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Börse&Märkte Wochenrückblick KW 45

 |  11.11.2011, 17:58  |  3823 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche zeigten die Weltbörsen insgesamt keine einheitliche Tendenz. Der DAX gewann 1,5. Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz ein Plus von etwa 0,1 Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Minus von rund 3,3 Prozent abgeschlossen. In den USA konnte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 2,4 Prozent zulegen.

 

Börse & Märkte: Deutschland

Die deutschen Standardwerte gingen am Montag mit roten Vorzeichen aus dem Handel. Dabei belastete erneut die unsichere politische Lage in Griechenland. Ferner richtete sich der Blick der Marktteilnehmer ein weiteres Mal auf Italien, nachdem Gerüchte um einen Rücktritt des italienischen Regierungschefs Berlusconi kursierten. Der DAX verlor 0,63 Prozent auf 5.928,68 Punkte. Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat im September 2011 abgenommen. Dies gab das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf Basis vorläufiger Berechnungen bekannt. So fiel die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,7 Prozent. Im Monat zuvor war sie aufwärts revidiert um 0,4 Prozent gesunken. Die industrielle Erzeugung fiel mit -3,0 Prozent etwas stärker als der Gesamtindex. Bayer rückten als Tagessieger im DAX um 2,5 Prozent vor. Wie schon am Freitag bekannt wurde, hat der Pharmakonzern in den USA die Zulassung für seinen Gerinnungshemmer Xarelto zum Schutz vor Schlaganfällen erhalten. Ferner hat Bayer vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise ein riesiges Liquiditätspolster aufgebaut. Wie der Finanzchef des Pharmakonzerns, Werner Baumann, in einem Presseinterview verlautbarte, habe man zur Zeit eine Liquiditätsposition von etwa 3,8 Mrd. Euro. Das sei gut das Fünffache dessen, was in "Nichtkrisenzeiten" an Kasse gehalten werde. Unterdessen ging es für Deutsche Bank um 0,6 Prozent nach unten. Die zum Unternehmen gehörende Tochter Sal. Oppenheim ist ein Jahr früher als geplant zurück in der Gewinnzone. So verlautbarte der Vorstandschef Wilhelm von Haller im Gespräch mit der Presse, dass man profitabel sei und bereits in diesem Jahr einen Gewinn ausweisen werde. Zahlen gab es derweil am Montag aus der zweiten Reihe. Axel Springer schossen als bester Wert im MDAX um 11,5 Prozent nach oben. Der Verlagskonzern steigerte das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte EBITDA in den ersten neun Monaten auf 446,3 Mio. Euro (Vorjahr: 385,8 Mio. Euro). Beim Konzernumsatz verzeichnete man gleichzeitig einen Zuwachs von 11,7 Prozent auf 2,32 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss belief sich in den ersten neun Monaten auf 233,2 Mio. Euro, nach 257,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im TecDAX ging es für QSC um 0,2 Prozent nach unten. Der Telekommunikationsanbieter hat sein profitables Wachstum im dritten Quartal 2011 fortsetzen können und Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert. So wuchs der Umsatz im dritten Quartal auf 128,3 Mio. Euro, nach 105,6 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Konzerngewinn belief sich auf 6,4 Mio. Euro, nach zuvor 5,8 Mio. Euro.

 

Am Dienstag standen die Zeichen an den wichtigsten deutschen Aktienmärkten auf Erholung. Der DAX gewann zuletzt 0,55 Prozent auf 5.961,44 Punkte. Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im September 2011 vergrößert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 17,4 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 16,5 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 15,7 Mrd. Euro, nach 15,1 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Unterdessen erzielte das Verarbeitende Gewerbe im September 2011 nach vorläufigen Angaben ein kräftiges Umsatzwachstum. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 6,3 Prozent, nach 8,4 Prozent im August. Schließlich hat sich die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im August 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verringert. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.846 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 3,7 Prozent. Im DAX richtete sich der Fokus der Investoren auf die Aktie der Munich Re, die 0,6 Prozent an Wert verlor. Der Versicherer verlautbarte, dass das schwierige Umfeld an den Finanzmärkten, Währungseffekte und die hohen Belastungen aus Naturkatastrophen das Neun-Monats-Ergebnis geprägt haben. Für das Gesamtjahr 2011 geht Munich Re aber weiterhin von einem positiven Jahresergebnis aus und strebt eine stabile Dividende an. So verzeichnete die Gruppe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn von 80 Mio. Euro, nach 1,96 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin sind Belastungen von 3,6 Mrd. Euro aus den großen Naturkatastrophen zu Jahresbeginn enthalten. Zudem gab es am Dienstag noch diverse Quartalsberichte aus der zweiten Reihe. Mit Enttäuschung wurde der Neunmonatsbericht von LEONI aufgenommen. Der Titel verbilligte sich um 2,6 Prozent. Der Automobilzulieferer hat im Neunmonatszeitraum ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus erzielt. So wuchs der Konzernumsatz um 30 Prozent auf den neuen Rekordwert von 2,77 Mrd. Euro. Der Gewinn nach Steuern wurde auf 115,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt, nach zuvor 47,7 Mio. Euro. Unterdessen verteuerten sich Aareal Bank an der Indexspitze um fast 12 Prozent. Der Immobilienfinanzierer konnte im dritten Quartal einen deutlichen Anstieg beim Ergebnis ausweisen. So stieg das Konzernbetriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 42 Prozent auf 47 Mio. Euro. Nach neun Monaten hat die Aareal Bank Gruppe ein Konzernbetriebsergebnis von 138 Mio. Euro erwirtschaftet und damit bereits das Ergebnis des Gesamtjahres 2010 übertroffen (134 Mio. Euro). Ferner kletterte der Konzerngewinn auf 24 Mio. Euro (Q3/2010: 10 Mio. Euro), bzw. auf 69 Mio. Euro (9M 2010: 27 Mio. Euro). Daneben ging es für Heidelberger Druck nach Halbjahreszahlen um 1,2 Prozent nach oben. So lag der Umsatz mit 1,18 Mrd. Euro (wechselkursbereinigt: 1,21 Mrd. Euro) in etwa auf Vorjahresniveau (knapp 1,20 Mrd. Euro). Beim Nachsteuerergebnis wurde ein Verlust von 66 Mio. Euro verbucht, nach einem Minus von 88 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

 

