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Börse&Märkte Wochenrückblick KW 29

 |  22.07.2011, 18:12  |  4302 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes insgesamt positiv entwickelt. So stieg der DAX im Wochenvergleich um 1,5 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 eine Zunahme von 1,8 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index verbesserte sich daneben im Wochenvergleich um knapp 1,6 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 1,7 Prozent zu Buche.

 

Börse & Märkte: Deutschland

Am Montag sind die wichtigsten deutschen Aktienindizes mit deutlichen Abschlägen in den Feierabend gegangen. Dabei belastete vor allem die anhaltende Schuldenkrise in Europa und den USA. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verschlechterte sich um 1,55 Prozent auf 7.107,92 Punkte. Im DAX standen insbesondere auch Banktitel im Blick. Die Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) verlor 3,5 Prozent an Wert. Die Ergebnisse des abgeschlossenen EU-Stresstests haben gezeigt, dass die Deutsche Bank die für den Stresstest gesetzten Kapitalanforderungen erfüllt. Die rote Laterne ging indes am Montag an die Commerzbank (-4,6 Prozent). BMW (-2,2 Prozent) rechnet ferner nach der Prognoseanhebung für 2011 auch für das kommende Jahr mit guten Zahlen. Wie Finanzvorstand Friedrich Eichiner in einem Presseinterview erklärte, könnte 2012 abermals die Zielbandbreite von 8 bis 10 Prozent für die operative Rendite im Kernsegment übertroffen werden. Volkswagen (-2,2 Prozent) verlautbarte, dass man im Bereich Nutzfahrzeuge im ersten Halbjahr ein weltweites Auslieferungsplus von 29 Prozent erzielt hat. RWE (-1 Prozent) gab bekannt, dass das solarthermische Kraftwerk Andasol 3 im südspanischen Andalusien während einer Testphase, in der die Parabolspiegelreihen nach der Sonne ausgerichtet wurden, erstmals durch Sonnenenergie gewonnenen Dampf produziert hat.

 

Am Dienstag konnten die wichtigsten deutschen Aktienindizes aber wieder klare Zugewinne verzeichnen. Dabei hellte der positive Zahlenausweis von IBM die Stimmung auf, während Goldman Sachs enttäuschte. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Juli 2011 nach Angaben des Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erneut verschlechtert. So sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 6,1 Punkte gefallen und liegen nun bei -15,1 Punkten. Damit befinden sie sich unter ihrem historischen Mittelwert von 26,2 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland fällt im Juli wieder etwas besser aus als im Vormonat. Der entsprechende Indikator steigt um 3,0 auf nun 90,6 Punkte. ThyssenKrupp (+0,1 Prozent) hatte von der Europäischen Kommission grünes Licht für den Verkauf seiner Metal Forming Gruppe an die spanische Gestamp Automoción S.L. erhalten. Des Weiteren hat der Konzern die neue Führungsstruktur und das neue Führungsteam bei der Konzernsparte Stainless Global vorgestellt. So ist für die Business Area Stainless Global künftig eine Holding-Struktur mit einem funktionalen Vorstand, der strategische Aufgaben übernimmt und die operativ tätigen Geschäftsbereiche führt, vorgesehen. Drägerwerk (+9,5 Prozent) erwartet für das Geschäftsjahr 2011 ein besseres Ergebnis als bisher prognostiziert. So rechnet man nun - unter der unveränderten Annahme eines leichten Umsatzwachstums - mit einer EBIT-Marge von 8,0 bis 9,5 Prozent, wogegen bisher 7,5 bis 8,5 Prozent in Aussicht gestellt wurden.

 

Am Mittwoch konnten die wichtigsten deutschen Aktienindizes, vor allem angetrieben von guten Apple-Zahlen, Zugewinne verzeichnen. Im Vorfeld des morgigen Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zur Schuldenkrise zeigte sich der Markt allerdings in einer insgesamt eher labilen Verfassung. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im Juni 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 5,6 Prozent. Im Mai 2011 hatte die Jahresveränderungsrate bei 6,1 Prozent und im Juni 2010 bei 1,7 Prozent gestanden. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise um 3,7 Prozent höher als im Juni 2010. Gegenüber Mai 2011 stiegen sie um 0,2 Prozent. Binnen Monatsfrist kletterte der Preisindex um 0,1 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im Mai 2011 unverändert geblieben und im Juni 2010 um 0,6 Prozent gestiegen. ThyssenKrupp (-1,0 Prozent) ist bei der Fokussierung auf das Kerngeschäft einen weiteren Schritt vorangekommen. So wurde der Verkauf der Metal Forming Gruppe an die spanische Gestamp Automoción S.L. erfolgreich abgeschlossen. BASF (-1,2 Prozent) baut indes mit der Errichtung einer hochmodernen Anlage für kundenspezifische Formulierungen für Antioxidantien (Customer Specific Blends, CSB) in Bahrain seine Präsenz in der Region Naher Osten weiter aus. Baubeginn für die neue Anlage ist September 2011. Die Inbetriebnahme ist bereits für Ende 2012 geplant. Im Blick standen am Mittwoch derweil zudem auch die Aktien von EADS (+3,9 Prozent). AMR, die Muttergesellschaft der Fluglinie American Airlines, gab bekannt, dass sie die größte Flugzeug-Order der Luftfahrtgeschichte erteilt hat. Neben dem heimischen Flugzeughersteller Boeing profitiert davon auch der zu EADS gehörende Wettbewerber Airbus. Bei Airbus ist die Lieferung von 260 Maschinen der A320-Familie geplant, mit der Option für 365 zusätzliche Maschinen.

