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Börsen in Europa am Morgen Abschläge, BHP Billiton mit Petrohawk-Übernahme im Fokus

 |  15.07.2011, 11:13  |  648 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - Nach den Abschlägen vom Vortag geht es für die wichtigsten europäischen Aktienindizes im frühen Freitaghandel weiter nach unten. Neben der Schuldenkrise von Athen bis Rom belasten auch schlechte Nachrichten aus den USA. So hat nun mit Standard & Poor`s bereits die zweite Rating-Agentur mit einer Abstufung der Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft gedroht. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,47 Prozent auf 2.682,62 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verschlechtert sich um 0,45 Prozent auf 2.511,24 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) gibt um 0,43 Prozent nach auf 670,54 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren durchweg im Minus.

Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel veröffentlichte für Juni 2011 einen Rückgang bei den Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU27). So reduzierte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 8,1 Prozent auf 1.233.298 Einheiten. In den ersten sechs Monaten 2011 fiel die Zahl um 2,1 Prozent auf 7.120.499 Einheiten.

In Großbritannien müssen im FTSE 100 am Morgen allen voran Anteilsscheine von Autonomy mit einem Minus von 3,3 Prozent abgeben. Dahinter büßen Intertek (-2,9 Prozent), ARM Holdings (-2,4 Prozent) und BHP Billition (-2,3 Prozent) relativ deutlich an Wert ein. Der Minenbetreiber BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) meldete heute, dass er den amerikanischen Erdgasförderer Petrohawk Energy (ISIN US7164951060/ WKN A0B7BY) übernehmen wird. Dabei erhalten Petrohawk-Aktionäre im Rahmen der Transaktion 38,75 US-Dollar in bar für jeden ihrer Anteilsscheine. Damit hat die Akquisition ein Gesamtvolumen von rund 12,1 Mrd. US-Dollar bzw. 15,1 Mrd. US-Dollar einschließlich übernommener Verbindlichkeiten. Das Petrohawk-Board hat der Übernahme, die im dritten Quartal 2011 abgeschlossen werden soll, bereits zugestimmt. Ebenfalls wenig gefragt sind Titel von Experian (ISIN GB00B19NLV48/ WKN A0KDZM), die 1,6 Prozent verlieren. Der Informationsdienstleister veröffentlichte heute ein Interim Management Statement für das erste Quartal. Den Angaben zufolge belief sich das Umsatzwachstum (laufendes Geschäft) in den drei Monaten zum 30. Juni 2011 auf 15 Prozent, wobei auf Basis konstanter Währungen ein Plus von 10 Prozent ausgewiesen wurde. Organisch wuchs der Umsatz im Berichtszeitraum um 6 Prozent. An der Spitze des britischen Leitindex stehen aktuell BSkyB (ISIN GB0001411924/ WKN 893517) mit einem Plus von 1,1 Prozent. Bereits am Mittwoch teilte der US-Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E1047/ WKN A0DLJU) mit, dass er nun keine vollständige Übernahme des Satellitenfernsehanbieters mehr plant. Darüber hinaus können Admiral und Weir Group mit einem Zugewinn von je 0,9 Prozent relativ stark zulegen.

In Frankreich verbilligen sich im CAC 40 derzeit Papiere von STMicro um 3 Prozent und stehen damit am Ende des französischen Leitindex. Deutlich leichter tendieren auch Schneider Electric und Natixis mit Abschlägen von jeweils gut 2 Prozent. Lafarge (ISIN FR0000120537/ WKN 850646) geben indes 1,9 Prozent ab. Der Baustoffhersteller meldete bereits gestern, dass er mit der belgischen Etex Group exklusive Verhandlungen über den Verkauf seiner europäischen und südamerikanischen Gips-Assets aufgenommen hat. Den Angaben zufolge hat die geplante Transaktion einen Enterprise Value von 1 Mrd. Euro. Dabei erhält Lafarge rund 850 Mio. Euro in bar sowie eine 20 Prozent-Beteiligung an der neuen Partnerschaft, welche die europäischen und südamerikanischen Gips-Aktivitäten beider Unternehmen vereint. An der Spitze des CAC 40 finden sich Aktien von Renault (+1,6 Prozent), Peugeot (+0,6 Prozent) und Michelin (+0,5 Prozent). Für Papiere von Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) geht es momentan um 1,3 Prozent nach unten. Der Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson, ein Joint Venture des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson und der japanischen Sony Corp. (ISIN JP3435000009/ WKN 853687), gab heute bekannt, dass er im zweiten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat. Dabei wurde das Ergebnis durch das Erdbeben in Japan vom 11. März und damit einhergehende Beeinträchtigungen der Lieferkette belastet.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.682,62 (-0,47 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.511,24 (-0,45 Prozent) EURONEXT 100: 670,54 (-0,43 Prozent) FTSE 100 (London): 5.831,46 (-0,26 Prozent) CAC40 (Paris): 3.733,75 (-0,47 Prozent) MIB (Mailand): 18.605,52 (-0,19 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.541,80 (-0,59 Prozent) SMI (Zürich): 5.932,68 (-0,81 Prozent) ATX (Wien): 2.647,51 (-0,19 Prozent) (15.07.2011/ac/n/m)

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