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MDAX-Aktie bietet Spitzenrendite

 |  08.11.2011, 08:30  |  100583 Aufrufe  |   0  | 
Die Geschäfte der Axel Springer AG laufen bestens! Nach Angaben des Unternehmens kann das Unternehmen bis zum heutigen Zeitpunkt weder im deutschen Print-Geschäft noch bei den digitalen Geschäftsmodellen eine konjunkturelle Abkühlung feststellen. Der im MDAX notierte Konzern profitiert eher immer mehr und mehr vom Durchbruch der digitalen Medien. Das Online Performance Marketing Geschäft könnte sogar von einem wirtschaftlichen Abschwung profitieren, da Unternehmen Maßnahmen zur Absatzförderung verstärken dürften. Darüber hinaus könnte das Werbegeschäft im deutschen Zeitungsgeschäft anziehen, da in Zeitungen vorwiegend Werbung für den Abverkauf von Produkten geschaltet wird. Zudem sollten die Geschäfte zum Beispiel von der Preissuchmaschine idealo.de und das französische Immobilienportal SeLeger von einer konjunkturellen Abkühlung kaum betroffen sein. Auch dürften die Vertriebserlöse im deutschen Print-Geschäft bei einem möglichen schwächeren Konjunkturverlauf weitgehend stabil bleiben. Zudem sind die Berliner längst nicht mehr abhängig von Werbeeinnahmen im klassischen deutschen Print-Geschäft. Die Einnahmen im digitalen respektive Online-Werbegeschäft liegen bereits über den Umsätzen aus den traditionellen Werbeumsätzen.

Ertragstechnisch überzeugt Axel Springer! Nach einem erfolgreichen Jahresauftakt hat das Unternehmen die positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten expandierten die Einnahmen um knapp zwölf Prozent auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die leicht sinkenden Erlöse bei den inländischen Printmedien konnten durch ein kräftiges Wachstum bei den digitalen und internationalen Medien überkompensiert werden. Bereinigt um Konsolidierungseffekte aus neu erworbenen Gesellschaften erhöhte sich der Umsatz moderat. Getragen wurde das Wachstum durch ein Umsatzplus von 53,4 Prozent bei den internationalen Printmedien und von einem Anstieg um über 30 Prozent bei den digitalen Medien. Inzwischen tragen die digitalen und internationalen Medien mit 44 Prozent zum Umsatz bei und mit fast 39 Prozent zum Konzern-EBITDA. Im ersten Halbjahr stieg das EBITDA um 10,5 Prozent auf 288,7 Millionen Euro an. Das entspricht einer komfortablen Marge von rund 19 Prozent. „Die Zahlen bestätigen unsere Strategie. Axel Springers digitale und internationale Aktivitäten sind nicht nur die Wachstumstreiber, sondern tragen mittlerweile auch nahezu 40 Prozent zum operativen Ergebnis bei. Ergebnisverbesserungen haben wir im digitalen Geschäft insbesondere bei unseren Inhalte-Portalen und Rubriken-Marktplätzen erreicht. Unsere Initiative für Bezahlinhalte im Internet macht Fortschritte, und wir werden diesen langfristigen Paradigmenwechsel weiter beharrlich vorantreiben“, sagt Vorstandschef Mathias Döpfner.

Unterm Strich verdiente Axel Springer im ersten Halbjahr 151,2 Millionen Euro. Der um wesentliche, nicht operative Effekte bereinigte Konzernüberschuss erreichte einen Wert von fast 170 Millionen Euro. Alle bedeutenden Segmente arbeiten zwischenzeitlich hoch profitabel. Das Segment Zeitungen National, inklusive der BILD-Zeitung, setzte in den ersten sechs Monaten 585 Millionen Euro um und erzielte eine EBITDA-Marge von 22,7 Prozent. In der Einheit digitale Medien betrug der Umsatz 435 Millionen Euro. Die EBITDA-Rendite konnte gegenüber dem Vorjahr von zwölf auf mehr als 16 Prozent zulegen. Das Segment Print International setzt 236,6 Millionen Euro um und verbesserte die EBITDA-Marge von 10,3 auf 17,1 Prozent.

Für das zweite Halbjahr bleiben die Aussichten der Berliner positiv. Die Preiserhöhung bei der BILD-Zeitung in Q2 wird sich in der zweiten Jahreshälfte voll auswirken. Laut Kai Diekmann, Chefredakteur von BILD, könnte Deutschlands „wichtigste“ Zeitung 2011 ein Rekordergebnis einfahren. Zudem sind die Werbeerlöse im ersten Halbjahr in Deutschland für Zeitungen noch recht schwach gewesen. Das könnte sich im zweiten Semester 2011 ebenfalls noch verbessern. Die Wachstumsdynamik bei Digital war bisher stark und wird sich weiter beschleunigen.

CEO Döpfner erwartet nach wie vor für das Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg der Gesamterlöse im einstelligen Prozentbereich, zu dem voraussichtlich alle Erlöskategorien: Vertriebs-, Werbe- und übrige Erlöse, beitragen werden. Für das EBITDA rechnet der Vorstand im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. 2010 erzielte der Konzern einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro sowie ein EBITDA von 510 Millionen Euro. 2011 sollte der Umsatz die Marke von drei Milliarden Euro knacken. Das EBITDA erwarten Analysten bei 573 Millionen Euro und das EBIT bei 444 Millionen Euro. Unterm Strich könnten 244 Millionen Euro Profit am Jahresende in den Büchern stehen oder 2,46 Euro je Aktie. Für das Jahr 2010 erhielten die Anteilseigner eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie. 2011 sollte Döpfner nicht weniger ausschütten. Eher sogar etwas mehr! Auf aktuellem Kursniveau entspricht dies einer Dividendenrendite von mehr als sechs Prozent. Unterstellen wir 2012 eine konjunkturelle Eintrübung, könnte der Konzern nur moderat betroffen sein. Der Gewinn dürfte dann allenfalls um circa zehn Prozent zurückgehen. Das KGV beträgt demnach zwölf und ist für einen Cashflow-starken Konzern nicht zu viel. Strategisch will Döpfner zudem weiter über Zukäufe wachsen. Eine jüngst kolportierte Komplettübernahme der WAZ-Gruppe schließen wir allerdings aus. Vereinzelte Teile könnten allerdings für Axel Springer interessant sein. Zum Beispiel die Krone-Zeitung in Österreich. Das ist die „BILD“ von Österreich. Hauptfokus bei Übernahmen wird aber weiterhin der Bereich digitale Medien bleiben. Auch ein börsennotiertes Unternehmen in dieser Sparte könnte für den Konzern von Interesse sein.

Der über 12.000 Mann starke Betrieb wird an der Börse wird an der Börse mit 2,7 Milliarden Euro kapitalisiert. Wir raten zum Kauf einer ersten Position bei Kursen um 27,50 Euro. Bei weiterer Kursschwäche empfehlen wir die Position aufzustocken.

Viele Grüße
http://www.tradecentre.de
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