Börse&Märkte Wochenrückblick KW 32
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes mehrheitlich schwächer entwickelt. So ging der DAX im Wochenvergleich um 3,8 Prozent zurück, während der Dow Jones STOXX 50 ein Minus von 1,4 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index fiel daneben im Wochenvergleich um 3,6 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 0,4 Prozent zu Buche.
Börse & Märkte: Deutschland
Die deutschen Aktienmärkte sind am Montag mit kräftigen Abschlägen in die neue Woche gestartet. Hintergrund war vor allem die überraschende Abstufung der Bonitätsnote der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor´s. Am Ende stand beim DAX ein Minus von 5,02 Prozent zu Buche, wobei der deutsche Leitindex unter die Marke von 6.000 Zählern rutschte. Auf der Unternehmensseite stand vor allem der Autobauer BMW im Blick, der für den Monat Juli einen Rekordabsatz präsentieren konnte. Die Aktie musste jedoch im Schlepptau anderer Automobilwerte deutliche Abschläge hinnehmen und tendierte am Ende mehr als 6 Prozent leichter. Auch der Energieversorger RWE musste deutlichere Abschläge hinnehmen und verlor mehr als 3 Prozent. Zuvor hatte RWE einen Wechsel an der Konzernspitze bekannt gegeben und Kapitalmaßnahmen in Höhe von 2,5 Mrd. Euro angekündigt. Außerdem wurde die Prognose für das Gesamtjahr nach unten revidiert. Am Ende ging es um 5,6 Prozent nach unten. Im Blick stand auch der Energiekonzern E.ON: Einem Medienbericht zufolge plant der Konzern einen massiven Stellenabbau und will konzernweit rund 10.000 Mitarbeiter entlassen. Die Aktie des Versorgers verschlechterte sich um 4,4 Prozent. Deutsche Lufthansa flogen trotz eines Passagieranstiegs im Monat Juli mit einem Minus von 5,1 Prozent hinterher. Hannover Rück gaben im MDAX nach einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr um 8,9 Prozent ab. Daneben befanden sich EADS mit einem Minus von 8,4 Prozent im Sinkflug, nachdem der Luft- und Raumfahrtkonzern vermeldete, dass die philippinische Fluggesellschaft Cebu Pacific mit Airbus einen Festauftrag über den Kauf von 30 A321neo-Flugzeugen unterzeichnet hat. Im TecDAX musste die Aktie von QSC nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das zweite Quartal um mehr als 11 Prozent abgeben.
Am Dienstag waren an der Frankfurter Börse nach volatilem Handelsverlauf leichte Abschläge auszumachen. Der DAX kletterte im frühen Handel über die Marke von 6.000 Punkten, um anschließend bis auf fast 5.500 Stellen einzubrechen. Danach ging es wieder nach oben. Am Ende verschlechterte sich der deutsche Leitindex um 0,10 Prozent. Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im Juni 2011 nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes verkleinert. So wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 12,7 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 14,3 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 11,5 Mrd. Euro. Im DAX standen RWE mit einem Abschlag von 6,3 Prozent als schwächster Wert im Blick. Der Versorger musste im ersten Halbjahr einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen. Daneben verbilligten sich E.ON als zweitschwächster Wert um 5,9 Prozent. Zahlenausweise gab es ferner heute insbesondere wieder aus der zweiten Reihe. Heidelberger Druck verbesserten sich um 7,5 Prozent, nachdem der Konzern besser als erwartete Zahlen vorgelegt hatte. Des Weiteren legten RATIONAL um 2,8 Prozent zu. Der Küchenhersteller konnte im ersten Halbjahr 2011 Umsatz und Gewinn verbessern. Aareal Bank verbesserte sich nach starken Zahlen für das zweite Quartal um 8,5 Prozent. Positiv aufgenommen wurde der Quartalsausweis von LEONI Der Automobilzulieferer hat im zweiten Quartal dank der starken Nachfrage aus der Automobilindustrie erneut einen deutlichen Ergebnisanstieg verzeichnet. Am Ende gewann der Wert um 11,4 Prozent und stand damit im MDAX an erster Stele.
Die deutschen Standardwerte mussten am Mittwoch ihre deutlichen Zugewinnen aus dem frühen Handel komplett wieder abgeben und schlossen mit kräftigen Kursabschlägen. Nachdem der DAX am Morgen nach starken US-Vorgaben zunächst mit kräftigen Kuraufschlägen in den Handel gestartet war, musste der deutsche Leitindex nach schwachen US-Vorgaben am Nachmittag seine Aufschläge komplett wieder abgeben. Spekulationen über eine mögliche Abstufung des Kreditratings von Frankreich heizten die Abwärtsbewegung zusätzlich an. Der DAX verlor am Ende 5,13 Prozent. Im DAX standen nach starken Geschäftszahlen vor allem Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns Henkel im Blick, der starke Zahlen für das zweite Quartal veröffentlichte und den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben hatte. Am Ende gewann der Wert 2,6 Prozent. Die Commerzbank musste für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen und verlor am Ende knapp 7,7 Prozent. Nach anfänglichen Zugewinnen rutschte die Aktie des Energieversorgers E.ON ebenfalls in die Verlustzone und markierte am Ende mit einem Minus von knapp 11 Prozent das Schlusslicht im DAX. Am Morgen hatte der Konzern für das erste Halbjahr einen herben Gewinneinbruch ausweisen müssen. Als wesentliche Gründe wurden vor allem die Novelle des Atomgesetzes mit den vorzeitigen, ungeplanten Stilllegungen von Kernkraftwerken in Deutschland, sowie die Brennelementesteuer genannt. Im Anschluss wurde die Gewinnprognose nach unten revidiert und der Abbau von bis zu 11.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Im MDAX waren Anteilsscheine des Chemiedistributeurs Brenntag gefragt. Am Morgen hatte der Konzern für das erste Halbjahr einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt. Am Ende musste die Aktie aufgrund von Gewinnmitnahmen einen Großteil der teilweise recht ansehnlichen Zugewinne abgeben und schloss mit einem Plus von 3,1 Prozent. Kräftig unter Druck befanden sich im gesamten Tagesverlauf Anteilsscheine von Klöckner & Co, die nach enttäuschenden Geschäftszahlen am Ende knapp 26 Prozent einbrachen. Angesichts der erheblich unter Druck geratenen Stahlpreise musste der Metalldistributeur im zweiten Quartal einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Im TecDAX ging die rote Laterne an den Solarkonzern Q-Cells, der mehr als 17 Prozent abgeben musste. Zuvor hatte der Konzern für das zweite Quartal und das erste Halbjahr einen deutlichen Verlust ausgewiesen. Außerdem wurden erhebliche Wertberichtigungen sowohl auf das Sachanlagevermögen als auch auf die Vorräte vorgenommen. Gefragt waren indessen Anteilsscheine von freenet: Am Morgen hatte der Konzern für das erste Halbjahr einen Gewinnanstieg ausgewiesen und im Anschluss die Jahresprognose nach oben revidiert. Am Ende gewann der Wert mehr als 7,6 Prozent hinzu und verteidigte trotz Gewinnmitnahmen seine Spitzenposition.
