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Ausblick Schwächere Eröffnung erwartet

 |  16.11.2010, 08:48  |  1108 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Aktienmärkte haben einen positiven Start in die neue Handelswoche hingelegt. Dabei stützten überraschend gute Einzelhandelsumsatzzahlen aus den USA. Zudem hellten Gerüchte, wonach eine Rettungsaktion für das finanziell angeschlagene Irland schon angelaufen ist, die Stimmung weiter auf. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann am Montag 0,82 Prozent auf 6.790,17 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) stieg um 0,80 Prozent auf 9.423,97 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es um 1,34 Prozent nach oben auf 4.703,12 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verbesserte sich um 0,75 Prozent auf 788,80 Punkte.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag kaum verändert. Während der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) mit 11.201,97 Punkten um 0,08 Prozent zunahm, verlor der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 0,17 Prozent auf 2.513,82 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) büßte 0,12 Prozent auf 1.197,75 Zähler ein. Die Futures notieren derzeit uneinheitlich. So tendiert der Dow Jones Future bei 11.173,00 Punkten (+21,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.128,00 Punkten (-5,75 Punkte) und der S&P Future bei 1.194,70 Zählern (-1,10 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der uneinheitlichen Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,31 Prozent bei 9.797,10 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte deutlich rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,57 Prozent im Minus bei 23.651,15 Punkten, während der Shanghai Composite um 3,98 Prozent abgibt auf 2.894,54 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future sinkt bisher um 0,31 Prozent auf 128,47 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.760 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.756,75 Zählern (-0,4 Prozent).

In Japan steht heute die Leitzinsentscheidung der BoJ zur Veröffentlichung an. Ferner wird Deutschland die ZEW Konjunkturerwartung bekannt gegeben. In Euroland werden die Kfz-Neuzulassungen und die Verbraucherpreise veröffentlicht. Aus den USA werden heute der Erzeugerpreisindex, die Industrieproduktion/Kapazitätsauslastung sowie der Hausmarktindex gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Kabel Deutschland Holding AG, Infineon AG, Semperit AG, easyjet plc, Burberry Group plc, Abercrombie & Fitch Co., ArvinMeritor Inc., Bob Evans Farms Inc., Dick`s Sporting Goods Inc., Home Depot Inc., Saks Inc., TJX Cos. Inc. und Wal-Mart Stores Inc. an.

Der deutsche Markt am Montag:

Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen im September nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen weiteren Beschäftigungsrückgang aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 51.200 Personen bzw. 1,0 Prozent auf knapp 5,0 Millionen per Ende September. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum September 2009 bei gleicher Zahl der Arbeitstage um 3,4 Prozent auf 666 Millionen zu. Die Entgelte lagen bei 16,7 Mrd. Euro; das waren 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Im DAX standen Volkswagen und MAN im Mittelpunkt des Interesses. Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) will einem Medienbericht zufolge offenbar über seine schwedische Tochter Scania (ISIN SE0000308280/ WKN 899846) den Nutzfahrzeugbauer MAN (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) übernehmen. Dem Bericht zufolge will Volkswagen seinen Anteil an Scania auf 75 bis 80 Prozent erhöhen und den Schweden dann seinen Anteil an MAN übertragen. Scania solle dann den übrigen MAN-Aktionären schließlich ein Übernahmeangebot unterbreiten und Mehrheitsaktionär des Münchner Unternehmens werden. Bislang ist VW mit knapp 30 Prozent an MAN beteiligt und hält gut 46 Prozent der Kapitalanteile von Scania. MAN nahm zu den Spekulationen Stellung und bestätigte dabei Gespräche mit Scania. Wie MAN weiter mitteilte, sei derzeit weder ein Ergebnis der Diskussionen absehbar noch sei eine Entscheidung gefallen. Während MAN als bester Wert im DAX um 6,2 Prozent vorrückte, verteuerten sich VW auf Platz drei um 2,3 Prozent. Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) legten als zweitbester Wert um 3,9 Prozent zu, nachdem der Pharmakonzern positive detaillierte Ergebnisse zur ROCKETT-AF-Studie mit dem Medikament Rivaroxaban vorgelegt hat. adidas verloren hingegen 0,2 Prozent. Der Sportartikelhersteller will mit seiner Marke "Neo" im Modegeschäft punkten. ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) stiegen um 0,8 Prozent, nachdem sich Ekkehard Schulz nach einem Pressebericht als erster Chef eines deutschen Großunternehmens öffentlich für die Gründung einer "Deutsche Rohstoff AG" stark gemacht hat. METRO (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) gaben um 0,1 Prozent nach. Das Unternehmen ist einem Pressebericht zufolge auf der Suche nach einem Nachfolger für den amtierenden Konzernchef Eckhard Cordes.

In der zweiten Reihe meldete Rheinmetall (ISIN DE0007030009/ WKN 703000), dass man in den ersten neun Monaten mit einem deutlichen Ergebnisanstieg aufwarten konnte. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 2,71 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 2,31 Mrd. Euro. Beim Konzernergebnis erzielte man einen Gewinn von 100 Mio. Euro, nach -63 Mio. Euro im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet Rheinmetall für das EBIT nun einen Ergebniskorridor von 270 bis 280 Mio. Euro. Zuletzt war diese Ergebnisspanne im August von 220 bis 250 Mio. Euro auf 260 bis 280 Mio. Euro angehoben worden. Der Titel verbilligte sich als schwächster Wert im MDAX um 2,9 Prozent. Des Weiteren hat Demag Cranes (ISIN DE000DCAG010/ WKN DCAG01) einen Großauftrag aus China erhalten. So wurde der Konzern mit der Lieferung von vier vollautomatischen Prozesskranen für ein Papierrollenversandlager sowie ein Papierrollenzwischenlager in China beauftragt. Der Anteilsschein legt um 1,6 Prozent zu.

Wichtige Meldungen:

Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) - Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051/ WKN A0X900) wird Presseberichten zufolge den Ausgabepreis für den an diesem Donnerstag geplanten Börsengang oberhalb der bisher genannten Preisspanne festlegen.

Die französische Vivendi S.A. (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) hat am Montag die Zahlen zum dritten Quartal 2010 veröffentlicht. Dabei konnte der Medien- und Telekommunikationskonzern Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Zudem wurde der Ausblick bekräftigt. (16.11.2010/ac/n/m)

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