Börsen in Europa am Mittag Indizes bauen Verluste aus, HSBC nach Zahlen im Minus
Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen bauen am Montag bis zur Mittagszeit ihre Verluste aus. Dabei belasten auch Spekulationen um eine mögliche Schuldenrestrukturierung Griechenlands. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 1,39 Prozent auf 2.911,78 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,65 Prozent nach auf 2.622,95 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) verschlechtert sich um 0,92 Prozent auf 714,40 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
An der Wall Street zeichnet sich ein positiver Start in die neue Handelswoche ab. So rückt der Dow Jones Future derzeit um 0,22 Prozent vor. Der NASDAQ-Future legt 0,42 Prozent zu, während der S&P-Future um 0,37 Prozent steigt. Heute Nachmittag stehen in den USA keine besonders wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Allerdings geht die Berichtssaison in ihre nächste Runde.
Diverse Quartalsausweise gab es heute in Großbritannien. HSBC Holdings (ISIN GB0005405286/ WKN 923893) konnte den Gewinn im ersten Quartal aufgrund rückläufiger Abschreibungen und einer deutlich geringeren Steuerlast um 58 Prozent auf 4,15 Mrd. US-Dollar steigern. Der bereinigte Gewinn vor Steuern lag im Berichtszeitraum bei rund 5,5 Mrd. US-Dollar, im Vergleich zu rund 6,1 Mrd. US-Dollar in der Vorjahresperiode. Der Rückgang ist dabei auf gestiegene operative Ausgaben zurückzuführen. Der Anteilsschein der Großbank verbilligt sich um 1,5 Prozent. Die Titel des Minenkonzerns Lonmin (ISIN GB0031192486/ WKN 856046) schieben sich nach Halbjahreszahlen um 1,5 Prozent vor. So lag der operative Gewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres mit 144 Mio. US-Dollar deutlich über dem Vorjahreswert von 65 Mio. US-Dollar. Unter dem Strich wies der weltweit drittgrößte Platin-Produzent beim Konzerngewinn einen Anstieg auf 91 Mio. US-Dollar aus, nach zuvor 44 Mio. US-Dollar. Beim Konzernumsatz wurde ein Anstieg von 661 Mio. US-Dollar auf 938 Mio. US-Dollar verzeichnet. Des Weiteren musste der Reisekonzern Thomas Cook (ISIN GB00B1VYCH82/ WKN A0MR3W) im ersten Halbjahr einen deutlichen Verlust ausweisen. Die Umsatzerlöse stiegen im Vorjahresvergleich auf 4,43 Mrd. Britische Pfund (GBP). Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis mit -201,4 Mio. GBP ein leicht geringerer Verlust als noch im Vorjahreszeitraum (-211,3 Mio. GBP) ausgewiesen. Die Aktie gibt im breiten Markt um 3,1 Prozent nach. Im FTSE 100 können sich mit einem Aufschlag von 4,5 Prozent Immarsat an die Indexspitze setzen, während die rote Laterne von Centrica mit einem Abschlag von 4,7 Prozent gehalten wird.
Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im April 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE überraschend verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 107 Punkte, wogegen Volkswirte mit einem unveränderten Wert von 110 Punkten gerechnet hatten. Im Vormonat war ein Indexstand von 110 Punkten ausgewiesen worden. In Frankreich fliegen die Anteilsscheine der Airline Air France-KLM (ISIN FR0000031122/ WKN 855111) im breiten Markt mit einem Abschlag von 1,5 Prozent hinterher. Die Gesellschaft konnte im April mit einem kräftigen Passagieranstieg aufwarten. So wurden im Berichtsmonat 6,360 Millionen Fluggäste befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 4,968 Millionen Passagieren einem Plus von 28,0 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor wuchs auf 81,2 Prozent, nach 80,0 Prozent im Vorjahreszeitraum. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich die Papiere von Alcatel-Lucent mit einem Zugewinn von 2,7 Prozent wieder, während die rote Laterne von AXA mit einem Verlust von 2,6 Prozent gehalten wird.
Basilea Pharmaceutica (ISIN CH0011432447/ WKN A0B9GA) hat neue Daten zu ihrem Antibiotikum BAL30072 vorgestellt, die zeigen, dass das Präparat wirksam gegen multiresistente gramnegative Bakterien ist, die den Resistenzfaktor NDM-1 produzieren. Die Aktie des Biopharma-Unternehmens rückt im breiten Markt um 1,4 Prozent vor. Ferner gibt es in der Schweiz Nachrichten von der Akquisitionsfront. ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) beabsichtigt, die australische Mincom zu übernehmen, um sich durch den Ausbau des Software-Portfolios als einen führenden Anbieter von Software und Dienstleistungen für das Enterprise Asset Management (EAM) zu positionieren. ABB erwirbt das Unternehmen mit Sitz in Brisbane von Francisco Partners, einem Private-Equity-Unternehmen, das in Technologieunternehmen investiert. Die Gesellschaften vereinbarten, den Transaktionswert nicht zu kommunizieren. Die Anteilsscheine von ABB notieren annähernd auf Vortagesniveau. Im SMI können sich mit einem Zugewinn von 1 Prozent die Anteilsscheine von SGS an die Indexspitze setzen, während sich gleichzeitig die Anleger von den Papieren von Holcim trennen, die sich am Ende um 2,4 Prozent verbilligen.
Der spanische Baukonzern ACS (ISIN ES0167050915/ WKN A0CBA2) hat sich einem Medienbericht zufolge die Mehrheit auf der Hauptversammlung des deutschen Konkurrenten HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) gesichert und kann somit vollendete Tatsachen schaffen. Die Aktie von ACS gibt daraufhin um 1,4 Prozent nach.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.911,78 (-1,39 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.622,95 (-0,65 Prozent) EURONEXT 100: 714,40 (-0,92 Prozent) FTSE 100 (London): 5.941,66 (-0,59 Prozent) CAC40 (Paris): 4.017,63 (-1,00 Prozent) MIB (Mailand): 21.714,28 (-1,09 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.435,50 (-1,65 Prozent) SMI (Zürich): 6.480,19 (-0,71 Prozent) ATX (Wien): 2.826,33 (+0,16 Prozent) (09.05.2011/ac/n/m)

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