Am Mittwoch ging es vor dem Hintergrund aufkommender Zweifel an einem schnellen Schuldenabbau in Italien schon wieder nach unten. Der DAX verlor zuletzt 2,21 Prozent auf 5.829,54 Punkte. Neben den Sorgen um Italien richtete sich der Fokus der Investoren auf zahlreiche Quartalsberichte. Für ein Highlight sorgte dabei die Deutsche Post. Die Aktie schoss um 3,8 Prozent nach oben, nachdem der Konzern verlautbarte, dass er im dritten Quartal 2011 seinen Umsatz gesteigert und die Profitabilität deutlich erhöht hat. Die Ergebnisprognose für 2011 wurde zudem angehoben. So erhöhte sich der Konzernumsatz zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 13,1 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn verbesserte sich im dritten Quartal von 226 Mio. Euro im Vorjahr auf 385 Mio. Euro im Jahr 2011. Wesentlich schlechter lief es mit einem Abschlag von 1,7 Prozent bei E.ON. Der Versorger musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen. Der Umsatz lag mit 77,51 Mrd. Euro um 21 Prozent über den Wert des Vorjahres. Das Adjusted EBITDA sank hingegen um 39 Prozent auf rund 6,55 Mrd. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss lag zum Ende des dritten Quartals bei 1,59 Mrd. Euro und damit 64 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2011 wurde indes bestätigt. Gleichzeitig verbilligten sich Henkel sogar um 4,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat im dritten Quartal Umsatz und bereinigtes Ergebnis verbessert. Die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr hob man erneut leicht an. So wuchs der Umsatz im dritten Quartal 2011 um 1,7 Prozent auf 4,03 Mrd. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte verbesserte sich der Umsatz um 5,7 Prozent. Der bereinigte Quartalsüberschuss nach Abzug nicht beherrschender Anteile stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,9 Prozent auf 366 Mio. Euro. Der Quartalsüberschuss lag bei 314 Mio. Euro, gegenüber 343 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Daneben gab es noch zahlreiche Quartalsbilanzen aus der zweiten Reihe. Hannover Rück verbilligten sich nach Neunmonatszahlen um 2,4 Prozent. Die gebuchte Bruttoprämie für das Gesamtgeschäft zum 30. September 2011 erhöhte sich um 6,0 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss lag bei 381,7 Mio. Euro (582,0 Mio. Euro). Für eine Enttäuschung sorgte daneben der Metalldistributeur Klöckner & Co. Zwar verbesserte sich der Umsatz im dritten Quartal auf 1,89 Mrd. Euro, nach 1,40 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis aber ein Verlust von 12 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 15 Mio. Euro verbucht hatte. Für das Papier ging es daraufhin um 8,5 Prozent nach unten. Gleichzeitig legten KUKA um 4 Prozent zu. Der Maschinenbaukonzern verbesserte im dritten Quartal Umsatz und EBIT deutlich. Schließlich brachen Wincor Nixdorf nach vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr 2010/2011 als schwächster Wert im MDAX um 11 Prozent ein. Der IT-Spezialist für das Filialgeschäft von Banken und Handelsunternehmen erzielte einen Umsatz von 2,33 Mrd. Euro, nach 2,24 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Periodenergebnis verbesserte sich leicht auf 108 Mio. Euro, nach 106 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Ausblick fiel aber verhalten aus.

 

Am Donnerstag standen die Märkte in Deutschland unter dem Eindruck der schwelenden Schuldenkrise in Italien und einer wahren Flut von Quartalsausweisen. Der DAX gewann zuletzt 0,66 Prozent auf 5.867,81 Punkte. Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im Oktober 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 5,0 Prozent, nach Zuwächsen von 5,7 Prozent im September 2011 und 7,7 Prozent im Oktober 2010. Daneben sanken die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 1,0 Prozent, während sie im September 2011 um 0,3 Prozent gestiegen und im Oktober 2010 um 0,3 Prozent gefallen waren. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Oktober 2011 um 15,3 Prozent über dem von Oktober 2010. Verglichen mit dem Vormonat September 2011 verbilligten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,1 Prozent. Deutsche Telekom rückten um 3,7 Prozent vor. Der Konzern konnte seinen Gewinn im dritten Quartal steigern, während der Umsatz zurückging. Nach neun Monaten wurde dagegen ein rückläufiges Ergebnis ausgewiesen. Indes bestätigte man die Finanzziele für das Gesamtjahr 2011. So geht der Konzern unverändert von einem bereinigten EBITDA aus dem fortzuführenden Geschäft von rund 14,9 Mrd. Euro aus. Der Free Cashflow des Konzerns soll bei mindestens 6,5 Mrd. Euro liegen. Anteile von Siemens notierten indes nahezu unverändert. Der Technologiekonzern wartete im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg auf. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 20,35 Mrd. Euro um 5 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten verbuchte Siemens einen Anstieg auf 1,23 Mrd. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum angesichts hoher Einmalbelastungen in der Diagnostik-Sparte einen Verlust von 42 Mio. Euro ausgewiesen hatte. K+S verschlechterten sich als schwächster Wert im DAX um 4,7 Prozent. Dabei konnte der Düngemittelhersteller im dritten Quartal 2011 sowohl Umsatz als auch Ergebnis verbessern. Die hohe weltweite Nachfrage nach Düngemitteln und das damit einhergehende deutlich höhere Kalipreisniveau waren maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich. Der Konzern geht davon aus, das bereinigte Konzernergebnis der fortgeführten Geschäftstätigkeit im Jahr 2011 steigern und einen Wert von 650 bis 690 Mio. Euro erreichen zu können (bisher: 650 bis 720 Mio. Euro). Dies entspräche einem bereinigten Ergebnis je Aktie der fortgeführten Geschäftstätigkeit von etwa 3,40 bis 3,60 Euro (bisher: 3,40 bis 3,75 Euro; Vorjahr: 2,34 Euro). Schließlich ging es für RWE um 2,5 Prozent nach oben. Der Versorger verlautbarte, dass sein Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 um 46 Prozent gesunken ist, während sich der Umsatz leicht rückläufig zeigte. Unterdessen bestätigte RWE den im August aktualisierten Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr. Eine wahre Flut an Quartalsberichten gab es ferner aus der zweiten Reihe. Dabei rauschten im MDAX STADA um mehr als 12 Prozent nach oben. Die Umsatz- und operativen Ertragskennzahlen lagen in den ersten neun Monaten 2011 im Rahmen der Erwartungen. Allerdings verzeichnete der Konzern im dritten Quartal 2011 unerwartet in Serbien hohe einmalige ertragsbelastende Sondereffekte, so dass die ausgewiesenen Ertragskennzahlen stark rückläufig und teilweise negativ waren. Im weiteren Tagesverlauf teilte der Konzern mit, dass er offiziell darüber informiert worden sei, dass die serbische Regierung gestern eine Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen von Medikamentenherstellern an staatliche Stellen abgegeben hat. Den Angaben zufolge begrüßt der STADA-Vorstand die abgegebene Patronatserklärung und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des serbischen Gesundheitsmarkts und damit auch der eigenen Geschäftsaussichten in Serbien. Papiere von Celesio verteuerten sich um 3,3 Prozent. Der Pharmagroßhändler musste in den ersten neun Monaten angesichts von Sparmaßnahmen im staatlichen Gesundheitswesen einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Inzwischen sieht sich der Konzern aber wieder auf stabilem Boden und bekräftigt die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2011. BayWa legten um 4,1 Prozent zu, nachdem der Konzern im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich steigern konnte. Die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres bildet nach Aussage des Konzerns eine gute Grundlage, um zum Jahresende die Umsatz- und Ergebniszahlen gegenüber 2010 wie geplant zu steigern. Anteile von Sky Deutschland zogen um 1,0 Prozent an. Der Bezahlfernsehsender konnte den Verlust im dritten Quartal dank deutlich gestiegener Kundenzahlen reduzieren. Deutsche EuroShop verschlechterten sich um 1,2 Prozent. Der Konzern meldete, dass sich sein Geschäftsmodell in den ersten neun Monaten 2011 als stabil erwiesen hat. Zudem wurde die Guidance leicht erhöht. Den weiteren Angaben zufolge ist der Vorstand auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs zuversichtlich, für das Geschäftsjahr 2011 eine stabile Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausschütten zu können. Die Optikerkette Fielmann konnte unterdessen in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Für das Gesamtjahr bestätigt Fielmann seine Prognose. Man erwartet eine Ausweitung von Absatz, Umsatz und Gewinn. Außerdem sollen mehr als 480 Arbeitsplätze geschaffen werden. Anteile von Fielmann notierten nahezu unverändert. EADS legten um 4,8 Prozent zu. Der Luft- und Raumfahrtkonzern verlautbarte, dass er seinen Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 mehr als verdoppeln konnte. Die Neun-Monats-Ergebnisse übertrafen damit die Erwartungen. Indes wurden die Gesamtjahresprognosen nach oben korrigiert. Der Motorenhersteller DEUTZ konnte schließlich im dritten Quartal 2011 dank einer deutlichen Absatzsteigerung ein kräftiges Ergebniswachstum erzielen. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf 20,7 Mio. Euro, gegenüber einem Verlust von 13,1 Mio. Euro in 2010. Die Unternehmensaktie reagierte allerdings mit einem Minus von über 8 Prozent.

