Wochenrückblick KW 32
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen schwach entwickelt. Der DAX verlor 2,4 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz einen Abschlag von etwa 0,4 Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Minus von 4 Prozent abgeschlossen. In den USA musste der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 3,4 Prozent abgeben.
In Deutschland schloss der DAX am Montag mit 1,5 Prozent im Plus. Nach vorläufigen Berechnungen wies die deutsche Außenhandelsbilanz im Juni einen Überschuss von 14,1 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 12,3 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Dabei stiegen die Exporte um 28,5 Prozent auf 86,5 Mrd. Euro und die Importe um 31,7 Prozent auf 72,4 Mrd. Euro. Wie zudem bekannt wurde, hat das Verarbeitende Gewerbe im Juni ein etwas geringeres Umsatzwachstum erzielt. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz um 10,7 Prozent, nach einem Anstieg um revidiert 13,0 Prozent im Mai. Indes gab der Software-Konzern SAP (+1,5 Prozent) bekannt, dass er sich auch nach der zweiten Milliarden-Akquisition binnen drei Jahren in erster Linie auf organisches Wachstum konzentrieren will. Daneben hat der Autobauer BMW (+1 Prozent) im Juli einen deutlichen Absatzanstieg ausgewiesen. So wurden 119.982 Modelle der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce abgesetzt, was einem Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Vorstandschef des Handelsriesen METRO (+0,9 Prozent), Eckhard Cordes, hält einen Zusammenschluss von Kaufhof mit der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt Presseangaben zufolge nach wie vor für realistisch. Schon vor der Insolvenz von Karstadt im Juni 2009 hatte METRO versucht, die besten Standorte des Essener Konkurrenten zu übernehmen. Am Dienstag wurde bekannt, dass sich die Inflation in Deutschland im Juli nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes beschleunigt hat. Demnach stieg die Inflationsrate auf 1,2 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 0,9 Prozent im Juni 2010 und -0,5 Prozent im Juli 2009. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von 2,0 Prozent wird damit weiterhin unterschritten. Ferner sind die Großhandelsverkaufspreise im Juli mit erhöhtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 5,3 Prozent, nach einem Plus von 5,1 Prozent im Juni 2010 und einem Minus von 10,6 Prozent im Juli 2009. Indes konnte die Deutsche Lufthansa (-2 Prozent) im Juli einen Anstieg der Passagierzahlen ausweisen. Siemens (-1,3 Prozent) hat zwei Großaufträge im Bereich Windkraft aus Nordamerika und Kanada erhalten. Zudem hat man einen Großauftrag im Bereich Medizintechnik erhalten. Titel der Hannover Rück fielen um 6,1 Prozent zurück. Der Rückversicherer ist eigenen Angaben zufolge mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr zufrieden. Die gebuchte Bruttoprämie stieg um 8,2 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro. Das EBIT betrug 490,7 Mio. Euro (Vorjahr: 603,3 Mio. Euro), wobei die Vergleichsperiode von positiven Sondereffekten in Höhe von rund 161 Mio. Euro geprägt war. Heidelberger Druck schlossen mit 2,2 Prozent im Minus. Der Druckmaschinenhersteller hat im ersten Quartal von den insgesamt günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitieren können. Am Mittwoch meldete der Energieversorger E.ON (-1,3 Prozent), dass er im ersten Halbjahr nicht an das Vorjahresergebnis anschließen konnte. Der Umsatz lag etwa 7 Prozent über dem Vorjahresniveau und erreichte rund 44 Mrd. Euro. Das Adjusted EBIT kletterte um 11 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss lag mit 4,2 Mrd. Euro 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der bereinigte Konzernüberschuss lag mit 3,3 Mrd. Euro 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr 2010 hält E.ON unverändert an einer Steigerung des Adjusted EBIT zwischen 0 und 3 Prozent und einem bereinigten Konzernüberschuss auf Vorjahresniveau fest. Papiere des Stahl- und Metalldistributeurs Klöckner & Co verloren 5,6 Prozent. Dabei hat der Konzern im ersten Halbjahr dank deutlich gestiegener Metallpreise einen Ergebnisanstieg erzielt. Wie der in den Bereichen Automotive und Defence tätige Technologiekonzern Rheinmetall (-3,3 Prozent) erklärte, hat er im ersten Halbjahr eine kräftige Ertragssteigerung und ein deutliches Plus beim Umsatz erzielt. Indes hat der