Börsen in Europa am Morgen Im Plus, BHP Billiton im Blick
Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen können im frühen Mittwochhandel trotz diverser Belastungsfaktoren weiter zulegen. So hat die Ratingagentur Moody's die Bonität Japans abgestuft. Ferner wurden die Wachstumssorgen gestern durch schwache US-Immobiliendaten weiter genährt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 0,76 Prozent auf 2.216,67 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verbessert sich um 0,02 Prozent auf 2.164,65 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
In Großbritannien verbessern sich BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) um 0,8 Prozent. Der Minenbetreiber wartete im abgelaufenen Fiskaljahr dank höherer Rohstoffpreise mit einem deutlichen Gewinnanstieg auf. Der Umsatz lag mit 71,74 Mrd. US-Dollar um 35,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein kräftiger Anstieg auf 23,65 Mrd. US-Dollar verzeichnet, nach 12,72 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte wurde im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 73,9 Prozent auf 21,68 Mrd. US-Dollar erzielt.
In Frankreich geht es für Accor (ISIN FR0000120404/ WKN 860206) um 2,5 Prozent nach oben. Der Hotelkonzern konnte im ersten Halbjahr ein Umsatz- und Ergebnisplus erzielen. So lag der Umsatz mit 2,97 Mrd. Euro um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Auf vergleichbarer Basis wurde ein Umsatzanstieg von 5,8 Prozent ausgewiesen. Beim EBIT wurde ein Anstieg auf 199 Mio. Euro erzielt, nach 156 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt verbesserte sich das EBIT auf 144 Mio. Euro, nach 93 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich konnte Accor beim Nettoergebnis wieder in die Gewinnzone zurückkehren und wies für das erste Halbjahr einen Gewinn von 41 Mio. Euro aus, nach einem Verlust von 15 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich derweil aktuell die Anteilsscheine von Vallourec mit einem Zugewinn von 3,1 Prozent wieder, während am Indexende L'Oreal um 1,5 Prozent nachgeben.
Mit einem Abschlag von 12,4 Prozent stehen die Titel von Heineken (ISIN NL0000009165/ WKN A0CA0G) in den Niederlanden massiv unter Druck. Der Bierkonzern präsentierte heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr. Mit Enttäuschung wurde allerdings vor allem der Ausblick für die zweite Jahreshälfte aufgenommen. So lag der Umsatz mit 8,36 Mrd. Euro um 11 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzwachstum lag bei 3,3 Prozent. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn angesichts höherer Rohstoffpreise und gestiegener Marketingausgaben ein Rückgang auf 605 Mio. Euro ausgewiesen, nach 700 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für die zweite Jahreshälfte geht Heineken von einer etwas gedämpften Ergebnisentwicklung aus und erwartet für das Gesamtjahr einen bereinigten organischen Nettogewinn auf Vorjahresniveau.
Der luxemburgische Medienkonzern RTL Group (ISIN LU0061462528/ WKN 861149) konnte im ersten Halbjahr trotz des schwierigen Gesamtmarktes mit einem Ergebnisplus aufwarten. So lag der Gesamtumsatz mit 2,75 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 2,66 Mrd. Euro. Beim EBITA konnte die Fernsehsendergruppe im ersten Halbjahr einen Anstieg von 3,7 Prozent auf 557 Mio. Euro erzielen. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter ein Anstieg auf 324 Mio. Euro verzeichnet, nach 257 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 382 Mio. Euro, nach 308 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Papier verteuert sich um 1,7 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.216,67 (+0,76 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.164,65 (+0,02 Prozent) FTSE 100 (London): 5.141,04 (+0,23 Prozent) CAC40 (Paris): 3.118,09 (+1,09 Prozent) MIB (Mailand): 14.866,23 (+1,08 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.308,00 (+0,34 Prozent) SMI (Zürich): 5.251,15 (+0,39 Prozent) ATX (Wien): 2.124,13 (+1,67 Prozent) (24.08.2011/ac/n/m)

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