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Börse Frankfurt Schluss Solide Zugewinne, Volkswagen und GEA gesucht

 |  02.11.2011, 18:07  |  1493 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes konnten sich heute von ihren massiven Vortagesverlusten erholen. Allerdings hat die Unsicherheit am Markt seit der Ankündigung Griechenlands, ein Referendum zu den geplanten EU-Hilfen abhalten zu wollen, wieder deutlich zugenommen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann zuletzt 2,25 Prozent auf 5.965,63 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) legte um 1,43 Prozent zu auf 8.855,47 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,82 Prozent nach oben auf 4.487,21 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 1,40 Prozent auf 682,99 Punkte hinzugewann. Der Bund Future verlor zuletzt 0,35 Prozent auf 137,66 Zähler, während der Euro 0,86 Prozent auf 1,3771 Dollar zulegte.

An der Wall Street bewegen sich die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 1,5 Prozent im Plus. Konjunkturseitig steht heute in den USA noch das Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis zur Veröffentlichung an. Am morgigen Donnerstag wird unter anderem das Sitzungsergebnis des geldpolitischen Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) bekannt gegeben. In den USA werden die Arbeitsproduktivität, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Lohnstückkosten, der ISM-Dienstleistungsindex sowie die Industrieaufträge publiziert.

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hält nach Angaben des Statistischen Bundesamtes an. So hat sich die Erwerbstätigkeit im September 2011 erneut erhöht. Nach vorläufigen Berechnungen erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland mit rund 41,31 Millionen Personen einen neuen Höchststand. Das waren 464.000 Personen bzw. 1,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Im August hatte die Zahl der Erwerbstätigen um 1,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen. Unterdessen hat sich die günstige Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich im Oktober 2011 im Zuge der anhaltenden Herbstbelebung fortgesetzt. So fiel die Zahl der Arbeitslosen um 59.000 auf 2.737.000. Saisonbereinigt errechnet sich aber ein leichtes Plus von 10.000. Die Arbeitslosenquote ging gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent zurück.

Die Pkw-Neuzulassungen verzeichneten im Oktober 2011 eine Zunahme. Dies teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um 0,6 Prozent auf 258.253 Fahrzeuge. Auf Monatssicht wurde damit ein Minus von 8,0 Prozent verbucht. Insgesamt stieg die Zahl der Kfz-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 1,4 Prozent auf 295.970 Einheiten. Dies entspricht einem Rückgang von 8,3 Prozent verglichen mit dem Vormonat.

Fresenius Medical Care (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) hat im dritten Quartal 2011 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Die Jahresprognose wurde zudem bestätigt. So stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 3,24 Mrd. US-Dollar (+4 Prozent währungsbereinigt). Das organische Umsatzwachstum belief sich auf 1 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs im dritten Quartal 2011 um 8 Prozent auf 534 Mio. US-Dollar. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 13 Prozent auf 279 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,92 US-Dollar pro Stammaktie, verglichen mit 0,82 US-Dollar im dritten Quartal 2010. Die Aktie des Dialysespezialisten lag im DAX geringfügig im Plus. Daneben legten Fresenius (ISIN DE0005785604/ WKN 578560) um 3,3 Prozent zu. Der Gesundheitskonzern hat sein Ergebnis in den ersten neun Monaten kräftig verbessert und im dritten Quartal sogar einen Rekordgewinn verbucht. So wuchs der Konzernumsatz im Neunmonatszeitraum um 2 Prozent (währungsbereinigt: 5 Prozent) auf 12,09 Mrd. Euro. Das organische Wachstum betrug 4 Prozent. Daneben zog das Konzernergebnis um 14 Prozent (währungsbereinigt: 17 Prozent) auf 565 Mio. Euro an. Im dritten Quartal 2011 erreichte das Konzernergebnis einen neuen Rekordwert von 202 Mio. Euro (3. Quartal 2010: 193 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie kletterte nach neun Monaten um 13 Prozent auf 3,47 Euro. Ferner wurde der Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2011 erhöht. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 15 bis 18 Prozent steigen. Fresenius erwartet, die obere Hälfte der Bandbreite zu erreichen. Zudem soll der währungsbereinigte Anstieg des Konzernumsatzes nun rund 6 Prozent betragen.