Touristikkonzern TUI (-3,5 Prozent) sein Konzernergebnis im dritten Quartal verbessert. Der Baukonzern Bilfinger Berger teilte mit, dass sein Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich angestiegen ist. Papiere von freenet zogen um 3,7 Prozent an. Der Telekommunikationskonzern gab bekannt, dass er sein Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich steigern konnte. SolarWorld-Titel kamen dagegen um 4,7 Prozent zurück. Der Solarkonzern hat mit der Vorlage des Konzern-Zwischenberichts für das erste Halbjahr seine vorab gemeldeten Zahlen bestätigt. Daneben ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Mai 2010 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes weiter angestiegen. Am Donnerstag meldete der Energieversorger RWE (-1,1 Prozent), dass er Umsatz und operatives Ergebnis im ersten Halbjahr gesteigert hat. Ferner wurde die Prognose für 2010 bestätigt. In einem generell unsicheren energiewirtschaftlichen Umfeld sieht sich RWE nicht nur mit dem Plan der Bundesregierung konfrontiert, eine Steuer auf Kernbrennstoffe einzuführen, sondern auch mit anhaltender Unklarheit über das angekündigte Energiekonzept. Vor diesem Hintergrund muss der Konzern die mittelfristigen Ziele bis einschließlich 2013 überprüfen. Indes hat der Salz- und Düngemittelkonzern K+S (-1,8 Prozent) Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal jeweils deutlich steigern können. Aktien von STADA bröckelten um 4 Prozent ab. Der Pharmakonzern hat im ersten Halbjahr eine Steigerung beim Umsatz und Ertrag erzielt. Daneben hat der Stahlkonzern Salzgitter (-2,7 Prozent) seinen Verlust im ersten Halbjahr reduzieren können, während der Baukonzern Bilfinger Berger (+1,2 Prozent) im ersten Halbjahr einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen konnte und die am Vorabend vorgelegten vorläufigen Geschäftszahlen bestätigt hat. Titel von Q-Cells sprangen um 10,7 Prozent. Der Solartechnikkonzern konnte im zweiten Quartal weitere wesentliche Erfolge im Rahmen der Restrukturierung und der strategischen Neuausrichtung erzielen, die sich in einer positiven Umsatz- und EBIT-Entwicklung widerspiegeln. Anteilsscheine von Conergy verbesserten sich leicht. Der Solartechnikkonzern konnte im zweiten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Chip-Hersteller Infineon und der US-Technologiekonzern IBM gaben bekannt, dass sie im gemeinsamen Bemühen, die Zukunft von Altis Seminconductor und seiner Beschäftigten zu sichern, den Verkauf von 100 Prozent des Aktienkapitals von Altis Semiconductor an den neuen Konzern Altis International abgeschlossen haben. Schließlich hat Siemens weitere Großaufträge im dreistelligen Millionenbereich erhalten. Am Freitag meldete das Statistische Bundesamt, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal kräftig gewachsen ist. Im Vorquartalsvergleich wuchs der Wert der in Deutschland erwirtschafteten Leistung preis-, saison- und kalenderbereinigt um 2,2 Prozent, nach Zuwächsen von jeweils 0,5 Prozent im Vorquartal und im Vorjahresquartal. Ein so starkes Wachstum zum Vorquartal gab es noch nie im vereinigten Deutschland. Positive Impulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Der Industriekonzern ThyssenKrupp (+1,5 Prozent) gab bekannt, dass er in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat. Auftragseingang und Umsatz konnten ebenfalls zulegen. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Aktien von HHLA stiegen um 0,3 Prozent. Im Verlauf des ersten Halbjahres hat sich die Erholung der Umschlag- und Transportmengen bei dem Hafenbetreiber deutlich beschleunigt. Indes konnte der Immobilienkonzern IVG (-0,7 Prozent) im ersten Halbjahr einen Gewinn verzeichnen. Für Titel von BAUER ging es indes um 1,9 Prozent nach oben. Der Bau- und Maschinenbaukonzern musste im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang ausweisen. Daneben konnte das Solartechnikunternehmen Roth & Rau (Prozent) im ersten Halbjahr nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Dagegen war das erste Halbjahr 2010 das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte des Solartechnikkonzerns SMA Solar (-1,7 Prozent). Wie der Konzern erklärte, hat sich der Konzernumsatz mehr als verdreifacht, während das EBIT einen drastischen Gewinnsprung verzeichnete. An der Umsatzprognose für das Gesamtjahr hält der Vorstand weiterhin fest. Ferner bestätigt er das Profitabilitätsziel (EBIT).
