Rohstoffe - Gold Neue Rekordmarke weiter im Blick
Der schwache Dollar lässt das gelbe Edelmetall in den Augen vieler Investoren weiterhin „attraktiv” aussehen.Dies kann man auch an dem Umstand erkennen, dass im zweiten Quartal 2010 Anleger einen größeren Appetit auf Gold hatten als die Schmuckbranche. In der Vergangenheit war dies lediglich einmal der Fall, und zwar im Jahr 1979. Das hohe Ansehen bei Investoren belegen die Daten vom World Gold Council auf eindrucksvolle Weise. 1998 waren Investoren für lediglich 6,9 Prozent der globalen Nachfrage verantwortlich, im Jahr 2009 stieg diese Quote auf 39 Prozent, um im zweiten Quartal 2010 dann auf 51 Prozent anzuziehen. Trotz der markanten Erholung der Weltwirtschaft misstrauen offensichtlich viele Anleger dieser positiven Tendenz.
Dem am aktivsten gehandelten Future auf Gold fehlen mittlerweile rund 20 Dollar zum am 21. Juni markierten Rekordhoch. Am Freitag erlitt der Goldpreis im Zuge fester Aktienkurse einen kleinen Schwächeanfall, der sich jedoch als temporär erwies. Der am Freitag veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) war von einem signifikant stärkeren Optimismus unter den Spekulanten gekennzeichnet. Deren kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) zog um mehr als 20.000 auf 284.561 Futures an. In der Vergangenheit folgten beim Goldpreis auf solche Tops häufig technische Korrekturen in tiefere Kursregionen. Dies könnte auch diesmal der Fall sein.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 14.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der Kontrakt um 0,10 auf 1.251,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Gelähmter Feiertagshandel
Aufgrund der feiertagsbedingten Abstinenz großer US-Adressen schwankte der nächstfällige WTI-Future zum Wochenauftakt bei niedrigen Umsätzen in einer engen Range zwischen 74,09 und 74,47 Dollar. An der Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten herrschte ebenfalls Mangel. Weder in Europa noch in den USA gab es diesbezüglich Neuigkeiten, die dem Ölpreis hätten Impulse verleihen können.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der nächstfällige Future auf WTI mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 14.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 0,45 auf 74,15 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,22 auf 76,89 Dollar anzog.
Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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