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Börsen in Europa am Morgen Verluste, Carrefour brechen ein

 |  13.10.2011, 10:51  |  1330 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - An den wichtigsten europäischen Börsen sind im frühen Donnerstaghandel Abschläge auszumachen. Nach den jüngsten Zugewinnen nehmen die Anleger ein paar Gewinne mit. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,75 Prozent auf 2.354,37 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verschlechtert sich um 0,92 Prozent auf 2.256,52 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.

In Frankreich stehen Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362) mit einem Abschlag von 5,4 Prozent an der Spitze der Verliererliste im CAC 40 deutlich unter Druck, nachdem der Handelskonzern die Umsatzzahlen für das dritte Quartal veröffentlichte. Demnach lag der konsolidierte Gesamtumsatz im Berichtszeitraum (inklusive Benzinverkäufen) mit 22,80 Mrd. Euro auf Basis konstanter Wechselkurse um 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Ohne die Berücksichtigung von Benzinverkäufen wurde im Berichtszeitraum auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Kalender-Effekte ein Minus von 0,6 Prozent ausgewiesen. Nach Einschätzung von CEO Lars Olofsson spiegelt die Umsatzentwicklung im dritten Quartal das nach wie vor herausfordernde Umfeld im Einzelhandel wider, das durch das eingetrübte konjunkturelle Gesamtumfeld beeinträchtigt wird. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wurde im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr nach unten revidiert. Demnach erwartet Carrefour beim operativen Gewinn nunmehr einen Rückgang zwischen 15 und 20 Prozent für das laufende Fiskaljahr. Zuvor hatte der Einzelhandelskonzern hier ein Minus von etwa 15 Prozent in Aussicht gestellt. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen Alcatel-Lucent mit einem Zugewinn von 9,8 Prozent wieder. Der Telekom-Ausrüster will einem Pressebericht zufolge sein Geschäft mit Call-Zentren verkaufen.

In der Schweiz richtet sich der Fokus der Investoren im frühen Handel auf die Aktie von Roche (ISIN CH0012032113/ WKN 851311), die sich am Indexende des SMI um 3,8 Prozent verbilligt. Der Pharmakonzern musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzrückgang ausweisen. So lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen mit 31,49 Mrd. Schweizer Franken (CHF) um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert von 36,13 Mrd. CHF: Bereinigt um Wechselkurseffekte wurde im Berichtszeitraum ein im Vergleich zum Vorjahreswert unveränderter Umsatz ausgewiesen. Im Pharmageschäft, der umsatzstärksten Division des Konzerns, verzeichnete Roche in Schweizer Franken einen Umsatzrückgang von 14 Prozent, während man auf wechselkursbereinigter Basis einen Umsatzrückgang von 1 Prozent hinnehmen musste. Im Anschluss wurde die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Demnach erwartet Roche weiterhin auf Basis konstanter Wechselkurse einen Anstieg beim bereinigten Ergebnis je Aktie von 10 Prozent.

Ferner macht auch Julius Bär (ISIN CH0102484968/ WKN A0YBDU) mit einer Nachricht auf sich aufmerksam. So teilte die Bank mit, dass sie und die Macquarie Group (ISIN AU000000MQG1/ WKN A0M6VH), die größte Investmentbank Australiens, eine strategische Kooperation vereinbart haben. Das Abkommen umfasst künftige Geschäftsmöglichkeiten im Private und Investment Banking in Nord- und Südostasien. So wird Julius Baer als Bestandteil der Vereinbarung Kunden für Investment-Banking-Transaktionen an Macquarie verweisen. Umgekehrt wird Macquarie Kunden an Julius Bär vermitteln, die Private-Banking-Dienstleistungen benötigen. Zudem werden im Rahmen von Julius Bärs offener Produktplattform die Investment-Banking-Produkte von Macquarie vermehrt der Kundschaft von Julius Bär in Asien zugänglich gemacht. Darüber hinaus wird das Vermögensverwaltungsgeschäft für Privatkunden von Macquarie in Asien zu Julius Bär transferiert. Macquarie Private Wealth Asia hat den Angaben zufolge Niederlassungen in Singapur sowie Hongkong und verwaltet Kundenvermögen von rund 1 Mrd. US-Dollar. Julius Baer legen an der Spitze des SMI um 2,8 Prozent zu.

BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) verlautbarte heute, dass er und seine Partner derzeit vier neue Öl- und Gasprojekte entwickeln, die in den nächsten fünf Jahren zusammen Investitionen in Höhe von insgesamt fast 10 Mrd. Britischen Pfund (GBP) in die britische Ölindustrie nach sich ziehen werden. Damit sichere BP seine Produktion in der Nordsee für die nächsten Jahrzehnte. Die Titel des Ölkonzerns verschlechtern sich um 1,4 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.354,37 (-0,75 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.256,52 (-0,92 Prozent) FTSE 100 (London): 5.398,59 (-0,79 Prozent) CAC40 (Paris): 3.215,78 (-0,43 Prozent) MIB (Mailand): 16.379,21 (-0,77 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.974,70 (-0,57 Prozent) SMI (Zürich): 5.723,88 (-0,99 Prozent) ATX (Wien): 2.000,86 (-0,32 Prozent) (13.10.2011/ac/n/m)

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