Nach einem erneut sehr schwankungsfreudigen Handelsverlauf haben die wichtigsten deutschen Indizes am Donnerstag mit deutlichen Zugewinnen geschlossen. So verbesserte sich der DAX um 3,28 Prozent . Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im Juli 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 8,2 Prozent, nach Zuwächsen von 8,5 Prozent im Juni 2011 und 5,3 Prozent im Juli 2010. Dagegen gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,6 Prozent zurück, während sie im Juni 2011 ebenfalls um 0,6 Prozent und im Juli 2010 um 0,3 Prozent gesunken waren. Im DAX legten Aktien von K+S um 3,5 Prozent zu, nachdem der Konzern für das zweite Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen hatte. Daneben verbesserten sich Allianz um 2,4 Prozent. Die Tochter Allianz Deutschland AG musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Salzgitter konnte nach unerwartet starken Geschäftszahlen im MDAX um 7,2 Prozent zulegen. STADA Arzneimittel legten ferner um 6,6 Prozent zu. Der Pharmakonzern konnte im ersten Halbjahr 2011 sowohl Umsatz als auch alle Ertragskennzahlen steigern. Deutsche EuroShop verbesserten sich um 5,9 Prozent. Der Konzern hat im ersten Halbjahr sein Ergebnis gesteigert. Bilfinger Berger legten nach einem Gewinnplus im ersten Halbjahr um 3,3 Prozent zu. Daneben ging es für TUI um 3,4 Prozent nach oben, obwohl der Konzern im dritten Quartal einen höheren Verlust ausgewiesen hatte. LANXESS verteuerten sich um 7,9 Prozent. Zuvor hatte der Spezialchemiekonzern seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2011 nach einem Rekord-Ergebnis im zweiten Quartal angehoben. Im TecDAX konnten sich Nordex um 7,1 Prozent verbessern. Der Windanlagenbauer musste im ersten Halbjahr trotz höherer Umsatzerlöse einen Verlust hinnehmen. Sehr gut verbunden waren ferner die Aktionäre des Telefonherstellers Gigaset Das Unternehmen konnte sein Ergebnis im zweiten Quartal deutlich steigern. Der Vorstand bekräftigt deshalb seine Prognose für das Jahr 2011. Der Anteilsschein rückte um 8,1 Prozent vor. Des Weiteren schien für SolarWorld mit einem Aufschlag von 4,6 Prozent die Sonne, obwohl der Solartechnikkonzern in den ersten sechs Monaten 2011 einen Gewinnrückgang ausweisen musste. Für die Papiere von JENOPTIK ging es um 4,6 Prozent nach oben, nachdem der Technologiekonzern einen deutlichen Ergebnisanstieg ausgewiesen hatte. Schließlich befanden sich Evotec nach Halbjahreszahlen mit einem Aufschlag von 12,7 Prozent auf Platz eins der Gewinnerliste im TecDAX im Höhenrausch.
Am Freitag beherrschten die Bullen das Parkett. Am Mittag waren beim DAX nach den volatilen Bewegungen der vergangenen Handelstage Zugewinne von 1,75 Prozent auszumachen. Im Mittelpunkt des Interesses der Anleger standen die Quartalszahlen des Stahlkonzerns ThyssenKrupp. Demnach erhöhte sich der Auftragseingang im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 25 Prozent auf 38,23 Mrd. Euro, während der Umsatz um 17 Prozent auf 36,49 Mrd. Euro zulegen konnte. Nach neun Monaten erreichten das EBIT 1,32 Mrd. Euro und das bereinigte EBIT 1,34 Mrd. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus 16 Prozent bzw. 18 Prozent entspricht. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,35 Euro, nach 1,38 Euro im Vorjahr. Bei den Anlegern kam das Zahlenwerk nicht besonders gut weg, wobei die Aktie zwischenzeitlich 1,8 Prozent im Minus lag. Sky Deutschland konnte den Verlust im zweiten Quartal dank deutlich gestiegener Abonnentenzahlen verringern. Das Papier konnte daraufhin rund 3,3 Prozent zulegen. Für die Anteilsscheine von HHLA Der Hafenbetreiber hat im ersten Halbjahr 2011 bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. ging es 5,2 Prozent nach oben. Weniger gut lief es für die Aktie der IVG Immobilien: Hier stand nach überraschend schwachen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr ein Minus von 10,5 Prozent an. Drillisch konnte im ersten Halbjahr trotz rückläufiger Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg vorweisen. Die Aktie verbesserte sich um 1,4 Prozent. Q-Cells schießen um 10,9 Prozent nach oben, nachdem der Aufsichtsrat dem vom Vorstand des Unternehmens am Mittwoch vorgestellten Maßnahmenprogramm zur Kostensenkung zugestimmt und zwei Vorstandspersonalien beschlossen hat. Ferner rücken die Papiere von Carl Zeiss Meditec um 4 Prozent vor. Der Medizintechnikanbieter hat auch im dritten Quartal erfolgreich seinen Wachstumskurs fortgesetzt und einen deutlich gestiegenen Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum erzielt. Indes rauschen SMA Solar Technology nach Halbjahreszahlen an der Indexspitze um 17,8 Prozent nach oben. Im weiteren Verlauf gab der DAX angesichts schwächer als erwartet ausgefallener US-Konjunkturdaten einen Teil seiner Zwischengewinne wieder ab.
