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Börse Frankfurt am Morgen Schwacher Auftakt, EADS heben ab

 |  10.11.2011, 10:03  |  722 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Indizes starten nach der schwachen Vortagesentwicklung erneut mit Abschlägen in den neuen Handelstag. Dabei lastet weiterhin die schwelende Schuldenkrise in Italien auf der Stimmung der Anleger. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 1,36 Prozent auf 5.750,10 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,71 Prozent auf 8.808,42 Stellen nachgibt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 1,36 Prozent auf 4.418,22 Zähler nach unten. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) fällt um 1,51 Prozent auf 681,24 Punkte zurück. Der Bund-Future gewinnt 0,03 Prozent auf 138,86 Punkte, während der Euro um 0,04 Prozent auf 1,3531 US-Dollar zulegt.

Die Wall Street zeigte sich am Mittwoch kräftig unter Druck. Wie in Europa blickten auch die Marktteilnehmer in dem USA mit Sorge auf das hoch verschuldete Euro-Mitgliedsland Italien. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor am Ende 3,20 Prozent auf 11.780,94 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 3,88 Prozent auf 2.621,65 nachgab. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) fiel unterdessen um 3,67 Prozent auf 1.229,11 Punkte zurück. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 2,91 Prozent bei 8.500,80 Punkten.

Im DAX setzen sich Aktien der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) mit einem Plus von 1,9 Prozent an die Indexspitze. Der Konzern konnte seinen Gewinn im dritten Quartal steigern, während der Umsatz zurückging. Nach neun Monaten wurde dagegen ein rückläufiges Ergebnis ausgewiesen. Indes bestätigte man die Finanzziele für das Gesamtjahr 2011. So geht der Konzern unverändert von einem bereinigten EBITDA aus dem fortzuführenden Geschäft von rund 14,9 Mrd. Euro aus. Für das US-Geschäft ist ein bereinigtes EBITDA von etwa 5,5 Mrd. Dollar geplant. Der Free Cashflow des Konzerns soll bei mindestens 6,5 Mrd. Euro liegen.

In die lange Liste der Verlierer im DAX reihen sich Anteile von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) mit einem Abschlag von 2,2 Prozent ein. Der Technologiekonzern konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 20,35 Mrd. Euro um 5 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten verbuchte Siemens einen Anstieg auf 1,23 Mrd. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum angesichts hoher Einmalbelastungen in der Diagnostik-Sparte einen Verlust von 42 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Konzernchef Peter Löscher sieht den Konzern gut gerüstet für ein moderates Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2012 und das mittelfristige Überschreiten der 100 Mrd. Euro-Schwelle.

Der Energieversorger RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) gab derweil bekannt, dass sein Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 um 46 Prozent gesunken ist, während sich der Umsatz leicht rückläufig zeigte. RWE bestätigte den im August aktualisierten Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr. Das EBITDA wird um ca. 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen, das betriebliche Ergebnis ca. 25 Prozent und das nachhaltige Nettoergebnis ca. 35 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang der Ergebnisgrößen sind die Belastungen, die aus den energiepolitischen Beschlüssen der deutschen Regierung erwachsen. Anteile von RWE bewegen sich nach Zahlen mit 1,4 Prozent im Minus. Papiere des Konkurrenten E.ON behaupten sich mit einem moderaten Abschlag von 0,5 Prozent auf den vorderen Rängen im DAX.

Aktien von K+S (ISIN DE000KSAG888/ WKN KSAG88) markieren indes mit einem Minus von 5,8 Prozent das Indexende. Dabei konnte der Düngemittelhersteller im dritten Quartal 2011 sowohl Umsatz als auch Ergebnis verbessern. Die hohe weltweite Nachfrage nach Düngemitteln und das damit einhergehende deutlich höhere Kalipreisniveau waren maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich. Der Konzern geht davon aus, das bereinigte Konzernergebnis der fortgeführten Geschäftstätigkeit im Jahr 2011 steigern und einen Wert von 650 bis 690 Mio. Euro erreichen zu können (bisher: 650 bis 720 Mio. Euro). Dies entspräche einem bereinigten Ergebnis je Aktie der fortgeführten Geschäftstätigkeit von etwa 3,40 bis 3,60 Euro (bisher: 3,40 bis 3,75 Euro; Vorjahr: 2,34 Euro).