 

Am Freitag herrschte an den deutschen Aktienmärkten im bisherigen Handelsverlauf wieder gute Laune vor. Infolge einer Reihe positiver Quartalsausweise rückten dabei die Sorgen um Italien vorübergehend in den Hintergrund. Der DAX gewann am Mittag 0,73 Prozent auf 5.910,60 Punkte. Im DAX ziehen Aktien der Allianz um 3,2 Prozent an. Der Versicherungskonzern teilte mit, dass er im dritten Quartal 2011 erneut einen Umsatz auf hohem Niveau und ein solides operatives Ergebnis erzielt hat. Zugleich hat er trotz des Abschwungs an den Aktienmärkten und der anhaltenden Staatsschuldenkrise seine Kapitalstärke erhalten. Beim Quartalsüberschuss wurde jedoch ein deutlicher Rückgang verbucht. Der Quartalsüberschuss lag bei 258 Mio. Euro, im Vergleich zu 1,27 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Indes wurde der Ausblick für das operative Ergebnis 2011 bestätigt. Daneben gab es noch Quartalsbilanzen aus der zweiten Reihe. HHLA rücken um 0,4 Prozent vor. Der Konzern konnte in den ersten neun Monaten 2011 bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter kletterte um 17,9 Prozent auf 65,4 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet die HHLA mit einem Konzernumsatz im Bereich von 1,2 Mrd. Euro und einem Betriebsergebnis im Bereich von 210 Mio. Euro. Auch Salzgitter konnte seinen Gewinn im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahr spürbar verbessern. Nach Steuern verdiente man nach neun Monaten 114,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro). Der Ausblick für 2011 wurde indes bestätigt. Papiere von Salzgitter legen im MDAX um 1,5 Prozent zu.

 

Börse & Märkte: Europa

Vor dem Hintergrund der politischen Unsicherheit in Griechenland hielten sich die Anleger am Montag auch an den europäischen Aktienmärkten mit Neuengagements zurück. Gerüchte um einen möglichen Rücktritt des italienischen Regierungschefs Berlusconi verhalfen den Kursen zeitweise zum Sprung in die Gewinnzone. Letztlich gingen die europäischen Indizes aber mit Verlusten in den Feierabend. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,68 Prozent auf 2.275,92 Punkte. Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im September 2011 gesunken. Im Vormonatsvergleich fiel der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,7 Prozent und in der EU27 um 0,3 Prozent. Im August 2011 war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten um 0,1 Prozent gestiegen bzw. unverändert geblieben. Unterdessen verzeichnete der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone im November 2011 erneut einen Rückgang. So ergab sich für den Konjunktur-Index der Eurozone eine Abnahme auf -21,2 Punkte, nach -18,5 Punkten im Vormonat. Damit markierte der sentix-Gesamtindex für Euroland den niedrigsten Wert seit August.2009 und signalisiert eine anhaltende Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik. Die Arbeitsmarktlage in der Schweiz hat sich derweil im Oktober 2011 verschlechtert. Dies gab das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Montag bekannt. So erhöhte sich die schweizerische Arbeitslosenquote auf 2,9 Prozent, nachdem sie im Vormonat lediglich bei 2,8 Prozent gestanden hatte. Der britische Immobilienmarkt hat sich indes im Oktober abgekühlt. So lag der Halifax-Hauspreisindex im Durchschnitt der drei Monate zum Oktober um 1,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Davor war das Preisniveau zum September um 2,3 Prozent gefallen. Binnen Monatsfrist zogen die Häuserpreise um 1,2 Prozent an, gegenüber einem Preisrückgang um 0,3 Prozent im September. Ryanair Holdings legten um 5 Prozent zu. Die Billigfluglinie hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr trotz deutlich erhöhter Treibstoffkosten gesteigert und dabei von einem gestiegenen Flugreiseverkehr sowie von höheren Ticketpreisen profitiert. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht. Der Nettogewinn belief sich auf 543,5 Mio. Euro, nach 424 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 24 Prozent auf 2,71 Mrd. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Nettogewinn in Höhe von 440 Mio. Euro, nachdem bisher ein Gewinn von 400 Mio. Euro in Aussicht gestellt worden war. BP verbilligten sich um 0,1 Prozent. Der Ölkonzern erklärte, dass er seine Beteiligung an dem argentinischen Öl- und Gasunternehmen Pan American Energy (PAE) nicht wie geplant an die Bridas Corp. verkaufen wird.