In Europa teilte der österreichische Technologiekonzern Andritz (+4,4 Prozent) am Montag mit, dass er im ersten Halbjahr eine erfreuliche Geschäftsentwicklung verzeichnen konnte. Insbesondere im zweiten Quartal seien Umsatz als auch Ergebnis und Rentabilität im Jahresvergleich deutlich angestiegen. Den Angaben zufolge stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 5,9 Prozent auf 829,9 Mio. Euro. Damit lag der Umsatz im ersten Halbjahr mit 1,56 Mrd. Euro nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 1,57 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis (nach Abzug von Minderheitsanteilen) belief sich im ersten Halbjahr auf 67,3 Mio. Euro (Vorjahr: 32,5 Mio. Euro). Der Konzern erwartet für die kommenden Monate in allen Geschäftsbereichen eine solide Projektaktivität und bestätigt die mit den Gesamtjahreszahlen 2009 veröffentlichten Umsatz- und Ergebnis-Erwartungen für das Geschäftsjahr 2010. Indes musste die irische Fluggesellschaft Aer Lingus (+2 Prozent) im Juli einen deutlichen Passagierrückgang ausweisen. Ansonsten hat die Europäische Kommission die geplante Übernahme der schweizerischen Alcon Inc., eines auf Augenheilkunde spezialisierten Konzerns, durch den schweizerischen Pharmakonzern Novartis nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Am Dienstag brachen in London Aktien von TUI Travel um rund 10 Prozent ein. Europas größtes Touristikunternehmen hat seinen Verlust nach neun Monaten vergrößert, was auf ungünstige Währungseffekte und ein schwächeres Geschäft in Deutschland und Großbritannien zurückzuführen ist. Außerdem wurde der Ausblick nach unten korrigiert. Die Hotelkette InterContinental Hotels (-4 Prozent) erklärte, dass sie im zweiten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaftet hat, was mit einer erhöhten Geschäftsreise-Aktivität zusammenhängt. Indes hatte das Vorjahresergebnis unter Sonderbelastungen zu leiden. Daneben hat der französische Energie- und Gasversorger GDF SUEZ (-1,6 Prozent) seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 9,3 Prozent gesteigert, was mit einem kalten Winter in Frankreich sowie Investitionen in Energieprojekte zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 3,56 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 3,2 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz verbesserte sich marginal auf 42,35 Mrd. Euro. Sämtliche Ziele für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 wurden bestätigt. Darüber hinaus wurde mit dem britischen Energieversorger International Power (-2 Prozent) ein Abkommen über einen Zusammenschluss unterzeichnet. Dabei wird GDF künftig 70 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen New International Power halten. Wie International Power zudem erklärte, hat man im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient, was vor allem auf positive Einmaleffekte im Vorjahr zurückzuführen ist. Wie National Statistics mitteilte, hat sich das britische Handelsbilanzdefizit im Juni 2010 verkleinert. Am Mittwoch hat die Bank of England ihre Wachstumsaussichten für das vierte Quartal nach unten revidiert. Demnach erwarte man ein geringeres Wirtschaftswachstum, als man dies noch mit Mai dieses Jahres vorhergesagt hatte. Nach dem starken Anstieg in der ersten Jahreshälfte gehe man für das zweite Halbjahr davon aus, dass sich viele der Faktoren, welche in den ersten sechs Monaten für die konjunkturelle Aufwärtsbewegung verantwortlich waren, als nicht nachhaltig erweisen dürften. Dabei prognostiziert die Britische Notenbank u.a. eine weiterhin rückläufige Entwicklung des Verbrauchervertrauens. Allerdings dürfte sich die wirtschaftliche Erholung trotz dieser Faktoren im laufenden Jahr weiter fortsetzen. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (-0,2 Prozent) gab bekannt, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr angesichts erhöhter Umsätze gestiegen ist. Der Zeitarbeitsspezialist Adecco (-4,1 Prozent) hat im zweiten Quartal einen Gewinn erzielt, nachdem im Vorjahr aufgrund von Sonderbelastungen und deutlich rückläufigen Umsätzen ein Verlust ausgewiesen worden war. Wie der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep (-2,1 Prozent) erklärte, hat er im zweiten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet, nachdem seine Banking-Sparte klar in die Gewinnzone zurückkehren konnte. Dabei profitierte man von deutlich niedrigeren Rückstellungen für Kreditausfälle. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Reisekonzern Thomas Cook (-2 Prozent) gab bekannt, dass er im dritten Quartal einen Vorsteuerverlust erwirtschaftet hat, was vor allem auf eine hohe Sonderbelastung zurückzuführen ist. Daneben hat die International Energy Agency (IEA) ihre Prognose für die Ölnachfrageentwicklung nach oben korrigiert. Demnach erwarte man für 2010 einen Anstieg der Ölnachfrage auf 86,6 Millionen Barrel of Oil Equivalent pro Tag (BOE), was einem Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Für das Jahr 2011 wurde die Prognose auf 87,9 Millionen BOE pro Tag erhöht. Am Donnerstag erklärte der britische Versicherungskonzern Prudential (-1,5 Prozent), dass er im ersten Halbjahr einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielen konnte. Dabei profitierte der Konzern von einem besseren Asien-Geschäft und einem Einmalertrag in den USA. Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev (+5 Prozent) konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal leicht steigern, was mit einem gestiegenen Bierkonsum in Lateinamerika im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der niederländische Versicherer AEGON (-3,5 Prozent) meldete, dass er im zweiten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaftet hat, was mit höheren Investment-Gewinnen und geringeren Sonderbelastungen zusammenhängt. Indes teilte der französische Lebensmittelhersteller Danone mit, dass er seine 18,4-prozentige Beteiligung an Wimm Bill Dann Foods (WBD) für 470 Mio. Dollar an das russische Unternehmen zurückverkauft. Auf der Konjunkturseite wurde bekannt, dass die Industrieproduktion in der Eurozone im Juni 2010 deutlich höher war als im Vorjahresmonat. Am Freitag teilte das europäische Statistikamt Eurostat mit, dass die Wirtschaft innerhalb Europas stärker angewachsen ist. Im Vorjahresvergleich zog die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 1,7 Prozent an. In der EU27 lag das BIP um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zudem hat die Handelsbilanz der Eurozone im Juni mit einem Überschuss geschlossen. So belief sich der Überschuss des Euroraums (ER16) beim Handel mit Drittländern auf 2,4 Mrd. Euro. Ferner sank das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 9,6 Mrd. Euro. Der belgische Einzelhandelskonzern Delhaize (Prozent) meldete, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 8,2 Prozent gesunken ist, was u.a. mit negativen Währungseffekten und anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen im Südosten der USA zusammenhängt. Zudem wurde der Ausblick gesenkt. Indes wurde das Kosteneinsparziel erhöht. Wie die Statistikbehörde INSEE erklärte, hat sich das Wachstum der französischen Wirtschaft im zweiten Quartal beschleunigt. So lag das BIP um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Im ersten Quartal war das BIP um revidiert 0,2 (vorläufig: 0,1) Prozent gewachsen. Indes ist die spanische Wirtschaft im zweiten Quartal erneut geschrumpft. Laut der nationalen Statistikbehörde INE sank das BIP gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent, nachdem es im ersten Quartal um 1,3 Prozent gefallen war.
In den USA sackte die Aktie von Hewlett-Packard (HP) am Montag um 7,4 Prozent ab. Wie der Technologiekonzern am Freitagabend erklärte, hat sich Chairman, CEO und President Mark Hurd angesichts von Vorwürfen hinsichtlich sexueller Belästigung entschieden, seine Ämter mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Zum neuen CEO auf Interimsbasis wurde CFO Cathie Lesjak (51) bestellt. Darüber hinaus hat der Konzern seine vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht und seine Jahresprognose angehoben. Demnach wuchs der Umsatz um 11 Prozent auf 30,7 Mrd. Dollar. Das Ergebnis pro Aktie dürfte 75 Cents bzw. 1,08 Dollar auf bereinigter Basis betragen. Analysten hatten bislang ein EPS von 1,07 Dollar erwartet. Die Schnellrestaurantkette McDonald`s (+1,6 Prozent) konnte im Juli einen deutlichen Anstieg bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. Wie der weltweit führende Betreiber von Schnellrestaurants verkündete, erhöhten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche mindestens 13 Monate geöffnet waren (Same-Store Sales), gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,0 Prozent. Der zweitgrößte US-amerikanische Satellitenfernsehanbieter DISH Network (-10 Prozent) gab bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums deutlich gestiegen ist. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Daneben fielen Anteilsscheine des Nahrungsmittelkonzerns Tyson Foods nach der Veröffentlichung der jüngsten Zahlen um fast 5 Prozent, wohingegen King Pharmaceuticals 4,4 Prozent hinzugewinnen konnten. Titel von Goldman Sachs tendierten knapp behauptet. Presseangaben zufolge hat die Bankgesellschaft die Financial Crisis Inquiry Commission (FCIC) darüber informiert, dass ihr Derivategeschäft im Jahr 2009 einen Anteil von 25 bis 35 Prozent am Gesamtumsatz hatte. Indes teilte der Nahrungsmittelkonzern Sara Lee mit, dass Brenda C. Barnes aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft von ihren Ämtern als Chairman und CEO zurücktreten wird. Schließlich hat der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Freddie Mac nach einem Milliardenverlust im zweiten Quartal 2010 erneut um staatliche Unterstützung gebeten. Am Dienstag brach die Aktie von Ambac um über 22 Prozent ein. Der Anleiheversicherer gab bereits am Vorabend bekannt, dass er im zweiten Quartal aufgrund deutlich geringerer Sonderbelastungen einen niedrigeren Verlust