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Börse Frankfurt Schluss Freundlich, Daimler meldet Absatzplus

 |  03.09.2010, 18:02  |  2096 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf besser als erwartete Daten vom US-Arbeitsmarkt hat der deutsche Aktienmarkt am Nachmittag auf die Überholspur gewechselt. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann am Ende 0,83 Prozent auf 6.134,62 Punkte. Im Wochenvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von rund 3,1 Prozent. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) stieg um 0,52 Prozent auf 8.507,83 Stellen. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) kletterte um 0,52 Prozent auf 4.192,38 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) schloss mit 0,56 Prozent im Plus bei 766,17 Punkten. Der Bund Future verlor zuletzt 0,54 Prozent auf 132,00 Zähler. Der Euro gewann zuletzt 0,38 Prozent auf 1,2863 Dollar.

Wie das US-Arbeitsministerium in Washington am Nachmittag mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im August verschlechtert. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft fiel um 54.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten aber sogar einen Stellenabbau um 120.000 Beschäftigte befürchtet. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 67.000. Hier hatte die Prognose auf 44.000 gelautet. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich wie erwartet um 0,1 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,2 Prozent. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,1 Prozent ausgegangen. Laut Angaben des Institut for Supply Management haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im August zum Vormonat schwächer entwickelt. So lag der ISM-Service-Index im Berichtszeitraum bei 51,5 Zählern, nach 54,3 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 53,0 Punkten prognostiziert. Die breiten US-Indizes lagen zum Xetra-Schluss mit bis zu 0,9 Prozent vorne. Am Montag findet in den USA kein Handel statt und auch sonst wird der Handel hierzulande ohne Impulse auskommen müssen.

Der Autobauer Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) konnte im August erneut einen deutlichen Absatzanstieg ausweisen. Demnach wurden bei der Kernmarke Mercedes-Benz mit 81.000 Modellen 22,4 Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als noch im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mercedes Benz Cars, zu der unter anderem auch die Kleinwagenmarke "smart" gehört, setzte im Berichtsmonat 86.800 Fahrzeuge ab (+18,5 Prozent). Die Aktie von Daimler gewann 1,6 Prozent. Der Mitbewerber BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) will sich künftig verstärkt auf andere Segmente außerhalb des Premiumbereichs konzentrieren. "Wir werden die Marken BMW und Mini im Kleinwagen- und Kompaktsegment mit neuen Modellen und Varianten erweitern. In den nächsten Jahren wird der Anteil kleinerer Fahrzeuge am weltweiten Absatz der BMW Group steigen", erklärte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer in einem Presseinterview. In fünf Jahren könnte beinahe jedes zweite Auto, das bei BMW von Band läuft, ein Klein- oder Kompaktwagen sein, so der Manager. BMW schlossen mit 1,2 Prozent im Plus. Volkswagen zogen um 1,5 Prozent an.

Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) konnten um 2,8 Prozent vorrücken. Der Pharmakonzern hat die Zulassung für Cladribin-Tabletten zur Behandlung der Multiplen Sklerose in Australien erhalten. Wie ferner bekannt wurde, hat die zum Pharmakonzern Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) gehörende Bayer CropScience die weltweit erste Registrierung für ihren neuen Herbizidwirkstoff Indaziflam in den USA erhalten. Das Unternehmen erwartet für Produkte auf Basis von Indaziflam ein weltweites jährliches Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 150 Mio. Euro. Bayer gewannen 0,7 Prozent. FMC (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) fielen dagegen um 1,2 Prozent zurück. Der Dialysespezialist hat mit dem Gesundheitsdienstleister Abu Dhabi Health (SEHA) einen exklusiven Vorvertrag über das Management der Dialysekliniken von SEHA im Emirat Abu Dhabi geschlossen. Die Vereinbarung ermögliche FMC den Einstieg in einen Schlüsselmarkt im Nahen Osten. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

Für Continental (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) ging es im MDAX um 1,8 Prozent nach oben. Der Automobilzulieferer hat erneut eine Anleihe mit einem Emissionsvolumen von einer Milliarde Euro bei qualifizierten Investoren im In- und Ausland erfolgreich platziert. Damit hat das Unternehmen die Fälligkeitenstruktur seiner Finanzverbindlichkeiten weiter verbessert, hieß es. Der Pharmakonzern STADA (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) hat den Vertrag von Vorstandschef Hartmut Retzlaff um weitere fünf Jahre verlängert. Retzlaff ist bereits seit 1993 im Vorstand des Konzerns, davon seit 1994 als Vorstandsvorsitzender. Die Aktie gewann 1,4 Prozent. An der Spitze schoben sich GAGFAH um 3,6 Prozent nach oben.

Im SDAX stachen Dürr (ISIN DE0005565204/ WKN 556520) mit einem Plus von 6,3 Prozent ins Auge. Wie zuvor bekannt wurde, hat der Lackieranlagenspezialist vom chinesischen Automobilhersteller Chery einen Großauftrag im Wert von über 60 Mio. Euro erhalten. Dürr werde am Standort Dalian als Generalunternehmer eine neue, umweltfreundliche Lackiererei bauen.

Spitzenreiter im TecDAX war Dialog Semiconductor mit einem satten Aufschlag von 4 Prozent. Dahinter folgten United Internet mit +2,4 Prozent und Carl-Zeiss mit +1,6 Prozent. Drillisch kamen an letzter Stelle um 2,8 Prozent zurück.

DAX: 6.134,62 (+0,83 Prozent) MDAX: 8.507,83 (+0,52 Prozent) SDAX: 4.192,38 (+0,52 Prozent) TecDAX: 766,17 (+0,56 Prozent) (03.09.2010/ac/n/m)


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