Wall Street-Schluss Dow Jones schließt klar unter 12.000 Punkten
New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Mittwoch nach diversen, eher schwachen Konjunkturdaten klare Abschläge ausweisen. Dabei enttäuschte insbesondere der Empire State Manufacturing Index, der deutlich stärker als erwartet eingebrochen war. Ferner fiel der Anstieg der US-Verbraucherpreise ein wenig höher aus als prognostizert, wodurch wieder neue Inflationssorgen aufkommen. Die Daten zur Industrieproduktion und zur Kapazitätsauslastung fielen ebenfalls verhalten aus. Zudem wirkt sich auch die unklare Lage in Griechenland negativ auf die Stimmung aus. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor am Ende 1,48 Prozent auf 11.897,12 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 1,76 Prozent auf 2.631,46 Punkte nachgab. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) fiel um 1,74 Prozent auf 1.265,42 Punkte.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 10. Juni 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 13,0 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Minus von 0,4 Prozent gemeldet worden. Indes ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Juni 2011 eine deutliche Verschlechterung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So verringerte sich der Empire State Manufacturing Index auf -7,8 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von +10,0 Zählern gerechnet hatten. Für Mai war ein Wert von +11,9 Punkten ermittelt worden. Des Weiteren haben sich die US-Verbraucherpreise im Mai 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums mit geringerem Tempo erhöht. So kletterte der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, während er im April um 0,4 Prozent gestiegen war. Volkswirte hatten aber lediglich eine Preissteigerung von 0,1 Prozent prognostiziert. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau, nachdem sie im April um 0,2 Prozent angezogen war. Volkswirte waren hier von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen.
Ferner ist die US-Industrieproduktion ist im Mai 2011 nach Angaben der U.S. Federal Reserve Bank leicht angewachsen. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 0,1 Prozent über seinem Vormonatsniveau, während er im April unverändert geblieben war. Volkswirte hatten einen um 0,2 Prozent höheren Output prognostiziert. Zudem verharrte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie bei 76,7 Prozent, während die Prognose auf 77,0 Prozent gelautet hatte. Im Vormonat hatte die Auslastung bei revidiert 76,7 (vorläufig: 76,9) Prozent gelegen. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im Juni 2011 deutlich eingebrochen. Dabei lag der NAHB-Index im Berichtszeitraum mit 13 Punkten deutlich unter dem im Vormonat ermittelten Wert von 16 Zählern. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 16 Punkten erwartet.
Für die Aktie von Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) ging es um 1,1 Prozent nach unten. Der Internet-Konzern kann Presseangaben zufolge ein 900 Mio. US-Dollar schweres Angebot zur Übernahme eines Patent-Portfolios vom kanadischen Netzwerkausrüster Nortel Networks (ISIN CA6565685089/ WKN A0LENQ) einreichen, nachdem die zuständige US-Wettbewerbsbehörde grünes Licht gegeben hat. Dem Bericht zufolge ist die Kartellrechtsabteilung des US-Justizministeriums zu dem Schluss gekommen, dass der US-Konzern mit einer Übernahme der betreffenden Patente keine signifikanten Wettbewerbsverzerrungen auslöst. Andere Gebote von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) und Research In Motion (ISIN CA7609751028/ WKN 909607) werden den Angaben zufolge derzeit ebenfalls vom US-Justizministerium überprüft.
Ferner gab es heute auch noch einige Nachzügler, die ihre Berichte zum abgelaufenen Geschäftsquartal veröffentlichten. Für die Aktie von Korn/Ferry International (ISIN US5006432000/ WKN 919027) ging es um 6,6 Prozent nach oben. Die auf Führungskräfte spezialisierte Personalservice-Agentur konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Dabei konnten sowohl umsatz- als auch gewinnseitig die Erwartungen der Analysten übertroffen werden. Der Ausblick fiel ebenfalls überzeugend aus.
Für Schlagzeilen sorgte heute auch Nucor (ISIN US6703461052/ WKN 851918). So geht der Stahlproduzent für das laufende zweite Quartal von einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus und erwartet ein EPS von 75 bis 80 Cents, nach 29 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisprognose für das zweite Quartal beinhaltet den Angaben zufolge negative Einmaleffekte in Höhe von 6 Cents je Aktie aus Lagerbestandsveränderungen. Analysten gehen für das laufende Quartal von einem EPS von 87 Cents bei Umsatzerlösen von 5,24 Mrd. US-Dollar aus. Der Anteilsschein verlor 2,2 Prozent. (15.06.2011/ac/n/m)

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