erwirtschaftet hat. Wie der Konzern weiter mitteilte, gehen ihm jedoch die Barmittel aus. Sollte er nicht in der Lage sein, seine Verbindlichkeiten bis zum zweiten Quartal 2011 zu restrukturieren, müsse ein Insolvenzantrag gestellt werden. Papiere von Gartner gewannen daneben 10,5 Prozent. Wie das Marktforschungsinstitut am Vorabend bekannt gab, ist sein Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums gestiegen. Der Uhrenhersteller Fossil (+8 Prozent) gab bekannt, dass er im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg vorzuweisen gehabt hat. Zudem wurde die Jahresprognose angehoben. Der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank Federal Reserve hat am Abend die Leitzinsen erwartungsgemäß bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen. Angesichts des schwachen wirtschaftlichen Ausblicks sollen die Leitzinsen auch weiterhin auf dem aktuellen Null-Zins-Niveau gehalten werden. Zudem will die Fed freiwerdende Gelder aus dem Aufkauf von Wertpapieren wieder reinvestieren. Daneben hat sich die US-Produktivität im zweiten Quartal überraschend reduziert. Demnach sank die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld jedoch einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent prognostiziert. Die Lohnstückkosten kletterten um 0,2 Prozent. Daneben sind die Lagerbestände im Großhandel im Juni angestiegen. Demnach wurde für den Berichtsmonat ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen. Marktbeobachter hatten zuvor mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Großhandels-Lagerbestände um revidiert 0,5 Prozent angewachsen. Nach Börsenschluss gab der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney seine Zahlen zum dritten Quartal bekannt. Dabei wurden Umsatz und Gewinn unerwartet deutlich gesteigert, was besonders mit erfolgreichen Filmproduktionen und dem Sportkanal ESPN zusammenhängt. Am Mittwoch kündigte die Fed an, US-Staatsanleihen im Wert von 18 Mrd. Dollar zu kaufen. Die Käufe sollen im Zeitraum vom 17. August bis zum 13. September 2010 in insgesamt 9 Tranchen über die Bühne gehen. Die Laufzeiten der Staatsanleihen enden zwischen 2011 und 2040. Bereits am Vortag hatte die Notenbank angekündigt, man wolle Rückflüsse aus bisher aufgekauften Kreditpapieren in US-Staatsanleihen investieren, um durch eine anhaltende Ausweitung der Geldmenge die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Auf die Stimmung drücken zudem die Zahlen zum US-Handelsbilanzdefizit im Juni. Demnach stieg das Defizit um 18,8 auf 49,9 Mrd. Dollar, während Volkswirte nur 42,2 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Hierbei handelt es sich um den höchsten Passivsaldo seit Oktober 2008. Während die Exporte um 1,3 Prozent zurückgingen, legten die Importe um 3,0 Prozent zu. Daneben wurden Zahlen zum US-Staatshaushalt für Juli 2010 veröffentlicht. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, ging das Defizit ging auf 165 Mrd. Dollar zurück, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch 181 Mrd. Dollar betragen hatte. Auf der Unternehmensseite hat der IT-Dienstleister Computer Sciences (-5 Prozent) seinen Gewinn im ersten Quartal angesichts leicht höherer Umsätze steigern können. Die Erwartungen wurden damit erfüllt. Der Ausblick wurde indes bestätigt. Wie die Kaufhauskette Macy`s (+6 Prozent) erklärte, konnte sie im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Indes verkauft der Versicherungskonzern AIG (-6 Prozent) die Mehrheit an seiner Tochter American General Finance und trennt sich damit größtenteils von seinem Geschäft mit Konsumentenkrediten. Wie der Versicherungsriese mitteilte, hat man sich mit dem Finanzinvestor Fortress Investment Group über den Verkauf von 80 Prozent der Anteile an American General Finance geeinigt. Durch den Verkauf entsteht dem Konzern im dritten Quartal ein Vorsteuerverlust in Höhe von 1,9 Mrd. Dollar. Daneben verloren JPMorgan und Citigroup jeweils knapp 4 Prozent. Bereits am Vorabend gab die Großbank JPMorgan bekannt, dass sie von der zur Citigroup gehörenden Citibank ein Kreditportfolio im Volumen von 3,5 Mrd. Dollar übernommen hat. Nach Börsenschluss legte der Technologiekonzern Cisco Systems die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2009/10 vor und konnte dabei die Gewinnerwartungen knapp übertreffen. Der Umsatz verfehlte dagegen die Analystenprognosen. Am Donnerstag meldete das Arbeitsministerium, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche überraschend verschlechtert hat. Demnach erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 2.000 auf 484.