 

Am Donnerstag sind die wichtigsten deutschen Aktienindizes mit grünen Vorzeichen aus dem Handel gegangen. Dabei beflügelte auch die sich abzeichnende Einigung auf dem EU-Krisengipfel. So wollen die Staats- und Regierungschefs eine Ausbreitung der Krise auf weitere Länder auf jeden Fall verhindern. Griechenland soll neues Geld zu niedrigen Zinsen erhalten und die Finanzbranche hat ihre Bereitschaft signalisiert, sich freiwillig an der Rettung des Landes zu beteiligen. Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete im Mai 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat wuchsen die Eingänge preisbereinigt um 13,8 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 28,1 Prozent und im Tiefbau um 0,5 Prozent anzog. Gleichzeitig kletterte der Gesamtumsatz um 19,0 Prozent auf rund 8,4 Mrd. Euro. Indes verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 0,8 Prozent auf rund 717.000 Personen. Daimler (-0,4 Prozent) hat ein milliardenschweres Investitionsprogramm in den USA angekündigt. So wird man mehr als 2 Mrd. US-Dollar in das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama investieren. Damit soll die Umstellung der Produktion auf die neue M-Klasse von Mercedes-Benz finanziert werden. Ferner ist eine Erweiterung der Produktionskapazitäten des US-Werks geplant. ADVA (-5,8 Prozent) konnte im zweiten Quartal 2011 bei Umsatz und Ergebnis zulegen. So verbesserte sich der Umsatz um 13,4 Prozent auf 77,8 Mio. Euro. Das IFRS Proforma Betriebsergebnis lag mit 3,5 Mio. Euro oder 4,5 Prozent vom Umsatz leicht über der Prognosebandbreite, die 1 Prozent bis 4 Prozent vom Umsatz betrug. Nach IFRS ergab sich ein Betriebsergebnis von 2,4 Mio. Euro, nach zuvor 1,0 Mio. Euro. Ferner entstand ein IFRS Quartalsgewinn in Höhe von 0,8 Mio. Euro, nach 0,6 Mio. Euro im zweiten Quartal 2010. Indes steigerte BB BIOTECH (+2 Prozent) in der ersten Jahreshälfte 2011 den Inneren Wert (NAV) von BB Biotech um 8.2 Prozent (in US-Dollar, dividendenadjustiert). Die Aktie von BB Biotech konnte dividendenadjustiert um 9,1 Prozent (in CHF) respektive um 11.5 Prozent (in Euro) zulegen. Das zweite Quartal entsprach, gemessen an der Performance, nicht den eigenen Erwartungen, zumal die Kernbeteiligungen nicht mit dem Sektor mithalten konnten. Bei den klein- und mittelgrossen Biotech-Firmen baute das Management Team ein halbes Dutzend Positionen auf und vollzog den Einstieg in die Emerging Markets - vorab Indien. Der im SDAX notierte Personaldienstleister Amadeus FiRe (+3,3 Prozent) verbesserte im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis deutlich. So lag der Umsatz mit 62,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 54,0 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Gewinn nach Anteilen Dritter ein Anstieg auf 6,4 Mio. Euro erzielt, nach 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

 

Am Freitag schlossen wie wichtigsten deutschen Aktienindizes mit moderaten Aufschlägen. Im Rahmen des Sondergipfels zum zweiten Rettungspaket für das von der Pleite bedrohte Euro-Land haben sich die Finanzminister der Euro-Zone auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland im Gesamtvolumen von 109 Mrd. Euro geeinigt, das vom Euro-Rettungsfonds ESFS und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) getragen werden soll. Neben den Euro-Ländern werde sich dabei auch erstmals der Privatsektor auf freiwilliger Basis an dem neuen Hilfspaket beteiligen, wobei der Gesamtbeitrag auf rund 37 Mrd. Euro beziffert wurde. Als Kernpunkt des Rettungspakets wurde unter anderem eine deutliche Verlängerung der vom Euro-Rettungsfonds ESFS vergebenen Kredite an Griechenland von derzeit 7,5 auf mindestens 15 Jahre bis maximal 30 Jahre beschlossen. Außerdem soll der Zinssatz der Kredite auf rund 3,5 Prozent verringert werden. Ferner wurde die Einrichtung einer "Task-Force" beschlossen, mit deren Hilfe der griechischen Wirtschaft unterstützt werden soll. Dabei sind unter anderem Strukturhilfen und andere Maßnahmen vorgesehen, die in Abstimmung mit der griechischen Regierung umgesetzt werden sollen. Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juli 2011 nach Angaben des ifo Institut verschlechtert. So verringerte sich der Index auf 112,9 Punkte, nach 114,5 Punkten im Vormonat und 111,0 Punkten im Juli 2010. Im Einzelnen fiel der Teilindex der aktuellen Geschäftslage von 123,3 Punkten im Vormonat auf 121,4 Punkte, während der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 106,2 auf nun 105,0 Punkte abgab. Der ifo Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands ist indes im Juli 2011 erneut gesunken. So verringerte sich der Index auf 25,3 Punkte, nach 26,4 Punkten im Vormonat und 18,0 Punkten im Juli 2010. Im Einzelnen erhöhte sich der Teilindex der aktuellen Geschäftslage von 32,0 Punkten im Vormonat auf nun 34,0 Punkte, wogegen der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 21,0 auf nun 17,0 Punkte zurückging. Das deutsche Steueraufkommen ist derweil im Juni 2011 gestiegen. Dies geht aus dem am heute vorgelegten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums (BMF) hervor. So lagen die Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) mit 53,19 Mrd. Euro um 9,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Einzelnen wuchsen die Steuereinnahmen des Bundes um 9,6 Prozent auf 25,72 Mrd. Euro, während die Steuern für die Länder um 9,0 Prozent auf 22,56 Mrd. Euro zulegten. Unter den Einzelwerten standen MAN im Blick. Der Konzern hat einen Großauftrag aus Brasilien erhalten. So hat die Bussparte von MAN Latin America von der brasilianischen Regierung den Zuschlag zur Lieferung von knapp 3.000 Schulbussen erhalten. Daimler schafft im Stammwerk Untertürkheim in diesem Jahr insgesamt 600 neue Stellen.

 

