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Wall Street Update Kräftiger Kursrückgang, Wal-Mart und Home Depot gesucht

 |  16.11.2010, 19:24  |  1359 Aufrufe  |   0  | 

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen weisen am Dienstagmittag New Yorker Zeit tiefrote Vorzeichen auf. Dabei belasten vor allem die Ängste vor einer Zinserhöhung in China. Daneben belasten aber auch die Meldungen aus Irland um mögliche EU-Hilfen die Stimmung. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verliert derzeit 1,73 Prozent auf 11.008,71 Punkte, während sich der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 1,70 Prozent auf 2.471,17 Punkte verschlechtert. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) fällt um 1,72 Prozent zu auf 1.177,16 Zähler.

Die amerikanischen Erzeugerpreise sind im Oktober gestiegen. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Preise um 0,4 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise fielen die Preise in der Kernrate um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von 0,8 bzw. 0,1 Prozent prognostiziert. Ferner ist die US-Industrieproduktion im Oktober nach Angaben der U.S. Federal Reserve Bank stabil geblieben. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger auf Vormonatsniveau, während er im September um 0,2 Prozent gesunken war. Volkswirte hatten hingegen einen um 0,3 Prozent höheren Output prognostiziert. Indes blieb die Kapazitätsauslastung der US-Industrie mit 74,8 Prozent ebenfalls stabil, während die Prognose auf 74,9 Prozent gelautet hatte.

Im Zentrum des Interesses stehen die Quartalszahlen von Wal-Mart (ISIN US9311421039/ WKN 860853). Der größte Einzelhändler der Welt konnte im dritten Quartal aufgrund von Kostensenkungen und angesichts eines Einmalertrags einen um gut 9 Prozent höheren Gewinn erzielen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt. Zudem wurde der Jahresausblick angehoben. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich demnach auf 3,44 Mrd. Dollar bzw. 95 Cents pro Aktie. Der Nettoumsatz stieg um 2,6 Prozent auf 101,24 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 90 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 102,43 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis aus dem laufenden Geschäft von 4,08 bis 4,12 Dollar (zuvor: 3,95 bis 4,05 Dollar). Die Aktie verteuert sich gegen den Trend um rund ein Prozent. Gleichzeitig konnte die weltgrößte Baumarktkette Home Depot (ISIN US4370761029/ WKN 866953) ihren Gewinn im dritten Quartal um 21 Prozent steigern. Zurückzuführen war dies auf verbesserte Umsatztrends und eine strikte Kostenkontrolle. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde der Jahresausblick angepasst. Der Nettogewinn belief sich auf 834 Mio. Dollar bzw. 51 Cents pro Aktie, während sich der Umsatz um 1,4 Prozent auf rund 16,6 Mrd. Dollar verbesserte. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 48 Cents je Aktie und einem Umsatz von 16,59 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzplus von rund 2,2 Prozent (zuvor: 2,6 Prozent) und einem EPS-Ergebnis aus dem laufenden Geschäft von 1,94 Dollar (zuvor: 1,90 Dollar). Das Papier kann als Spitzenreiter im Dow Jones um 1,9 Prozent zulegen.

Daneben gab General Motors heute bekannt, dass man die Preisspanne der Aktien sowie das Volumen seines für Donnerstag geplanten IPOs erhöht hat. So werden die insgesamt 365 Millionen Stammaktien der neuen General Motors Co. nun zwischen 32,00 und 33,00 Dollar platziert, nach einer bisher geschätzten Preisspanne von 26,00 bis 29,00 Dollar. Zudem wurde das Ausgabevolumen bei den Vorzugsaktien (Series B Mandatory Convertible Junior Preferred Stock) von bisher 3 Mrd. Dollar auf 4 Mrd. Dollar ausgeweitet. Das Papier der Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051/ WKN A0X900) verteuert sich um 0,7 Prozent.

Der Mischkonzern Honeywell (ISIN US4385161066/ WKN 870153) hat seine Ergebnisprognose angepasst. So wird nunmehr für das laufende Fiskaljahr ein EPS von 1,86 Dollar erwartet, nachdem man hier zuvor einen Gewinn von 2,52 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Als Grund für die veränderte Gewinnprognose wurde die Neubilanzierung von Pensionsausgaben genannt. Analysten gehen für das Fiskaljahr 2010 von einem EPS von 2,52 Dollar aus. Der Titel gewinnt 1,9 Prozent an Wert. Die Kaffeehauskette Starbucks (ISIN US8552441094/ WKN 884437) hat ihr Aktienrückkaufprogramm deutlich erhöht. Die Aktie verliert daraufhin 2,5 Prozent an Wert. Einer der größten Gewinner unter den Technologiewerten ist die Aktie der Bekleidungskette Urban Outfitters (ISIN US9170471026 / WKN 888903). Der Konzern hatte gestern Abend bereits gemeldet, dass sein Gewinn im dritten Fiskalquartal 2010/11 gestiegen ist, was mit einem deutlichen Umsatzwachstum und verbesserten Margen zusammenhängt. Die Gewinnerwartungen wurden dabei geschlagen. Aktuell geht es 11,5 Prozent nach oben.

Aktien des Bekleidungskonzerns Abercrombie & Fitch (ISIN US0028962076/ WKN 903016) verbilligen sich um 1,8 Prozent. Das Unternehmen verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatz. und Ergebnisanstieg. Ferner konnte der Sportartikelhändler Dick's Sporting Goods (ISIN US2533931026/ WKN 662541) im dritten Quartal mit einem Umsatzanstieg aufwarten und hob im Anschluss die Prognose an. Der Titel rückt daraufhin um 13 Prozent vor. Die Bekleidungskette TJX (ISIN US8725401090/ WKN 854854) steigerte ihren Gewinn im dritten Quartal und übertraf die Erwartungen. Der Anteilsschein gibt um 1,4 Prozent nach. Des Weiteren konnte der Einzelhandelskonzern Saks (ISIN US79377W1080/ WKN 883503) im dritten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaften. Ursächlich hierfür waren ein Einmalertrag, Umsatzzuwächse und höhere Margen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Die Aktie gibt um 2 Prozent nach. Schließlich konnte der Automobilzulieferer ArvinMeritor (ISIN US0433531011/ WKN 502645) im vierten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Anteilsschein verschlechtert sich um 3,8 Prozent. (16.11.2010/ac/n/m)

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