Wall Street-Schluss Uneinheitlicher Handel, Target gesucht, Warner Music schwächer
New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen mussten am Mittwoch trotz positiver Verbraucherpreisdaten und eher schwächeren Indikationen vom US-Wohnungsmarkt mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel gehen. Zudem hat die Fed bekannt gegeben, Banken erneut in einem Stresstest überprüfen zu wollen, bevor diese Dividenden erhöhen dürfen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor am Ende 0,14 Prozent auf 11.007,88 Punkte, während sich der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 0,25 Prozent auf 2.476,01 Punkte verbesserte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) stieg um 0,02 Prozent auf 1.178,59 Zähler.
Die US-Verbraucherpreise haben sich im Oktober geringfügig erhöht. Demnach wuchs der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, während er im September um 0,1 Prozent gestiegen war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung von 0,3 Prozent erwartet. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag wie im September auf dem Vormonatsniveau. Volkswirte waren hier von einem leichten Plus von 0,1 Prozent ausgegangen. Ferner wiesen die US-Wohnbaubeginne im Oktober einen saisonbereinigten Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Monat aus. So belief sich die Zahl auf 0,519 Millionen Baubeginne, was dem niedrigsten Wert seit April 2009 entspricht. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,588 (vorläufig: 0,610) Millionen um 11,7 Prozent verfehlt. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,600 Millionen Baubeginnen ausgegangen. Gleichzeitig hat die Zahl der US-Baugenehmigungen im Oktober einen saisonbereinigten Anstieg verzeichnet. Demnach lag der ermittelte Wert der US-Baugenehmigungen im Berichtszeitraum bei 550.000 Baugenehmigungen, nachdem im Vormonat ein Wert von revidiert 547.000 (vorläufig: 539.000) ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten zuvor einen Wert von 570.000 erwartet.
Viel Beachtung fand heute die Meldung des Automobilkonzerns General Motors (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM), wonach man das Volumen des für morgen geplanten IPOs erhöht hat. Den Angaben zufolge werden nun im Zuge des Börsengangs insgesamt 478 Millionen Stammaktien ausgegeben, nachdem man bisher lediglich mit 365 Millionen Stammaktien kalkuliert hatte. Dabei ist in beiden IPO-Volumina die Mehrzuteilungsoption der Underwriter nicht berücksichtigt. Wie GM bereits gestern mitteilte, werden die Stammaktien zwischen 32,00 und 33,00 Dollar platziert, nach einer bisher geschätzten Preisspanne von 26,00 bis 29,00 Dollar. Darüber hinaus wurde das Ausgabevolumen bei den Vorzugsaktien von bisher 3 Mrd. Dollar auf 4 Mrd. Dollar ausgeweitet. Das Papier der Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051/ WKN A0X900) verbilligte sich um 6,4 Prozent.
Des Weiteren ziehen diverse Quartalsausweise das Interesse auf sich. Target (ISIN US87612E1064/ WKN 856243), der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, konnte im dritten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten und die Analystenerwartungen erfüllen. Während der Umsatz im von zuvor 15,28 Mrd. Dollar auf 15,61 Mrd. Dollar stieg, wurde beim Nettogewinn ein Anstieg von 436 Mio. Dollar auf 535 Mio. Dollar bzw. 74 Cents je Aktie ausgewiesen. Auf bereinigter Basis wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 68 Cents pro Aktie erzielt. Die Aktie rückte um fast 4 Prozent vor. Ferner konnte der Großhändler BJ's Wholesale Club (ISIN US05548J1060/ WKN 908408) den Umsatz im dritten Quartal von 2,51 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 2,63 Mrd. Dollar verbessern. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 23,0 Mio. Dollar bzw. 43 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 17,4 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 36 Cents bei Umsatzerlösen von 2,64 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern nunmehr ein EPS von 2,48 bis 2,52 Dollar, nachdem man hier zuvor ein EPS von 2,40 bis 2,50 Dollar in Aussicht gestellt hatte. Der Anteilsschein verbesserte sich um 3 Prozent. Auch der auf Damenmode spezialisierte Einzelhändler Chico`s FAS (ISIN US1686151028/ WKN 907418) steigerte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn. Der Titel legte deutlich um 10,4 Prozent zu.
Daneben hat die Warner Music Group (ISIN US9345501046/ WKN A0EAC8), die weltweit viertgrößte Plattenfirma nach UMG, Sony BMG und EMI, im vierten Quartal angesichts einer Sonderbelastung einen deutlich größeren Verlust erwirtschaftet. Zudem wurde auch für das gesamte Geschäftsjahr ein höherer Verlust ausgewiesen. Dabei hatte der Konzern insgesamt unter schwachen Verkaufszahlen zu leiden, vor allem in den USA. Die Aktie brach um rund 7,5 Prozent ein. (17.11.2010/ac/n/m)

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