Fallschirm-Zertifikat Zertifikat auf Bayer-Aktie mit 30% Chance und 40% Puffer
Bayer-Zertifikat für Risko averse Anleger
Der spezifische Mechanismus des HVB-Fallschirm Zertifikats mit Cap ist auf dem Markt für Anlagezertifikate ebenfalls unter dem Namen Airbag-Zertifikat mit Cap bekannt.
Gewinnobergrenze bei 130%, Sicherheitspuffer von 40% per Laufzeitende
Der Schlusskurs der Bayer-Aktie vom 17.06.2011 legt das Startniveau des HVB-Fallschirm Zertifikates mit Cap (ISIN: DE000HV5CVM1, finaler Bewertungstag 13.06.14) fest. Dieses bezieht sich auf den Nominalwert von 100 Euro. Am finalen Bewertungstag wird die Entwicklung der Aktie gegenüber dem Startniveau betrachtet. Eine positive Performance wird im Verhältnis 1:1 an den Investor ausgezahlt. Sollte die Bayer-Aktie mehr als 30 Prozent zugelegt haben, so tritt eine Gewinnobergrenze in Kraft. Der maximale Rückzahlungsbetrag liegt bei 130 Euro pro Zertifikat. Bei einem angenommenen Startniveau der Bayer-Aktie von 55 Euro entspricht dies einem Kursanstieg auf 71,50 Euro; von höheren Kursen wird nicht profitiert.
Durch Inkaufnahme der Gewinnbegrenzung und durch Verzicht auf die Dividenden ist der Investor im Falle einer negativen Kursentwicklung teilweise vor Kursverlusten geschützt. So darf die Bayer-Aktie bis zu 40 Prozent fallen, ohne dass die Rückzahlung des Nominalwertes von 100 Euro gefährdet ist. Dies entspräche einem Rückgang auf einen Aktienkurs von 33 Euro und markiert fast die Tiefststände aus dem März 2009. Erst bei Kursrückschlägen von mehr als 40 Prozent entstehen dem Zertifikate-Investor Verluste, die allerdings durch den Fallschirm-Mechanismus abgebremst werden. Bei einem angenommenen Aktienkurs von 27,50 Euro, was einem Einbruch um 50 Prozent entspricht, liegt der Rückzahlungsbetrag bei 83,33 Euro. Ein Kapitalschutz durch die Emittentin besteht bei diesem Produkt allerdings nicht.
Bei einem Aktienkurs von 27,50 Euro, was einen Kursverlust von 50 Prozent bedeutet, liegt der Rückzahlungsbetrag bei 83,33 Euro (100 Euro x 27,50 Euro / (60% x 55 Euro)). Ein Einbruch der Aktie um 70 Prozent ergibt somit immer noch einen Rückzahlungsbetrag von 50 Euro pro Zertifikat.
Der Ausgabeaufschlag beträgt 1,5 Prozent, zusätzlich sind 1,5 Prozent Vertriebsprovision in den Preis des Zertifikates eingerechnet.
ZertifikateReport-Fazit: Das Zertifikat richtet sich an Investoren, die auf eine stark positive Entwicklung der Bayer-Aktie setzen, aber auf einen 40-prozentigen Sicherheitspuffer zum Laufzeitende nicht verzichten möchten. Wer davon ausgeht, dass die Tiefstände vom März 2009 nicht unterschritten werden, sichert sein Bayer-Engagement ab, indem er auf eine unbegrenzte Aufwärtspartizipation verzichtet.
Autor: Thorsten Welgen

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