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 465.000 prognostiziert hatten. Wie zudem bekannt wurde, haben sich die US-Außenhandelspreise im Juli unterschiedlich entwickelt. So verringerten sich die Exportpreise im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen sie um 0,2 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Dagegen kletterten die Importpreise um 0,2 Prozent. Bereinigt um Ölimporte sanken die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent. Die Aktie von Cisco brach um über 9,5 Prozent ein. Der Technologiekonzern hat am Vorabend die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vorgelegt und im Anschluss einen enttäuschenden Ausblick gegeben. Der Automobilkonzern General Motors konnte das zweite Quartal dank eines starken Nordamerika-Geschäfts mit einem Gewinn abschließen. Unternehmensangaben zufolge erreichte der Umsatz 33,2 Mrd. Dollar. Im ersten Quartal waren Umsatzerlöse von 31,5 Mrd. Dollar verbucht worden. Ferner belief sich der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn auf 1,3 Mrd. Dollar oder 2,55 Dollar je Aktie, nach 865 Mio. Dollar im Vorquartal. Zudem wurde bekannt, dass Ed Whitacre Jr. sein Amt als CEO zum 1. September 2010 niederlegen wird. Als Nachfolger präsentierte GM Dan Akerson, der bereits seit letztem Sommer Mitglied des Board of Directors ist. Die Aktie legte 15 Prozent zu. Der Nahrungsmittelkonzern Sara Lee (-0,5 Prozent) konnte im vierten Geschäftsquartal ein positives Ergebnis verbuchen. Die Umsätze lagen dabei um 4,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Daneben hat der Einzelhändler Kohl´s (-3 Prozent) Umsatz und Ergebnis verbessert. Indes gab der Fast-Food-Konzern Wendy`s/Arby`s bekannt, dass er im zweiten Quartal einen deutlich geringeren Gewinn erzielt hat, was auf einen Umsatzrückgang und höhere Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Zudem wurde der Ausblick gesenkt. Anteile des Kosmetikkonzerns Elizabeth Arden stachen mit einem Plus von fast 11 Prozent ins Auge. Das Unternehmen konnte im vierten Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Titel des Kontrahenten Estee Lauder sackten um rund 2,4 Prozent ab. Der Konzern konnte im vierten Quartal einen Gewinn erzielen, was auf stärkere Umsätze und Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Jahresausblick gegeben. Nachbörslich hat der Grafikchip-Hersteller NVIDIA für das zweite Fiskalquartal eine Ausweitung des Verlusts gemeldet. Die Erwartungen wurden dabei verfehlt. Schließlich hat der Software-Konzern Oracle eine Klage gegen den Internet-Konzern Google eingereicht. Den Angaben zufolge werden dem Suchmaschinen-Betreiber dabei Patent- und Urheberrechtsverletzungen in Zusammenhang mit seinem Handy-Betriebssystem Android vorgeworfen. Am Freitag gab das US-Arbeitsministerium bekannt, dass sich die US-Verbraucherpreise im Juli 2010 erhöht haben. Demnach wuchs der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, wogegen er im Juni um 0,1 Prozent gefallen war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,2 Prozent erwartet. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,1 Prozent über dem Vormonatsniveau, nachdem sie im Juni um 0,2 Prozent angezogen war. Volkswirte waren hier von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen. Daneben hat sich der Einzelhandelsumsatz in den USA im Juli erhöht. Auf Monatssicht kletterten die Umsatzerlöse um 0,4 Prozent, wogegen sie im Juni um revidiert 0,3 (vorläufig: 0,5) Prozent gesunken waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,5 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche wuchsen die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Experten waren von einem Umsatzwachstum von 0,2 Prozent ausgegangen, nach einer Abnahme um 0,1 Prozent im Vormonat. Indes wiesen die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen im Juni 2010 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände im Berichtsmonat um 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat einen Rückgang um 0,6 Prozent verzeichnet. Wie die Universität Michigan mitteilte, hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im August 2010 gegenüber dem Vormonat verbessert. So lag der Gesamtindex bei 69,6 Punkten. Volkswirte waren von einem Wert von 70,0 Punkten ausgegangen. Im Vormonat wurde ein Stand von 67,8 Punkten ausgewiesen. Der US-Einzelhandelskonzern JCPenney (-2,6 Prozent) konnte im zweiten Quartal 2010 ein positives Ergebnis ausweisen und die Erwartungen schlagen. Die Jahresprognose wurde jedoch nach unten korrigiert. Der Technologiekonzern IBM gab bekannt, dass er die Unica Corp. (+117 Prozent), einen Spezialisten für Marketing-Software, für rund 480 Mio. Dollar übernehmen wird. Aktien von Eli Lilly verlieren Prozent. Wie der Pharmakonzern am Vorabend mitteilte, hat er im Zuge einer Gerichtsentscheidung in einem Patentverfahren seine Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten korrigiert. Ansonsten hat der Stromerzeuger Dynegy (+59 Prozent) ein Übernahmeangebot des Finanzinvestors Blackstone Group (-2,5 Prozent) erhalten. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, werden die Anteilseigner von Dynegy im Rahmen der Vereinbarung 4,50 Dollar je Aktie erhalten. Dies entspricht einem Aufschlag von 62 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie. Inklusive der Übernahme von Verbindlichkeiten beläuft sich das Gesamtvolumen der Transaktion auf 4,7 Mrd. Dollar.
