Börsen in Europa am Mittag Indizes drehen ins Plus, Vodafone im Blick
Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes haben ihre morgendlichen Verluste hinter sich gelassen und sind bis zum Freitagmittag in die Gewinnzone vorgestoßen. Die jüngsten EU-Arbeitsmarktdaten konnten diesen Trend stützen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 0,15 Prozent auf 2.852,84 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verbessert sich um 0,20 Prozent auf 2.566,50 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) gibt um 0,04 Prozent ab auf 704,26 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren überwiegend im Plus.
Wie das europäische Statistikamt Eurostat heute mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im Mai 2011 stabilisiert. Im Euroraum (ER17) verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 9,9 Prozent, nach 9,9 Prozent im Vormonat und 10,2 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,3 Prozent, im Vergleich zu 9,3 Prozent im April 2011 und 9,7 Prozent im Mai 2010.
In Großbritannien stehen im FTSE 100 am Mittag Anteilsscheine von ICAP ganz oben mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent, gefolgt von der Royal Bank of Scotland (+3,1 Prozent). Titel der Lloyds Banking Group (ISIN GB0008706128/ WKN 871784) sind ebenfalls sehr gefragt und gewinnen 3 Prozent hinzu. Die Bank hat bereits gestern ein groß angelegtes Restrukturierungsprogramm angekündigt. Demnach will man bis zum Jahr 2014 insgesamt rund 15.000 Stellen abbauen. Dies soll u.a. durch eine Vereinfachung der Konzernstruktur sowie Einschnitte in der Verwaltung erreicht werden. Außerdem will sich der Finanzkonzern verstärkt auf das Inlandsgeschäft konzentrieren und kündigte in diesem Zusammenhang bis zum Jahr 2014 den Rückzug aus mehr als der Hälfte seiner insgesamt 30 Auslandsmärkte an. Ansonsten rücken Standard Chartered und Barclays um jeweils 2,4 Prozent vor. Aktien von Vodafone (ISIN GB00B16GWD56/ WKN A0J3PN) können ihre morgendlichen Verluste begrenzen und büßen aktuell um 0,4 Prozent ein. Der Mobilfunkbetreiber gab heute bekannt, dass er seine gesamte 24,4 Prozent-Beteiligung an Polkomtel, einem führenden Telekombetreiber in Polen, an Spartan Capital Holdings verkaufen wird. So zahlt Spartan Capital Holdings, die Investment-Gesellschaft des polnischen Geschäftsmannes Zygmunt Solorz-Zak, rund 920 Mio. Euro (vor Steuern und Transaktionskosten) für die Polkomtel-Anteile. Am Ende des FTSE 100 geben inzwischen Capita Group und Randgold je rund 1,5 Prozent ab.
In der Schweiz befindet sich im SMI unverändert Finanztitel auf dem Vormarsch. So verteuern sich Swiss Re und Credit Suisse allen voran um je 2 Prozent, vor Julius Bär mit einem Plus von 1,5 Prozent. Daneben ziehen UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) um 1,3 Prozent an. Die Großbank meldete heute, dass ihr Verwaltungsrat Axel Weber an der ordentlichen Generalversammlung vom 3. Mai 2012 als neues Mitglied des Gremiums vorschlagen wird. Seine Wahl vorausgesetzt, plant der Verwaltungsrat, ihn zum vollamtlichen Vizepräsidenten zu ernennen. Nach dem ersten Amtsjahr soll er 2013 dann die Nachfolge von Kaspar Villiger antreten. Weber war zwischen 30. April 2004 und 30. April 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank. Ein halbes Prozent fester tendieren Anteilsscheine des Industriekonzerns ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730), der heute eine Übernahme angekündigt hat. Demnach wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der Epyon B.V. geschlossen, einem Vorreiter im Bereich Ladeinfrastruktur für E-Autos mit Fokus auf Gleichstrom-Schnellladestationen und Software für Ladegeräte. Am Ende des SMI verbilligen sich SGS um 0,8 Prozent.
Papiere von Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) geben aktuell um 0,9 Prozent nach. Der schwedische Telekommunikationsausrüster meldete heute, dass er Teil eines aus mehreren Technologieunternehmen bestehenden Konsortiums ist, das für 4,5 Mrd. US-Dollar ein umfassendes Patent-Portfolio des kanadischen Netzwerkausrüsters Nortel (ISIN CA6565685089/ WKN A0LENQ) übernehmen kann. Die Transaktion bedarf jedoch noch der Genehmigung durch die zuständigen Insolvenzgerichte in den USA und Kanada. Das Nortel-Patentportfolio umfasst rund 6.000 Patente und Patentanträge im ICT-Segment, darunter Telecommunikation, Internet-Suche und Social Networking.
In Frankreich bilden weiterhin Societe Generale (+1,7 Prozent) die Spitze im CAC 40. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Anleger stehen zudem Natixis (+1,3 Prozent), BNP Paribas (+1,1 Prozent) und ArcelorMittal (+0,9 Prozent). Die rote Laterne im französischen Leitindex trägt Lafarge mit einem Minus von 1,3 Prozent, gefolgt von Alstom, Cap Gemini und Peugeot mit etwas geringeren Abschlägen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.852,84 (+0,15 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.566,50 (+0,20 Prozent) EURONEXT 100: 704,26 (-0,04 Prozent) FTSE 100 (London): 5.968,34 (+0,38 Prozent) CAC40 (Paris): 3.981,42 (-0,02 Prozent) MIB (Mailand): 20.233,74 (+0,23 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.396,00 (+0,35 Prozent) SMI (Zürich): 6.220,96 (+0,55 Prozent) ATX (Wien): 2.783,79 (+0,62 Prozent) (01.07.2011/ac/n/m)

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