MAN (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) rückten heute um 4,9 Prozent vor, obwohl die Zahlen zum dritten Quartal wegen des konjunkturellen Gegenwindes verhalten ausfielen. So verbuchte MAN einen Umsatzanstieg auf 4,03 Mrd. Euro, nach 3,76 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang lag mit 4,10 Mrd. Euro um 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim operativen Ergebnis wurde ein leichter Rückgang auf 321 Mio. Euro verzeichnet, nach 324 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Nachsteuerergebnis lag bei 171 Mio. Euro, nach 180 Mio. Euro im Vorjahr. Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) verteuerten sich indes um 1,8 Prozent. Der Automobilkonzern und sein chinesischer Partner BAIC (Beijing Automotive Group Co. Ltd.) haben mit einer Absichtserklärung vereinbart, ihre umfassende strategische Partnerschaft weiter zu vertiefen. In diesem Zusammenhang werden die beiden Unternehmen gemeinsame Initiativen der Zusammenarbeit und Investitionen analysieren. Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) fuhren schließlich um 6 Prozent vor, nachdem der Automobilkonzern in den USA im Oktober mit einem deutlichen Absatzplus aufwarten konnte. Wie schon gestern Abend bekannt gegeben wurde, stieg der Fahrzeugabsatz im Berichtsmonat in den USA im Vergleich zum Vorjahresmonat um 39,6 Prozent auf 28.028 Modelle. Profitieren konnte man vor allem von der starken Nachfrage bei den neuen Modellen Passat und Beetle. Zudem konnte die Tochter AUDI (ISIN DE0006757008/ WKN 675700) im dritten Quartal 2011 einen operativen Rekordgewinn erzielen.

Im MDAX rückten GEA (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) um 6 Prozent vor und markierten damit die Indexspitze. Das Unternehmen konnte das dritte Quartal 2011 mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnplus abschließen. Der Umsatz erhöhte sich um 24,2 Prozent auf 1,40 Mrd. Euro (organisch um 13,5 Prozent). Ferner kletterte das Konzernergebnis auf 85,9 Mio. Euro, nach 35,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Auch das Ergebnis je Aktie wurde von 0,19 auf 0,47 Euro mehr als verdoppelt. Mit seinem Zahlenausweis überzeugen konnte auch der Modekonzern HUGO BOSS (ISIN DE0005245534/ WKN 524553). So verbesserte man im dritten Quartal Umsatz- und Ergebnis deutlich. Der Umsatz lag mit 615,0 Mio. Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Das währungsneutrale Wachstum auf vergleichbarer Fläche betrug im dritten Quartal 6 Prozent. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 119,7 Mio. Euro verbucht, nach zuvor 92,2 Mio. Euro. Das Papier verteuerte sich um 1,2 Prozent.

EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) gaben daneben um 0,4 Prozent ab. Der Luft- und Raumfahrtkonzern beabsichtigt Presseangaben zufolge, europäischen Regierungen ein Tauschgeschäft in Milliardenhöhe anzubieten. Wie es heißt, strebt die EADS-Rüstungssparte Cassidian vor dem Hintergrund der geplanten Kürzungen und Umschichtungen der europäischen Militärbudgets ein solches Tauschgeschäft an. Dabei würde EADS auf Schadenersatz für den Wegfall von Bestellungen für 124 Eurofighter-Kampfflugzeuge verzichten, falls einige Regierungen im Gegenzug die unbemannte Drohne Talarion orderten und zusätzlich Modernisierungs- und Wartungsaufträge an EADS vergäben. Anleger trennten sich vornehmlich von den Papieren von Wacker Chemie, die als schwächster Wert rund 2 Prozent nachgaben.

Im TecDAX verbesserten sich MorphoSys (ISIN DE0006632003/ WKN 663200) um rund 3 Prozent, nachdem der Biotechnologiekonzern die bestehende Lizenzvereinbarung mit dem japanischen Pharmakonzern Shionogi & Co. (ISIN JP3347200002/ WKN 855648) verlängert hat. Schließlich hat die im SDAX notierte Ströer Out-of-Home Media (ISIN DE0007493991/ WKN 749399) ihr Portfolio in der digitalen Außenwerbung durch einen Zukauf um den Bereich Einkaufszentren erweitert. So verstärkt der Konzern mit dem Erwerb der ECE flatmedia GmbH, eines führenden Anbieters für digitale Markenkommunikation und Verkaufsförderung in Einkaufszentren, sein Engagement m Bereich des Bewegtbildmarktes, in dem bisher nur TV- und Internet-Anbieter unterwegs waren. Die ECE flatmedia GmbH ist eine Tochtergesellschaft der ECE. Das Papier lag zuletzt geringfügig im Plus.

DAX: 5.965,63 (+2,25 Prozent) MDAX: 8.855,47 (+1,43 Prozent) SDAX: 4.487,21 (+0,82 Prozent) TecDAX: 682,99 (+1,40 Prozent) (02.11.2011/ac/n/m)

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