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Börsen in Europa am Mittag Deutlich fester, BHP Billiton unter Druck

 |  17.08.2010, 13:42  |  989 Aufrufe  |   0  | 

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen zeigen zur Stunde klar nach oben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) legt aktuell 1,05 Prozent zu auf 2.724,23 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) rückt um 0,47 Prozent vor auf 2.509,18 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) steigt um 1,09 Prozent auf 655,33 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.

Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im Juni mit einem kleineren Defizit abgeschlossen. So belief sich der saisonbereinigte Passivsaldo nur noch auf 4,6 Mrd. Euro, nach einem Passivsaldo von 7,4 Mrd. Euro im Mai. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, schrumpfte der Überschuss von 2,9 Mrd. auf 2,6 Mrd. Euro. Daneben fiel der Aktivsaldo bei den Dienstleistungen von 3,3 Mrd. auf 2,2 Mrd. Euro.

Die Wall Street dürfte heute im Plus eröffnen. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,45 Prozent, der S&P 500 Future 0,71 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,59 Prozent. Konjunkturseitig werden in den USA die Wohnbaubeginne und -genehmigungen, die Erzeugerpreise, die Kapazitätsauslastung und die Industrieproduktion erwartet.

Der kanadische Düngemittelhersteller Potash (ISIN CA73755L1076/ WKN 878149) hat ein Übernahmeangebot des britisch-australischen Minenbetreibers BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) zurückgewiesen. Die von BHP Billiton gemachte Offerte in Höhe von 130 Dollar je Aktie sei unzureichend und spiegele weder die starke Marktposition noch die Zukunftsaussichten des Konzerns wider. Potash bezeichnete das von BHP Billiton übermittelte Übernahmeangebot außerdem als "feindlich" und als nicht im Interesse der Aktionäre. BHP Billiton sacken im FTSE 100 in London um 1,7 Prozent ab. Auf der Gegenseite gewinnen unter anderem Aviva 3,7 Prozent, Eurasian 3,5 Prozent und Xstrata 3 Prozent.

Der niederländische Versicherer AEGON (ISIN NL0000303709/ WKN A0JL2Y) erwartet am heutigen Tage die Genehmigung der EU-Kommission für den Rückzahlungsplan für die im Dezember 2008 erhaltenen niederländischen Staatshilfen. Der Konzern hatte während der Finanzkrise Staatshilfen im Volumen von insgesamt 3 Mrd. Euro in Anspruch genommen. Ein Drittel der Mittel hat AEGON bereits Ende des vergangenen Jahres zurückgezahlt. Die noch ausstehenden Staatshilfen über 2 Mrd. Euro will man bis Ende Juni 2011 zurückzahlen, wobei als weiterer Schritt schon in diesem Monat 0,5 Mrd. Euro an den Staat zurückfließen sollen. AEGON gewinnen im AEX mehr als 5 Prozent.

Carlsberg (ISIN DK0010181759/ WKN 861061) legen im OMX Nordic 40 fast 2 Prozent zu. Der dänische Brauereikonzern gab zuvor bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert hat, was mit einer Verbesserung auf dem russischen Markt zusammenhängt. Zudem wurde der Ausblick nach oben korrigiert. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 2,63 Mrd. Dänische Kronen (DKK), gegenüber einem Gewinn von 1,94 Mrd. DKK im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,05 Mrd. DKK ausgegangen. Der Umsatz nahm um 2 Prozent auf 17,97 Mrd. DKK zu. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet man nun mit einem Wachstum beim bereinigten Nettoergebnis von rund 40 Prozent und einem operativen Gewinn von rund 10 Mrd. DKK. Zuletzt hatte Carlsberg noch ein Wachstum beim bereinigten Nettoergebnis von mehr als 20 Prozent und einen operativen Gewinn auf Vorjahresniveau erwartet.

Mayr-Melnhof Karton (ISIN AT0000938204/ WKN 890447) verlieren im ATX fast 1 Prozent. Der Konzern hat heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr präsentiert. Die Erlöse stiegen um gut 12 Prozent auf 863 Mio. Euro. Beim betrieblichen Ergebnis gelang eine Verbesserung um 10,5 Prozent auf 77,6 Mio. Euro. Der Periodenüberschuss erreichte 48,9 Mio. Euro, nach 51,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Aus heutiger Sicht gehe man davon aus, die Ertragskraft auch im dritten Quartal behaupten zu können. Der verbleibende Teil des Jahres sei aktuell aber noch nicht einschätzbar. Anteile des Baumaterialienherstellers Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894), der im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis steigern konnte, gewinnen dagegen rund 8 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.724,23 (+1,05 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.509,18 (+0,47 Prozent) EURONEXT 100: 655,33 (+1,09 Prozent) FTSE 100 (London): 5.319,97 (+0,83 Prozent) CAC40 (Paris): 3.639,73 (+1,17 Prozent) MIB (Mailand): 20.563,35 (+0,76 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.324,10 (+0,64 Prozent) SMI (Zürich): 6.320,31 (+0,55 Prozent) ATX (Wien): 2.458,26 (+1,19 Prozent) (17.08.2010/ac/n/m)


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