Börse & Märkte: USA

Die Verschuldungsproblematik der USA belastete am Montag auch den Handel an der New Yorker Wall Street. So streiten sich die Politiker um die Erhöhung der US-Verschuldungsgrenze, die notwendig ist, um die Zahlungsfähigkeit des Landes aufrecht zu erhalten. Immerhin konnten die Indizes einen Teil ihrer zwischenzeitlichen Verluste bis zur Schlussglocke aufholen. Auch etwas bessere Zahlen vom Häusermarkt konnten die getrübte Stimmung derzeit nicht aufhellen. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im Juli 2011 stärker gewachsen als erwartet. Demnach lag der NAHB-Index mit 15 Punkten über dem im Vormonat ermittelten Wert von 13 Zählern. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 14 Punkten erwartet. Ferner hielt die anlaufende US-Berichtssaison die Anleger in Atem. Check Point Software Technologies (+8,1 Prozent) hat dank der höheren Nachfrage nach seinen Software-Lösungen im Bereich Netzwerksicherheit im zweiten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen. So lag der Umsatz mit 300,6 Mio. US-Dollar um 15 Prozent über dem Vorjahreswert von 261,1 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 128 Mio. US-Dollar bzw. 60 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 102,9 Mio. US-Dollar bzw. 48 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein bereinigter Gewinn von 68 Cents je Aktie ausgewiesen. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Für eine Enttäuschung sorgte Hasbro (-4,8 Prozent). Der zweitgrößte Spielzeughersteller in den USA konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal zwar deutlich steigern, was neben einem starken Umsatzwachstum vor allem auf einen steuerlichen Einmalertrag zurückzuführen war. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch angesichts höherer Kosten verfehlt. Halliburton (+0,1 Prozent) steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich. Dabei profitierte man von einem starken Umsatzwachstum als Folge anhaltend hoher Bohraktivitäten in Nordamerika. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar geschlagen. Nachbörslich sorgte dann am Montag auch noch IBM mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal für Furore. So wurden aufgrund der starken Hardware-Nachfrage Umsatz und Gewinn stärker als erwartet gesteigert. Zudem wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 3,66 Mrd. US-Dollar bzw. 3,00 US-Dollar je Aktie. Das bereinigte operative EPS wurde mit 3,09 US-Dollar angegeben. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 26,7 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 3,03 US-Dollar und einem Umsatz von 25,35 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Daneben erhöhte der Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2011. So erwartet IBM für das laufende Jahr nun ein Ergebnis von mindestens 13,25 US-Dollar je Aktie. Zuvor hatte IBM 13,15 US-Dollar je Aktie prognostiziert. Analysten erwarten derzeit ein EPS in Höhe von 13,22 US-Dollar.

 

Am Dienstag konnte sich die Wall Street vor dem Hintergrund meist positiv ausgefallener Unternehmenszahlen von den Vortagesverlusten klar erholen. Zudem fielen die Zahlen vom US-Immobilienmarkt positiv aus. Die US-Wohnbaubeginne wiesen im Juni 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs gegenüber dem vorangegangenen Monat aus. So belief sich die Zahl auf 0,629 Millionen Baubeginne. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,549 (vorläufig: 0,560) Millionen um 14,6 Prozent und der entsprechende Vorjahreswert von 0,539 Millionen um 16,7 Prozent übertroffen. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,570 Millionen Baubeginnen ausgegangen. Ferner verzeichneten die Baugenehmigungen in den USA im Juni 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,624 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,609 (vorläufig: 0,612) Millionen um 2,5 Prozent und der entsprechende Vorjahresstand von 0,585 Millionen um 6,7 Prozent übertroffen. Volkswirte hatten hingegen eine Zahl von 0,609 Millionen Genehmigungen geschätzt. Coca-Cola (+3,3 Prozent) konnte mit seinen Quartalsbericht überzeugen. Der größte Softdrink-Hersteller der Welt steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal auf 12,74 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter erhöhte sich auf 2,80 Mrd. US-Dollar bzw. 1,20 US-Dollar je Aktie. Auf vergleichbarer Basis lag der Gewinn je Aktie bei 1,17 US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,16 US-Dollar bei Umsatzerlösen von 12,40 Mrd. US-Dollar erwartet. Im Blick stand am Dienstag ferner der Zahlenausweis der Bank of America (-1,4 Prozent). Die größte US-Bankgesellschaft hat im zweiten Quartal trotz deutlich gesunkener Rückstellungen für Kreditausfälle und Erlösen aus Asset-Verkäufen einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet. Zurückzuführen war dies auf hohe Belastungen durch einen Vergleich in einem Rechtsstreit. Goldman Sachs (-0,5 Prozent) konnte den Gewinn im zweiten Quartal zwar mehr als verdoppeln. Die Erwartungen wurden jedoch deutlich verfehlt, was vor allem auf stark rückläufige Erträge im Anleihenhandel zurückzuführen war. Nachbörslich sorgten am Dienstag noch weitere Schwergewichte mit ihren Quartalsausweisen für Aufsehen. Apple konnte im dritten Fiskalquartal 2010/11 die Erwartungen der Analysten aufgrund starker iPhone- und iPad-Verkaufszahlen ganz klar übertreffen. Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel indes unter den Erwartungen aus. Das Nettoergebnis belief sich auf 7,31 Mrd. US-Dollar bzw. 7,79 US-Dollar je Aktie, nach 3,25 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse konnten von 15,7 Mrd. US-Dollar auf 28,6 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Analysten hatten im Vorfeld Umsätze von 24,9 Mrd. US-Dollar und ein Ergebnis von 5,80 US-Dollar je Aktie erwartet. Yahoo enttäuschte gleichzeitig allerdings die Investorengemeinde. Der Internet-Konzern hat im zweiten Quartal trotz rückläufiger Umsätze einen Gewinnanstieg verzeichnet. Während man die Gewinnerwartungen treffen konnte, enttäuschte der Umsatz. CSX steigerte schließlich den Gewinn im zweiten Quartal deutlich und übertraf damit die Erwartungen. Dabei profitierte man von erhöhten Transportpreisen und einer stärkeren Nachfrage in zahlreichen Märkten.

 

Am Mittwoch tendierte die Wall Street schwächer. Auf der einen Seite stützten mehrheitlich positive Quartalsausweise, während auf der anderen Seite die US-Schuldenkrise auf die Stimmung der Anleger drückte. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 15. Juli 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 15,5 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 5,1 Prozent gemeldet worden. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist derweil im Juni 2011 geschrumpft. So reduzierte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent auf 4,77 Millionen. Volkswirte hatten hingegen mit einer Zunahme auf 4,93 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im April auf 4,81 Millionen belaufen hatte. Zudem ging die Berichtssaison in ihre nächste Runde. Vor Börseneröffnung standen dabei vor allem die Zahlen von U.S. Bancorp, Altria und United Technologies im Blick. U.S. Bancorp (+4,4 Prozent) erhöhte ihren Gewinn im zweiten Quartal deutlich. Dabei wirkten sich vor allem geringere Rückstellungen für Kreditausfälle positiv aus. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Altria (-2,4 Prozent) verzeichnete derweil im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Auf bereinigter Basis wurde aber beim Gewinn die Analystenerwartung erreicht. United Technologies (-1,8 Prozent) konnte im zweiten Quartal den Gewinn steigern. Dabei profitierte der Mischkonzern von einem organischen Umsatzwachstum in allen sechs Geschäftsbereichen. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Zudem wurde die Jahresplanung erhöht. Nach Börsenschluss gab es am Mittwoch insbesondere noch die Quartalszahlen von Intel, American Express und eBay. Intel (-0,8 Prozent) konnte im zweiten Quartal 2011 einen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Konzern führte dies vor allem auf die Stärke im Firmenkundengeschäft und die Entwicklung in den Emerging Markets zurück. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,95 Mrd. US-Dollar bzw. 54 Cents je Aktie, nach 2,89 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EPS wurde mit 59 Cents angegeben. Die Erwartungen der Analysten hatten zuvor bei lediglich 51 Cents je Aktie gelegen. Allerdings hat der Konzern auch die Prognosen für das Wachstum des PC-Marktes gesenkt. Ebay (+0,8 Prozent) hat zwar im zweiten Quartal aufgrund deutlich verbesserter Umsätze den bereinigten Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen schlagen können. Allerdings fiel der Ausblick gemischt aus. American Express (+0,9 Prozent) konnte bei Umsatz- und Gewinn die Erwartungen der Analysten übertreffen. Dabei profitierte der Kreditkartenanbieter von der stärkeren Nutzung der ausgegebenen Karten und einer besseren Zahlungsmoral.