Börse & Märkte: Europa
An den europäischen Leitbörsen waren am Montag nach dem Rating-Downgrade für die USA deutliche Abschläge auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor unterm Strich 3,72 Prozent auf 2.286,91 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechterte sich um 3,58 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Sonntagabend Maßnahmen zur Stabilisierung der Europäischen Gemeinschaftswährung angekündigt. Um eine Umsetzung der beschlossenen fiskalpolitischen Ziele und die Stabilität des Euro als solches zu gewährleisten, wurde von der EZB der Rückkauf von Staatsanleihen einzelner Euro-Länder angekündigt. Durch diesen Eingriff auf dem Sekundärmarkt sollen derzeit herrschende Störungen und Marktungleichgewichte in einzelnen Ländern der Eurozone ausgeglichen werden, hieß es zur Begründung. Um welche Länder es sich dabei handelt, wurde zunächst nicht genannt. Die Banque de France gab bekannt, dass sich das Geschäftsklima im französischen Industrie- und Service-Sektor im Juli 2011 geringfügig verschlechtert hat. So verringerte sich der entsprechende Stimmungsindex auf 98 Punkte. Im Vormonat war ein Indexstand von 99 Punkten ausgewiesen worden. Ferner haben die Währungshüter ihre Wachstumsprognose vorgestellt und gehen für das dritte Quartal 2011 von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent aus. Eine Gewinnerliste gab es heute im CAC 40 nicht. Am wenigsten verlor jedoch die France Télécom (-1,93 Prozent). Auf dem letzten Platz verschlechterten sich unterdessen Papiere von Alcatel-Lucent um 9,7 Prozent. In Österreich gaben Papiere von conwert Immobilien Invest um 8,6 Prozent ab. Der Immobilienkonzern hatte am Morgen die Rahmendaten für das erste Halbjahr veröffentlicht. So hat man im ersten Halbjahr 2011 Verkaufserlöse in Höhe von knapp 250 Mio. Euro erzielt. Das Betriebsergebnis (EBIT) für das erste Halbjahr 2011 wird nach Angaben des Konzerns voraussichtlich zwischen 61 und 63 Mio. Euro liegen. Mit Blick auf die für das Gesamtjahr 2011 ausgegebenen Ziele von Verkaufserlösen in Höhe von insgesamt rund 600 Mio. Euro sowie einer Steigerung des 2010 erzielten Betriebsergebnisses (EBIT) von 103,2 Mio. Euro um 15 Prozent, sieht sich conwert mit den Ergebnissen der ersten sechs Monate über Plan. Die Aktie des größten norwegischen Öl- und Erdgaskonzerns Statoil verschlechterte sich um 3,6 Prozent. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass es bei Explorationsbohrungen in der Nordsee auf Öl gestoßen ist.
Die wichtigsten europäischen Indizes konnten am Dienstag ihre Talfahrt beenden und mit Zugewinnen aus dem Handel gehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 0,32 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 0,85 Prozent zulegen konnte. InterContinental Hotels Group verteuerten sich um 8,2 Prozent, nachdem die Hotelkette bekannt gab, dass ihr Gewinn im ersten Halbjahr gestiegen ist, was neben einer verbesserten Auslastung mit einem erhöhten Umsatz pro verfügbarem Zimmer zusammenhängt. Daneben verzeichneten BHP Billito einen Aufschlag von 3,5 Prozent. Der Minenbetreiber verlautbarte, dass er mit der australischen Leighton Holdings ein Abkommen geschlossen hat, nach dem sich die zum Baukonzern HOCHTIEF gehörende Tochter von einem Teil ihres heimischen Auftrags-Fördergeschäfts für Eisenerz trennt. Im Rahmen des so genannten Heads of Agreement erwirbt BHP Billiton die HWE Mining-Gesellschaften von Leighton, die Auftrags-Förderservices für die Eisenerzaktivitäten von BHP Billiton in Westaustralien zur Verfügung stellen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 735 Mio. US-Dollar. In Belgien ging es für KBC Groep nach Zweitquartalszahlen um 2 Prozent nach oben. So lag der Nettogewinn mit 333 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 149 Mio. Euro. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Nettogewinn bei 528 Mio. Euro, nach 554 Mio. Euro im Vorjahresquartal. In Dänemark gaben Danske Bank nach Halbjahreszahlen um 4 Prozent nach. In Österreich verbesserten sich Semperit nach starken Zahlen zum ersten Halbjahr um 1,5 Prozent. Andritz konnte im ATX nach deutlich besseren Geschäftszahlen und einem positiven Jahresausblick um 11 Prozent zulegen.