 

Am Dienstag waren an den wichtigsten europäischen Börsen grüne Vorzeichen auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann bis Handelsende 1,20 Prozent auf 2.303,20 Punkte hinzu. Angaben von National Statistics zufolge ist die Industrieproduktion in Großbritannien im September 2011 erneut zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 0,7 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete jedoch eine Produktionssteigerung um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Aktie des Mobilfunkanbieters Vodafone Group legte nach Halbjahreszahlen 1,8 Prozent zu. Der Umsatz lag mit 23,52 Mrd. GBP um 4,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich verbuchte der Konzern beim Nettogewinn einen Rückgang auf 6,64 Mrd. GBP, nach zuvor 7,50 Mrd. GBP. Für das Gesamtjahr wurde die Prognose indes angehoben. Für Anteilsscheine von InterContinental Hotels ging es daneben nach Drittquartalszahlen 2 Prozent nach unten. Der Nettogewinn belief sich nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 178 Mio. US-Dollar, nach 103 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 11 Prozent auf 467 Mio. US-Dollar. Papiere von Lloyds Banking verteuerten sich am Ende nach Neunmonatszahlen um 4,4 Prozent. So lag der Vorsteuergewinn der Bank mit 1,75 Mrd. GBP unter dem Vorjahreswert von 2,49 Mrd. GBP. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 2,78 Mrd. GBP ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 1,60 Mrd. GBP im Vorjahreszeitraum. Die Gesamteinnahmen verringerten sich in den ersten neun Monaten auf 15,25 Mrd. GBP, nach 18,01 Mrd. GBP im Vorjahreszeitraum. Aktien von Marks & Spencer gaben bis Handelsende 0,8 Prozent ab. Der Nettogewinn des Konzerns belief sich im ersten Halbjahr auf 252,4 Mio. GBP, nach 261,2 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 2,4 Prozent auf 4,68 Mrd. GBP. Die französische Zollbehörde erklärte derweil, dass sich das Handelsbilanzdefizit im September 2011 vergrößert hat. So erhöhte sich das französische Defizit auf 6,3 Mrd. Euro. Für August 2011 war nur ein Passivsaldo von 4,3 Mrd. Euro und für September 2010 ein Minus von 4,9 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Im CAC 40 führten am Dienstag die Aktien der Société Générale mit einem Zugewinn von 7,3 Prozent den Index an. Die Bankgesellschaft hatte im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnet, was in erster Linie auf eine Abschreibung auf griechische Staatsanleihen zurückzuführen war. Der Nettogewinn belief sich auf 622 Mio. Euro, nach 896 Mio. Euro im Vorjahr. Die Erträge (Net Banking Income) stiegen um 3,2 Prozent auf 6,50 Mrd. Euro. In der Schweiz brachen Adecco um 5,5 Prozent ein. Der Zeitarbeitsspezialist konnte im dritten Quartal mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 5,27 Mrd. Euro um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Unterm Strich verbesserte sich der Nettogewinn auf 145 Mio. Euro, nach 128 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

 

Am Mittwoch drückten auch in Europa die Sorgen um Italien auf die Stimmung der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 2,34 Prozent auf 2.249,39 Punkte. Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im vierten Quartal 2011 deutlich gesunken. Laut dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung verringerte sich der Geschäftsklimaindex auf 83,7 Punkte. Im Vorquartal hatte der Index noch bei 110,6 Zählern und im Vorjahresquartal bei 107,5 Punkten gelegen. Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich derweil im Oktober 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 96 Punkte, während Volkswirte ebenfalls mit einem Rückgang auf 96 Punkte gerechnet hatten. Im Vormonat war noch ein Indexstand von 97 Punkten gemeldet worden. Auch aus Europa wurden am Mittwoch zahlreiche Quartalsbilanzen gemeldet. Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev konnte im abgelaufenen dritten Quartal den Umsatz und das um Sondereffekte bereinigte EBITDA steigern. Der Titel rückte daraufhin um 1,6 Prozent vor. Für die Anteilsscheine des Windanlagenherstellers Vestas Wind Systems ging es derweil um 2,8 Prozent nach unten. Der Konzern meldete Zahlen für das abgelaufene abgelaufene Quartal. Dabei lag der Umsatz mit 1,34 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 1,92 Mrd. Euro. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 60 Mio. Euro erreicht, nach einem Nettogewinn von 187 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Brauereikonzern Carlsberg konnte indes seinen Gewinn im dritten Quartal zwar leicht steigern, die Erwartungen wurden jedoch verfehlt, was mit einem rückläufigen Absatzvolumen zusammenhängt. Die Jahresprognose wurde bestätigt. Carlsberg legten hieraufhin um 3,4 Prozent zu. Im SMI gaben Holcim um 3 Prozent nach. Der Zementhersteller musste im dritten Quartal angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen. Daneben ging es für Swisscom nach einem eher verhalten ausgefallenen Quartalsausweis um 1,2 Prozent nach unten. Operativ hatte Swisscom vor allem unter der anhaltenden Preiserosion auf dem Heimatmarkt sowie in Italien zu leiden. In Großbritannien standen HSBC Holdings mit einem Abschlag von 5,8 Prozent im Blick. Die Bank konnte ihren Gewinn im dritten Quartal trotz gestiegener Rückstellungen für Kreditausfälle deutlich steigern, was mit einem hohen Einmalertrag zusammenhängt. So belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 5,22 Mrd. US-Dollar, gegenüber 3,15 Mrd. US-Dollar im dritten Quartal 2010. Dabei profitierte das jüngste Ergebnis von einem positiven bilanziellen Einmaleffekt in Höhe von 4,1 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 3,84 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Bereinigt um den genannten Einmaleffekt betrug der Gewinn vor Steuern 2,96 Mrd. US-Dollar, nach 4,60 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Daneben gaben schließlich J. Sainsbury um 0,9 Prozent nach. Die drittgrößte britische Supermarktkette verzeichnete im ersten Halbjahr trotz gestiegener Umsätze einen Gewinnrückgang.

 

Am Donnerstag sorgte die Schuldenkrise in Italien auch an den europäischen Märkten für Unruhe. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 0,25 Prozent auf 2.254,92 Punkte. Die französischen Verbraucherpreise sind im Oktober 2011 nach Angabe der Statistikbehörde INSEE mit beschleunigtem Tempo angestiegen. So kletterte die Jahresteuerungsrate auf 2,3 Prozent, nach 2,2 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich zogen die Lebenshaltungskosten um 0,2 Prozent an, gegenüber einem Preisrückgang um 0,1 Prozent im September. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Frankreich lag um 2,5 Prozent höher als im Oktober 2010. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,1 Prozent. Crédit Agricole meldete derweil, dass ihr Gewinn im dritten Quartal eingebrochen ist, was vor allem auf eine Abschreibung auf griechische Staatsanleihen zurückzuführen ist. Die Erwartungen des Marktes wurden damit klar verfehlt. Die Unternehmensaktie fiel um 2,3 Prozent zurück. Die Aktie von Veolia Environnement gewann 1,2 Prozent hinzu, obwohl der Umweltservice-Konzern in den ersten neun Monaten einen Ergebnisrückgang ausweisen musste. Für das laufende Fiskaljahr wurden die Unternehmensziele allerdings bestätigt. Zurich Financial Services legten im Schweizer Leitindes SMI um 0,1 Prozent zu. Der Versicherungskonzern teilte mit, dass er im dritten Quartal einen Gewinnsprung verbucht hat. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn nach Steuern belief sich auf 1,24 Mrd. US-Dollar, im Vergleich zu 756 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 810 Mio. US-Dollar ausgegangen. Auch nach neun Monaten wurde das Ergebnis deutlich gesteigert. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Papiere von AEGON konnten in Amsterdam um 3,1 Prozent zulegen. Der Versicherer musste im dritten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch verbuchen. Zurückzuführen war dies auf schwächere Aktienmärkte, deutlich niedrigere Zinssätze und eine weitere Abschwächung des US-Dollars. Der Einzelhandelskonzern Delhaize meldete schließlich am Donnerstag, dass sein Gewinn im dritten Quartal leicht gesunken ist. Trotz eines Umsatzwachstums verwies der Konzern auf ein zunehmend vorsichtiges Kaufverhalten in den USA, vor allem im Südosten des Landes. Papiere von Delhaize stiegen um 0,1 Prozent.

