Unfaire Kreditvergabe Strafe für Deutsche Bank
London/Frankfurt am Main (pte/23.02.2011/13:20) - Deutschlands größtes Finanzinstitut, die Deutsche Bank http://www.deutsche-bank.de, muss in Großbritannien eine herbe Niederlage einstecken und eine Strafsumme bezahlen. Der Vorwurf der britischen Finanzaufsicht FSA: Die Frankfurter sind "unfair" mit säumigen Schuldnern umgegangen. Außerdem soll die Deutsche Bank wegen "unverantwortlicher Kreditvergabe-Praktiken" 840.000 Pfund (991.000 Euro) zahlen.
1,5 Mio. Pfund für Entschädigungen
Mit der Strafzahlung allein sollen die Deutschen jedoch nicht davon kommen. Zusätzlich dazu werden 1,5 Mio. Pfund zur Entschädigung aller betroffener Kunden fällig. Aufgefallen waren die Praktiken beim Londoner Kreditarm Deutsche Bank Mortgages. Untersuchungen der FSA zufolge hat die Bank unter anderem Hypothekenkredite vergeben, die sich die im Berufsleben befindlichen Kunden zwar hätten leisten können, ihnen später aber über den Kopf gewachsen wären.
Die britische Behörde versteht bei der allzu leichtfertigen Kreditvergabe keinen Spaß. Mit der Strafe will die FSA ein Zeichen setzen. Denn die Deutsche Bank ist das erste Finanzhaus, das aufgrund dieser Vergehensart in Großbritannien zur Rechenschaft gezogen wird. "Die Firmen müssen verstehen, dass wir laxe Kreditvergabe-Praktiken und unfaire Behandlung von Kunden nicht tolerieren", sagt FSA-Chefin Margaret Cole. Die Deutsche Bank selbst spricht gegenüber pressetext lediglich von einer "Vereinbarung", die mit der Behörde getroffen wurde.
Bessere Überwachung angekündigt
Wegen der laut FSA "offenen" und "kooperativen" Haltung der Bank erhielten die Deutschen einen 30-prozentigen Abschlag auf die Strafe, die sonst bei 1,2 Mio. Pfund gelegen wäre. Das Institut weist auf Nachfrage von pressetext zudem darauf hin, dass Deutsche Bank Mortgages bereits 2008 abgewickelt wurde und nicht mehr im Kreditvergabegeschäft tätig ist. Als Folge der Strafe hat die Deutsche Bank angekündigt, die Hypothekenkredit-Aktivitäten künftig unter eine verbesserte Aufsicht zu stellen.
(Ende)
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[ Quelle: http://pressetext.com/news/110223020/ ]

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