Erneuerbare Energien EU fordert Kooperationen bei Ökostrom
Dadurch ergebe sich ein Einsparpotenzial von europaweit 10 Mrd. Euro im Jahr. Bisher hätten die Länder die Möglichkeit zu Kooperationen nicht genutzt, die seit 2008 bestünden, heißt es im Entwurf eines Berichtes der EU-Kommission zum Thema, der nächste Woche beschlossen werden soll. Aufgrund der unterschiedlichen Förderung behindere das derzeitige System den Binnenmarkt. Nach Schätzungen der Kommission werden die Erneuerbaren mit 35 Mrd. Euro im Jahr gefördert, wovon das meiste die Verbraucher bezahlen.
Mit dem neuerlichen Entwurf unternimmt die EU-Kommission einen neuen Versuch, die Förderung der alternativen Energien zu vereinheitlichen. Langfristig sei eine „größere Konvergenz der nationalen Födersysteme“ nötig. Inzwischen haben 21 der 27 EU-Länder ganz oder teilweise Einspeisevergütungen nach deutschem Vorbild, bei denen der Ökostrom ohne Mengenbegrenzung zu festen Preisen abgenommen wird. Allerdings sei das Vergütungssystem aber zu zersplittert, kritisiert die Kommission. Auch könnten durch Überförderung „Blasen“ entstehen.
Kooperationen jeweils mehrerer Staaten sollen es nun ermöglichen, dass Staaten, die selbst ihre Ziele für die Produktion Erneuerbarer Energien nicht erreichen, Ökostrom in anderen Ländern „einkaufen“. Außerdem könnte sich mehrere Staaten zusammentun und feste Preise für Ökostrom aus großen Windparks in der Nordsee oder später aus Solarkraftwerken in der Sahara (Desertec) zu vereinbaren. Details will die Kommission in den nächsten Monaten ausarbeiten. (FTD)

0
