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Börsen in Europa am Mittag Verluste, Peugeot im Rückwärtsgang

 |  27.07.2011, 13:48  |  584 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes geben im Mittwochhandel auch zur Mittagszeit nach. Dabei belasten gemischt ausgefallene Quartalszahlen und der anhaltende Schuldenstreit in den USA. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,89 Prozent auf 2.715,24 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verschlechtert sich um 0,48 Prozent auf 2.538,46 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) gibt um 0,66 Prozent nach auf 680,42 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.

Die Frühindikatoren der Eurozone sind im Juni 2011 gesunken. Dies gab das Conference Board heute bekannt. Demnach schrumpften die Frühindikatoren um 0,3 Prozent. Für Mai war ein Minus von 0,1 (vorläufig: -0,2) Prozent ausgewiesen worden

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,06 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,12 Prozent nach, während der S&P-Future um 0,23 Prozent fällt. Heute stehen in den USA vor allem noch die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter für Juni sowie das Beige Book zur Veröffentlichung an.

Peugeot (ISIN FR0000121501/ WKN 852363) fahren mit einem Abschlag von 8,5 Prozent als schwächster Wert im CAC 40 hinterher. Der Automobilhersteller hat im ersten Halbjahr einen höheren Gewinn erwirtschaftet. Allerdings erwartet man für das zweite Halbjahr eine Ergebnisbelastung von 300 Mio. Euro durch steigende Rohstoffkosten und die Auswirkungen der Naturkatastrophe in Japan vom 11 März. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 806 Mio. Euro, nach 680 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2010. Der Umsatz wuchs um 9,7 Prozent auf 31,14 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet der Konzern mit einem operativen Gewinn vor Einmaleffekten über dem Niveau von 2010. Daneben verschlechtern sich auch Renault um 3,2 Prozent. ArcelorMittal (ISIN LU0323134006/ WKN A0M6U2) rücken derweil als bester Wert um 2,6 Prozent vor. Der größte Stahlkonzern der Welt hat im zweiten Quartal angesichts gestiegener Kosten einen geringeren Gewinn erwirtschaftet. Der Nettogewinn belief sich auf 1,54 Mrd. US-Dollar, nach 1,71 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 20,15 Mrd. US-Dollar auf jetzt 25,13 Mrd. US-Dollar. Das EBITDA stieg von 2,81 Mrd. US-Dollar auf 3,41 Mrd. US-Dollar und lag damit über der Marktschätzung von 3,25 Mrd. US-Dollar. Die Stahlauslieferungen verringerten sich leicht von 22,3 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum auf 22,2 Millionen Tonnen im zweiten Quartal 2011. LVMH (ISIN FR0000121014/ WKN 853292) verbessern sich um 0,9 Prozent. Wie bereits gestern Abend bekannt gegeben wurde, konnte der Luxusgüterkonzern seinen Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. So erwirtschaftete LVMH in den ersten sechs Monaten 2011 einen Rekordumsatz in Höhe von 10,29 Mrd. Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert stellt dies eine Verbesserung um 13 Prozent dar. Der Gewinn wiederkehrender Aktivitäten wurde um 22 Prozent auf 2,22 Mrd. Euro erhöht. Im Vorjahr hatte hier noch ein Überschuss in Höhe von 1,82 Mrd. Euro zu Buche gestanden. Der Nettogewinn legte um 25 Prozent auf 2,54 Mrd. Euro zu, nach 2,02 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2010.

In der Schweiz brechen im breiten Markt Clariant (ISIN CH0012142631/ WKN 895929) um 13,4 Prozent ein, obwohl der Spezialchemiekonzern im zweiten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten konnte. So lag der Umsatz mit 1,87 Mrd. Schweizer Franken (CHF) um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Lokalwährungen wurde aber ein Anstieg von 14 Prozent ausgewiesen. Unter dem Strich wurde der Nettogewinn auf 40 Mio. CHF gesteigert, nach 25 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Clariant erwartet im zweiten Halbjahr ein schwierigeres, aber dennoch solides Geschäftsumfeld. Im SMI rücken auf Platz eins der Gewinnerliste Lonza Group (ISIN CH0013841017/ WKN 928619) um 1,6 Prozent vor. Der Spezialchemiekonzern musste im ersten Halbjahr unter anderem aufgrund negativer Wechselkurseffekte einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz lag mit 1,19 Mrd. CHF unter dem Vorjahreswert von 1,30 Mrd. CHF. Beim Nettoergebnis verzeichnete Lonza einen Rückgang auf 97 Mio. CHF, nach 135 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt wurde beim Nettoergebnis ein Gewinn von 107 Mio. CHF ausgewiesen. Die rote Laterne geht gleichzeitig an Adecco mit einem Wertverlust von 1,6 Prozent.

In Spanien stehen die Papiere der Banco Santander (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) mit einem Wertverlust von 2,7 Prozent unter Druck. Die größte Bankgesellschaft des Landes meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal aufgrund von Sonderbelastungen deutlich gesunken ist. Die Erwartungen wurden damit klar verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,39 Mrd. Euro, im Vergleich zu 2,23 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,05 Mrd. Euro ausgegangen. Belastet wurde das jüngste Ergebnis vor allem durch eine Vorsorge für Schadenersatzforderungen in Großbritannien in Höhe von 620 Mio. Euro.

In Österreich verteuern sich Verbund (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) um 2,3 Prozent. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr 2011 zwar einen operativen Ergebnisanstieg erzielen, musste unter dem Strich jedoch einen Gewinnrückgang ausweisen. So lag der Umsatz mit 1,87 Mrd. Euro um 18,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn verbesserte sich auf 388,7 Mio. Euro, nach zuvor 382,3 Mio. Euro. Das Konzernergebnis ging hingegen um 16,2 Prozent auf 176,3 Mio. Euro zurück und wurde vor allem durch das negative Beteiligungsergebnis belastet.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.715,24 (-0,89 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.538,46 (-0,48 Prozent) EURONEXT 100: 680,42 (-0,66 Prozent) FTSE 100 (London): 5.907,99 (-0,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.759,65 (-0,75 Prozent) MIB (Mailand): 18.645,87 (-2,02 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.692,90 (-1,43 Prozent) SMI (Zürich): 5.962,95 (-0,45 Prozent) ATX (Wien): 2.662,88 (-0,62 Prozent) (27.07.2011/ac/n/m)

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