 

Am Donnerstag konnte die Wall Street mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Neben zahlreichen Konjunkturdaten rückte dabei die bislang mehrheitlich positiv verlaufende Berichtssaison mehr und mehr in den Fokus der Investoren. Zudem brachten der Euro-Krisengipfel und das beschlossene Hilfspaket für Griechenland positive Impulse. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 16. Juli 2011 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 10.000 auf 418.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 411.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 405.000 auf 408.000 nach oben korrigiert. Die US-Frühindikatoren sind im Juni 2011 gestiegen. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, während Volkswirte ebenfalls ein Plus von 0,3 Prozent prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Zuwachs um 0,8 Prozent ermittelt worden. Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im Juli 2011 deutlich verbessert. Demnach ist der Index von -7,7 Punkten im Vormonat auf nun +3,2 Punkte gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Anstieg auf -2,7 Punkten ausgegangen. Ferner ging der Zahlenreigen auch am Donnerstag weiter. Im Blick standen dabei insbesondere auch die Aktien von PepsiCo (-3,4 Prozent). Der zweitgrößte Softdrink-Konzern der Welt verbesserte seinen Gewinn im zweiten Quartal. Dabei profitierte man von erhöhten Snack-Umsätzen und der Übernahme eines russischen Getränkeunternehmens. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 1,89 Mrd. US-Dollar bzw. 1,17 US-Dollar pro Aktie, nach 1,60 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Um Einmaleffekte bereinigt lag der jüngste Gewinn bei 1,21 US-Dollar (Vorjahr: 1,10 US-Dollar) pro Aktie. Der Umsatz nahm um 14 Prozent auf 16,83 Mrd. US-Dollar zu. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 rechnet der Konzern nun mit einem Wachstum beim um Einmaleffekte bereinigten EPS-Ergebnis im hohen einstelligen Prozentbereich (inkl. eines positiven Währungseffekts) gegenüber dem Vorjahr. Zuvor war man hier von einer Steigerung von 7 bis 8 Prozent auf Basis konstanter Währungen ausgegangen. Wesentlich besser lief es für Morgan Stanley (+11,4 Prozent), obwohl die Bank im zweiten Quartal einen Verlust auswies. So verbesserten sich die Umsatzerlöse auf 9,28 Mrd. US-Dollar, nach 7,96 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 558 Mio. US-Dollar bzw. 38 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 1,58 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor allerdings einen Verlust von 62 Cents bei Umsatzerlösen von 8,04 Mrd. US-Dollar erwartet. AT&T (+0,2 Prozent) hat im zweiten Quartal 2011 ein geringeres Ergebnis ausgewiesen. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden aber erreicht. Philip Morris (+4,8 Prozent) standen nach Zahlen zum abgelaufenen Quartal hoch im Kurs. So verzeichnete man einen Gewinnanstieg. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Zudem wurde die Jahresprognose nach oben revidiert. Whirlpool (-3,8 Prozent) musste im zweiten Quartal einen Verlust ausweisen. Zurückzuführen war dies auf hohe Sonderbelastungen, vor allem als Folge eines Vergleichs in einem Rechtsstreit. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Gleichzeitig wurde der Ausblick bestätigt. Am Donnerstag meldeten sich dann nachbörslich vor allem noch Microsoft und AMD zu Wort. Microsoft hat im vierten Fiskalquartal 2010/11 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und Gewinn ausgewiesen. Die Erwartungen wurden übertroffen. Der Konzern hob dabei die Verkaufserfolge von Office 2010 hervor. Zudem wurde auch auf den Erfolg im Konsolengeschäft mit der Xbox 360 und dem Kinect-Controller hingewiesen. Dagegen verlief der Verkauf von Windows 7 weniger gut. Der Umsatz stieg auf 17,37 Mrd. US-Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 5,87 Mrd. US-Dollar bzw. 69 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 4,52 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 58 Cents sowie einem Umsatz von 17,25 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Zudem bekräftigte Microsoft seine Prognose im Gesamtjahr 2011/12 einen operativen Gewinn von 28,0 bis 28,6 Mrd. US-Dollar zu erzielen. Überzeugen konnte AMD. So hat der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren den Gewinn im zweiten Quartal fast verdoppelt und die Analystenerwartungen geschlagen. Der Umsatzanstieg fiel erwartungsgemäß aus. AMD erzielte einen Gewinn von 61 Mio. US-Dollar bzw. 8 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 43 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Um Sondereffekte bereinigt wurde ein EPS von 9 Cents ausgewiesen. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 8 Cents je Aktie erwartet.