In Asien verlor der Nikkei-Index am Montag 0,7 Prozent. Der TOPIX gab 0,4 Prozent ab. Zuvor hat die US-Großbank Goldman Sachs ihre Wachstumsprognose für die USA und Japan gesenkt. Wie das Finanzministerium in Tokio erklärte, hat sich der japanische Leistungsbilanzüberschuss im Juni reduziert. So schrumpfte der Aktivsaldo auf 1,05 Bio. Japanische Yen (JPY), nach 1,21 Bio. JPY im Vormonat. Damit wurde der Vorjahreswert um 18,2 Prozent unterschritten. Der Maschinenbaukonzern Mitsubishi Heavy Industries (+0,6 Prozent) hat sich mit 40 Prozent an der italienischen ATLA S.r.l. beteiligt. Wie der Konzern erklärte, ist ATLA im Bereich Gasturbinen auf die Wartung sowie auf die Herstellung von Ersatzteilen spezialisiert. Durch die Beteiligung erhofft sich Mitsubishi Heavy Wettbewerbsvorteile im europäischen Markt für Energiesysteme. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Aktie des Mischkonzerns Hutchison Whampoa konnten in Hongkong an die satten Gewinne vom Freitag anknüpfen und schlossen mit 3,2 Prozent im Plus. Am Dienstag wurde bekannt, dass der chinesische Handelsbilanzüberschuss im Juli deutlich auf 28,7 Mrd. Dollar gestiegen ist. Die Ausfuhren kletterten um 38,1 Prozent auf ein Rekordniveau von 145,5 Mrd. Dollar. Die Importe erhöhten sich allerdings nur um 22,7 Prozent auf 116,8 Mrd. Dollar, was Konjunktursorgen schürte. Indes hat die Bank of Japan (BoJ) das Zinsniveau bestätigt. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft bei 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Wie in der Presse zu lesen war, hat Dongfeng Motor Co., das chinesische Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Automobilherstellers Nissan (-0,5 Prozent) und der chinesischen Dongfeng Motor Corp., damit begonnen, die Preise für ihre Fahrzeuge in China zu senken. Dem Bericht zufolge hat das Joint Venture bislang ebenso wie der chinesische Automobilmarkt rasant wachsen können. Im Juli habe man allerdings nur noch ein Umsatzplus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die chinesischen Verbraucherpreise im Juli mit beschleunigtem Tempo angestiegen sind. Demnach kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent. Das Inflationsziel der Regierung liegt für 2010 bei 3,0 Prozent. Ferner stieg die Industrieproduktion im Juli nur noch um 13,4 Prozent, nach 13,7 Prozent im Vormonat. Aus Tokio wurden indes herbe Verluste gemeldet. Hintergrund waren der starke Yen sowie enttäuschende Daten aus dem Maschinenbausektor. Die Auftragseingänge im Maschinenbau wiesen im Juni zwar einen Anstieg aus. Die Erwartungen wurden aber verfehlt. In der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) kletterten die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich um 1,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat gaben die Auftragseingänge um 2,2 Prozent nach. Wie ferner bekannt wurde, geht die Bank of Japan in ihrem jüngsten Monatsbericht von einer moderaten konjunkturellen Erholung in Japan aus. Die Währungshüter erwarten eine weitere Verbesserung der Exporte und der Industrieproduktion, jedoch mit vermindertem Tempo. Zudem gehen sie von einem moderaten Anstieg der Binnennachfrage aus. Weiteren Angaben zufolge rechnet man mit einer nachlassenden Deflation. Auf der Unternehmensseite hat der nach Prämieneinnahmen zweitgrößte japanische Versicherer Dai-ichi Life (-2,8 Prozent) im ersten Quartal aufgrund verschlechterter Marktbedingungen erheblich weniger verdient. Wie der Konzern nach Börsenschluss erklärte, sank der Nettogewinn um 65 Prozent auf 10,4 Mrd. Japanischen Yen (JPY). Der operative Umsatz verringerte sich von 1,35 Bio. JPY auf 1,18 Bio. JPY. Für das Gesamtjahr stellt der Konzern nach wie vor einen Nettogewinn von 50 Mrd. JPY und Erlöse von 4,326 Bio. JPY in Aussicht. Am Donnerstag wurde bekannt, dass sich die indische Industrieproduktion im Juni mit vermindertem Tempo erhöht hat. Wie die nationale Statistikbehörde mitteilte, kletterte die Industrieproduktion gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,1 Prozent. Hierbei handelt es sich um die schwächste Steigerung in dreizehn Monaten. Davor war für Mai ein Anstieg um revidiert 11,3 Prozent ermittelt worden. Der Nikkei-Index verlor in Tokio knapp 0,9 Prozent. Der TOPIX gab 0,8 Prozent ab. Hintergrund war der anhaltende Höhenflug des Yen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) erklärte, ist die japanische