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dpa-AFX Überblick UNTERNEHMEN vom 14.11.2011 - 15.30 Uhr

Autor: dpa-AFX
 |  14.11.2011, 15:39  |  151 Aufrufe  |   0  | 

Hochtief drohen rote Zahlen - Flughafenverkauf verzögert sich

ESSEN - Durch mögliche Verzögerungen beim geplanten Verkauf der lukrativen Flughafensparte drohen dem Essener Baukonzern Hochtief nun rote Zahlen für das Jahr Jahr 2011. Sollte der Verkauf bis Ende kommenden Monats nicht mehr klappen, könnte das seit dem Sommer mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehörende Unternehmen das laufende Jahr mit einem Konzernverlust von rund 100 Millionen Euro abschließen, kündigte Hochtief-Chef Frank Stieler am Montag in Essen an. Vor Steuern werde in diesem Fall ein Verlust im 'niedrigen zweistelligen Millionenbereich' erwartet, hieß es. Noch vor kurzem hatte sich das Hochtief-Management optimistisch gezeigt, den Verkauf der Sparte noch 2011 abschließen zu können. Mit den Einnahmen sollten vor allem hohe Verluste der australischen Tochter Leighton ausgeglichen werden, die zum Jahresbeginn tief in die roten Zahlen gerutscht war. Zu weiteren Belastungen im laufenden Jahr könnten auch Projekte in Griechenland und Chile führen. Es werde wegen der Straßenbauprojekte zu Wertberichtigungen im vierten Quartal kommen, sagte Stieler. Eine Größenordnung nannte der Hochtief-Chef nicht.

Unicredit will sich mit Kapitalerhöhung aus der Krise befreien

MAILAND - Die italienische Großbank Unicredit will sich mit radikalen Schritten aus dem Abwärtsstrudel der Schuldenkrise in Europa befreien. Als erste Großbank Europas kündigte sie am Montag eine umfangreiche Kapitalerhöhung an, um die künftigen Anforderungen bei einer marktgerechten Bewertung der von ihr gehaltenen Staatsanleihen zu erfüllen. Unicredit will sich 7,5 Milliarden Euro frisches Geld besorgen. Die europäische Bankenaufsicht EBA hatte zuletzt bei den Italienern einen Kapitalbedarf von 7,4 Milliarden Euro ausgemacht. Die übrigen Institute in Europa haben bislang angekündigt, den geforderten Kapitalpuffer aus eigener Kraft zu schaffen. Im dritten Quartal schrieb Unicredit einen Riesen-Verlust von 10,6 Milliarden Euro. Das lag vor allem an Abschreibungen auf Beteiligungen in der Ukraine und Kasachstan von 9,6 Milliarden Euro. Bis 2013 hat sich das Unternehmen einen Nettogewinn von 3,8 Milliarden Euro vorgenommen.

Metro treibt Kaufhof-Verkauf voran - Signa in Favoritenrolle

DÜSSELDORF - Im Investorenrennen um die Warenhauskette Kaufhof scheint die österreichische Immobilienfirma Signa die Nase vorn zu haben. Metro-Chef Eckhard Cordes habe Signa-Gründer und -Mehrheitsaktionär René Benko in der vergangenen Woche persönlich in Innsbruck aufgesucht, um mit ihm Details des Verkaufs zu besprechen, berichtete das 'Handelsblatt' (Montag) mit Verweis auf Verhandlungskreise. Ein Metro-Sprecher bestätigte lediglich, dass es Gespräche mit den drei Kaufhof-Interessenten Signa, Berggruen und dem Konsortium um Urban gebe. Zu Details wollte er sich nicht äußern.

Ackermann: Finanzbranche vor unruhigem Jahrzehnt

FRANKFURT/MAIN - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sieht die Finanzbranche vor einem 'unruhigen Jahrzehnt'. Wer immer noch glaube, die Branche könne zu ihrem Geschäftsgebaren von vor der Finanzkrise zurückkehren, 'sollte sich schleunigst eines Besseren besinnen', sagte Ackermann am Montag bei der 'Euro Finance Week' in Frankfurt. Forderungen nach einer Zerschlagung von Banken erteilte Ackermann eine Absage. Er sprach sich dafür aus, an dem Modell festzuhalten, das Privatkunden- und Finanzmarktgeschäft unter einem Dach vereint. Allerdings müssten Banken ihre Geschäftsmodelle neu ausrichten. Staatsanleihen hätten ihren Status als risikofreie Anlage verloren haben, Schwellenländer würden wichtiger.

