Börsen in Europa am Mittag Indizes bauen ihre Verluste aus, Sanofi-Aventis im Plus
Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen bauen im Dienstaghandel bis zur Mittagszeit ihre Verluste aus. Die Stimmung der Investoren wird dabei durch die Anhebung der Risikoeinstufung für den Störfall im Atomkraftwerk Fukushima auf die Stufe 7 gedrückt. Zudem belasten auch die negativen US-Futures, die auf eine schwächere Eröffnung an der Wall Street hindeuten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,79 Prozent auf 2.951,17 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 1,08 Prozent nach auf 2.617,02 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) verschlechtert sich um 0,92 Prozent auf 713,60 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,48 Prozent. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich ebenfalls um 0,48 Prozent, während der S&P-Future 0,38 Prozent nachgibt. Konjunkturseitig werden am Nachmittag in den USA insbesondere die Handelsbilanz für Februar sowie die Aus- und Einfuhrpreise für März erwartet. Am Abend stehen zudem Angaben zum US Staatshaushalt im März zur Veröffentlichung an.
Der Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen (CPI) hat sich im März 2011 nach Angaben von National Statistics mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. Die Inflationsrate verringerte sich auf 4,0 Prozent, nachdem sie im Februar bei 4,4 Prozent gelegen hatte. Derweil sind die britischen Einzelhandelpreise im März 2011 mit vermindertem Tempo angestiegen. Auf Jahressicht kletterten die Preise der britischen Einzelhändler um 5,3 Prozent, nach Preissteigerungen von 5,5 Prozent im Februar 2011 und 4,4 Prozent im Vorjahresmonat. Der Versicherer Aviva (ISIN GB0002162385/ WKN 854013) will seine Beteiligung an der Delta Lloyd (ISIN NL0009294552/ WKN A0YC08) reduzieren. So hat man eine Vereinbarung über den Verkauf von 25 Millionen Aktien von Delta Lloyd im Rahmen eines Private Placements an institutionelle Investoren geschlossen. Die Anteilsscheine sollen zu jeweils 17,25 Euro je Aktie platziert werden. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aktionäre von Aviva. Die Aktie von Aviva gibt um 1,7 Prozent nach. Im FTSE 100 setzten sich die Anteilsscheine von International Consolidated Airlines mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent an die Indexspitze, während hinten Kazakhmys um 3,9 Prozent nachgeben.
Das saisonbereinigte Leistungsbilanzdefizit Frankreichs ist im Februar 2011 nach Angaben der Banque de France größer geworden. So erhöhte sich das Leistungsbilanzdefizit auf 5,2 Mrd. Euro, nachdem im Januar ein Passivsaldo von revidiert 4,1 Mrd. Euro ermittelt worden war. Hierbei kletterte das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist von 6,5 Mrd. auf 7,3 Mrd. Euro und der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz schrumpfte von 1,4 Mrd. auf 1,2 Mrd. Euro. Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) legen um 0,4 Prozent zu, nachdem der Pharmakonzern positive Studienergebnisse zu Lixisenatide vorgelegt hat. So reduziert das Präparat signifikant den HbA1c-Wert bei Patienten, deren Diabetes mit Sulfonylharnstoffen nicht einstellbar ist. Das Medikament bewirkte zudem einen signifikanten Gewichtsverlust der behandelten Patienten im Vergleich zu einer Placebo-Kontrollgruppe. Im CAC 40 stehen die Anteilsscheine von GDF SUEZ mit einem Zugewinn von 0,5 Prozent ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren, während am Ende Schneider Electric 3,7 Prozent an Wert verlieren.
Gut aufgenommen wurde der Zahlenausweis von Sika (ISIN CH0000587979/ WKN 858573). Das Unternehmen konnte im ersten Quartal mit einem deutlichen Umsatzplus aufwarten. So lag der Konzernumsatz im Berichtszeitraum mit 1,02 Mrd. Schweizer Franken (CHF) um 14,3 Prozent über dem Vorjahreswert. In Lokalwährungen verzeichnete Sika ein Umsatzplus von 24,7 Prozent. Profitiert hat der Konzern vor allem von der starken Entwicklung in den Märkten Asiens und Lateinamerikas sowie guten Resultaten in den USA. Ebenfalls positiv hat sich der im Vergleich zum Vorjahr eher milde Winter 2011 auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Der Titel verteuert sich im breiten Markt um 0,2 Prozent. Im SMI können als einziger Gewinner Synthes um 0,5 Prozent zulegen. Mit 2,7 Prozent verzeichnen Transocean gleichzeitig die größten Abschläge.
Nachrichten gab es heute aus Österreich. Flughafen Wien (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) konnte im März mit einem Passagierplus aufwarten. So wurden insgesamt 1,565 Millionen Fluggäste abgefertigt, was gegenüber dem Vorjahresmonat einem Plus von 4,9 Prozent entspricht. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Plus von 0,8 Prozent, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) stieg um 11,1 Prozent, und das Frachtaufkommen stieg um 3,3 Prozent. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im März 2011 einen Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem März 2010, was nach Konzernangaben zu einem großen Teil auf die Ereignisse in Japan und die Situation in der Region Nordafrika zurückzuführen ist. Die Aktie verschlechtert sich um 0,8 Prozent. Indes verlautbarte Sanochemia Pharmazeutika (ISIN AT0000776307/ WKN 919963), dass man für ihr Pankreasfunktionsdiagnostikum Secrelux die Rückerstattung mit allen 17 Krankenkassenverbänden in Deutschland vereinbart hat. Der Anteilsschein des Pharmaunternehmens rückt um 3,7 Prozent vor.
Aus Italien gibt es eine Nachricht zu Fiat (ISIN IT0001976403/ WKN 860007). Der Automobilkonzern hat seine Beteiligung am Autobauer Chrysler Group LLC von zuletzt 25 Prozent auf 30 Prozent erhöht. Die Aktie von Fiat verbilligt sich um 0,5 Prozent.
Der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise hat sich im März 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE stabilisiert. So verharrte die jährliche Inflationsrate bei 3,6 Prozent, nachdem sie im Februar schon bei 3,6 Prozent gelegen hatte. Auf Monatssicht stiegen die Lebenshaltungskosten saisonbereinigt um 0,7 Prozent, nach einem Plus von 0,1 Prozent im Februar.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.951,17 (-0,79 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.617,02 (-1,08 Prozent) EURONEXT 100: 713,60 (-0,92 Prozent) FTSE 100 (London): 5.994,73 (-0,97 Prozent) CAC40 (Paris): 3.994,93 (-1,08 Prozent) MIB (Mailand): 22.261,98 (-0,46 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.870,80 (-0,07 Prozent) SMI (Zürich): 6.380,46 (-0,93 Prozent) ATX (Wien): 2.868,62 (-0,95 Prozent) (12.04.2011/ac/n/m)

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