 

Am Freitag waren bis zum Nachmittag auch an den europäischen Aktienmärkten grüne Vorzeichen auszumachen. Die britischen Erzeugerpreise sind im Oktober 2011 nach Angaben von National Statistics mit abgebremstem Tempo angezogen. So lagen die Preise um 5,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Davor war im September mit 6,3 Prozent der stärkste Anstieg seit Oktober 2008 ausgewiesen worden. Volkswirte waren von einer Preiserhöhung von 5,9 Prozent ausgegangen. Im Vormonatsvergleich blieben die Erzeugerpreise stabil, nach einer Preiserhöhung um 0,3 Prozent im September. Die spanische Wirtschaft ist derweil nach Angaben der Bank of Spain im dritten Quartal 2011 mit unverändertem Tempo gewachsen. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,8 Prozent, nachdem es im zweiten Quartal 2011 ebenfalls um revidiert 0,8 (vorläufig: 0,7) Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Wirtschaftsleistung Spaniens unverändert geblieben, nach einer Steigerung um 0,2 Prozent im zweiten Quartal 2011. Interessante Quartalsberichte gab es am Freitag in Europa aus dem Telekommunikationsbereich. Telefonica verschlechtern sich um 1,3 Prozent, nachdem der Telekomunikationskonzern in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Rückgang auf 2,73 Mrd. Euro verzeichnet, nach 6,08 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode. Dabei hatten sich nach Aussage des Konzerns vor allem Einmalaufwendungen in Zusammenhang mit dem zuletzt angekündigten Abbau von bis zu 6.500 Arbeitsplätzen im Inland negativ bemerkbar gemacht. Um Einmaleffekte bereinigt lag das Nettoergebnis mit 5,44 Mrd. Euro um knapp 10,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig legten Telecom Italia um 4,9 Prozent zu. Italiens größte Telefongesellschaft konnte im dritten Quartal dank höherer Umsatzerlöse mit einem Gewinnanstieg aufwarten. So wurde beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter ein Anstieg auf 807 Mio. Euro verzeichnet, nach 608 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Anschluss bestätigte Telecom Italia die Prognose für das laufende Fiskaljahr: Demnach sollen der Umsatz und das EBITDA jeweils in etwa auf Vorjahresniveau liegen.

 

Börse & Märkte: Asien

Vor dem Hintergrund der neuen politischen Unsicherheiten in Griechenland und der damit wieder stärker in den Fokus gerückten europäischen Schuldenkrise hielten sich zum Start in die neue Woche die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten mit Neuengagements zurück. Der japanische Leitindex Nikkei verlor am Ende 0,39 Prozent auf 8.767,09 Stellen. Suzuki Motor fuhren um 0,4 Prozent vor. Der Konzern konnte im zweiten Quartal trotz Streiks in Indien einen operativen Gewinnanstieg verzeichnen. Der Nettogewinn ging jedoch wegen einer Sonderbelastung zurück. Ferner wurde der Ausblick bestätigt. So erhöhte sich der operative Gewinn um 6,2 Prozent auf 39,2 Mrd. Japanische Yen (JPY). Analysten waren im Vorfeld von einem operativen Ergebnis von 25,6 Mrd. JPY ausgegangen. Der Nettogewinn verringerte sich indes um 13 Prozent auf 13,3 Mrd. JPY. Der Umsatz lag mit 618,8 Mrd. JPY um 6,6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Das indonesische Wirtschaftswachstum hat sich im dritten Quartal 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mit unverändertem Tempo fortesetzt. So erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut um 6,5 Prozent. Für das zweite Quartal war ebenfalls ein BIP-Wachstum von 6,5 Prozent ausgewiesen worden. Gegenüber dem Vorquartal kletterte die Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent, nach einem Plus von 2,9 Prozent im zweiten Quartal 2011. Der Anstieg der taiwanesischen Verbraucherpreise hat sich derweil im Oktober nach Angaben der Statistikbehörde mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. So sank die Jahresteuerungsrate auf 1,22 Prozent, nach 1,37 Prozent im Vormonat. Volkswirte waren von einer Preissteigerung um 1,32 Prozent ausgegangen. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Lebenshaltungskosten saisonbereinigt um 0,50 Prozent.

 

Am Dienstag tendierten die wichtigsten Märkte in Asien uneinheitlich. In Japan ging es allerdings nach unten. So verschlechterte sich der Leitindex Nikkei um 1,27 Prozent auf 8.655,51 Zähler. Olympus brachen um 29 Prozent ein, nachdem der Hersteller von Digitalkameras einräumte, über Jahre hinweg Verluste aus Investitionen verschwiegen zu haben. Nachbörslich meldete sich dann noch der Automobilkonzern Toyota mit Halbjahreszahlen zu Wort und musste einen Gewinneinbruch vermelden. Belastet wurde das Ergebnis durch den starken Yen sowie die Überschwemmungen in Thailand. Zudem hatte man unter stark rückläufigen Absatzzahlen in Japan und Nordamerika zu leiden. Die Jahresprognose wurde wieder zurückgezogen. Der Nettogewinn belief sich nach sechs Monaten zum 30. September 2011 auf 81,5 Mrd. JPY, nach 289,1 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz sank um 17,2 Prozent auf 8,02 Bio. JPY. Die Aktie verschlechterte sich um 1,7 Prozent. Indes verzeichnete der Reifenhersteller Bridgestone im dritten Quartal angesichts eines starken Absatzes in Übersee und gestiegener Verkaufspreise einen deutlichen Gewinnanstieg. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Der Nettogewinn belief sich auf 27,8 Mrd. JPY, nach 22,2 Mrd. JPY im Vorjahr. Die Erlöse stiegen um 9,9 Prozent auf 755,3 Mrd. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr stellt der Konzern weiterhin einen Nettogewinn von 115 Mrd. JPY, ein operatives Ergebnis von 194 Mrd. JPY und Erlöse von 3,13 Bio. JPY in Aussicht. Der Titel gab um 0,8 Prozent nach.