Die wichtigsten europäischen Börsen konnten am Mittwoch ihre morgendlichen leichten Gewinne nicht halten. Auslöser für die drastischen Kursverluste waren neben der Euro-Krise konkrete Gerüchte um eine Herabstufung Frankreichs und Schwierigkeiten im dortigen Bankensektor. Zwar wurden die Gerüchte wieder dementiert, dennoch konnten die Märkte nicht mehr drehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor am Ende 6,12 Prozent, der Dow Jones STOXX 50 brach um 4,46 Prozent ein. In Großbritannien standen im FTSE 100 Anteilsscheine von Standard Life mit einem Plus von 10,5 Prozent an der Spitze. Zuvor hatte der Konzern ein deutliches Gewinnplus ausgewiesen. Ganz oben im britischen Leitindex waren zudem Randgold (+4,3 Prozent), Royal Bank of Scotland (+3,6 Prozent) und Burberry (+3,3 Prozent) zu finden. Indes tendierten Titel von HSBC mit 5,3 Prozent im Minus. Die Großbank äußerte sich am gestrigen Dienstag zu den jüngsten Spekulationen in der Presse hinsichtlich eines möglichen Verkaufs ihres Kreditkartengeschäfts in den USA. Demnach bestätigt HSBC, dass man sich zurzeit in Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des Card and Retail Services-Geschäfts befindet. In Frankreich notierte der gesamte CAC 40 im roten Bereich. Die geringsten Verluste konnte Unibail-Rodamco (-0,5 Prozent) ausweisen. Titel von GDF SUEZ fielen nach Zahlen zum zweiten Quartal Die Schlusslichter im CAC 40 bildeten indes die Finanzwerte. So verloren Société Générale 14,7 Prozent, Credit Agricole um 11,8 Prozent, AXA 10,6 Prozent und BNP Paribas 9,5 Prozent.um 4,2 Prozent. In der Schweiz waren im SMI ebenfalls nur Verlierer auszumachen. Mit die geringsten Abschläge wies Nestlé mit einem Minus von 2,9 Prozent aus. Der Lebensmittelkonzern meldete heute, dass er im ersten Halbjahr 2011 einen geringeren Gewinn erwirtschaftet hat, was u.a. mit einem starken Schweizer Franken und höheren Rohstoffkosten zusammenhängt. Der österreichische Mineralölkonzern OMV musste im zweiten Quartal angesichts der Unruhen im Mittleren Osten und in Nordafrika einen Gewinnrückgang ausweisen. Die OMV-Aktie verlor 0,9 Prozent.
An den europäischen Leitbörsen waren am Donnerstag deutliche Zugewinne auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 2,86 Prozent während der Dow Jones STOXX 50 um 3,17 Prozent zulegen konnte. In Großbritannien standen die Papiere von Vodafone mit einem Aufschlag von 4,3 Prozent im Blick. Der Konzern gab bereits gestern bekannt, dass Piramal Healthcare ca. 5,5 Prozent der Anteile an der Vodafone Essar Ltd. (VEL) übernimmt. Im CAC 40 konnten Banktitel ihre gestrigen Abschläge nur zum Teil ausgleichen. Während Société Générale um 3,7 Prozent und Credit Agricole um 5,1 Prozent anzogen, konnten sich BNP Paribas am Indexende nur um 0,3 Prozent verbessern. Ursächlich hierfür sind Gerüchte, wonach die Verluste der BNP Paribas im Zusammenhang mit der Griechenlandkrise größer sein könnten als bislang angenommen. An der Indexspitze legten STMicro um 10,5 Prozent zu. EADS verbesserten sich um 3,8 Prozent. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete heute, dass die Thai Airways International PCL (THAI) mit Airbus einen Festauftrag über den Kauf von vier A350 900 und fünf A320-Flugzeugen unterzeichnet hat und damit zu einem Neukunden für beide Flugzeugtypen wird. Für eine positive Überraschung sorgte in der Schweiz Zurich Financial Services Der Versicherungskonzern hat im zweiten Quartal einen Gewinnsprung verbucht und die Erwartungen geschlagen. Die Aktie schoss an die Spitze des SMI und gewann 10,5 Prozent. Swisscom notierten dagegen mit einem Abschlag von 0,9 Prozent am Indexende. Die Telefongesellschaft konnte im ersten Halbjahr trotz rückläufiger Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg ausweisen. In den Niederlanden standen die Papiere von AEGON mit einem Abschlag von 3,5 Prozent deutlich unter Druck. Der Versicherer verlautbarte, dass er im zweiten Quartal einen leichten Gewinnrückgang verbuchen musste, was u.a. mit einem schwachen US-Dollar zusammenhängt. Flughafen Wien rückten um 2,3 Prozent vor, nachdem man im Juli bei den Passagierzahlen einen Anstieg ausweisen konnte.