 

Am Freitag tendierten die wichtigsten US-Börsen im frühen Handel uneinheitlich. Auf die Stimmung drückte insbesondere der negativ aufgenommene Quartalsausweis von Caterpillar. Der Konzern konnte im zweiten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Allerdings wurden gewinnseitig die Erwartungen der Analysten verfehlt, während sie umsatzseitig geschlagen werden konnten. Ferner wurde angesichts der weiterhin positiven Gesamtaussichten die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr weiter nach oben revidiert. General Electric (GE) verbesserte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 22 Prozent und profitierte dabei von starken Beiträgen der Segmente GE Capital, Healthcare, Transportation, Aviation sowie Oil & Gas. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Der Nettogewinn belief sich auf 3,69 Mrd. US-Dollar bzw. 35 Cents pro Aktie, nach 3,03 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm gleichzeitig um 3,5 Prozent auf 35,63 Mrd. US-Dollar ab, was vor allem auf den Verkauf von NBC Universal zurückzuführen ist. McDonald's konnte sein Ergebnis im zweiten Quartal dank einer wachsenden Nachfrage in allen Regionen steigern. So wuchs der Umsatz um 16 Prozent auf 6,91 Mrd. US-Dollar. Die vergleichbaren Filialumsätze bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren (Same-Store Sales), erhöhten sich um 5,6 Prozent. Ferner kletterte der Nettogewinn um 15 Prozent auf nun 1,41 Mrd. US-Dollar bzw. 1,35 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor lediglich ein EPS von 1,28 US-Dollar und Umsatzerlöse von 6,63 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Schlumberger hat seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich erhöht. Dabei profitierte der Ölfeld-Servicedienstleister von einem weltweit starken Wachstum. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Schließlich hat das Board von Hewlett-Packard ein zusätzliches Volumen von 10 Mrd. US-Dollar für den Rückkauf eigener Aktien genehmigt. Aus dem im August 2010 beschlossenen Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10 Mrd. US-Dollar ist indes noch ein Volumen von rund 5,9 Mrd. US-Dollar ausstehend.

 

Börse & Märkte: Europa

Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in Europa und den USA waren auch die europäischen Börsen am Montag mit deutlichen Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Insbesondere Bankwerte standen nach den am vorangegangenen Freitag veröffentlichten Ergebnissen des Stresstests unter Druck. In der Schweiz richtete sich heute der Fokus vor allem auf die Aktie von Roche Holding (-0,2 Prozent). Der Pharmakonzern wird Presseangaben zufolge mit seinem Halbjahresergebnis die Analystenerwartungen übertreffen. Dem Bericht zufolge weist die Pharmasparte des Unternehmens ein Plus der Gewinnmarge auf 39,1 Prozent (31.12.2010: 34,9 Prozent) auf. Im FTSE 100 standen Banktitel massiv unter Druck. Während Lloyds Banking mit einem Abschlag von 7,5 Prozent den letzten Platz belegten, ging es für Royal Bank of Scotland und Barclays um 6,0 bzw. 7,0 Prozent nach unten. Ganz vorne rückten indes Fresnillo um 2,1 Prozent vor. Philips Electronics (-1 Prozent) hat im zweiten Quartal einen milliardenschweren Verlust verbucht. Zurückzuführen war dies auf eine schwächer als erwartete Geschäftserholung und hohe Sonderbelastung. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Philips hatte bereits im Vorfeld vor einem schwächeren Ergebnis in zwei seiner Konzernsparten gewarnt. Zudem wurden ein Kostensenkungs- und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

 

Am Dienstag setzte dann allerdings wieder die Erholung ein. Gehoben wurde die Stimmung dabei von dem gut ausgefallenen Quartalsausweis von IBM und anderen US-Unternehmen. Hierdurch rückte die anhaltende Verschuldungsproblematik in den USA und Europa ein wenig in den Hintergrund. Die saisonbereinigte Produktion im europäischen Baugewerbe hat im Mai 2011 nachgegeben. Diese erste Schätzung legte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute vor. Auf Monatssicht schrumpfte der Output der Baubranche im Euroraum (ER17) um 1,1 Prozent, während in der EU27 ein Rückgang um 0,9 Prozent verzeichnet wurde. Im April hatte die Produktion um 1,2 Prozent zu- bzw. 0,5 Prozent abgenommen. Novartis (+3,2 Prozent) hat im zweiten Quartal ein deutliches Umsatzwachstum erreicht. So erhöhte sich der Nettoumsatz um 27 Prozent (+19 Prozent kWk) auf 14,92 Mrd. US-Dollar. Der Reingewinn stieg dank der kräftigen Verbesserung des operativen Ergebnisses um 12 Prozent (+17 Prozent kWk) auf 2,73 Mrd. US-Dollar. Der Kernreingewinn wuchs um 29 Prozent (+31 Prozent kWk). Ferner hat Roche (+1,5 Prozent) eine Vereinbarung zur Übernahme der in Heidelberg ansässigen mtm laboratories AG geschlossen. Die nicht börsennotierte Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Produkte zur Früherkennung und Diagnose des Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs). Electrolux (-17 Prozent) musste im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies auf eine schwache Nachfrage in Westeuropa und Nordamerika, einem Preisdruck sowie gestiegenen Rohstoffkosten. Die Markterwartungen wurden damit verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Ausblick gegeben.

 

Am Mittwoch konnten die wichtigsten europäischen Indizes den zweiten Tag in Folge kräftige Zugewinne verzeichnen. Die Stimmung der Investoren wurde dabei weiterhin vor allem von den positiven Tendenzen an der Wall Street und gut ausgefallenen Quartalszahlen von Apple angehoben. Der Auftragseingang der italienischen Industrie ist im Mai 2011 nach Angaben der italienischen Statistikbehörde Istat gestiegen. So erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat um 4,1 Prozent. Davor war er im April um 6,4 Prozent gesunken. Weiteren Angaben zufolge lagen die Neuaufträge um 13,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach einem Plus von 5,8 Prozent im April. Spanien verzeichnete indes beim Außenhandel im Mai 2011 nach Angaben des Handelsministeriums ein kleineres Defizit. So schrumpfte das Defizit gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,1 Prozent auf 3,41 Mrd. Euro. Davor war im April ein Passivsaldo von 3,96 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Hierbei wuchsen die Exporte auf Jahressicht um 13,0 Prozent auf 18,33 Mrd. Euro und die Importe um 6,7 Prozent auf 21,74 Mrd. Euro. In London waren erneut Banktitel gesucht. An der Spitze des FTSE100 standen Barclays mit einem Plus von 5,2 Prozent. Größter Verlierer war Glencore mit einem Abschlag von 1,3 Prozent. Ferner gewann auch in Europa die anlaufende Berichtssaison langsam an Fahrt. Alstom (+1,4 Prozent) konnte zwar seinen Auftragseingang im ersten Quartal deutlich verbessern, der Umsatz ist jedoch gesunken. Der Konzernumsatz belief sich den Angaben zufolge auf 4,53 Mrd. Euro, nach 5,17 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte 5,01 Mrd. Euro, gegenüber dem Vorjahreswert von 3,49 Mrd. Euro. Der gesamte Auftragsbestand zum 30. Juni 2011 lag bei 47 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Industriekonzern weiterhin mit einer operativen Marge von 7 bis 8 Prozent. TeliaSonera (+4,5 Prozent) musste im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies neben negativen Währungseffekten auf geringere Ergebnisbeiträge der Beteiligungen in Russland und der Türkei. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Indes wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt.