 

Am Mittwoch ging es an den meisten asiatischen Börsen weiter nach oben. In China standen dabei vor allem Konjunkturdaten im Blick. Die chinesischen Erzeugerpreise verzeichneten im Oktober 2011 erneut einen kräftigen Zuwachs, allerdings fiel der Anstieg geringer aus als noch im Vormonat. Dies gab die nationale Statistikbehörde in Peking heute bekannt. So zogen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent an, während Volkswirte von einem Plus von 5,8 Prozent ausgegangen waren. Davor war das Preisniveau im September um 6,5 Prozent gestiegen. Daneben sind auch die chinesischen Verbraucherpreise im Oktober 2011 mit vermindertem Tempo angestiegen. Demnach kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,5 Prozent, nach 6,1 Prozent im September. Das Inflationsziel der Regierung von 4 Prozent wurde damit erneut deutlich überstiegen. Auf Monatsicht kletterten die Verbraucherpreise nur noch um 0,1 Prozent, nach einem Plus von 0,5 Prozent September. Schließlich hat sich der kräftige Anstieg beim chinesischen Einzelhandelsumsatz im Oktober 2011 mit deutlichem aber abgebremstem Tempo fortgesetzt. So kletterten die Umsatzerlöse der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,2 Prozent. Volkswirte hatten eine Umsatzsteigerung von 17,6 Prozent prognostiziert, nach einem Plus von 17,7 Prozent im September. Der angekündigte Rücktritt des italienischen Regierungschefs Berlusconi sorgte auch an den Japanischen Aktienmärkten für gute Stimmung. Der Leitindex Nikkei verbesserte sich um 1,15 Prozent auf 8.755,44 Stellen. NTT rückten um 1,5 Prozent vor. Die größte Telefongesellschaft in Japan musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Allerdings wurden die Jahresergebnisprognosen angesichts eines erwarteten starken Smartphone-Geschäfts angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 143,4 Mrd. JPY, nach 159,3 Mrd. JPY im Vorjahr. Indes konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 4,7 Prozent auf 2,62 Bio. JPY gesteigert werden. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Nettogewinn von 545 Mrd. JPY (zuvor: 540 Mrd. JPY), einem operativen Ergebnis von 1,25 Bio. JPY (zuvor: 1,24 Bio. JPY) und Erlösen von 10,54 Bio. JPY.

 

Am Donnerstag herrschte an den asiatischen Märkten eindeutig die Farbe rot vor. Wie die Regierung bekannt gab, hat die chinesische Handelsbilanz im Oktober 2011 mit einem höheren Überschuss geschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 17,03 Mrd. US-Dollar, gegenüber einem Überschuss von 14,51 Mrd. US-Dollar im Vormonat und 27,1 Mrd. US-Dollar im Vorjahresmonat. In Japan schloss der Nikkei-Index mit einem Minus von 2,91 Prozent bei 8.500,80 Punkten. In Tokio fielen infolge der europäischen Schuldenkrise insbesondere Finanztitel. So verloren Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) 4,7 Prozent und Mitsubishi UFJ Financial 2,7 Prozent an Wert. Der Einbruch der Chip-Preise setzte daneben Unternehmen dieser Branche unter Druck. Hier gaben die Aktien von Elpida Memory 10,0 Prozent, von Toshiba 6,6 Prozent sowie von Tokyo Electron 5,9 Prozent nach. Der indische Software-Hersteller Mahindra Satyam (ehemals: Satyam Computer Services) verlautbarte, dass er im zweiten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums einen drastischen Gewinnsprung erzielt hat. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 2,38 Mrd. Indische Rupien (INR), gegenüber einem Gewinn von 233 Mio. INR im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,98 Mrd. INR ausgegangen. Der Umsatz kletterte um 27 Prozent auf 15,78 Mrd. INR.

 

Am Freitag war an den asiatischen Aktienmärkten keine einheitliche Tendenz auszumachen. In China verteuerten sich Sinopec um 3,1 Prozent. Der größte Betreiber von Raffinerieanlagen in Asien teilte mit, dass er sich mit 30 Prozent an der brasilianischen Sparte des portugiesischen Ölkonzerns Galp Energia beteiligen wird. Den Angaben zufolge wird Sinopec demnach eine Kapitalerhöhung über 4,8 Mrd. US-Dollar bei Petrogal Brasil und anderen Tochtergesellschaften mitzeichnen. Damit werden die brasilianischen Assets von Galp Energia zum Closing der Transaktion mit 12,5 Mrd. US-Dollar (Enterprise Value) bewertet. In Japan ging der Nikkei-Index mit einem Plus von 0,16 Prozent bei 8.514,47 Punkten aus dem Handel. Resona gaben um 1,7 Prozent nach. Die viertgrößte Bankgesellschaft in Japan konnte im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen, was auf geringere operative Ausgaben zurückzuführen war. Zudem wurde der Ausblick erhöht. So kletterte der Nettogewinn um 57 Prozent von 81,8 Mrd. Japanischen Yen (JPY) auf 128,2 Mrd. JPY. Der operative Umsatz verringerte sich indes um 1,6 Prozent auf 453,2 Mrd. JPY. Für das laufende Fiskaljahr stellt der Konzern nun einen Nettogewinn von 170 Mrd. JPY (zuvor: 150 Mrd. JPY) und Erlöse von 880 Mrd. JPY (zuvor: 830 Mrd. JPY) in Aussicht. Zudem gab die Shinsei Bank bekannt, dass sie im zweiten Quartal einen geringeren Gewinn ausweisen musste, was vor allem auf die schwächeren Finanzmärkte zurückzuführen ist. So belief sich der Nettogewinn auf 2,1 Mrd. JPY, nach 3,0 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr lag der Nettogewinn indes bei 20,4 Mrd. JPY, gegenüber einem Gewinn von 16,9 Mrd. JPY in der Vorjahresperiode. Dabei profitierte das Halbjahresergebnis von Kostensenkungen. Für das laufende Geschäftsjahr stellt der Konzern einen Nettogewinn von 22 Mrd. JPY sowie Umsätze von 400 Mrd. JPY in Aussicht. Der Titel verbilligte sich um 1,2 Prozent.

 

Börse & Märkte: USA

Nach einer Berg- und Talfahrt sind die US-Indizes am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Angesichts der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung in Griechenland und der politischen Stabilität hatten die Kurse lange in der Verlustzone, im späten Handel aber ins Plus gedreht. Der Dow Jones gewann 0,71 Prozent auf 12.068,39 Punkte. Konjunkturseitig standen lediglich die Verbraucherkredite an. Nach einem überraschenden Rückgang im Vormonat ist das Volumen der US-Verbraucherkredite im September 2011 um 3,6 Prozent gestiegen. Wie die amerikanische Notenbank Fed mitteilte, erhöhte sich das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 7,4 Mrd. US-Dollar. Dabei ging der Umfang der kurzfristigen Schulden, wie etwa Kreditkartenschulden, um 1 Prozent bzw. 600 Mio. US-Dollar auf 789,6 Mrd. US-Dollar zurück. Dagegen stieg das Volumen langfristiger Kredite, wie zum Beispiel für Autokäufe oder Studienkredite, um 5,8 Prozent bzw. 8 Mrd. US-Dollar auf 1,66 Bio. US-Dollar. DISH Network legten um 5 Prozent zu, obwohl der Satellitenfernsehanbieter im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlte. So ist der Gewinn angesichts eines soliden Umsatzwachstums um 30 Prozent gestiegen, obwohl man Kunden verloren hat. Der Nettogewinn belief sich auf 319 Mio. US-Dollar bzw. 71 Cents pro Aktie, nach 245 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 12,3 Prozent auf 3,60 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 73 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 3,65 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Sysco gewannen 0,3 Prozent. Der auf den Vertrieb von Lebensmitteln spezialisierte Konzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal geringfügig gesteigert. Dabei profitierte man von höherem Verkaufspreisen und einem Absatzwachstum. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Gemischt fielen indes die am Montag nachbörslich gemeldeten Zahlen des Internet-Reiseanbieters Priceline.com aus. Einerseits hat man im dritten Fiskalquartal 2010/2011 den Gewinn mehr als verdoppelt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Andererseits enttäuschte der Ausblick auf das laufende Quartal. Ferner hat der Elektronikhändler Best Buy mit seinem britischen Partner Carphone Warehouse Group vereinbart, dessen Anteil an dem nordamerikanischen Joint Venture Best Buy Mobile zu übernehmen. Dabei zahlt der US-Konzern für die Anteile rund 1,3 Mrd. US-Dollar. Best Buy verbilligten sich um 3,1 Prozent.

