Börse Frankfurt am Mittag Rote Vorzeichen, ThyssenKrupp leicht im Plus
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem positiven Auftakt haben inzwischen wieder die Bären das Ruder übernommen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 0,74 Prozent auf 6.089,94 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gibt 0,36 Prozent ab auf 8.211,89 Stellen. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) gewinnt indes 0,29 Prozent auf 4.130,24 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) büßt 0,22 Prozent ein auf 745,21 Punkte. Der Bund Future legt aktuell 0,08 Prozent zu auf 131,33 Zähler. Der Euro gewinnt 0,09 Prozent auf 131,34 Dollar.
Einer Meldung des Statistischen Bundesamtes zufolge ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal kräftig gewachsen. Im Vorquartalsvergleich wuchs der Wert der in Deutschland erwirtschafteten Leistung preis-, saison- und kalenderbereinigt um 2,2 Prozent, nach Zuwächsen von jeweils 0,5 Prozent im Vorquartal und im Vorjahresquartal. Ein so starkes Wachstum zum Vorquartal gab es noch nie im vereinigten Deutschland. Positive Impulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Wie das europäische Statistikamt Eurostat erklärte, ist die Wirtschaft innerhalb Europas stärker angewachsen. Im Vorjahresvergleich zog die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 1,7 Prozent an. In der EU27 lag das BIP um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zudem hat die Handelsbilanz der Eurozone im Juni mit einem Überschuss geschlossen. So belief sich der Überschuss des Euroraums (ER16) beim Handel mit Drittländern auf 2,4 Mrd. Euro. Ferner sank das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 9,6 Mrd. Euro.
Die US-Börsen dürften heute an die Verluste der vergangenen Tage anknüpfen. So geben der Dow Jones Future 0,29 Prozent, der S&P 500 Future 0,38 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,42 Prozent ab. In den USA werden im weiteren Handelsverlauf der Einzelhandelsumsatz, die Verbraucherpreise, die Verbraucherstimmung und die Lagerbestände erwartet.
ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) können gegen den Trend um 0,6 Prozent vorrücken. Der Industriekonzern gab zuvor bekannt, dass er in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat. Auftragseingang und Umsatz konnten ebenfalls zulegen. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Der Umsatz wuchs um 1 Prozent auf 31,14 Mrd. Euro. Das EBIT betrug 1,42 Mrd. Euro (Vorjahr: -466 Mio. Euro) bzw. ebenfalls 1,42 Mrd. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro) auf bereinigter Basis. Der Periodenüberschuss lag bei 727 Mio. Euro, nach einem Fehlbetrag von 829 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. An der DAX-Spitze gewinnen K+S rund 1 Prozent. Auf der Gegenseite verlieren unter anderem HeidelbergCement 3 Prozent, die Deutsche Börse 1,5 Prozent und BASF ebenfalls 1,5 Prozent.
HHLA (ISIN DE000A0S8488/ WKN A0S848) geben im MDAX nach einem starken Auftakt ein halbes Prozent ab. Im Verlauf des ersten Halbjahres hat sich die Erholung der Umschlag- und Transportmengen bei dem Hafenbetreiber deutlich beschleunigt. Mit 505,1 Mio. Euro übertraf der Konzernumsatz das Vorjahresniveau leicht. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 2,7 Prozent auf 44,9 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet HHLA jetzt mit einem Mengenwachstum oberhalb von 10 Prozent, einem Umsatz über Vorjahr und einer EBIT-Marge von mindestens 15 Prozent. Der Immobilienkonzern IVG (ISIN DE0006205701/ WKN 620570) konnte im ersten Halbjahr einen Gewinn verzeichnen. Wie der Konzern erklärte, lagen die Umsatzerlöse mit 561,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 250,8 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich auf 156,3 Mio. Euro, nach 36,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. IVG kommen inzwischen um 1,1 Prozent zurück. Für BAUER (ISIN DE0005168108/ WKN 516810) geht es indes um 1,6 Prozent nach oben. Der Bau- und Maschinenbaukonzern musste im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang ausweisen. Bei den Umsatzerlösen wurde ein leichter Rückgang auf 529,1 Mio. Euro verzeichnet. Beim EBIT verbuchte man eine Abnahme auf 27,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 44,9 Mio. Euro). Für das laufende Fiskaljahr wurden die Prognosen bestätigt.
