Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Die Souveränität der Markttechnik EUR-USD: Nächste Haltestelle: 1,2870 USD

 |  10.09.2011, 09:03  |  4262 Aufrufe  |   0  | 

Guten Tag allerseits,

 

Es folgt die Einschätzung der von mir beobachteten Märkte für die Woche vom 12.09.2011.  

 

EUR/USD

Markttechnischer Besprechung: Erinnern Sie sich noch an das rote Target, von dem ich schon seit Wochen schreibe? Ok, zeitlich betrachtet, lag ich um einige Tage daneben; doch der angesprochene Bereich wurde diese Woche erreicht. Und nicht nur das, die Kurse rauschten diese Woche direkt an diesem Target vorbei in die Tiefe.

 

In der letzten Kolumne sprach ich davon, dass, wenn der Bereich um dieses Target herum nicht hält, wohl die gestrichelte schwarze Trendlinie bei 1,3657 $ in Betracht zu ziehen wäre. Wie so oft, wenn die Notierungen mal rutschen, dann meist kräftig und deutlich.

 

Und so geschah es, dass bis zum Handelsschluss in dieser Woche, die Linie exakt erreicht wurde. Wenn auch der Absturz in dieser Woche recht heftig ausfällt, werfen Sie doch bitte einmal einen Blick auf die Großwetterlage. Was ist nun wirklich passiert? Nun, die Kurse haben nach einem Test der oberen Begrenzung des jüngsten Downtrends (schwarz gestrichelt), einfach dessen untere Begrenzung angelaufen. Solange sich die Kurse in diesem Kanal halten, kann der selbige immer noch als nach unten gerichtete Flagge des mittleren, übergeordneten Uptrends (grün) bezeichnet werden.

 

Die charttechnische Betrachtung hat jedoch auch eine bärische Sichtweise. Sieht man sich nämlich das große Bild an, so traten die Notierungen durch den Kurseinbruch wieder in den großen, schwarzen Trendkanal ein (siehe auch Wochenchart!!) Und dieser Trend ist der übergeordnete Abwärtstrendkanal.

 

Für die kommende Woche lassen sich somit zwei Szenarien skizzieren. Können sich die Kurse in dem jüngsten Trendkanal (schwarz gestrichelt) halten, wäre das gelbe Target auf der Oberseite das anzustrebende Ziel (bis Anfang Oktober gerechnet). Auf dem Weg dorthin wären allerdings nicht zu verachtende Hindernisse zu überwinden. Ob dies so einfach gelingt, nachdem die Schuldenproblematik im Euroland zunimmt, darf zu Recht bezweifelt werden.

 

Das von mir favorisierte Szenario liegt eindeutig auf der Shortseite. Eine mögliche Erholung des letzten Einbruchs könnte bis zur dicken, schwarzen Trendlinie laufen. Von dort prallt der Kurs dann wieder nach unten ab und wandert in den nächsten Wochen langsam bis hin zum lilafarbenden Target.

 

Ein erneuter Blick auf den Wochenchart, lässt eine noch eingetrübtere Sichtweise zu. Bei anhaltender Schwäche läge hier nämlich der nächste markante Halt erst wieder bei ca. 1,2870 $ zu suchen. Besonders die Schlusskurse auf Tages- und Wochenbasis unterstützen diese Sichtweise.

 

Doch denken Sie bitte immer daran: Alles kann, nichts muss!!!!

 

 

 

AUD/USD

Markttechnische Besprechung: Das Downgap zu Beginn der Handelswoche stoppte meine Longposition mit einem ansehnlichen Gewinn von ca. 14,3 % aus. Zwar konnte im weiteren Verlauf der Woche dieses Gap wieder geschlossen werden, doch mit einem wiedererstarkten USD fielen die Kurse bis zum Handelsschluss wieder in sich zusammen.

Damit hat sich auch die Diskussion bezüglich des roten Targets und dessen Anlaufrichtung geklärt. Sollte es also in der kommenden Woche angelaufen werden, dann mit großer Sicherheit von der Unterseite her. In diesem Fall muss mit einem Abpraller nach unten gerechnet werden. Dies wäre umso mehr als negativ zu werten, da es die Notierungen in diesem Fall nicht geschafft hätten, den roten Uptrendkanal wieder zurückzuerobern.