Die wichtigsten europäischen Börsen notieren im Freitaghandel zur Mittagszeit im positiven Terrain. Die Stimmung wird dabei unter anderem auch von dem in einigen Ländern verhängten Leerverkaufsverbot angehoben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt am Mittag 2,17 Prozent hinzu, während der Dow Jones STOXX 50 rund 1,20 Prozent zulegen kann. Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich im Juni 2011 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat gegenüber dem Vormonat verringert. Auf Monatssicht sank die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,7 Prozent, während sie im Mai um 0,2 Prozent gestiegen war. Die französische Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2011 nach Angaben der Statistikbehörde INSEE stabil entwickelt. Demnach lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) unverändert auf dem Niveau des Vorquartals. Im ersten Quartal 2011 war das BIP noch um 0,9 Prozent gewachsen. Indes haben sich die französischen Verbraucherpreise im Juli 2011 mit abgebremstem Tempo erhöht. So sank die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,9 Prozent, nach 2,1 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich gingen die Lebenshaltungskosten um 0,4 Prozent zurück, gegenüber einer Preissteigerung um 0,1 Prozent im Juni. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Frankreich lag um 2,1 Prozent höher als im Juli 2010. In Frankreich stehen heute die Aktien von BNP Paribas im Blick. Die Bank ist am Donnerstagabend Marktgerüchten über mögliche Schieflagen im französischen Bankensektor energisch entgegengetreten. Die Aktie rückt um 1,1 Prozent vor. Carrefour kann daneben um 3,9 Prozent zulegen. Wal-Mart Stores hat Presseangaben zufolge offenbar ein ernsthaftes Interesse an den brasilianischen Aktivitäten von Carrefour. In den Niederlanden verschlechtern sich Heineken um 0,3 Prozent. Der Bierkonzern verlautbarte, dass er die Übernahme von zwei Brauereien in Äthiopien abgeschlossen hat. Italien verzeichnete beim Außenhandel im Juni 2011 ein geringeres Defizit. Dies gab die italienische Statistikbehörde Istat bekannt. So schrumpfte der Passivsaldo der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,8 Mrd. Euro, nach einem Defizit in Höhe von 3,2 Mrd. Euro im Vorjahresmonat.
Börse & Märkte: Asien
Nach der Ratingabstufung der USA durch Standard & Poor´s erlebten die wichtigsten Börsen in Asien einen sehr schwachen Auftakt in die neue Handelswoche. Unter anderem verlor der japanische Nikkei-Index knapp 2,20 Prozent. Unter Druck geriet auch der breiter gefasste Topix. Hier stand am Ende ein Verlust von 2,26 Prozent zu Buche. Der japanische Leistungsbilanzüberschuss hat sich im Juni 2011 nach Angaben des Finanzministeriums verkleinert. So schrumpfte der Aktivsaldo auf 526,9 Mrd. Japanische Yen (JPY), nach 590,7 Mrd. JPY im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um 50,2 Prozent. Unter den Einzelwerten standen vor allem Elpida Memory mit einem Wertverlust von 3,7 Prozent im Blick. Der Speicherchip-Hersteller rutschte im abgelaufenen ersten Fiskalquartal zum 30. Juni in die Verlustzone. Zurückzuführen war dies unter anderem auf eine träge Entwicklung auf dem PC-Markt, was im Juni zu sinkenden Marktpreisen führte. Daneben bestätigte Rio Tinto dass sie und die japanische Handelsgesellschaft Mitsubishi Corp. am Samstag ein gemeinsames Angebot zur kompletten Übernahme der australischen Coal & Allied Industries unterbreitet haben. Für die Titel von Mitsubishi Corp. ging es um 2 Prozent nach unten. Im Tiefenrausch befanden sich die Märkte in China. Dabei verschlechterte sich der Shanghai Composite um 3,79 Prozent auf 2.526,82 Zähler. Etwas kleiner fiel das Minus in Hongkong beim Hang Seng. Hier ging es am Ende um 2,17 Prozent nach unten. Deutlich unter Druck standen Banktitel. Während CCB, ICBC und Bank of China zwischen 2,4 und 3,6 Prozent in die Tiefe gingen, konnten sich HSBC mit einem Abschlag von 1,5 Prozent noch relativ gut halten. Schlecht verbunden waren heute auch die Anteilseigner des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So gab ihr Titel um 1,6 Prozent nach.
Nach dem fast schon historischen Kurseinbruch an der Wall Street verzeichneten auch die wichtigsten Börsen in Asien am Dienstag massive Kursverluste. Der japanische Nikkei-Index wies einen Abschlag von 1,68 Prozent aus. Unwesentlich besser konnte sich der breiter gefasste Topix behaupten. Dieser verschlechterte sich um 1,59 Prozent. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich im Juli 2011 verbessert. Wie das Kabinettsbüro heute bekannt gab, erhöhte sich der entsprechende Index auf 37,0 Punkte, nachdem er im Vormonat lediglich bei 35,3 Punkten gelegen hatte. Damit steht der Verbrauchervertrauens-Index der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft weiter unter der Marke von 50 Punkten. Ab dieser Marke wird von einer optimistischen Haltung der Konsumenten ausgegangen. Unter den Einzelwerten standen vor allem TEPCO im Blick. Japans größter Energieerzeuger und Betreiber des in Not geratenen Atomkraftwerks Fukushima musste im ersten Fiskalquartal zum 30. Juni einen deutlichen Verlust ausweisen. Dennoch ging der Wert auf Vortagesniveau aus dem Handel. Erstaunlich gut halten konnte sich der Shanghai Composite, der sich lediglich um 0,03 Prozent auf 2.526,07 Stellen verschlechterte. Daneben brach allerdings in Hongkong der Hang Seng um 5,66 Prozent ein. Die chinesische Industrieproduktion im Juli 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mit abgebremstem Tempo gewachsen. So kletterte die industrielle Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,0 Prozent, nach einer Steigerung von 15,1 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten ein Plus von 14,6 Prozent prognostiziert. Die chinesischen Verbraucherpreise sind daneben im Juli 2011 erneut mit erhöhtem Tempo angestiegen. Demnach kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,5 Prozent, nach 6,4 Prozent im Juni.