 

Die wichtigsten europäischen Indizes konnten dann am Donnerstag kräftige Zugewinne verzeichnen. Die Investoren griffen angesichts der sich abzeichnenden Einigung beim EU-Krisengipfel zu. Dabei standen vor allem auch Banktitel auf dem Einkaufszettel der Investoren. Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im Mai 2011 mit einem kleineren Defizit abgeschlossen. So verringerte sich der saisonbereinigte Passivsaldo auf 5,2 Mrd. Euro, nach einem Minus von 5,4 Mrd. Euro im April. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, belief sich der Überschuss auf 3,6 Mrd. Euro, gegenüber einem Defizit von 3,8 Mrd. Euro im April. Dagegen wuchs der Überschuss bei den Dienstleistungen auf 3,9 Mrd. Euro, nach 3,3 Mrd. Euro im Vormonat. Das britische Verbrauchervertrauen hat sich im Juni 2011 verschlechtert. Dies gab die Nationwide Building Society heute bekannt. So verringerte sich der Index des Verbrauchervertrauens auf 51 Punkte. Im Vormonat war noch ein Indexstand von 55 Punkten ausgewiesen worden. Kingfisher (+5,6 Prozent) gaben ihr Trading Update für das zweite Quartal bekannt. Der Konzernumsatz der größten Baumarktkette in Europa konnte in den elf Wochen zum 16. Juli 2011 auf Basis konstanter Währungen um 1,0 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zulegen. Auf vergleichbarer Basis wurde indes ein Rückgang des Gesamtumsatzes um 0,5 Prozent ausgewiesen. Remy Cointreau (+5,7 Prozent) verbesserte im ersten Quartal den Umsatz um 16,2 Prozent auf 198,6 Mio. Euro. Das organische Umsatzwachstum lag im Auftaktquartal im Vorjahresvergleich bei 22,5 Prozent. Publicis Groupe (-0,5 Prozent) steigerte seinen Gewinn im ersten Halbjahr. Dabei profitierte man von einem Umsatzwachstum als Folge von Akquisitionen. Der Nettogewinn belief sich auf 231 Mio. Euro, im Vergleich zu 213 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 6,3 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro zu, wobei er sich organisch um 7,1 Prozent verbesserte. Zahlen gab es am Donnerstag auch aus der Schweiz. ABB (-1,6 Prozent) setzten sich ans Ende des SMI. Der Mischkonzern verbesserte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 43 Prozent und profitierte dabei vor allem von einem kräftigen Wachstum in den Industriesektoren. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Konzerngewinn belief sich auf 893 Mio. US-Dollar. Der Umsatz nahm um 28 Prozent auf 9,68 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 866 Mio. US-Dollar und Erlösen von 9,18 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Gleichzeitig musste Roche (+1,3 Prozent) im ersten Halbjahr 2011 einen Gewinnrückgang ausweisen. So sanken die Umsatzerlöse auf 21,67 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 12 Prozent (in CHF), während der Umsatz in Lokalwährungen unverändert blieb. Der Konzerngewinn verschlechterte sich um 5 Prozent (+10 Prozent in Lokalwährungen) auf 5,26 Mrd. CHF. Für das laufende Jahr stellt Roche einen Anstieg des Gewinns je Aktie von rund 10 Prozent (in Lokalwährungen) in Aussicht. Für eine Enttäuschung sorgte in Schweden Ericsson (-8,8 Prozent). Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen hat seinen Gewinn im zweiten Quartal zwar deutlich erhöht, was auf eine anhaltend starke Nachfrage nach mobiler Breitband-Ausrüstung zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt, was mit Kosten für Stellenstreichungen und einem geringeren Wachstum im Services-Bereich zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 3,12 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), nach 1,88 Mrd. SEK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf 54,77 Mrd. SEK. Analysten waren im Vorfeld von einem Nettogewinn von 3,88 Mrd. SEK und Erlösen von 54,5 Mrd. SEK ausgegangen. Scania (-4,2 Prozent) verbesserte daneben im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis. So lag der Umsatz mit 43,67 Mrd. SEK über dem Vorjahreswert von 37,11 Mrd. SEK. Maßgeblich zu dem Umsatzplus von 18 Prozent beigetragen hat dabei die um 42 Prozent auf 40.300 Modelle gestiegene Zahl der Nutzfahrzeugauslieferungen. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn von 4,95 Mrd. SEK verbucht, nach zuvor 3,80 Mrd. SEK. Schließlich hat Nokia (+5,6 Prozent) im zweiten Quartal angesichts seiner strategischen Transformation einen Verlust erwirtschaftet. Dabei hatte der Konzern unter deutlich rückläufigen Absatzzahlen zu leiden. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Demnach belief sich der Nettoverlust auf 368 Mio. Euro bzw. 10 Cent pro Aktie, nach einem Gewinn von 227 Mio. Euro bzw. 6 Cent pro Aktie im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld jedoch von einem deutlich höheren Verlust ausgegangen. Bereinigt um Einmaleffekte lag das jüngste Ergebnis bei 6 Cent (Vorjahr: 11 Cent) pro Aktie. Der Umsatz fiel um 7 Prozent auf 9,28 Mrd. Euro. Der operative Gewinn vor Einmaleffekten sank um 41 Prozent auf 391 Mio. Euro.

 

