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Rohstoffe Rohöl: Gegenbewegung nach Absturz

 |  16.03.2011, 15:38  |  1101 Aufrufe  |   0  | 

An den Ölmärkten herrscht weiterhin ein ausgesprochen hohes Maß an Unsicherheit. Heute geht es jedoch mit dem Ölpreis steil bergauf.
Mit der aktuellen Erholung an den internationalen Aktienmärkten scheinen die Ängste der Anleger etwas auf dem Rückzug zu sein. Das große Problem besteht allerdings darin, dass man sich derzeit nicht sicher sein kann, dass das Schlimmste nunmehr überstanden ist. Durch das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami sind neben den Atomreaktoren in Fukushima auch viele japanische Raffinerien zerstört worden. So wurde zum Beispiel bekannt, dass JX Nippon Oil & Energy eine auf dem Weg vom Mittleren Osten nach Japan befindliche Schiffsladung Rohöl an die südkoreanische Gesellschaft SK Innovation verkauft wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch bekannt, dass die Südkoreaner im Gegenzug Benzin, Diesel und flüssiges Erdgas an den in Not geratenen Inselstaat liefern werden. Doch an den Ölmärkten scheint derzeit in erster Linie eines sicher zu sein: Die Preise werden höchstwahrscheinlich weiterhin volatil bleiben.
Am Mittwochnachmittag zeigte sich der Ölpreis mit deutlich erholten Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,83 auf 99,01 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,43 auf 110,95 Dollar anzog.

Achterbahnfahrt bei Agrarrohstoffen
    
Bei Sojabohnen, Zucker, Mais u.v.m. kommt es derzeit ebenfalls zu starken Preisschwankungen. Doch welche genauen Folgen die japanischen Natur- und Nuklearkatastrophen haben werden, lässt sich kaum prognostizieren. Der gestrige Preissturz  war in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Japan angesichts der Zerstörungen von Hafenanlagen und Produktionsbetrieben auf kurze Sicht möglicherweise deutlich weniger Agrarrohstoffe importieren dürfte. Doch ein hoher Vertreter der UN-Organisation FAO (Food & Agricultural Organisation) geht nicht von einem dauerhaften Ausfall der japanischen Nachfrage aus. Da die dortige Landwirtschaft durch Tsunami und Atomdesaster erheblich geschädigt wurde, könnte es sogar sein, dass in Japan in den nächsten Jahren erheblich mehr Agrargüter als bisher importiert werden müssen.  
Am Mittwochnachmittag zeigte sich die am aktivsten gehandelte Futures auf Sojabohnen (+26,20 auf 1.296,20 US-Cents), Mais (+7,00 auf 643,00 US-Cents) und Zucker No. 11 (0,56 auf 26,21 US-Cents) bis gegen 15.15 Uhr mit deutlich erholten Notierungen.


Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Autor

Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.