Die asiatischen Börsen gingen am Mittwoch dank positiver US-Vorgaben stärker aus dem Handel. Der Hang Seng legte um 2,34 Prozent zu, der Shanghai Composite stieg um 0,91 Prozent. Die Finanztitel HSBC und China Life schlossen dabei mit Kurssteigerungen von 3,9 bzw. 3,1 Prozent. Wie die chinesische Regierung bekannt gab, hat die chinesische Handelsbilanz im Juli 2011 mit einem höheren Überschuss geschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 31,48 Mrd. US-Dollar, gegenüber einem Überschuss von 22,27 Mrd. US-Dollar im Vormonat. Hierbei kletterten die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 20,4 Prozent auf 175,1 Mrd. US-Dollar, während die Importe ins Reich der Mitte um 22,9 Prozent auf 143,6 Mrd. US-Dollar zulegten. Daneben schloss der Nikkei-Index in Tokio mit einem Plus von 1,05 Prozent. Der marktbreitere TOPIX kletterte um 0,78 Prozent. In Tokio profitierten Ölwerte von gestiegenen Ölpreisen, so konnten etwa die Aktien von Inpex um 2,8 Prozent anziehen. Deutlich zulegen konnten auch die Titel von Tokyo Electric Power (TEPCO), nachdem der Betreiber des im März havarierten Atomkraftwerks in Fukushima mitteilte, dass die Regierung ihn vor einer Insolvenz schützen werde. Belastet vom starken Yen gaben hingegen Exportwerte ab. So verloren Toyota 0,9 Prozent, Honda 2,2 Prozent und Sony 2,2 Prozent.
Am Donnerstag waren an den asiatischen Leitbörsen nach schwachen Vorgaben der Wall Street uneinheitliche Tendenzen auszumachen. Vor dem Hintergrund der deutlichen Einbrüche an der Wall Street zeigten sich die chinesischen Börsen in guter Form und tendierten uneinheitlich. Der Shanghai Composite profitierte von Medienberichten über erhöhte Aktienkäufe durch staatliche Pensionskassen und verbesserte sich am Ende um 1,27 Prozent Schwächer tendierte aber in Hongkong der Hang Seng, der 0,95 Prozent abgeben musste. Unterdessen ging in Japan der Nikkei-Index mit einem Abschlag von 0,63 Prozent aus dem Handel. Die Auftragseingänge im Maschinenbau wiesen im Juni 2011 einen Zuwachs aus. Dies gab die japanische Regierung in Tokio heute bekannt. In der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) erhöhten sich die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 7,7 Prozent. Davor waren sie im Mai 2011 um 3,0 Prozent angezogen. Binnen Jahresfrist kletterten die Auftragseingänge im Maschinenbau um 17,9 Prozent, nach einem Anstieg um 10,5 Prozent im Mai. Bei den Einzelwerten standen heute unter anderem Dai-ichi Life Insurance mit einem Wertverlust von 5,2 Prozent im Blick. Der nach Prämieneinnahmen zweitgrößte japanische Versicherer konnte im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Gewinnzuwachs verzeichnen.
Die asiatischen Börsen kamen am Freitag trotz sehr positiver Vorgaben von der Wall Street nicht so recht vom Fleck. Aus Japan wurden heute rote Vorzeichen gemeldet. Dabei drückten sowohl Sorgen bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung als auch der feste Yen auf die Stimmung der Investoren. Die japanische Industrieproduktion ist im Juni 2011 nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie erneut gesunken. So verringerte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um revidiert 1,7 (vorläufig: -1,6) Prozent. Im Mai hatte der Output der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft sogar um 5,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Binnen Monatsfrist zog die Industrieproduktion um revidiert 3,8 (vorläufig: 3,9) Prozent an, nach einem Plus von 6,2 Prozent im Mai. Nachdem der Nikkei-Index zunächst stärker gestartet war, bröckelten die Aufschläge im Handelsverlauf ab und der Index drehte in die Verlustzone. Am Ende stand schließlich ein Abschlag von 0,20 Prozent zu Buche. Schwächer tendierte mit einem Verlust von 0,35 Prozent der breiter gefasste Topix. Grüne Vorzeichen waren in China auszumachen. So verbesserte sich der Shanghai Composite um 0,45 Prozent, während der Hang Seng um 0,13 Prozent anziehen konnte. Positiv hervorstechen konnten mit einem Zugewinn von 7 Prozent die Aktien des Handelsunternehmens Li & Fung Der Umsatz des Konzerns hat sich im abgelaufenen ersten Halbjahr 2011 um 33 Prozent auf 8,8 Mrd. US-Dollar erhöht. Wachstumsimpulse kamen dabei den Angaben zufolge von allen drei Geschäftseinheiten Handel, Logistik und Vertrieb. Das operative Ergebnis verringerte sich allerdings um 16 Prozent auf 282 Mio. US-Dollar. Ursächlich hierfür waren höhere operative Ausgaben im Zusammenhang mit Akquisitionen und Investitionen auf Basis des neuen Drei-Jahres-Plans des Konzerns. Der den Anteilseignern zuzurechnende Gewinn sank schließlich um 15 Prozent auf 236 Mio. US-Dollar.