Am Freitag vermeldete die europäische Statistikbehörde, dass sich die Leistungsbilanz der EU27 das erste Quartal 2011 mit einem höheren Passivsaldo abgeschlossen hat. So wuchs das Defizit auf 38,8 Mrd. Euro, nach Passivsalden von 20,4 Mrd. Euro im Vorquartal und 27,7 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Ferner stieg der Aktivsaldo bei den Dienstleistungen von 11,5 Mrd. Euro im entsprechenden Quartal 2010 auf nun 16,9 Mrd. Euro. Beim Warenhandel kletterte das Defizit auf 46,5 Mrd. Euro, nach einem Minus von 32,6 Mrd. Euro im ersten Quartal 2010. Gleichzeitig haben die Auftragseingänge in der europäischen Industrie im Mai 2011 zugenommen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ17) auf Monatssicht um 3,6 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 0,1 Prozent im April. In der gesamten EU27 kletterten die Auftragseingänge um 2,5 Prozent, während sie zuvor um 0,3 Prozent gestiegen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Auftragseingänge in der Eurozone um 15,5 Prozent und in der EU27 um 14,3 Prozent zu. Im April waren Zuwächse von 10,3 bzw. 8,4 Prozent verbucht worden. Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich indes im Juli 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE überraschend deutlich verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 105 Punkte, während Volkswirte nur mit einem Rückgang auf 107 Punkten gerechnet hatten. Im Vormonat war ein Indexstand von revidiert 110 (vorläufig: 109) Punkten ermittelt worden. Des Weiteren standen am Freitag vor allem Unternehmenszahlen im Blick. Vodafone Group veröffentlichte sein Interim Management Statement für das erste Quartal. Dabei konnte der Umsatz leicht zulegen, während sich auch der Free Cash-Flow verbesserte. Das Geschäft hat sich den Angaben zufolge im Rahmen der eigenen Erwartungen entwickelt. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Der Wasserversorger United Utilities Group geht indes für das Gesamtjahr von einem Ergebnis im Rahmen der Erwartungen aus. Im Fokus der Anleger standen zudem easyJet. Die Billigfluglinie konnte im dritten Quartal mit einem Umsatzplus aufwarten. So erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,2 Prozent auf 935 Mio. GBP. Die Zahl der beförderten Passagiere stieg um 17,3 Prozent auf 14,4 Millionen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern trotz der hohen Kerosinpreise einen Vorsteuergewinn im Bereich von 200 bis 230 Mio. GBP, während man beim ROCE einen Wert im Bereich von 10 bis 12 Prozent erwartet. Das Finanzergebnis der Julius Bär Gruppe wurde im ersten Halbjahr erneut von der weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber wichtigen Hauptwährungen beeinflusst. Der Betriebsertrag ging leicht zurück, während die durchschnittlich verwalteten Vermögen praktisch unverändert blieben. Der adjustierte Konzerngewinn ging zurück und belief sich auf 196 Mio. CHF, der Gewinn pro Aktie auf 0,96 CHF. Ohne den Einfluss einer einmaligen Zahlung an Deutschland von 51 Mio. CHF nach Steuern nahm der zugrunde liegende Konzerngewinn um 5 Prozent auf 248 Mio. CHF ab. Syngenta konnte derweil im ersten Halbjahr 2011 bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen konnte. Der Umsatz bei konstanten Wechselkursen (kWk) erhöhte sich um 12 Prozent auf 7,70 Mrd. US-Dollar. Der ausgewiesene Umsatz lag um 14 Prozent höher. Der ausgewiesene Reingewinn stieg um 14 Prozent auf 1,43 Mrd. US-Dollar. Ferner legte der Gewinn pro Aktie vor Restrukturierung und Wertberichtigung um 12 Prozent auf 15,60 (2010: 13,95) US-Dollar zu. TomTom musste schließlich im zweiten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen Verlust ausweisen und hat seine zuvor nach unten revidierte Gewinnprognose bestätigt.

 

Börse & Märkte: Asien

Am Montag blieb die Börse in Japan feiertagsbedingt geschlossen. Einem Pressebericht zufolge ist Toshiba Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Das Unternehmen teilte mit, dass der Server seiner US-Verkaufsniederlassung gehackt wurde. Dabei wurden den Angaben zufolge Passwörter und E-Mail-Adressen von 681 Kunden ausgespäht. Wie es heißt, waren insgesamt Personaldaten von 7.520 Kunden auf dem Server. Allerdings enthielten diese keine Kreditkartendaten oder Sozialversicherungsnummern. Das Unternehmen hat bislang noch nicht genau herausfinden können, wann es zu dem Angriff gekommen ist.

 

Zum verspäteten Start in die neue Handelswoche ging es an den Aktienmärkten in Japan am Dienstag nach unten. Dabei drückte insbesondere auch der feste Yen auf die Stimmung der Investoren. Suzuki Motor (-0,7 Prozent) hat einem Pressebericht zufolge bislang noch kein konkretes Projekt mit dem Partner Volkswagen festgemacht. Wie es heißt, hat der deutsche Automobilkonzern seine Absicht signalisiert, Suzuki zu einer Tochtergesellschaft zu machen. Allerdings haben die Japaner darauf bestanden, dass eine gleichberechtigte Partnerschaft Teil der im Jahr 2009 geformten Allianz sein soll. Auf einer Konferenz in Hamamatsu, wo das Unternehmen sein Hauptsitz hat, teilte Suzuki mit, dass man Volkswagen dazu drängt, zu den ursprünglichen Vereinbarungen zurückzukehren. Wie es weiter hieß, hat Suzuki beschlossen, zur Reduzierung von Tsunami-Risiken ein am Meer gelegenes Motorrad-Technologiezentrum auf eine höher gelegene Ebene zu verlagern. Banktitel standen in Japan vor dem Hintergrund des mit Skepsis aufgenommenen Bankenstresstests für europäische Banken ebenfalls unter Druck. Apple könnte ferner einem Pressebericht zufolge vor einer Kooperation mit dem nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieter China Mobile (+1,3 Prozent) stehen.

 

Am Mittwoch tendierten die Aktienmärkte in Japan freundlich. Dabei konnte der Nikkei-Index wieder über die Marke von 10.000 Punkten springen. Dabei profitierten insbesondere Technologie- und Exportwerte von den positiv ausgefallenen Quartalsausweisen von Apple und IBM. Der Index der Frühindikatoren in Japan ist im Mai 2011 angewachsen. Die vorläufigen Angaben wurden heute vom Kabinettsbüro aber nach unten revidiert. So zog der Index auf 99,6 Punkte an, während vorläufig ein Indexstand von 99,8 Punkten veröffentlicht worden war. Im April hatte der Index lediglich bei 96,2 Punkten gelegen. Der Auftragseingang aus dem Ausland ist für Taiwan im Juni 2011 nach Regierungsangaben deutlich angewachsen. Demnach lagen die Exportaufträge um 9,18 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats, während Volkswirte sogar ein Plus von 10,05 Prozent prognostiziert hatten. Das Vormonatsniveau wurde damit jedoch um 0,68 Prozent verfehlt. Im Sechs-Monats-Zeitraum Januar bis Juni 2011 überstiegen die Auslandsaufträge das entsprechende Vorjahresniveau um 10,63 Prozent. In China standen CNOOC (-3,2 Prozent) im Blick. Der größte Offshore-Ölkonzern in China teilte mit, dass seine Tochter CNOOC Luxembourg S.a r.l. den Ölsandproduzenten OPTI Canada übernehmen wird. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf rund 2,1 Mrd. US-Dollar, wobei die Barkomponente 1,25 Mrd. US-Dollar beträgt. In Indien standen gleichzeitig Wipro (-4 Prozent) unter Druck, nachdem der Software-Konzern Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht hat. Der Umsatz lag bei 1,92 Mrd. US-Dollar, was einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Service-Umsatzerlöse verbesserten sich dabei im Vorjahresvergleich um 16,9 Prozent auf 1,41 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn wurde auf 299 Mio. US-Dollar bzw. 12 Cents je Aktie beziffert, nach zuvor 286 Mio. Dollar. Der bereinigte Gewinn lag im Berichtszeitraum bei 299 Mio. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 12 Cents bei Umsatzerlösen von 1,83 Mrd. US-Dollar erwartet.