Der im SDAX gelistete Spezialchemie-Konzern SKW Stahl-Metallurgie (ISIN DE000SKWM013/ WKN SKWM01) teilte mit, dass er im ersten Halbjahr dynamisch gewachsen ist. Zudem wurde die EBITDA-Guidance nach oben korrigiert. Der Wert gewinnt mehr als 4 Prozent. Wacker Neuson (ISIN DE000WACK012/ WKN WACK01) legen gut 3 Prozent zu. Wie zuvor bekannt wurde, ist der Baumaschinenhersteller im ersten Halbjahr wie geplant in die Gewinnzone zurückgekehrt. Homag (ISIN DE0005297204/ WKN 529720) gewinnen 2 Prozent. Der auf Maschinen zur Holzverarbeitung spezialisierte Konzern hat im ersten Halbjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben und im Anschluss die Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr angehoben. Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (ISIN DE0007193500/ WKN 719350) konnte im ersten Halbjahr dank der weiter anziehenden Branchenkonjunktur eine deutliche Ergebnisverbesserung vorweisen. Der Titel gibt aktuell 0,3 Prozent ab. Der Energieversorger MVV (ISIN DE000A0H52F5/ WKN A0H52F) konnte in den ersten neun Monaten ein Ergebnisplus vorweisen. Die Erlöse lagen mit 2,55 Mrd. Euro um 3 Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBIT verbesserte sich auf 330,5 Mio. Euro, nach 40,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT lag mit 251,0 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert. Mit Blick auf das Ende September zu Ende gehende Geschäftsjahr bekräftigte das Unternehmen daher auch seine Prognose. MVV tendieren knapp behauptet. H&R WASAG (ISIN DE0007757007/ WKN 775700) verlieren 0,7 Prozent. Der Spezialchemiekonzern konnte im ersten Halbjahr dank der deutlichen konjunkturellen Erholung mit einem kräftigen Ergebnisplus aufwarten.
Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51/ WKN A0JCZ5) geben im TecDAX mittlerweile 0,7 Prozent ab. Das Solartechnikunternehmen konnte im ersten Halbjahr nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Der Umsatz stieg leicht auf 118,8 Mio. Euro. Dagegen sank das EBIT auf 6,1 (2009: 12,0) Mio. Euro und die EBIT-Marge auf 5,1 (2009: 10,3) Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Konzernumsatz von 285 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von maximal 9,0 Prozent. Das erste Halbjahr 2010 war das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte des Solartechnikkonzerns SMA Solar (ISIN DE000A0DJ6J9/ WKN A0DJ6J). Wie der Konzern erklärte, hat sich der Konzernumsatz mit 815,8 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode mehr als verdreifacht (2009: 247,1 Mio. Euro). Das EBIT verbesserte sich auf 219,9 Mio. (2009: 35,0 Mio.) Euro. An der Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 1,5 bis 1,8 Mrd. Euro hält der Vorstand weiterhin fest. Ferner bestätigt der Vorstand das Profitabilitätsziel (EBIT) von 24 bis 27 Prozent bezogen auf den Umsatz. Der Wert verliert über 2 Prozent. Evotec gewinnen an der Spitze mehr als 3 Prozent.
DAX: 6.089,94 (-0,74 Prozent) MDAX: 8.211,89 (-0,36 Prozent) SDAX: 4.130,24 (+0,29 Prozent) TecDAX: 745,21 (-0,22 Prozent) (13.08.2010/ac/n/m)

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