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Börse Frankfurt-News Abgabedruck bei Silberfonds (Fonds)

Autor: dpa-AFX
 |  10.05.2011, 15:43  |  1499 Aufrufe  |   0  | 
FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 10. Mai 2011. Mit dem Einbruch der Rohstoffpreise gerieten auch entsprechende Fonds auf die Verkaufslisten, vor allem Produkte mit dem Schwerpunkt Silber. Bei breit aufgestellten Aktienfonds gab es hingegen Zu- und Abflüsse ohne klaren Trend.

Der Absturz der Rohstoffpreise und der Druck auf den Euro - das waren auch nach Ansicht von Händlern aktiv verwalteter Fonds die großen Themen der vergangenen Woche. Vor allem der Silberpreis, der vor zwei Wochen noch auf knapp 50 US-Dollar und damit einen historischen Höchststand geklettert war, stürzte regelrecht ab. Silber kostete zwischenzeitlich weniger als 35 US-Dollar. Auch Öl verbilligte sich deutlich, ebenso andere Rohstoffe.

Der Euro, der sich gegenüber dem US-Dollar zuletzt ausgesprochen stark präsentiert hatte, schwächelte ebenfalls: Auslöser waren zum einen die bezüglich einer weiteren Zinsanhebung zurückhaltenden Äußerungen von EZB-Präsident Trichet, zum anderen Diskussionen um einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone. Während Anfang der vergangenen Woche noch 1,48 US-Dollar für einen Euro gezahlt werden mussten, sind es jetzt nur noch 1,43 US-Dollar.

Verluste zum Teil wieder ausgeglichen

Zu überdurchschnittlichen Volumina im Fondshandel führte das allerdings nicht. ´Die Umsätze waren eher überschaubar´, kommentiert Matthias Präger von der Baader Bank. Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler spricht von ´relativ vernünftigen Umsätzen´. Rund ging es vor allem bei Rohstofffonds. ´Da wurde richtig drauf gehauen´, beschreibt Wöllnitz die Lage. Auf den Abgabelisten standen ihm zufolge der BGF World Energy Fund A2 USD (WKN 632995), der BGF World Energy Fund A2 Euro (WKN A0BMA5) und der Allianz RCM Rohstofffonds A (WKN 847509). Der Allianz-Fonds, der sich am globalen Aktienmarkt vorwiegend im Segment Bodenschätze engagiert, sackte innerhalb weniger Tage um über 5 Prozent ab, konnte einen Teil seiner Verluste aber mittlerweile wieder wettmachen.

Silberfonds rutscht in Verlustzone

Eindeutige Verkäufe gab es laut Baader Bank aber insbesondere beim Stabilitas Silber und Weißmetalle (WKN A0KFA1). ´Da kam einiges raus´, berichtet Präger. Der Kurs, der Mitte vergangenen Monats noch bei rund 72 Euro gelegen hatte, sank bis auf rund 62 Euro und damit, seit Anfang des Jahres gerechnet, in die Verlustzone. Ebenfalls abgegeben wurden Präger zufolge der BGF World Gold Fund Hedged A2 (WKN A0M9SB) und der Craton Capital Precious Metal Fund A (WKN 964907). Gegen den Trend verzeichnete der Hansagold (WKN A0RHG7) allerdings Zukäufe, wie Präger ergänzt. Gold hat sich ebenfalls verbilligt, allerdings nicht so heftig wie Silber.

Der Anstieg der US-amerikanischen Währung sorgte unterdessen für rege Umsätze in beiden Richtungen bei auf US-Dollar lautenden Geldmarktfonds, wie Wöllnitz berichtet. ´Da gab es starke Bewegungen.´ Als Beispiel nennt er den Pioneer US-Dollar Short-Term A Euro (WKN 580533).

Kein klares Bild bei Aktienfonds

Die - an einigen Tagen - hohe Nervosität ließ Anleger nach Beobachtung von Wöllnitz vermehrt zu Rentenfonds greifen. Gesucht wurden etwa internationale Rentenfonds der Allianz (WKN 847505, 847519, 971114). Bei breit gestreuten Aktienfonds mit Unternehmen aus Industrieländern gab es ICF Kursmakler zufolge keine nennenswerten Abgaben - trotz zwischenzeitlicher Konsolidierung an den Börsen. ´Wir hatten zwar etwas mehr Verkäufe´, meint Wöllnitz, das sei aber im Rahmen des Normalen gewesen. ´Es geht ja immer noch seitwärts, und zwar auf hohem Niveau. Eine echte Korrektur gab es ja nicht.´ Auch der Baader Bank zufolge haben sich Zu- (WKN 976986, 848176, 593117) und Abflüsse (WKN A0BLU5, 975049, 849096, A0J36T, A0DP5W) in deutschen, europäischen und internationalen Aktienfonds in etwa die Waage gehalten.

Gewinne mitnehmen bei Indien & Co

Schwellenländerfonds kamen zuletzt hingegen nicht mehr so gut an. ´Die Inder standen wieder unter Druck´, erklärt Wöllnitz und verweist auf den DWS India (WKN 974879). Auch BRIC-Fonds, die neben Indien auch noch in Brasilien, Russland und China investieren, seien eher abgestoßen worden. ´Bei Asien überwiegen die Verkäufe´, meint auch Matthias Präger. Abgegeben worden seien etwa der DWS Top Asien (WKN 976976) und der Fidelity Funds South East Asia (WKN 986394), Käufe habe es hingegen beim Aberdeen Global Asian Smaller Companies Fund A2 (WKN A0HMM3) gegeben.

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© 10. Mai 2011/Anna-Maria Borse

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
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