 

Am Donnerstag konnte der Nikkei in Japan die Marke von 10.000 Punkten nach einem minimalen Aufschlag verteidigen. Auf der einen Seite stützte der etwas leichtere Yen. Auf der anderen Seite hielten sich die Investoren allerdings im Vorfeld des heutigen EU-Krisengipfels mit Neuengagements zurück. Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan hat sich im Mai 2011 nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie erhöht. Im Vormonatsvergleich kletterte der All-Industry-Index um 2,0 Prozent, während für April 2011 ein Zuwachs um 1,4 Prozent ausgewiesen worden war. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpfte der Index um 1,5 Prozent, nach einem Rückgang um 4,2 Prozent im April. Ferner hat die Handelsbilanz Japans im Juni 2011 nach Angaben des Finanzministeriums mit einem Überschuss geschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 70,7 Mrd. Japanische Yen (JPY). Im Vormonat war hingegen ein Defizit von revidiert 855,8 (vorläufig: 853,7) Mrd. JPY ausgewiesen worden. Hierbei verringerten sich die Exporte binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent auf 5,78 Bio. JPY, wogegen die Importe um 9,8 Prozent auf 5,71 Bio. JPY anzogen. Auf der Unternehmensseite standen heute unter anderem All Nippon Airways (+0,4 Prozent) im Fokus der Investoren. Die nach Umsatz zweitgrößte Fluggesellschaft in Japan und die Billigfluggesellschaft AirAsia wollen einem Pressebericht zufolge ein Joint Venture zur Gründung einer Billigfluglinie in Japan eingehen. Negativ entwickelten sich heute die Märkte in China, wenngleich die Minuszeichen deutlich unterschiedlich groß ausfielen. So gab der Shanghai Composite deutlich nach, während der HangSeng nur knapp im Minus notierte. Dabei belasteten die Sorgen vor einer möglichen konjunkturellen Abkühlung in der zweiten Jahreshälfte.

 

Am Freitag tendierten die wichtigsten asiatischen Börsen nach der Einigung auf dem EU-Krisengipfel bezüglich der Rettung Griechenlands fester. Sehr positiv entwickelten sich dabei auch die japanischen Aktienmärkte. Hier stützte neben der Einigung auf dem EU-Sondergipfel auch der zum Euro leichtere Yen. Auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich heute insbesondere auch Banktitel. So ging es beispielsweise für die Aktie von Mitsubishi UFJ Financial um 3,3 Prozent nach oben. Nomura Holdings (+3,1 Prozent) hat einem Pressebericht zufolge Lori Arndt als Geschäftsführerin für das US-Geschäft ernannt. Dabei handelt es sich um die jüngste Veränderung im Management beim Aufbau einer Präsenz außerhalb Japans. Arndt stößt dem Bericht zufolge von der US-Investmentbank Goldman Sachs Group zu dem Unternehmen. Dort arbeitete sie sieben Jahre im Bereich Investment-Banking sowie sieben Jahre im Equity-Sgement. Die Lage am taiwanesischen Arbeitsmarkt hat sich im Juni 2011 geringfügig verbessert. So verringerte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenrate auf 4,40 Prozent. Davor hatte sie im Vormonat bei 4,41 Prozent gelegen. Ferner lag die Zahl der Arbeitslosen mit 492.000 etwas niedriger als im Vormonat mit 493.000. POSCO verteuerten sich um 0,9 Prozent. Der südkoreanische Stahlhersteller hat seinen Gewinn im zweiten Quartal um 23 Prozent erhöht und profitierte dabei von gestiegenen Stahlpreisen. Der Nettogewinn belief sich auf 1,37 Bio. Koreanische Won (KRW), nach 1,12 Bio. KRW im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 58 Prozent auf 17,05 Bio. KRW. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 66,4 Bio. KRW sowie Investitionen von 9,7 Bio. KRW.

 

Börse & Märkte: Termine

In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Dialog Semiconductor, QIAGEN, Deutsche Bank, KPN, UBS, ArcelorMittal, Banco Santander, Clariant, Daimler, Dow Chemical, Kontron, Krones, Lonza Group, Merck KGaA, Praktiker, PUMA, SAP, Starbucks, Vallourec, Vossloh, AIXTRON, BBVA, BASF, Bayer, Credit Suisse, Deutsche Börse AG, Deutsche Lufthansa, Danone, Heidelberger Druck, HUGO BOSS, Infineon, Lafarge, Logitech, MAN, Potash, Renault, Royal Dutch Shell, Sanofi, Siemens, Software AG, Statoil, Telefonica, Volkswagen, Wincor Nixdorf, Continental, EADS, Erste Group Bank, GEA Group, Heidelberg Cement, Linde, Rheinmetall und Total an.

 

Börse & Märkte:Konjunktur

Bei den Konjunkturdaten dürften am Dienstag in Deutschland der GfK-Konsumklimaindex für Juli im Zentrum des Interesses stehen. In den USA steht daneben das Verbrauchervertrauen Conference Board für Juli an. Am Mittwoch folgen in Deutschland die Verbraucherpreise für Juli sowie in den USA die wöchentlichen Hypothekenanträge, die Auftragseingänge langlebiger Güter für Juni und das Beige Book. Am Donnerstag werden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet. Am Freitag stehen schließlich die Angaben zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal, der Chicago Einkaufsmanagerindex für Juli sowie das Verbrauchervertrauen Uni Michigan für Juli zur Veröffentlichung an.

 

Börse & Märkte: Indizes

Indexstände (22.07.2011, 17.46 Uhr) DAX: 7.326,39 TecDAX: 848,48 Dow Jones STOXX 50: 2.561,64 Nikkei 225: 10.132,11 Dow Jones: 12.690,51 NASDAQ Composite: 2.843,94 (22.07.2011/ac/n/m)

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