Deutsche Bank lehnt Richter im Kirch-Prozess ab

MÜNCHEN - Erneute Wende im milliardenschweren Kirch-Prozess: Die Deutsche Bank hat gegen die Richter des Oberlandesgerichts (OLG) München einen Befangenheitsantrag gestellt. Hintergrund sind unter anderem Ermittlungen gegen Bank-Chef Josef Ackermann, der verdächtigt wird, in dem Verfahren vor einigen Wochen die Unwahrheit gesagt zu haben. Angesichts der Anträge unterbrach der Vorsitzende Richter Guido Kotschy das Verfahren, bis über die Ablehnung ein anderes Richtergremium entschieden hat. Damit platzte auch die Aussage von Verlegerin Friede Springer, die bereits im Saal Platz genommen hatte. Wie und wann das Verfahren (Akt: 5U 2472/09) weitergeht ist offen.

Bilginger Berger übernimmt Liegenschaftsverwaltung für Deutsche Bank

FRANKFURT - Der Baukonzern Bilfinger Berger hat einen Vertrag von der Deutschen Bank erhalten. In den kommenden fünf Jahren werde Bilfinger die Verwaltung für alle 1.300 Liegenschaften übernehmen, die von der Bank in Deutschland genutzt werden, teilte der Konzern am Montag mit. Dies sei der bislang größte Auftrag, den das Unternehmen bislang in diesem Geschäftsfeld erhalten habe, sagte Vorstandschef Roland Koch laut Mitteilung. Zum Auftragswert wurden keine Angaben gemacht.

Tomorrow Focus legt bei Umsatz und Gewinn zu

MÜNCHEN - Das Internetunternehmen Tomorrow Focus hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt. Bereinigt um die im November 2010 verkaufte Playboy Deutschland GmbH sowie die zum 1. August 2011 mehrheitlich veräußerte Adjug-Gruppe legte der Umsatz um 22,9 Prozent auf 102,3 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Montag in München mitteilte. Unter dem Strich verdiente der Konzern demnach 5,7 Millionen Euro nach bereinigt 3,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Kion mit Umsatzplus und neuen Jobs

WIESBADEN - Europas größter Gabelstaplerhersteller Kion steuert auf ein starkes Jahr 2011 zu. In den ersten neun Monaten wurden wegen der anhaltend guten Nachfrage Umsatz und Ergebnis deutlich nach oben gefahren, wie das Unternehmen am Montag in Wiesbaden mitteilte. Auch die Zahl der Beschäftigten legte im Jahresvergleich zu. Die Erlöse stiegen von Januar bis September um mehr als ein Viertel auf 3,16 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern(EBIT) erhöhte sich bei dem weltweit zweitgrößten Gabelstaplerhersteller von 77 Millionen im Vorjahr auf 260 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende September mit 21.536 um 8,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Gazprom steigt mit Übernahme in deutsches Stromgeschäft ein

FRANKFURT/LONDON - Der russische Energiekonzern Gazprom hat sich Zugang zum deutschen Endkundenmarkt verschafft. Die Londoner Tochter Gazprom Marketing & Trading übernimmt die Energiesparte des hessischen Strom- und Telekommunikationsanbieters Envacom Service, wie Gazprom am Montag in London und Frankfurt mitteilte. Das Unternehmen bestätigte damit einen Bericht der 'Frankfurter Rundschau' vom Wochenende.

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WEITERE MELDUNGEN:

- Hochtief korrigiert Prognosen - Verkauf der Flughafen-Sparte später

- Krise bei Q-Cells setzt sich fort - Kurs bricht vorbörslich ein

- Bayer erzielt Studien-Erfolg mit Hoffnungsträger Xarelto

- Nordex bekommt Folgen der Schuldenkrise zu spüren - Verlust erwartet

- Solarworld: 'Chinesen verkaufen Lagerbestände komplett unter Preis'

- Unicredit erwägt Kapitalerhöhung von 7,5 Milliarden Euro

- Porsche zögert mit Einsteigermodell - frühestens 2014 Markteinführung

- Permira verkauft Hugo Boss-Aktien

- Solarworld erreicht die Krise - Minus im Quartal

- Sky Deutschland kann mit Sportschau um 18.30 Uhr leben

-Finanzinvestor Buffett kauft sich bei IBM ein

- Telekom Austria-Ergebnis geht in ersten neun Monaten stark zurück

- Manz steigert Umsatzerlöse deutlich

- Börsen-Turbulenzen treffen Generali Deutschland - Gewinnziel steht

- GfK mit vollen Auftragsbüchern

- Finanzkonzern W&W mit Gewinnrückgang°

/bwi

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