 

Am Dienstag schlossen die wichtigsten US-Indizes im grünen Bereich. Die Nachricht vom bevorstehenden Rücktritt Silvio Berlusconis hatte im späteren Handel für positive Impulse gesorgt. Der Dow Jones legte 0,84 Prozent auf 12.170,18 Punkte zu. McDonald`s veröffentlichte ihre mit Umsatzzahlen für Oktober. Demnach erhöhten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche mindestens 13 Monate geöffnet waren (Same-Store Sales), gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,5 Prozent. Auf Konzernebene verzeichnete man einen Anstieg der Umsatzerlöse um 7,7 Prozent, während man auf wechselkursbereinigter Basis ein Plus von 7,6 Prozent erzielen konnte. Das Papier notierte bei Handelsende nahe seinem Vortagesstand. Daneben verschlechterten sich Fossil um 2,5 Prozent. Der Uhrenhersteller hatte seinen Umsatz für das dritte Quartal auf 642,9 Mio. US-Dollar beziffert, nach 523,8 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Beim Nettogewinn wurde ein leichter Anstieg auf 69,6 Mio. US-Dollar bzw. 1,09 US-Dollar je Aktie ausgewiesen, nach 68,2 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel jedoch relativ verhalten aus. Überzeugen konnte hingegen der Industriekonzern Rockwell Automation. So hat man den Nettogewinn im vierten Quartal deutlich auf 201,8 Mio. US-Dollar bzw. 1,39 Dollar pro Aktie gesteigert, nach 131,3 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 22 Prozent auf 1,65 Mrd. US-Dollar zu. Das Papier verteuerte sich um 6,5 Prozent. Der Software-Konzern Microsoft, der Internet-Medienkonzern Yahoo! und der Internet-Anbieter AOL verlautbarten am Dienstag, dass sie eine Werbepartnerschaft vereinbart haben. Den Angaben zufolge will man ab Anfang 2012 gemeinsam Online-Werbeplätze vermarkten. Die jüngste Allianz der drei Konzerne richtet sich dabei gegen die Konkurrenten Facebook und Google, deren Dominanz bei Online-Werbung stetig zunimmt.

 

Am Mittwoch ging es auch an den US-Börsen wieder kräftig nach unten. Der Dow Jones verlor am Ende 3,20 Prozent auf 11.780,94 Punkte. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 4. November 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 10,3 Prozent. In der Vorwoche war lediglich ein Plus von 0,2 Prozent gemeldet worden. Die Lagerbestände im Großhandel sind derweil im September 2011 leicht gesunken. So wurde ein saisonbereinigter Rückgang der US-Lagerbestände im Großhandel von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen, gegenüber einem Plus von 0,1 Prozent im August. Marktbeobachter hatten zuvor mit einer Zunahme um 0,5 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels zogen gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent an, während im August ein Umsatzwachstum von 1,0 Prozent gemeldet worden war. Auf der Unternehmensseite standen General Motors nach Quartalszahlen im Zentrum des Interesses der Anleger. Der Automobilhersteller musste im dritten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen. So lag der Umsatz mit 36,72 Mrd. US-Dollar zwar deutlich über dem Vorjahreswert von 34,06 Mrd. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde indessen ein Rückgang auf 1,73 Mrd. US-Dollar bzw. 1,03 US-Dollar je Aktie verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 1,96 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,96 US-Dollar sowie einen Umsatz von 36,66 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie brach nach den Zahlen um 10,9 Prozent ein. Die Kaufhauskette Macy`s meldete unterdessen, dass sie im dritten Quartal einen Gewinnsprung erzielt hat, was mit einer starken Entwicklung im Online-Geschäft sowie bei der Bloomingdale`s-Kette zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht. Jedoch wurde für das laufende Quartal ein schwacher Ausblick gegeben. Aktien von Macy`s verschlechterten sich daraufhin um 5,3 Prozent. Schließlich ging es für Wendy`s um 4,2 Prozent nach unten. Der Fast-Food-Konzern gab bekannt, dass er im dritten Quartal einen höheren Verlust erwirtschaftet hat, was auf höhere Rindfleischpreise sowie Sonderbelastungen aus dem Verkauf von Arby`s zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden dabei auf bereinigter Basis verfehlt. Nachbörslich öffnete am Mittwoch dann auch noch Cisco Systems seine Bücher für das erste Geschäftsquartal 2011/12. Während der Umsatz anstieg, ging der Gewinn leicht zurück. Die Erwartungen wurden dennoch auf bereinigter Basis klar übertroffen. So stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 4,7 Prozent auf 11,26 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn wurde auf 1,8 Mrd. US-Dollar bzw. 33 Cents je Aktie beziffert. Im Vorjahresquartal hatte Cisco Systems noch ein Nettoergebnis von 1,9 Mrd. US-Dollar bzw. 34 Cents je Aktie erzielt. Der bereinigte Gewinn belief sich auf 43 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz von 11,02 Mrd. US-Dollar sowie ein Ergebnis von 39 Cents je Aktie erwartet.

