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Wall Street-Schluss Dow Jones steigt über 12.500 Punkte

 |  01.07.2011, 22:20  |  2904 Aufrufe  |   0  | 

New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street konnte am Freitag kräftige Zugewinne verzeichnen. Im Fokus stand dabei vor allem der am Handelsbeginn veröffentlichte ISM-Index. Daneben sorgte auch die Griechenland-Rettung für gute Laune unter den Börsianern. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann am Ende 1,36 Prozent auf 12.582,77 Punkte, während sich der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 1,53 Prozent auf 2.816,03 Punkte verbesserte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) stieg um 1,44 Prozent auf 1.339,67 Punkte.

Wie aus einer Umfrage der University of Michigan hervorgeht, hat sich das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung im Juni 2011 verschlechtert. So lag der Index im Berichtszeitraum bei revidiert 71,5 Punkten (vorläufig: 71,8 Punkten), während Volkswirte einen Stand von 71,8 Punkten erwartet hatten. Für den Vormonat wurde ein Indexstand von 74,3 Zählern ausgewiesen. Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im Juni 2011 überraschend verbessert. So hat sich der ISM-Index von 53,5 Zählern im Vormonat auf nun 55,3 Zähler erhöht. Volkswirte waren von einem Wert von 51,1 Punkten ausgegangen. Die Bauausgaben in den USA sind im Mai 2011 überraschend gesunken. Demnach haben sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent verringert, nach einem Minus von revidiert 0,6 (vorläufig: +0,4) Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat ein unverändertes Niveau geschätzt.

Auf der Unternehmensseite meldeten bereits gestern nach Börsenschluss Smith & Wesson (ISIN US8317561012/ WKN 797652) und Apollo Group (ISIN US0376041051/ WKN 898968) ihre jüngsten Quartalszahlen. Dabei musste der Hersteller von Handfeuerwaffen einen deutlichen Gewinnrückgang im vierten Quartal ausweisen, während der Betreiber der Universität von Phoenix seinen Gewinn im dritten Fiskalquartal trotz eines Umsatzrückgangs gesteigert hat und die Erwartungen schlagen konnte. Daneben hat die Restaurantkette Darden Restaurants (ISIN US2371941053/ WKN 895738) im vierten Quartal die Analystenerwartungen getroffen. Während Smith & Wesson um 13,7 Prozent zulegten, konnten Apollo um 6,4 Prozent und Darden um 6,1 Prozent anzogen.

Heute konnten Anteilsscheine von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) um 0,1 Prozent vorrücken, während Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) und EMC (ISIN US2686481027/ WKN 872526) um 2,3 Prozent bzw. 1,0 Prozent anzogen. Die Technologiekonzerne sind Teil eines Konsortiums, das für 4,5 Mrd. US-Dollar ein umfassendes Patentportfolio des kanadischen Netzwerkausrüsters Nortel (ISIN CA6565685089/ WKN A0LENQ) erworben hat. Titel des kanadischen BlackBerry-Herstellers Research In Motion (ISIN CA7609751028/ WKN 909607), der ebenfalls dem Konsortium angehört, verteuerten sich um 0,3 Prozent. Papiere von Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) und Intel (ISIN US4581401001/ WKN 855681) zogen indes um 2,9 Prozent bzw. 1,7 Prozent an. Sie gingen bei der Auktion leer aus.

Im Blick stand zudem Exxon Mobil (ISIN US30231G1022/ WKN 852549). Der Ölkonzern muss Presseangaben zufolge insgesamt 1,5 Mrd. US-Dollar Strafe zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge hat eine Jury im US-Bundesstaat Maryland den 160 Klägern eine Summe von 1 Mrd. US-Dollar zugesprochen, nachdem Exxon bereits zuvor zu Schadenersatzzahlungen in Höhe von 495 Mio. US-Dollar verurteilt worden war. Hintergrund des Prozesses ist ein Leck bei einer Tankstelle des Konzerns in Jacksonville, durch das Anfang 2006 tausende Gallonen Benzin ins Grundwasser gelangt waren und so das Trinkwasser für die Einwohner verunreinigt wurde. Die Aktie zeigte sich vor diesem Hintergrund 0,8 Prozent fester.

Neuigkeiten gab es auch von der Akquisitionsfront. Der angeschlagene Buchhandelskonzern Borders Group (ISIN US0997091071/ WKN 895356) hat einem Verkauf an Direct Brands, eine Sparte der privaten Investmentgesellschaft Najafi Cos zugestimmt. Unternehmensangaben von gestern zufolge beinhaltet die Transaktion die Übernahme von Vermögen im Wert von 215,1 Mio. US-Dollar und Schulden in Höhe von 220 Mio. US-Dollar. Jedoch muss noch das Insolvenzgericht den Übernahmeplänen zustimmen. Papiere von Borders büßten fast 19 Prozent ein. Daneben stand Blackboard (ISIN US0919355026/ WKN A0B6MR) vor der Übernahme durch den Finanzinvestor Providence Equity Partners. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werden die Aktionäre des Konzerns im Zuge der Übernahme 45,00 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Das Gesamtvolumen der Übernahme wurde auf 1,64 Mrd. US-Dollar zuzüglich 130 Mio. US-Dollar an Verbindlichkeiten beziffert. Blackboard-Aktien tendierten 1,8 Prozent fester.

Aus dem Bereich der Automobilwerte wurden die Absatzzahlen für Juni gemeldet. Branchenführer General Motors (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) verzeichnete im vergangenen Monat einen Absatzanstieg um 10,2 Prozent auf 215.358 Fahrzeuge. Ford (ISIN US3453708600/ WKN 502391), die Nummer zwei in den USA, steigerte den US-Absatz im Berichtsmonat um 13,6 Prozent auf 194.114 Fahrzeuge. Während GM-Aktien um 0,7 Prozent zulegten, gewannen Ford-Papiere 1,7 Prozent. (01.07.2011/ac/n/m)

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