Wall Street Eröffnung Verluste, Pfizer und Procter & Gamble im Blick
New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von Gewinnmitnahmen hat die Wall Street im Minus eröffnet. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gibt kurz nach der Eröffnungsglocke 0,27 Prozent ab auf 10.645,58 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) kommt um 0,36 Prozent zurück auf 1.121,83 Stellen. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) liegt mit 0,38 Prozent im Minus bei 2.286,75 Punkten.
Laut Angaben des Handelsministeriums sind die persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA im Juni unverändert geblieben. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Zuwachs von 0,1 Prozent bei den Einkommen und einen unveränderten Wert bei den Konsumausgaben prognostiziert. In Kürze folgen die anstehenden Hausverkäufe und die Industrieaufträge.
Der weltgrößte Pharmahersteller Pfizer (ISIN US7170811035/ WKN 852009) konnte im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg ausweisen. Die Erlöse lagen mit 17,33 Mrd. Dollar deutlich über dem Vorjahreswert von 10,98 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn wurde auf 2,48 Mrd. Dollar bzw. 31 Cents je Aktie beziffert, nach einem Überschuss von 2,26 Mrd. Dollar bzw. 34 Cents je Aktie im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn je Aktie bei 62 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 52 Cents sowie einen Umsatz von 16,65 Mrd. Dollar erwartet. Pfizer legen aktuell 3,6 Prozent zu. Titel des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble (ISIN US7427181091/ WKN 852062) geben 3,4 Prozent ab. Der Konsumgüterkonzern hat seinen Umsatz im vierten Quartal auf 18,93 Mrd. Dollar gesteigert, nach 18,08 Mrd. Dollar im Vorjahr. Beim Nettogewinn wurde hingegen ein Rückgang auf 2,19 Mrd. Dollar bzw. 71 Cents je Aktie verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 2,47 Mrd. Dollar bzw. 80 Cents je Aktie ausgewiesen hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 73 Cents bei Umsatzerlösen von 19,10 Mrd. Dollar erwartet.
Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical (ISIN US2605431038/ WKN 850917) hat im zweiten Quartal einen kräftigen Ergebnisanstieg verbucht. Der Umsatz lag mit 13,62 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 11,32 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 566 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 486 Mio. Dollar bzw. 47 Cents je Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 54 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 56 Cents sowie einen Umsatz von 13,69 Mrd. Dollar erwartet. Dow Chemical kommen daraufhin um fast 8 Prozent zurück.
Anteile des Kreditkartenanbieters MasterCard (ISIN US57636Q1040/ WKN A0F602) verlieren 1,3 Prozent. Der Konzern konnte im zweiten Quartal dank Kosteneinsparungen und eines wachsenden Konsums der Kunden Umsatz und Ergebnis steigern. Die Erlöse stiegen um knapp 7 Prozent auf 1,37 Mrd. Dollar. Ferner kletterte der Nettogewinn von 349 Mio. Dollar bzw. 2,67 Dollar je Aktie auf nun 458 Mio. Dollar bzw. 3,49 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 3,33 Dollar bei Umsätzen von 1,38 Mrd. Dollar erwartet. Der transatlantische Börsenbetreiber NYSE Euronext (ISIN US6294911010/ WKN A0MLCE) gab bekannt, dass er im zweiten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust ausweisen konnte. Dabei hatte das Vorjahresergebnis unter Sonderbelastungen zu leiden. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Der Wert verliert leicht.
Wie der Bürohändler OfficeMax (ISIN US67622P1012/ WKN A0DLJT) mitteilte, hat er im zweiten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet, nach einem Verlust im Vorjahr. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Jedoch wurde ein schwacher Ausblick gegeben. Der Wert sackt daraufhin um über 8 Prozent ab. Das Industriekonglomerat Emerson Electric (ISIN US2910111044/ WKN 850981) konnte seinen Gewinn im dritten Quartal angesichts höherer Umsätze um 51 Prozent steigern. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug demnach 585 Mio. Dollar bzw. 77 Cents pro Aktie. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag bei 78 Cents pro Aktie. Der Umsatz nahm um 10,8 Prozent auf 5,64 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 68 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 5,57 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Titel legt 1 Prozent zu.
Der Öl- und Gaskonzern Marathon Oil (ISIN US5658491064/ WKN 852789) konnte im zweiten Quartal infolge gestiegener Öl- und Gaspreise ein kräftiges Ergebnisplus ausweisen. Der Umatz stieg auf 18,57 Mrd. Dollar, nach 13,32 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Ferner kletterte der Nettogewinn von 413 Mio. Dollar auf 709 Mio. Dollar. Um Einmaleffekte bereinigt verbesserte sich der Gewinn je Aktie von 0,35 auf 1,11 Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,81 Dollar bei Umsätzen von 19,69 Mrd. Dollar geschätzt. Marathon Oil büßen leicht ein.
Wie Molson Coors Brewing (ISIN US60871R2094/ WKN A0DPTB), einer der größten Bierkonzerne der Welt, bekannt gab, konnte man sein Ergebnis im zweiten Quartal aufgrund eines deutlichen Umsatzwachstums um 27 Prozent steigern. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Demnach lag der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen bei 237,8 Mio. Dollar, nach 187,3 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag bei 1,25 Dollar (Vorjahr: 1,11 Dollar) pro Aktie. Der Umsatz kletterte um 10,6 Prozent auf 883,3 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,20 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 876,3 Mio. Dollar ausgegangen. Der Wert gibt marginal ab. Der Agrarkonzern Archer Daniels Midland (ISIN US0394831020/ WKN 854161) meldete, dass er seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich gesteigert hat, was mit einer erhöhten Nachfrage und verbesserten Margen zusammenhängt. Die Ergebniserwartungen der Analysten wurden damit deutlich geschlagen, während die Umsatzschätzungen verfehlt wurden. Die Aktie von Archer Daniels Midland gewinnt aktuell 2,3 Prozent. (03.08.2010/ac/n/m)

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