.
DAX: 6.120,16 (-0,24 Prozent) MDAX: 8.396,56 (-0,11 Prozent) SDAX: 4.143,17 (+0,06 Prozent) TecDAX: 767,53 (-0,53 Prozent) (30.07.2010/ac/n/m)
Wertpapiere des Artikels:
European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V.
Heidelberger Druckmaschinen AG
Merck KGaA
HeidelbergCement AG
GEA Group AG
Conergy
ElringKlinger AG
Wacker Chemie AG

0
