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Gefahren bei Small-Cap-Investments

Autor: EMFIS
 |  20.09.2010, 15:45  |  663 Aufrufe  |   0  | 
Liebe Leser,

höhere Chancen bergen stets höhere Risiken. Jüngst haben wir Ihnen immer wieder kleinere Werte vorgestellt und (auch im EMFIS Chancen Depot) aufgenommen, die nach unserer Einschätzung erhebliches Wachstumspotential bei niedriger Bewertung vorweisen.

An unserer Einschätzung ändert sich nichts. Jedoch sind einige Werte ins Minus gerutscht. Die Gefahren, die grundsätzlich bei solchen Investments lauern, wollen wir Ihnen heute nochmals ausführlich aufzeigen:

1. Handelsvolumen
Small-Caps werden meist mit verhältnismäßig geringem Volumen an der Börse gehandelt. In saisonal schwachen Börsenzeiten (wie Sommerferien oder einer allgemeinen Börsenschwäche) sinken die Handelsvolumina nochmals deutlich. Somit sinkt die notwendige Nachfrage für steigende Kurse. Einige Börsenplätze (wie beispielsweise Stuttgart) nehmen den Geldkurs als Referenzkurs auf. Dadurch kann selbst bei einem Umsatzvolumen von 0 ein Kursverlust entstehen. Diese Kursverluste können vor allem bei markanten Marken wie 1 Euro oder 0,50 Cent zu einer Nervosität bei den investierten Anlegern führen. Die ohnehin meist niedrige Bewertung gerät dann ins Hintertreffen. Die Emotionen überschatten schließlich die Fakten und können damit bei Anlegern zu Verkaufsengagements führen, obwohl sie damit im Minus verkaufen.

2. Dynamik bei Kursverlusten
Wie oben erklärt, kann eine falsche Kursstellung (trotz keines Umsatzes) zu einer Verkaufswelle führen. Insbesondere dann, wenn Privatanleger Aktienverkäufe OHNE Limit einstellen! Käufer nutzen dann diese „Non-Limit-Sells“ zum niedrigen Einstieg, was zu einem hohen Kursverlust führen kann. Das wiederum bringt einigen Anlegern schwache Beine und diese verkaufen daraufhin. Folge: Der Aktienkurs knickt richtig ein. In diesem Fall achten Anleger nicht mehr auf die Fundamentaldaten. Emotionen befördern die Verkaufsentscheidung.

3. Potentielle Investorengruppe klar begrenzt
Small-Caps sind nur für einen relativ kleinen Teil von potenziellen Anlegern interessant. Größtenteils sind es Privatanleger, denn für Fonds sind Small-Caps schlichtweg zu klein oder illiquide, um Investitionen zu tätigen. Privatanleger gehen mit anderen Entscheidungskriterien an Investments heran, als es Fondsmanager oder institutionelle Anleger tun. Die begrenzte Anlegergruppe kann zu einem Angebotsüberhang führen, wenn in saisonal schwachen Börsenzeiten die Nachfrage ausbleibt. Deshalb sieht man in diesen Phasen meist fallende Kurse bei Small-Cap-Aktien.

4. Aktuelle Beispiele unserer Empfehlungen

Quelle: comdirect.deRebootizer:
Wie der 10-Tageschart zeigt, entstand bei Rebootizer aufgrund eines unlimitierten Verkaufs ein kurzzeitiger Crash. Im Tagestief fiel die Aktie um rund 30%. Glücklicherweise nutzten einige Anleger diese Chance zum Wiedereinstieg und der Schaden war/ist begrenzt.

Dabei erreichen Anleger seit Monaten nur positive Nachrichten. Auf der Vertriebsebene – wie man an den Pressemeldungen von neuen Auslieferungen des Detox-Shakers feststellen kann – läuft alles nach Plan. Einer Investorenkonferenz in Zürich zufolge wurde erklärt, dass man Mitte 2011 die aktuelle Kapazitätsgrenze von 4 Mio. Verkaufseinheiten/Monat erreichen wird. Und heute kam eine weitere Produktstudie heraus, die beweist, dass die Zutatenmischung nach Erdbeeren auf Rang 2 der Detox-Früchte eingestuft wurde: Zitat der Pressemitteilung: „Die ORAC Studie (*Oxygen Radical Absorbance Capacity) ist ein von Ernährungswissenschaftlern entwickeltes Protokoll, welches ermöglicht die antioxidantische Kraft von Lebensmitteln zu messen.“
...

Ranking
1  100 g Erdbeeren
2  Eine Portion (66g) rebootizer®
3  100g Himbeeren
4  1 Orange
5  100g rote Trauben
6  100g Kirschen
7  1 Kiwi


Obwohl die Entwicklung bei Rebootizer sehr positiv zu beurteilen ist, bestehen für Anleger aufgrund der noch jungen Historie – wie in vorherigen Analysen erklärt – Risiken. Anleger sollten, wie häufig im Fazit beschrieben, auf die mittel- bis langfristige Entwicklung setzen!

Raptor Technology: hohe Volatilität bei geringem Umsatz:

Teilweise bewegt sich hier der Aktienkurs mit einer Volatilität von bis zu 38%! Auch bei den Aktien des Herstellers von Peripherie-Geräten für die Online-Gaming-Industrie Raptor Technology, die nach dem Vertriebsaufbau Asien wiederholt im China Millionen Depot aufgenommen wurden, sind die Meldungen positiv.

Jüngst hat Raptor Technology die Mehrheitsanteile an Gamingsuff übernommen. Damit setzt Raptor Technology einen ersten Fuß ins E-Commerce Geschäft. Gamingstuff erwartet bis 2012 bereits einen Umsatz von 2,5 Millionen Euro.

Erfolgreiche Investitionen wünscht das Team vom EMFIS Expert


Erklärung nach § 34b Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes
Der Autor erklärt, dass er bzw. mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten war oder ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war oder für deren Publikation entgeltlich vergütet wurde. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Wertpapiere des Artikels:
Raptor Techn
REBOOTIZER GROUP PLC
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