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€uro fondsxpress Ackermann will kein Geld

 |  14.10.2011, 17:48  |  2593 Aufrufe  |   0  | 

Die Tage von Josef Ackermann als Chef der Deutschen Bank sind zwar gezählt,aber er ist wie eh und je Meinungsstark. Wenn es etwas aus Sicht der deutschen Banken zu kommunizieren gibt, muss immer Joe ran. Dagegen bleibt das eigentliche Sprachrohr der deutschen Finanzindustrie, der Chef des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer, meist in Deckung. Aktuell ficht Ackermann mal wieder einen Kampf gegen die Zwangsbeglückung mit Staatsgeld. Er hält die Diskussion um die Zwangskapitalisierung für unsäglich. Wie schon 2008, als er gesagt haben soll – „er würde sich schämen Staatsgeld anzunehmen“ – will er auch diesmal dem Steuerzahler nicht in die Tasche greifen.

Verständlich, wenn die Deutsche Bank so solide ist, wie Ackermann beteuert. Denn, sollten der Bund Ackermann mit einer milden Gabe unterstützen, würde dies sicher nicht ohne Gegenleistung passieren. Soll heißen: Wie schon die Commerzbank würde dann die Deutsche zur teilverstaatlichten Bank mutieren. Dass dies Ackermann nicht gefallen würde, ist mehr als verständlich. Zumal auch anders als 2008 die augenblickliche Krise kaum die Schuld der Banken, sondern der Staaten ist.

Banken leiden unter dem Kursverfall der Staatsanleihen und weniger unter irgendwelchen Zockereien. Daher müssten nur die Länder dafür sorgen, dass sie ihre Haushalte auf Vordermann bringen, dann würden die Kurse der Anleihen zulegen und den Banken ginge es besser. Bis dahin werden die Banken bei der Kreditvergabe vorsichtig sein, um die Bilanzen auf Vordermann zu bringen. Schlecht für Mittelständler – gut für Anleger des J. Führ Mittelstands Rentenfonds (S. 13). Sein Universum dürfte dadurch stark wachsen.

Ein schönes Wochenende wünscht

Jörn Kränicke, Chefredakteur

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