Börsen in Europa am Morgen Zugewinne, UniCredit und Crédit Agricole nach Zahlen im Plus
Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen weisen im frühen Freitaghandel Zugewinne aus. Dabei wirken sich auch die guten Vorgaben von der Wall Street positiv aus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 0,67 Prozent auf 2.936,45 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legt um 0,36 Prozent zu auf 2.646,68 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) verbessert sich um 0,77 Prozent auf 724,33 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Das Wachstum der französischen Wirtschaft hat sich im ersten Quartal 2011 nach Angaben der Statistikbehörde INSEE mit erhöhtem Tempo fortgesetzt. Demnach lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vorquartals und erreichte das stärkste Wachstum seit dem zweiten Quartal 2006. Im vierten Quartal 2010 war das BIP nur um 0,3 Prozent gewachsen. Mit einem Aufschlag von 2 Prozent stehen in Frankreich heute die Aktien von Crédit Agricole (ISIN FR0000045072/ WKN 982285) im Blick. Die drittgrößte Bankgesellschaft in Frankreich konnte ihren Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppeln. Dabei profitierte man von einer starken Entwicklung im Investment Banking und geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle. Die Erwartungen wurden damit erfüllt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 1,00 Mrd. Euro, gegenüber einem Gewinn von 470 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn in dieser Größenordnung ausgegangen. Die Erträge stiegen um 10 Prozent auf 5,30 Mrd. Euro. Die Risikovorsorge lag bei 822 Mio. Euro (-23,5 Prozent). Indes verbessern sich EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) um 3,7 Prozent. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal angesichts eines weltweit steigenden Passagieraufkommens erhöht. Das Konzernergebnis wurde allerdings durch negative Effekte aufgrund Dollarkurs-induzierter Neubewertungen belastet, weshalb ein Verlust ausgewiesen werden musste. Gleichzeitig wurde der Ausblick für 2011 bestätigt. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 10 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro. Das EBIT vor Einmaleffekten (bereinigtes EBIT) betrug rund 230 Mio. Euro für EADS (Vorjahr: rund 150 Mio. Euro) und rund 160 Mio. Euro für Airbus (Vorjahr: rund 80 Mio. Euro). Das berichtete EBIT von EADS lag bei 192 Mio. Euro (Vorjahr: 83 Mio. Euro). Das Konzernergebnis belief sich auf -12 Mio. Euro, nach +103 Mio. Euro im ersten Quartal 2010. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,01 Euro (Vorjahr: 0,13 Euro). Ferner legen die Papiere des Medien- und Mobilfunkkonzerns Vivendi (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) um 3,5 Prozent zu. Das Unternehmen meldete bereits gestern, dass sein bereinigter Gewinn im ersten Quartal 2011 um 29 Prozent gestiegen ist, was auf eine starke Nachfrage nach Videospielen, aber auch Erfolgen im TV-Geschäft zurückzuführen ist. Der Umsatz erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 7,18 Mrd. Euro. Der bereinigte Nettogewinn belief sich auf rund 950 Mio. Euro, im Vergleich zu 736 Mio. Euro im Vorjahr. Das EPS erhöhte sich von 60 auf 76 Cent. An der Indexspitze verteuern sich Vallourec um 4,5 Prozent, während Alcatel-Lucent als einziger Verlierer um 0,3 Prozent nachgeben.
Im SMI stehen die Papiere von Richemont mit einem Zugewinn von 1 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren. Deutlich schlechter läuft es hingegen bei Actelion. Der Titel setzt sich mit einem Verlust von 0,1 Prozent an das Indexende.
In Italien legen UniCredit (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) um 3,6 Prozent zu, nachdem die Großbank am Donnerstag die Zahlen zum ersten Quartal 2011 veröffentlicht hat. Dabei meldete man einen Gewinnsprung um 55 Prozent. Die operativen Erlöse stiegen um 2,7 Prozent auf 6,93 Mrd. Euro. Der operative Gewinn verbesserte sich von 2,9 Mrd. Euro auf nun 3,1 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern wiederum stieg von 1,0 Mrd. Euro auf nun 1,5 Mrd. Euro. Der Nettogewinn sprang von 520 Mio. Euro auf nun 810 Mio. Euro. Das EPS stieg von 11 auf 17 Cent.
In Spanien verteuern sich die Anteilsscheine von Telefonica (ISIN ES0178430E18/ WKN 850775) um 0,6 Prozent. Europas zweitgrößte Telefongesellschaft verlautbarte, dass sich ihr Gewinn im ersten Quartal leicht reduziert hat, was vor allem auf ein schwächeres Ergebnis im Heimatmarkt zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,62 Mrd. Euro, nach 1,66 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 10,8 Prozent auf 15,44 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,74 Mrd. Euro und Erlösen von 15,5 Mrd. Euro ausgegangen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.936,45 (+0,67 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.646,68 (+0,36 Prozent) EURONEXT 100: 724,33 (+0,77 Prozent) FTSE 100 (London): 5.996,19 (+0,86 Prozent) CAC40 (Paris): 4.063,56 (+1,00 Prozent) MIB (Mailand): 22.001,55 (+0,98 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.542,20 (+0,52 Prozent) SMI (Zürich): 6.586,31 (+0,36 Prozent) ATX (Wien): 2.837,96 (+0,23 Prozent) (13.05.2011/ac/n/m)

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