Börse & Märkte: USA
Die Indizes an der New Yorker Wall Street rutschten heute tief in die Verlustzone. Die Herabstufung des US-Kreditratings durch Standard & Poor´s belastete die Märkte den ganzen Tag über. Auch die betont optimistischen Äußerungen von US-Präsident Obama sorgten nicht für Entlastung. Der Dow Jones rutschte unter die wichtige Marke von 11.000 Punkten und schloss mit einem Minus von 5,55 Prozent bei 10.809,85 Punkten. Der NASDAQ Composite verlor mit 6,90 Prozent noch deutlicher. Die Bank of America brach um 20 Prozent ein. Hier belasteten Berichte, dass die Bank einer Milliardenklage gegenübersteht. Demnach will der Versicherungskonzern American International Group die Bank of America auf Schadenersatz von mehr als 10 Mrd. US-Dollar verklagen. Den Berichten zufolge wirft AIG der Bank Betrug bei Immobilienkrediten vor. Aktien von McDonald`s verschlechterten sich um 3,5 Prozent. Die Schnellrestaurantkette konnte im Juli einen klaren Anstieg bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. So erhöhten sich die Same-Store Sales gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 Prozent. Die Aktie von Tyson Foods verbuchte abschließend ein Minus von 3,9 Prozent. Der Nahrungsmittelkonzern musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Um 22,6 Prozent brach Quicksilver Resources ein. Der Öl- und Erdgaskonzern hat im zweiten Quartal wegen eines Asset-Verkaufs einen Gewinnanstieg verzeichnet. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis konnten die Analystenschätzungen übertroffen werden. Die Papiere des unabhängigen Stromerzeugers Dynegy verlor nach Vorlage der Geschäftszahlen 11 Prozent. Die Dollar Thrifty Automotive Group musste einen Abschlag von 12,8 Prozent hinnehmen. Der Autovermieter konnte im zweiten Quartal zwar mit einem leichten Gewinnanstieg aufwarten, verfehlte aber die Erwartungen der Analysten. Daneben steigerte U.S. Cellular im zweiten Quartal seinen Gewinn deutlich und übertraf die Analystenerwartungen klar. Der Titel gab trotzdem 9,1 Prozent ab.
Am Dienstag konnten die US-Börsen vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Fed-Sitzung mit kräftigen Aufschlägen schließen. Wie erwartet, haben die Notenbanker die Leitzinsen bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen. Allerdings sollen die Zinsen mindestens bis Mitte 2013 auf einem niedrigen Niveau belassen werden. Der Dow Jones verbesserte sich am Ende um 3,98 Prozent, während der NASDAQ Composite um 5,29 Prozent zulegen konnte. Die US-Produktivität hat sich im zweiten Quartal 2011 verringert. So schrumpfte die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld sogar einen Rückgang um 0,6 Prozent prognostiziert, nachdem im ersten Quartal 2011 ein Minus von revidiert 0,6 (vorläufig: +1,8) Prozent ermittelt worden war. Im Vorfeld der heute nachbörslich mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Walt Disney stand vor allem der Ausweis von AOL im Blick. Der Internet-Anbieter musste im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen, konnte den Verlust jedoch aufgrund hoher Einmalbelastungen in der Vorjahresperiode deutlich verringern. Die Aktie brach um 25,8 Prozent ein. Für eine Enttäuschung sorgte außerdem DISH Network Der zweitgrößte Satellitenfernsehanbieter in den USA konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums um 30 Prozent verbessern, obwohl man Kunden verloren hat. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt. Der Titel verschlechterte sich um 0,3 Prozent. Daneben ging es für Cablevision Systems um 12,8 Prozent nach unten. Der Kabelnetzbetreiber hat seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Dabei profitierte man von einem soliden Wachstum als Folge von mehr Internet- und Telefonkunden. Die Erwartungen der Analysten wurden aber verfehlt. Mit einem Abschlag von 12,5 Prozent kamen die Aktien von Fossil aus dem Takt. Der Uhrenhersteller verlautbarte, dass sein Gewinn im zweiten Quartal trotz eines starken Umsatzwachstums gesunken ist, was auf Einmalerträge im Vorjahr zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten jedoch geschlagen werden. Indes wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Zudem wurde die Jahresprognose nach unten korrigiert. Beazer Homes USA gab um 5,8 Prozent ab. Der Baukonzern für Eigenheime meldete für das dritte Quartal einen niedrigeren Umsatz sowie einen höheren Nettoverlust. Die Erwartungen der Analysten wurden verfehlt.
Die Wall Street präsentierte sich am Donnerstag mit einer Erholungsrallye. Gute Nachrichten kamen zuvor in Form der wöchentlichen Erstanträge und des Handelsbilanzdefizits. Der Dow Jones verbesserte sich um 3,95 Prozent. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 6. August 2011 erneut verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 7.000 auf 395.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 409.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 400.000 auf 402.000 nach oben korrigiert. Derweil hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im Juni 2011 vergrößert. Es hat sich um 4,4 Prozent auf 53,1 Mrd. US-Dollar erhöht, während Volkswirte 48,0 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Hierbei handelt es sich um das größte Defizit seit Oktober 2008. Im Mai wurde ein Passivsaldo von 50,8 Mrd. US-Dollar verbucht. Die Exporte schrumpften um 2,3 Prozent auf 170,9 Mrd. US-Dollar. Die Importe gingen um 0,86 Prozent zurück auf 223,9 Mrd. US-Dollar.
Auf der Unternehmensseite stand unter anderem Cisco Systems im Fokus, nachdem der Netzwerkspezialist am Mittwoch nachbörslich mit einem deutlichen Gewinnsprung aufwarten konnte. Die Aktie von Cisco schoss um knapp 16 Prozent nach oben. Daneben legten die Anteilsscheine der News Corp. um 18,1 Prozent zu. Der Medienkonzern verzeichnete im vierten Fiskalquartal 2010/11 ebenfalls einen Umsatzanstieg und einen Gewinnrückgang. Allerdings konnten auch hier die Erwartungen der Analysten geschlagen werden. Sara Lee konnte im vierten Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten und die Gewinnerwartungen der Analysten erreichen. Am Ende gab der Wert 1, Prozent ab. Daneben ging es für die Aktie von Kohl´s um 7,3 Prozent nach oben. Der Einzelhändler hat beim Gewinn im zweiten Quartal zugelegt. Dabei profitierte man von verbesserten Margen und einer Kostenkontrolle. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde der Jahresausblick angehoben. Elizabeth Arden verbesserten sich um 15,5 Prozent, nachdem der Kosmetikkonzern seinen Gewinn im vierten Fiskalquartal 2010/11 dank des schwachen US-Dollars und Kosteneinsparungen ausweiten und die Gewinnschätzungen der Analysten schlagen konnte. Schließlich verteuerten sich Wendy`s um 9 Prozent. Der Fast-Food-Konzern hat im zweiten Quartal einen leicht höheren Gewinn erzielt und profitierte dabei von niedrigeren Sonderbelastungen. Indes wurde der Ausblick bestätigt. Des Weiteren standen heute zudem die Papiere des Internet-Anbieters AOL mit einem Aufschlag von 12,2 Prozent im Blick. Der Konzern hat ein Aktienrückkaufprogramm über 250 Mio. US-Dollar angekündigt.
