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Börsen in Europa am Mittag Indizes legen zu, Credit Suisse und Zurich Financial gesucht

 |  10.11.2011, 14:10  |  1116 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes können zur Mittagszeit leicht zulegen. Allerdings sorgt die Lage in Italien nach wie vor für Verunsicherung an den Märkten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 1,54 Prozent auf 2.284,00 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legt um 0,61 Prozent zu auf 2.266,84 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.

Die Wall Street dürfte heute freundlicher in den Handel starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,80 Prozent. Der NASDAQ-Future legt momentan um 0,29 Prozent zu, während der S&P-Future um 0,17 Prozent nach oben klettert. Konjunkturseitig werden heute in den USA die Ein- und Ausfuhrpreise, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Handelsbilanz sowie der Staatshaushalt gemeldet.

Die französischen Verbraucherpreise sind im Oktober 2011 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Dies gab die Statistikbehörde INSEE in Paris bekannt. So kletterte die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 2,3 Prozent, nach 2,2 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich zogen die Lebenshaltungskosten um 0,2 Prozent an, gegenüber einem Preisrückgang um 0,1 Prozent im September. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Frankreich lag um 2,5 Prozent höher als im Oktober 2010. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,1 Prozent.

Im CAC40 können sich Anteile von EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) mit einem Aufschlag von 5,4 Prozent an der Indexspitze behaupten. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass er seinen Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 mehr als verdoppeln konnte. Die Neun-Monats-Ergebnisse übertrafen damit die Erwartungen. Trotz der jüngsten Turbulenzen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld bleibt die Dynamik am zivilen Flugzeugmarkt weiterhin robust; die Verteidigungsmärkte westlicher Staaten jedoch sind wie erwartet angespannt. Indes wurden die Gesamtjahresprognosen nach oben korrigiert. Crédit Agricole (ISIN FR0000045072/ WKN 982285) meldete derweil, dass ihr Gewinn im dritten Quartal eingebrochen ist, was vor allem auf eine Abschreibung auf griechische Staatsanleihen zurückzuführen ist. Die Erwartungen des Marktes wurden damit klar verfehlt. Die Unternehmensaktie fällt um 1,7 Prozent zurück.

Anteile von Air France-KLM (ISIN FR0000031122/ WKN 855111) verlieren unterdessen 1,4 Prozent an Wert. Die Fluggesellschaft gab gestern bekannt, dass sie im abgelaufenen zweiten Fiskalquartal 2011/12 angesichts gestiegener Kerosinpreise und der schwachen globalen Nachfrage einen drastischen Gewinnrückgang ausweisen musste. Zudem erwartet der Konzern nun einen operativen Verlust im Gesamtjahr. Bislang hatte Air France-KLM trotz der anhaltenden Probleme beim Kerosinpreis, aber auch in Japan, Afrika und Naher Osten, prognostiziert, ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Die Aktie von Veolia Environnement (ISIN FR0000124141/ WKN 501451) gewinnt 1,6 Prozent hinzu, obwohl der Umweltservice-Konzern in den ersten neun Monaten einen Ergebnisrückgang ausweisen musste. Für das laufende Fiskaljahr wurden die Unternehmensziele allerdings bestätigt.

Papiere von AEGON (ISIN NL0000303709/ WKN A0JL2Y) können um 5,1 Prozent zulegen. Der Versicherer meldete am Donnerstag, dass er im dritten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch verbuchen musste, was mit schwächeren Aktienmärkten, deutlich niedrigeren Zinssätzen und einer weiteren Abschwächung des US-Dollars zusammenhängt. Der Einzelhandelskonzern Delhaize (ISIN BE0003562700/ WKN 853151) meldete am Donnerstag, dass sein Gewinn im dritten Quartal leicht gesunken ist. Trotz eines Umsatzwachstums verwies der Konzern auf ein zunehmend vorsichtiges Kaufverhalten in den USA, vor allem im Südosten des Landes. Papiere von Delhaize fallen ein halbes Prozent zurück.

Im Schweizer SMI zählen Papiere von Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919) mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent zu den Gewinnern. Der Versicherungskonzern gab heute bekannt, dass er im dritten Quartal einen Gewinnsprung verbucht hat. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn nach Steuern belief sich im dritten Quartal auf 1,24 Mrd. US-Dollar, im Vergleich zu 756 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 810 Mio. US-Dollar ausgegangen. Auch nach neun Monaten wurde das Ergebnis deutlich gesteigert. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. An der Indexspitze legen Credit Suisse um 2,3 Prozent zu.

Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut (ISIN CH0009002962/ WKN 914661) gab heute seine Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt. Dabei konnten Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Die Abschwächung mehrerer Währungen gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) beeinträchtigte den Umsatz ebenso wie den Betriebsgewinn (EBIT). Der Konzerngewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 19,8 Prozent Der Konzerngewinn für das Geschäftsjahr einschließlich aufgegebener Geschäftsaktivitäten lag bei 176,8 Mio. CHF, verglichen mit 251,7 Mio. CHF im Vorjahr. Der Rückgang ist auf den einmaligen Verlust von 82,1 Mio. CHF aus der Veräußerung des europäischen Verbrauchergeschäfts zurückzuführen. Papiere von Barry Callebaut fallen aktuell um 2,3 Prozent zurück.

In Wien geben Aktien von PALFINGER (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) um 5,2 Prozent nach. Der Industriekranhersteller meldete, dass er in den ersten drei Quartalen 2011 eine äußerst zufrieden stellende Geschäftsentwicklung verzeichnet hat. Trotz der neuerlich aufkeimenden Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung in Europa erzielte der Konzern ein signifikantes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis wurde mehr als verdoppelt. Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2011 blieb unverändert. Anteile von Flughafen Wien (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) fallen um 1,5 Prozent zurück. Der Flughafenbetreiber präsentierte heute die Passagierzahlen für den Monat Oktober. Demnach wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.914.554 Fluggäste abgefertigt, was einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Osteuropa verzeichnete bei den Passagierzahlen im Vergleich zum Oktober 2010 ein Plus von 17,0 Prozent. Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg um 4,0 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.284,00 (+1,54 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.266,84 (+0,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.480,39 (+0,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.106,76 (+1,03 Prozent) MIB (Mailand): 15.471,89 (+2,65 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.340,60 (-2,09 Prozent) SMI (Zürich): 5.606,58 (-0,02 Prozent) ATX (Wien): 1.920,42 (-0,14 Prozent) (10.11.2011/ac/n/m)

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