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Devisen Euro nimmt Kurs auf Vorkrisenniveau

 |  08.04.2011, 11:28  |  2339 Aufrufe  |   0  | 

EUR-USD: Der EUR-USD-Kurs steigt. Hierfür sorgt vor allem die EZB mit ihrem Zinserhöhungskurs. Folglich sehen wir ihn auf Sicht der nächsten 12 Monate steigen. Kurzfristig könnte er jedoch einen milden Rücksetzer erfahren.

EUR-JPY: Durch die Natur- und Nuklearkatastrophe Japans wurde der EUR-JPY-Kurs durchgeschüttelt. Das Zurückholen von Auslandsgeldern führte zuerst zu einer starken JPY-Aufwertung, die die G7 durch Interventionen rückgängig machten. Danach stieg der EUR-JPY-Kurs weiter. Diese Tendenz sollte sich grundsätzlich fortsetzen. Die jüngste Aufwärtsbewegung erscheint aber übertrieben.

EUR-GBP: Wir bleiben weiterhin bei unserem Bild, dass sich die Bank of England - entgegen der Erwartungen Vieler - mit der Straffung ihrer Geldpolitik noch lange Zeit lassen wird. Ein schwächeres Pfund wäre das Resultat.

EUR-CHF: Da die Schuldenkrise Eurolands mit fortschreitender Konjunkturerholung peu à peu ad acta gelegt werden wird, rechnen wir auch mit einem schwächeren Franken, der in seiner Funktion als sicherer Hafen dann weniger gesucht sein wird. Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Euroland und der Schweiz spricht ebenfalls für den Euro.

EUR-NOK: Die Norwegische Krone dürfte trotz EZB-Zinserhöhungen gegenüber dem Euro demnächst zulegen. Denn sie wird gestützt vom hohen Ölpreis und zudem von einer Notenbank, die wieder die Zinsen erhöhen will.

EUR-SEK: Die Schwedenkrone war zuletzt schwach. Wir halten dies für ein nur temporäres Phänomen, weil wir davon ausgehen, dass die Riksbank ihre Geldpolitik nun aggressiver gestalten wird als bisher. Denn die Zinswende der EZB eröffnet ihr hierzu jetzt Raum.

EUR-CAD: Gemischte Signale aus der kanadischen Wirtschaft lassen uns zu dem Schluss kommen, dass sich der Kan-Dollar gegenüber US-Dollar und Euro auf Sicht von 6 und 12 Monaten abschwächen wird.

EUR-AUD: Der Rohstoffpreisanstieg spricht für einen stärkeren Australdollar. Doch die externen Impulse pflanzen sich nur träge in der Binnenwirtschaft fort. Wir rechnen deshalb mit einem stabilen bis leicht schwächeren AUD.



Wichtigste Prognoserevisionen:
Die Prognosen für EUR-USD, EUR-CAD und EUR-AUD haben wir auf 3-, 6- und 12-Monats-Sicht nach oben genommen. Die EUR-GBP-Prognosen auf Sicht von 3 und - in stärkerem Maße -  6 Monaten wurden auch angehoben.

Die EUR-JPY-Prognose haben wir insgesamt nach unten angepasst, weil wir den Effekt der Rückführung von Auslandsgeldern nach der Natur- und Nuklearkatastrophe berücksichtigt haben. Kurzfristig ist es aber zu einem - nach unserer Einschätzung - deutlichen Überschießen des EUR-JPY-Kurses gekommen. (DekaBank)

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