Industrieproduktion im Juni deutlich angewachsen. So erhöhte sich die Fertigungsmenge auf Jahressicht um revidiert 17,3 (vorläufig: 17,0) Prozent. Im Mai hatte der Output der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft 20,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Die beiden Schifffahrtsunternehmen Mitsui O.S.K. und Nippon Yusen sowie die Handelsgesellschaft Itochu wollen Presseangaben zufolge im Norden Vietnams ein Containerterminal errichten und betreiben. Die Baukosten werden sich voraussichtlich auf insgesamt auf 30 Mrd. JPY belaufen. Dem Bericht zufolge dürfte das Trio in diesem Zusammenhang in Kürze ein Joint Venture mit der staatseigenen Reederei Vietnam National Shipping Lines (Vinalines) gründen, wobei Vinalines mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen übernehmen wird. Die Aktie von Mitsui O.S.K. verlor heute 0,9 Prozent, die von Nippon Yusen 0,6 Prozent und die von Itochu 1,4 Prozent. Am Freitag war einem Pressebericht zu entnehmen, dass die drei Automobilkonzerne Toyota (unverändert), Honda (-0,3 Prozent) und Nissan (+1,1 Prozent) ihren Händlern in den USA auch im Juli hohe Rabatte auf ihre Fahrzeuge gewährt haben. Der durchschnittliche Rabatt habe bei 2.463 Dollar pro Fahrzeug gelegen, nach 2.439 Dollar im Juni. Dabei erhöhten Toyota und Honda ihre Rabatte um 2 bzw. um 4 Prozent. Nissan indes hat die Rabatte um 2 Prozent zurückgefahren. Der durchschnittliche Rabatt der drei großen US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler belief sich auf 3.512 Dollar und war damit erstmals seit sechs Monaten rückläufig, hieß es. Wie ferner in der Presse zu lesen war, will der Elektronikkonzern und Chip-Hersteller Toshiba (-0,2 Prozent) seine Beschaffungskosten in den kommenden Jahren deutlich senken. Demnach wolle man mit Hilfe neuer Lieferanten aus den Emerging Markets über einen Zeitraum von drei Jahren rund 1 Bio. Japanische Yen (JPY) einsparen. Im Fiskaljahr 2012 sollen schon 70 Prozent der Zulieferungen aus dem Ausland kommen. Dies bedeute einen Anstieg um 13 Prozentpunkte im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Im abgelaufenen Fiskaljahr habe Toshiba 3,2 Bio. JPY für Teile und Materialien ausgegeben.
Auf der Unternehmensseite stehen nächste Woche u.a. Zahlen von Agilent Technologies Inc., China Mobile, China Southern Airlines, GfK SE, HOCHTIEF AG, Lowe`s Cos. Inc., Nortel Networks Corp., Kirin Holding Co. Ltd., Sysco Corp., Urban Outfitters Inc., Valspar Corp., Abercrombie & Fitch Co., Home Depot Inc., Saks Inc., TJX Cos. Inc., Vivacon AG, Wal-Mart Stores Inc., Applied Materials Inc., BJ's Wholesale Club Inc., Brocade Communications Systems Inc., Chico`s FAS Inc., Deere & Co., Limited Brands Inc., PetSmart Inc., SOLON SE, Target Corp., Telekom Austria AG, ARQUES Industries AG, CNOOC Ltd., Dell Inc., Dollar Tree Inc., Dick`s Sporting Goods Inc., Foot Locker Inc., Gamestop Corp., Gap Inc., Hewlett-Packard Co., Pfleiderer AG, Ross Stores Inc., Sears Holdings Corp., Sixt AG, Stage Stores Inc., Staples Inc., Children`s Place Retail Stores Inc., Williams-Sonoma Inc., AnnTaylor Stores Corp., Hormel Foods Corp. und J. M. Smucker Co. an.
Auf der Konjunkturseite werden nächste Woche in Deutschland die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe (Juni), der ZEW Konjunkturerwartung (August), die Erwerbstätigkeit (zweites Quartal), der Einzelhandelsumsatz (Juni) und die Erzeugerpreise (Juli) gemeldet. Ansonsten stehen die EU Inflation (Juli), der US NY Empire State Index (August), die EZB Leistungsbilanz der Eurozone (Juni), die US-Wohnbaubeginne und -genehmigungen (Juli), der US-Erzeugerpreisindex (Juli), die US-Industrieproduktion und -Kapazitätsauslastung (Juli), die japanischen Frühindikatoren (Juni), der japanische All-Industry-Index (Juni), die US-Frühindikatoren (Juli) sowie der Philadelphia Fed Index (August) zur Veröffentlichung an.
In dieser Woche hat der Ölpreis (Light Crude) nachgegeben und notiert derzeit über der Marke von 75 Dollar pro Barrel. Der Goldpreis zeigt sich etwas stärker und wird derzeit mit rund 1.213 Dollar je Feinunze gehandelt. Der Euro verlor an Wert und steht derzeit bei gut 1,27 Dollar.
Indexstände (13.08., 17.57 Uhr) DAX: 6.110,41 TecDAX: 746,21 Dow Jones STOXX 50: 2.502,19 Nikkei 225: 9.253,46 Dow Jones: 10.296,79 Nasdaq Composite: 2.178,22 (13.08.2010/ac/n/m)

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