Börsen in Europa am Mittag Rote Vorzeichen, CRH brechen ein
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen zeigen weiter klar nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert aktuell 1,16 Prozent auf 2.626,60 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) kommt um 1,04 Prozent zurück auf 2.447,41 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) büßt 0,99 Prozent ein auf 634,57 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Abschläge.
Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im Juni weiter angezogen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ16) auf Monatssicht um 2,5 Prozent, nach 4,1 Prozent im Mai. In der gesamten EU27 wuchsen die Auftragseingänge um 2,4 Prozent, während sie zuvor um 4,0 Prozent zugelegt hatten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Auftragseingänge in der Eurozone um 22,6 Prozent und in der EU27 um 22,5 Prozent zu.
Die Wall Street dürfte in der Verlustzone eröffnen. Aktuell geben der Dow Jones Future 0,87 Prozent, der S&P 500 Future 0,97 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,78 Prozent ab. Im weiteren Handelsverlauf werden die Daten zur Entwicklung der Verkäufe bestehender Häuser erwartet.
Um den kanadischen Düngemittelhersteller Potash (ISIN CA73755L1076/ WKN 878149) könnte möglicherweise eine Übernahmeschlacht entbrennen. Wie in der Presse zu lesen war, prüft auch der Minenkonzern Rio Tinto (ISIN GB0007188757/ WKN 852147) gemeinsam mit einem chinesischen Konzern ein Übernahmeangebot für Potash. Am Montag hatte Potash erneut die feindliche Übernahmeofferte von BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) in Höhe von 130 US-Dollar je Aktie als unzureichend zurückgewiesen. Rio Tinto geben im FTSE 100 fast 3 Prozent ab. BHP Billiton verlieren gut 1 Prozent. Xstrata (ISIN GB0031411001/ WKN 552834) büßen 2,5 Prozent ein. Der Minen- und Rohstoffkonzern wird die australische Sphere Minerals (ISIN AU000000SPH8/ WKN A0DNL5) für umgerechnet 383 Mio. Dollar übernehmen. Sphere Minerals ist ein Eisenerzproduzent mit Fokus auf Westafrika. Das Unternehmen ist derzeit an drei Projekten in Mauretanien beteiligt. Antofagasta (ISIN GB0000456144/ WKN867578) kommen daneben um 2,7 Prozent zurück. Der Minenbetreiber gab zuvor bekannt, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um 91 Prozent gestiegen ist, was auf erhöhte Produktionsvolumina und ein verbessertes Umfeld für Rohstoffpreise zurückzuführen ist. Wie der Öl- und Gaskonzern Cairn Energy (ISIN GB00B59MW615/ WKN A0YFNM) mitteilte, konnte er seinen Verlust im ersten Halbjahr angesichts eines drastischen Umsatzsprungs deutlich reduzieren. Aktuell verliert die Aktie 1,6 Prozent. Wie der Werbe- und Marketingkonzern WPP (ISIN JE00B3DMTY01/ WKN A0RA7Y) erklärte, ist sein Gewinn im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent gestiegen, was auf eine Erholung auf dem Werbemarkt und Kostensenkungen zurückzuführen ist. WPP geben gut 3 Prozent ab.
CRH (ISIN IE0001827041/ WKN 864684) brechen im breiten Markt in London um rund 15 Prozent ein. Der irische Baustoffkonzern hat im ersten Halbjahr einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verbucht. Unternehmensangaben zufolge gingen die Umsatzerlöse um 8 Prozent auf 7,66 Mrd. Euro zurück. Daneben fiel der Nettogewinn von 79 Mio. Euro auf nun 18 Mio. Euro. Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus (ISIN IE00B1CMPN86/ WKN A0KFMP) konnte den Verlust im ersten Halbjahr deutlich verringern. Der Umsatz lag mit 538 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 555 Mio. Euro. Der Nettoverlust reduzierte sich auf 18,5 Mio. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 73,9 Mio. Euro verbucht hatte. Insgesamt Für das laufende Fiskaljahr stellt Aer Lingus ein mindestens ausgeglichenes operatives Ergebnis (vor Einmaleffekten) in Aussicht. Aer Lingus geben rund 1 Prozent ab.
Belastet von den enttäuschenden Ergebnissen des irischen Baustoffkonzerns CRH und einer negativen Analystenstudie verlieren Lafarge im CAC40 in Paris 3,5 Prozent. Daneben kommen Saint-Gobain um 3,8 Prozent und Bouygues um 3,1 Prozent zurück. Wienerberger kommen im ATX um 2,2 Prozent zurück. Im Schweizer SMI verlieren Holcim 2 Prozent. Der Schokoladenspezialist Lindt & Sprüngli (ISIN CH0010570767/ WKN 870503) hat die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Demnach verbesserte sich der Umsatz auf 1,06 Mrd. Schweizer Franken (CHF), nach 985,6 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte auf 24,8 Mio. CHF, nach 2,7 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Für das laufende Fiskaljahr wurden die konzerneigenen Prognosen trotz der wachsenden konjunkturellen Unsicherheiten bestätigt. Lindt & Sprüngli gewinnen in Zürich 1,8 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.626,60 (-1,16 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.447,41 (-1,04 Prozent) EURONEXT 100: 634,57 (-0,99 Prozent) FTSE 100 (London): 5.183,51 (-0,98 Prozent) CAC40 (Paris): 3.508,75 (-1,25 Prozent) MIB (Mailand): 19.777,57 (-1,16 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.107,50 (-1,11 Prozent) SMI (Zürich): 6.171,77 (-0,61 Prozent) ATX (Wien): 2.428,17 (-1,05 Prozent) (24.08.2010/ac/n/m)

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