Im MDAX stechen Papiere von EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) mit einem Plus von 6,1 Prozent an der Indexspitze hervor. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass er seinen Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 mehr als verdoppeln konnte. Die Neun-Monats-Ergebnisse übertrafen damit die Erwartungen. Trotz der jüngsten Turbulenzen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld bleibt die Dynamik am zivilen Flugzeugmarkt weiterhin robust; die Verteidigungsmärkte westlicher Staaten jedoch sind wie erwartet angespannt. Indes wurden die Gesamtjahresprognosen nach oben korrigiert. Der Motorenhersteller DEUTZ (ISIN DE0006305006/ WKN 630500) konnte im dritten Quartal 2011 dank einer deutlichen Absatzsteigerung ein kräftiges Ergebniswachstum erzielen. Das Konzernergebnis verbesserte sich im dritten Quartal 2011 auf 20,7 Mio. Euro, gegenüber einem Verlust von 13,1 Mio. Euro in 2010. Die Unternehmensaktie reagiert allerdings mit einem Minus von 3,5 Prozent.

Für Papiere von Deutsche EuroShop (ISIN DE0007480204/ WKN 748020) geht es 1,6 Prozent nach unten. Der Konzern meldete, dass sich sein Geschäftsmodell in den ersten neun Monaten 2011 als stabil erwiesen hat. Zudem wurde die Guidance leicht erhöht. Den weiteren Angaben zufolge ist der Vorstand auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs zuversichtlich, für das Geschäftsjahr 2011 eine stabile Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausschütten zu können. Die Optikerkette Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) konnte unterdessen in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Der Konzern ist zuversichtlich, die Marktposition weiter ausbauen zu können. Für das Gesamtjahr bestätigt Fielmann seine Prognose. Man erwartet eine Ausweitung von Absatz, Umsatz und Gewinn. Außerdem sollen mehr als 480 Arbeitsplätze geschaffen werden. Anteile von Fielmann bewegen sich aktuell mit 1,3 Prozent im Minus.

Papiere von Celesio (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100) fallen indes um 0,4 Prozent zurück. Der Pharmagroßhändler musste in den ersten neun Monaten angesichts von Sparmaßnahmen im staatlichen Gesundheitswesen einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Inzwischen sieht sich der Konzern wieder auf stabilem Boden und bekräftigt die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2011. Bei STADA (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) lagen die Umsatz- und operativen Ertragskennzahlen in den ersten neun Monaten 2011 im Rahmen der Erwartungen. Allerdings verzeichnete der Konzern im dritten Quartal 2011 unerwartet in Serbien hohe einmalige ertragsbelastende Sondereffekte, so dass die ausgewiesenen Ertragskennzahlen stark rückläufig und teilweise negativ waren. Die Unternehmensaktie gibt 1,9 Prozent nach.

Im TecDAX verlieren Aktien von Bechtle (ISIN DE0005158703/ WKN 515870) 2,5 Prozent an Wert. Der Konzern meldete heute, dass sein Geschäftsverlauf auch im dritten Quartal von einem guten Investitionsklima in der IT-Branche geprägt war. Auf Basis der anhaltend hohen Nachfrage setzte sich das Wachstum der Vorquartale fort. An der Indexspitze behaupten sich Papiere von Drillisch mit einem Plus von 1,7 Prozent. Q-Cells geben indes als schwächster Wert über 5 Prozent ab.

DAX: 5.750,10 (-1,36 Prozent) MDAX: 8.808,42 (-0,71 Prozent) SDAX: 4.418,22 (-1,36 Prozent) TecDAX: 681,24 (-1,51 Prozent) (10.11.2011/ac/n/m)

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