Das primäre Ziel auf der Unterseite läge dann bei ca. 1,0172 $ und im weiteren Verlauf bei ca. 0,9982 $. Hält auch dieser Bereich nicht, muss mit einem Rücklauf bis ca. 0,9528 $ gerechnet werden.

Im besten Fall schafft es der AUD, das rote Target nach oben zu durchstoßen und in seinem übergeordneten Uptrend einzutauchen. Für dieses Szenario habe ich unter den gegebenen Umständen jedoch meine Zweifel.

Doch auch hier gilt: Erwarten Sie immer das Unerwartete!!!

 

 

GBP/USD

Markttechnische Besprechung: Wie nicht anders zu erwarten, konnte sich auch der Cable der aktuellen Schuldenkrise im Euroland nicht gänzlich entziehen. Ganz im Gegenteil, nach einer anfänglichen Stabilisierung zu Beginn der Handelswoche brachen auch hier die Kurse auf ganze Front ein. Die in der letzten Kolumne genannten Ziele auf der Unterseite wurden allesamt erreicht.

Lediglich die Oberseite des im Juli nach oben verlassenen Downtrends (schwarz gestrichelt), konnte dem Kurs zum Handelsschluss hin etwas Einhalt gebieten. In diesem Zuge muss auch konstatiert werden, dass sich mit dem jüngsten Einbruch die Kurse nun wieder unterhalb der 200er Tagelinie befindet, was erfahrungsgemäß zu weiter fallenden Kursen führt.

In der kommenden Woche könnte das kleine Target bei ca. 1,5788 $ dem Kurs etwas zur Unterstützung gereichen. Mehr als eine Erholung dürfte jedoch nicht drin sein. Im weiteren Verlauf sehe ich die Ziele eher auf der Unterseite, als denn auf der Oberseite.

Werfen Sie auch noch einen Blick auf den Wochenchart, denn hier liegt das favorisierte Ziel für die kommenden Wochen auch eher auf der Unterseite und zwar bei ca. 1,49 $.

 

 

USD/CHF

Markttechnische Besprechung: Zum Schweizer Franken fällt mir immer nur eines ein: Wer hat´s erfunden? Die Schweizer. Nein, diesmal nicht die von Ricola, sondern die Notenbank. Diese machte nämlich sämtlichen Shortambitionen ein abruptes Ende. Die Intervention vom Dienstag führte nämlich zu einem kräftigen Anstieg, in dessen Zuge sämtliche Widerstände durchbrochen wurden. Der Rest der Woche war dann auch logischerweise von weiter steigenden Notierungen geprägt.

Sieht man sich nun die Großwetterlage an, so hat sich durch dieses Eingreifen der Kurs eine deutlich bessere Ausgangslage verschafft. Selbst wenn der starke Anstieg in dieser Woche in den kommenden Handelstagen etwas korrigiert werden sollte, kann man doch davon ausgehen, dass sich ein neuer Aufwärtstrend entwickelt. Hier wird sich zeigen müssen, wer mehr Macht hat. Die SNB oder doch die global Player. Man darf gespannt sein.

Auf eines möchte ich jedoch noch hinweisen. Hätte man (zumindest in den größeren Zeitfenstern) von dem kräftigen Anstieg profitieren können? Ja, hätte man. Und zwar mit dem Blick auf den Wochenchart. Hier gab es nämlich vor ca. 4 Wochen eine deutliche Umkehrkerze auf Wochenbasis, welche in der Folgewoche auch bestätigt wurde. Ein klassisches Gegensignal trat bis dato nicht wirklich auf. Somit hätte eine Longposition auf der Handelsregel der Umkehrstäbe deutliche Gewinne verbucht. Wie Sie sehen, lohnt sich auch auf Tagesbasis immer noch der Blick auf das übergeordnete Zeitfenster, welches hier eben der Wochenchart wäre. Warum ich nicht darauf geachtet und danach gehandelt habe, kann ich Ihnen leider auch nicht beantworten. Selber schuld, würde ich sagen.