Am Freitag waren an den US-Börsen erneut kräftige Aufschläge auszumachen. So gewann der Dow Jones zu Handelsbeginn 0,80 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Juli 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums erhöht. Auf Monatssicht kletterten die Umsatzerlöse um 0,5 Prozent, während sie im Juni um 0,3 Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,5 Prozent prognostiziert. Für eine positive Überraschung sorgte bereits gestern nach Börsenschluss NVIDIA Der Grafikchip-Hersteller konnte im zweiten Fiskalquartal 2011/12 dank eines gestiegenen Umsatzes wieder einen Gewinn erzielen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Die Aktie schießt um 7,6 Prozent nach oben. Mit einem Abschlag von 1,8 Prozent stehen indes heute im frühen Handel die Anteilsscheine von JCPenney unter Druck. Der Einzelhandelskonzern hat im zweiten Quartal nur einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt. Zurückzuführen war dies unter anderem auf deutliche Preissenkungen bei Bekleidungsartikeln. Die Erwartungen wurden damit aber geschlagen. General Motors fahren um 1,6 Prozent vor. Der Automobilkonzern wird gut 16.000 Fahrzeuge in den USA und Kanada zurückrufen. Im Blickfeld der Investoren stehen heute ferner die Anteilsscheine von Newell Rubbermaid Der Konsumgüterkonzern hat ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. So hat das Board of Directors den Konzern zum Erwerb eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu 300 Mio. US-Dollar ermächtigt. Das Papier rückt um 3,1 Prozent vor. Im weiteren Verlauf kam es an der US-Börse zu Gewinnmitnahmen, nachdem das US-Verbrauchervertrauen für den Monat August deutlich verschlechtert hatte und hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückgeblieben war.
Börse & Märkte: Termine
In der kommenden Woche werden unter anderem die Geschäftszahlen von 3U Holding, Agilent, ATOSS, Bertrandt,Estee Lauder, Gfk; Heiler, Lowe´s, Michael Page, PrimaCom,Sysco, Vivacon, Bob Evans, Analog Devices,Dell, Elbit Systems, Deutsche Wohnen, Generali Deutschland, Home Depot, Intercell, Roth & Rau, SKW, Ströer, Wal-Mart, United Internet, Abercrombie & Fitch Co. Acer, Balfour Beatty,Chico´s FAS, John Deere, Eaton Vance, HOCHTIEF, NettApp,Mayr-Melnhoff,PETsMART, Staples, Telekom Austria, Wienerberger, Swiss Life, Telekom Austria, SAS, Vestas, JDS Uniphase,Aeropostale, Air Berlin, Foot Locker, Autodesk, Dollar Tree, Gamestop, Gap, HP,J.M. Smucker, Intuit, Sears, Stage Stores, voestalpine, Wirecard, Ross Stores, Holcim, Kabel Deutschland, New York & Co, Schoeller Bleckmann, Österreichische Post, Kirklands, Aurelius, KPS, Basler, Bau-Verein zu Hamburg, bwin, Colonia Real Estate und Intuit gemeldet.
Börse & Märkte: Konjunktur
Am Montag wird in Deutschland die Daten zur Entwicklung der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe (Juni) veröffentlicht. Am Nachmittag steht in den USA der NY Empire State Index (August) an. Am Dienstag werden die Daten zur Entwicklung des deutschen BIP im zweiten Quartal bekannt gegeben. In Großbritannien stehen die Verbraucherpreise (Juli) an. Außerdem werden Vorabschätzungen für das BIP im Euroraum und der EU (jeweils zweites Quartal) veröffentlicht. Daneben steht die Entwicklung der Handelsbilanz in der EU (Juni) an. In den USA werden die Wohnbaubeginne- und genehmigungen veröffentlicht. Außerdem stehen die Im- und -Exportpreise (Juli) sowie die Daten zur US-Industrieproduktion (Juli) an. Am Mittwoch werden die Arbeitsmarktdaten in Großbritannien veröffentlicht. In der EU werden die Daten zur Leistungsbilanz (Juni) und zur Inflation (HVPI) (Juli) publiziert. In den USA stehen die MBA- Hypothekenanträge, die Erzeugerpreise (Juli) und die Öllagerbestände zur Veröffentlichung an. Am Donnerstag werden in Japan die Daten zur Leistungsbilanz (Juli) veröffentlicht. In Deutschland stehen die Daten zur Erwerbstätigkeit (zweites Quartal) an. In den USA werden die Erstanträge Arbeitslosenhilfe, die Verbraucherpreise (Juli), der Philly Fed Index (August), die Frühindikatoren und die Verkäufe bestehender Häuser veröffentlicht. Am Freitag stehen in Deutschland die Daten zur Entwicklung der Erzeugerpreise (Juli) an.
Börse & Märkte: Indizes
Indexstände (12.08.2011, 17:45 Uhr) DAX: 5.997,74 TecDAX: 746,39 Dow Jones STOXX 50: 2.248,38 Nikkei 225: 8.963,72 Dow Jones: 11.324,80 Nasdaq Composite: 2517,93 (12.08.2011/ac/n/m)

0
