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ERDBEBEN/ANALYSE Commerzbank rät zu Intervention am Devisenmarkt

Autor: dpa-AFX
 |  17.03.2011, 10:21  |  780 Aufrufe  |   0  | 
FRANKFURT - Die japanische Notenbank und Regierung sollte nach Einschätzung der Commerzbank direkt am Devisenmarkt eingreifen. Mit einem entschlosseneren Auftreten der Währungshüter und des Finanzministeriums hätten die Kursexzesse in der Nacht auf Donnerstag vielleicht vermieden werden können. ´Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, Flagge zu zeigen, als den Markt sich austoben zu lassen´, hieß es in einer Studie der Commerzbank. Der Yen war in der Nacht auf Donnerstag im Vergleich zum Dollar auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen.

In einem chaotischen, von starken Sprüngen gekennzeichneten Handel mussten zeitweise nur noch 76,25 Yen für einen Dollar bezahlt werden. Zuletzt konnte sich der Dollar wieder etwas erholen. Noch sei unklar, ob Notenbank und Regierung direkt am Devisenmarkt eingreifen werden. ´Es ist keineswegs ausgemacht, dass Interventionen kommen, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch´ Nach Einschätzung der Commerzbank ist eine konzertierte Aktion mit der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank die sinnvollste Alternative.

Dadurch wäre ein solcher Schritt am wirksamsten. ´Bisher waren die beiden Schwesterinstitutionen der BoJ für solche Taten nicht zu begeistern, schließlich wollte niemand, dass sich Japan mit einem künstlich schwachen Yen Wettbewerbsvorteile verschafft´, schrieben die Experten in der Studie. ´In der gegenwärtigen Lage dürften Japans Vertreter bei der Telefonkonferenz der G7-Finanzminister und Notenbankchefs auf deutlich mehr Verständnis stoßen.´/zb/ajx/tw
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