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Thierse Mehr Eigeninitiative für Lohnausgleich

Autor: dpa-AFX
 |  15.08.2010, 14:54  |  564 Aufrufe  |   0  | 
BERLIN - Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat die Menschen im Osten aufgefordert, sich 20 Jahre nach der Wiedervereinigung auch selbst für eine Lohnangleichung zwischen Ost und West einzusetzen. Der Berliner ´B.Z. am Sonntag´ sagte Thierse, die Arbeitnehmer müssten auch im Osten Betriebsräte gründen und Mitglieder der Gewerkschaften werden. Heute verdienten Arbeitnehmer im Osten im Schnitt 83 Prozent des West-Niveaus. Dagegen erhielten Beschäftigte, die nach Tarifverträgen bezahlt werden, im Osten bereits heute 96 Prozent der westlichen Löhne.

Deshalb sei die Initiative der Arbeitnehmer selbst gefragt. Ziel müsse es sein, bis zum Auslaufen des Solidarpaktes im Jahr 2019 die Wirtschaftskraft der neuen Länder möglichst nah an den Durchschnitt der Westländer heranzuführen.

Gleichzeitig sprach sich das SPD-Vorstandsmitglied für eine Beibehaltung der geplanten Rente mit 67 aus. Angesichts des demografischen Wandels am Arbeitsmarkt sollte im Grundsatz an der Rente mit 67 festgehalten werden, sagte Thierse. Er betonte aber, dass sich mit der Verschiebung des Rentenalters auch die Beschäftigungssituation für Ältere verbessern müsse. Die Überlegungen verschiedener Wirtschaftsforschungsinstitute zu einer Rente mit 70 bezeichnete Thierse als Angst erzeugende Übertreibung./bn/DP/he
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