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Rohstoffe Gold im Scheinwerferlicht

Nachrichtenquelle: Börse Frankfurt
 |  15.06.2011, 11:49  |  1268 Aufrufe  |   | 

15. Juni 2011. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Öl und Gold sind die Themen der Stunde im Handel mit Rohstoff-ETCs. Anhaltende Inflationsrisiken in China und Indien, eine stotternde Erholung der US-Konjunktur sowie die Diskussionen rund um die Zukunft Griechenlands unterstreichen die Rolle von Gold als Krisenwährung und bescheren Gold-Anlagen ansehnliche Zuflüsse. Bei der Entwicklung von Öl herrscht weniger Optimismus. Tendenziell trennen sich Anleger von ihren Positionen.

Gold zeigt sich robust


Wrzesniok-Roßbach

Das Umfeld für Gold bleibt intakt: so beschreibt es zumindest der Edelmetallspezialist Heraeus. Trotz gegenwärtig leichter charttechnischer Eintrübung für Gold erwartet das Unternehmen mittelfristig keine größeren Impulse, die das Edelmetall nachhaltig unter die Marke von 1.500 US-Dollar pro Feinunze drückt. Die Rahmenbedingungen sprächen eher für eine mögliche neue Kaufwelle durch Anleger, die dritte nach Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Wo man hinschaue, gebe es Probleme, die dem Goldkurs erneut Kraft verleihen könnten. „Die US-Konjunktur kommt nicht so richtig in Schwung, Griechenland hat jüngst von Standard & Poor’s mit CCC die schlechteste Note aller bewerteten Länder bekommen und in China bewegen sich Inflation und Währungsstärke auf Rekordniveau“, bemerkt Wolfgang Wrzesniok-Roßbach.

Auch sehe er Bewegungen bei Öl und Gold nicht dauerhaft im Gleichklang. So habe eine leichtere Notierung bei Öl zwar am Dienstag auch für Abgaben beim gelben Edelmetall gesorgt. „Sollte der Ölpreis in Folge global nachlassender Wirtschaftsaktivität aber deutlich sinken, so kann Gold in seiner Eigenschaft als sicherer Hafen bei Investoren durchaus gesucht bleiben“, glaubt Wrezniok-Roßbach.

So berichten Flow Traders und ETF Securities von regem Interesse an physischen Gold-ETCs. Beim ETFS Physical Gold (WKN A0N62G) etwa registriert der größte europäische Anbieter von Exchange Traded Commodities mit rund 65 Millionen US-Dollar die höchsten Zuflüssen seit acht Wochen. Ebenfalls gesucht seien etwa der ETFS Physical Swiss Gold Securities (WKN A1DCTL) und der db Physical Gold ETC Securities (WKN A1E0HR). Von verstärkten Käufen profitiert auch Xetra-Gold (WKN (A0S9GB). Hierbei erwerben Anleger mit einem Wertpapier den in Euro notierten Gegenwert von einem Gramm Gold, das in den Tresoren in Frankfurt physisch hinterlegt wird.

Brent und WTI klaffen weit auseinander


Weinberg

Schrumpfende Lagerbestände, Produktionsausfälle in Nigeria und Libyen sowie die anhaltenden Förderungsprobleme für das Nordseeöl Brent sorgten der Commerzbank zufolge derzeit für ein knapper werdendes Angebot an hochwertigem Rohöl. Das spiegele sich auch an den gegenwärtigen Preisen wider. Bei über 120 US-Dollar für die Nordsee-Marke im Vergleich zu unter 99 US-Dollar für die US-Referenzsorte WTI habe die Preisdifferenz am Dienstag ein Rekordniveau erreicht. In Folge hätten sich die hohen Rohöl-Lagerbestände in den USA zwar um drei Millionen Fass verringert. „Aber auch die Raffinerie-Auslastung ist leicht zurückgegangen“, berichtet Eugen Weinberg.

Insgesamt sei die Nachfrage nach Öl vor allem in Ländern wie China und Indien ungebrochen hoch. Eine Fortsetzung dieses Trends sagt die nordamerikanische Energy Infomation Administration (EIA) auch für das kommende Jahr voraus. Bis 2012 soll der tägliche weltweite Ölverbrauch 89,7 Millionen Fass betragen und so das bereits hohe Niveau von 86,7 Millionen Fass pro Tag aus dem Jahr 2010 noch einmal deutlich übersteigen. Trotz aller Bemühungen zur stärkeren Nutzung regenerativer Energien werde Öl noch auf absehbare Zeit die Hauptrolle unter den Energielieferanten spielen.

Dennoch steigen Anleger aus ihren Öl-Engagements aus. Mit insgesamt 16 Millionen US-Dollar meldet das Unternehmen etwa für den ETFS Brent Oil (WKN A0KRKM) die höchsten Rückflüsse seit acht Wochen. In Summe abgestoßen worden sei Flow Traders zufolge auch der S&P GSCI Crude Oil Total Return (WKN A0T7M7). Auf der Abgabenseite zeigten sich auch Gas-ETFs wie der ETFS Natural Gas (WKN A0KRJ3) und der ETFS Leveraged Natural Gas (WKN A0V9Y3).
Von Rekordzuflüssen auf Wochensicht spricht ETF Securities etwa beim ETFS Short Natural Gas (WKN A0V9X4), mit dem Anleger auf fallende Gaspreise setzen.

© 15. Juni 2011/Iris Merker



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