 

Am Donnerstag konnten sich die Indizes an der Wall Street von ihren deutlichen Vortagesverlusten erholen. Dabei standen auch zahlreiche Konjunkturdaten im Blickfeld der Anleger. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 5. November 2011 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 10.000 auf 390.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 400.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 397.000 auf 400.000 nach oben korrigiert. Das Handelsbilanzdefizit hat sich derweil im September 2011 um 4,0 Prozent auf 43,1 Mrd. US-Dollar reduziert, während Volkswirte 45,9 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im August wurde ein Passivsaldo von 44,9 Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei wuchsen die Exporte um 1,4 Prozent auf 180,4 Mrd. US-Dollar. Die Importe zogen um 0,3 Prozent an auf 223,5 Mrd. US-Dollar. Daneben haben sich die Außenhandelspreise im Oktober 2011 reduziert. So fielen die Ausfuhrpreise um 2,1 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 1,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wogegen sie im vorangegangenen Monat um 0,2 Prozent zugelegt hatten. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Rückgang um 0,6 Prozent, nach unveränderten Preisen im September. Das US-Haushaltsdefizit belief sich im Oktober auf 98,5 Mrd. US-Dollar und liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats von 140,4 Mrd. US-Dollar. Bei den Einzelwerten legten Viacom um 5 Prozent zu. Der Medienkonzern hat seinen Gewinn im vierten Quartal verdreifacht, was mit einer starken Entwicklung in den Bereichen Filmed Entertainment und Media Networks zusammenhängt. Die Erwartungen konnten damit auf bereinigter Basis geschlagen werden. Darüber hinaus hat das Board des Konzerns beschlossen, das Volumen des laufenden Aktienrückkaufprogramms von 4 Mrd. US-Dollar deutlich auf 10 Mrd. US-Dollar aufzustocken. Der Anteilschein von Kohl´s konnte um 2 Prozent zulegen, nachdem der Einzelhändler für das dritte Quartal eine Gewinn- und Umsatzsteigerung meldete. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen wurde ein Anstieg von 2,1 Prozent verzeichnet. Neben gestiegenen Umsatzerlösen konnte die Einzelhandelskette auch von leicht verbesserten Margen profitieren. Der Pharmakonzern Merck & Co. hat ferner eine Dividendenerhöhung angekündigt. So hat das Board of Directors eine Anhebung der Quartalsdividende auf 42 Cents je Aktie beschlossen, nachdem man zuvor eine Dividende von 38 Cents pro Quartal an die Aktionäre ausgeschüttet hatte. Ferner will der Konzern auch in 2012 an seinem profitablen Wachstumskurs festhalten. Die Unternehmensaktie reagierte auf die Ankündigung mit einem Plus von 3,5 Prozent.

 

Am Freitag geht es für die wichtigsten US-Indizes im frühen Handel weiter nach oben. Die Stimmung der Anleger profitiert am heutigen "Veterans Day" von einigen positiven Quartalsausweisen sowie der Nachricht aus Europa, dass der Senat in Rom das neue Spar- und Reformpaket der Regierung Berlusconi mit großer Mehrheit verabschiedet hat. Der Dow Jones gewinnt kurz nach Handelsstart 1,48 Prozent auf 12.030,00 Punkte. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November 2011 gegenüber dem Vormonat verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So kletterte der Gesamtindex auf 64,2 Punkte, nachdem im Vormonat nur ein Stand von 60,9 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren nur von einem Wert von 61,3 Punkten ausgegangen. Walt Disney legen im frühen Handel um 6,4 Prozent zu, nachdem der Medien- und Entertainment-Konzern schon am Donnerstag nach Börsenschluss seine Zahlen zum vierten Fiskalquartal 2010/11 bekannt gab. Dabei konnten Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen der Analysten geschlagen werden. Besonders die Bereiche Erlebnisparks und ESPN Sportsender wurden für die guten Ergebnisse verantwortlich gemacht. Viacom klettern gleichzeitig um 3,1 Prozent nach oben. Der Medienkonzern meldete am Freitag, dass er von der New York Stock Exchange (NYSE) an den NASDAQ Global Select Market wechselt. Den Angaben zufolge erfolgt der freiwillige Wechsel an die Technologiebörse NASDAQ aus Kostengründen. Dillard`s brechen nach Zahlen kurz nach Handelsstart um 6,6 Prozent ein, obwohl die Kaufhauskette meldete, dass sie im dritten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erzielt hat. Dabei konnte der Konzern von einem Anstieg der vergleichbaren Umsätze, stabilen Margen sowie seiner Kostenkontrolle profitieren. Die Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Anteile von Molycorp (ISIN US6087531090/ WKN A1C2G7) fallen schließlich um mehr als 12 Prozent zurück, nachdem der auf den Bereich Seltene Erden spezialisierte Rohstoffkonzern im dritten Quartal mit seinem Ergebnis hinter den Analystenschätzungen zurückblieb.

 

Börse & Märkte: Termine

In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von BAUER, Bilfinger Berger, Deutsche Wohnen, GfK, H&R, HOCHTIEF, J.C. Penney, Limited Brands, Lowe`s Nordex, Q-Cells, Sears Holdings, SolarWorld, Telekom Austria, Warner Music Group, Agilent Technologies, Autodesk, Bouygues, Burberry, Cable & Wireless, Dell, DIC Asset, easyJet, Home Depot, Kabel Deutschland, Koenig & Bauer, Mayr-Melnhof Karton, Microsoft, NORMA Group, Staples, Stroeer, Swiss Life, Vienna Insurance Group, Wal-Mart, XING, Abercrombie & Fitch, Applied Materials, Infineon Technologies, London Stock Exchange, NetApp, PETsMART, Schoeller-Bleckmann, Target, Tyco International, Vivendi Universal, VTG, Ahold, Air Berlin, Dollar Tree, Foot Locker, Gamestop, GAP, Gigaset, Glencore, Intuit, J.M.Smucker, Marvell Technology, Österreichische Post, Ross Stores, SABMiller, SAF-Holland, Salesforce.com, Stage Stores, voestalpine, Wirecard, H.J.Heinz und zooplus an.

 

Börse & Märkte: Konjunktur

Konjunkturseitig werden am Montag in der EU vor allem die Industrieproduktionsdaten für September erwartet. Es folgen am Dienstag in Deutschland die Daten zum BIP im dritten Quartal sowie den Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe für September, die Großhandelspreise für Oktober und die ZEW Konjunkturerwartung für November. In der EU stehen am Dienstag ebenfalls die Daten zum BIP im dritten Quartal an. Ferner werden die EU-Außenhandelsdaten für September veröffentlicht. Aus den USA werden der Erzeugerpreisindex und der Einzelhandelsumsatz für Oktober, die Lagerbestände für September und der NY Empire State Index für November erwartet. Am Mittwoch stehen dann in Großbritannien die Arbeitsmarktdaten für November und in den USA die Verbraucherpreise sowie Industrieproduktionsdaten für Oktober und der NAHB/WF Hausmarktindex für November an. Am Donnerstag ist der Konjunkturkalender ebenfalls gut gefüllt. Es werden in Deutschland die Zahlen zur Erwerbstätigkeit im dritten Quartal und in der EU die EZB-Ratssitzung erwartet. Ferner werden aus den USA die Wohnbaubeginne und Wohnbaugenehmigungen für Oktober, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Philadelphia Fed Index für November veröffentlicht. Am Freitag folgen schließlich noch die Erzeugerpreise im Oktober für Deutschland und die US-Frühindikatoren für Oktober.

 

Börse & Märkte: Indizes

Indexstände (11.11.2011, 17:47 Uhr): DAX: 6.057,03 TecDAX: 706,44 Dow Jones STOXX 50: 2.286,74 Nikkei 225: 8.514,47 Dow Jones: 12.160,56 Nasdaq Composite: 2.679,53 (11.11.2011/ac/n/m)

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