 

 

USD/CAD

Markttechnische Besprechung: Wie in der letzten Kolumne geschrieben, wollte ich mir nach dem Ausstoppen meiner Longposition, auf einer kleineren Trendbasis einen neuen Einstieg suchen. Dieser gelang denn auch am Freitag auf Stundenbasis, denn hier wurde ein kleinerer Punkt zwei überwunden. Somit bin ich nun wieder mit einer Longposition im Markt.

Nach einem schwächeren Beginn der Woche zogen die Kurse mit Wiedererstarken des USD deutlich an. Am Freitag gelang dann der Angriff auf die wichtige Marke von 0,9981 CAD. Zwar wurde sie noch nicht überwunden, doch lässt der Schlusskurs in der Nähe des Tageshochs darauf hoffen, dass in der kommenden Handelswoche dieser Widerstand aus dem Markt genommen werden kann.

Das nächste zu erreichende Ziel läge dann bei ca. 1,0216 CAD.

Scheitert der Kurs jedoch erneut an der Marke von 0,9981 CAD, wäre das gelbe Target auf der Unterseite das primär zu erreichende Ziel.

Auch in diesem Pair lohnt sich der Blick auf den Wochenchart. Hier wurde nämlich die Umkehrkerze der letzten Woche (ich wies darauf hin) bestätigt. Somit hat sich auch hier die Möglichkeit weiter steigender Kurs deutlich erhöht.

 

USD/JPY   

Markttechnische Besprechung: Ausgehend von der hart umkämpften Marke bei ca. 76,54 JPY, sorgte der anziehende Dollar auch in diesem Pair für leicht steigende Kurse. Der Doji vom Freitag zeigt jedoch auch hier die immer noch vorherrschende Unsicherheit über den weiteren Verlauf deutlich auf.

Wie man hier bei uns in Bayern sagt, ist die Kuh noch längst nicht vom Eis. Möglicherweise steigt der Kurs noch bis zur oberen Begrenzung des roten Downtrends an, dürfte von dort jedoch erst mal wieder abprallen. Erst wenn dieser Downkanal per Schlusskurs überwunden wurde, kann mit einem Angriff auf die schwarze Trendlinie gerechnet werden.

Bis dahin bleibe ich jedoch dabei: Das rote Target auf der Unterseite ist mein erklärtes Ziel. Lediglich von der Markttechnik lasse ich mich gerne umstimmen.

 

 

Carpe Diem!!!!

 

 

Tradingweisheiten:

Bedenkzeit ist die Zeit,
die man verstreichen lässt,
bevor man bei seiner Meinung bleibt.

Georg Lichtenberg

 

In diesem Sinne, viel Erfolg und reichlich Beute auf dem Schlachtfeld des Orderbuches wünscht medianer70.

Die genannten Marken in den einzelnen Charts dienen lediglich als Hinweis und stellen keine Handlungsempfehlung dar.

Meine Trades, welche ich auf Basis dieser Kolumne eingegangen und beendet habe, findet Ihr im verlinkten Thread

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1154019-1-10/der-tages-thread-fuer-einsteiger-und-hobbytrader

und stehen dort zur Diskussion bereit. An selber Stelle freue ich mich auch auf Eure Anregungen und Hinweise. 

Wer noch mehr über Markttechnik lernen möchte, ist auch hier gut aufgehoben:

https://www.facebook.com/profile.php?id=100002152660084

Bewerten Sie diesen Artikel: (
0
Bewertungen)

3
3
Ihren XING-Kontakten zeigen

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Nachrichtensuche

Enthaltene Werte

WertpapierKursZeitPerf. in %
1,0294
25.05.
+0,29
0,95946
25.05.
+0,13
1,25149
25.05.
-0,19
1,56635
25.05.
-0,04
79,68
25.05.
+0,11

Autor

medianer70 beschäftigt sich seit 3 Jahren mit dem Trading und ist seit Oktober 2007 Mitglied in unserer Community. Täglich beobachtet er diverse Währungspaare und erstellt einfache Setup's um potentielle Chancen in den Märkten zu erkennen.