Fonds Mischfonds bleiben beliebt
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22. November 2011. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die heftigen Kurskapriolen an den Börsen spiegeln sich im Handel mit Publikumsfonds nur bedingt wider. „Einige Anleger positionieren sich zwar in fallenden Märkten“, berichtet Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Insbesondere Mischfonds stünden dabei im Fokus. Insgesamt sprechen die Spezialisten im Handel mit Publikumsfonds dennoch von einer weiterhin abwartenden Haltung der Fondsanleger und einem eher ruhigen Fluss im Handel.
„Das liegt am tendenziell längerfristigen Anlagehorizont von Fonds-Käufern, die sich etwas mehr Berechenbarkeit wünschen“, meint Ivo Orlemann. Diese könne dem Händler von ICF Kursmakler zufolge zum Beispiel durch schlüssige Antworten auf die Staatsschuldenprobleme in den USA und Europa erhöht werden. Zuletzt sei die USA und das politische Ringen um eine gemeinsame Sparpolitik wieder mehr ins Blickfeld der Marktteilnehmer gerückt. Zudem stehe am heutigen Dienstag die Veröffentlichung des Protokolls vom jüngsten US-Offenmarktausschuss bevor. Bei einer Abschwächung des US-Wachstums könne sich Medienberichten zufolge das Pendel zugunsten der Befürworter einer nochmals expansiveren Geldpolitik bewegen.
Portfolios mit Gold- und Silberminen unter Preisdruck
Deisenroth-Boström
Bei Portfolios Minenfonds registriert Deisenroth-Boström einem Abgabedruck und erkennt als Auslöser die jüngsten Kurseinbrüche bei Gold und Silber. Anleger trennten sich beispielsweise vom BGF World Gold Fund (WKN 947119) und der US-Dollar Version des BGF World Mining Fund (WKN 986932). Der Goldpreis rutschte zum Wochenbeginn unter 1.700 US-Dollar pro Feinunze und markierte bei 1.670 US-Dollar den niedrigsten Stand seit vier Wochen. In der Gemeinschaftswährung erreichte die Feinunze Gold mit 1.235 Euro ein Dreiwochentief.
Anlegergunst für Mischfonds bleibt hoch
Gemischte Portfolios kommen bei Fondsanlegern auch in dieser Woche gut an, wie Orlemann berichtet. Von einem Nachfrageüberhang spricht der Händler etwa beim Flossbach von Storch SICAV (WKN A0M430) und beim M & W Privat (WKN A0LEXD). Zuspruch registriert die Baader Bank-Spezialistin zudem für den Arero – der Weltfonds (WKN DWS0R4). Mit rund 80 Prozent Käufen lande auch der Aktienfonds für Stiftungen (WKN A0M8HD) überwiegend in den Depots der Anleger. „Der auf Nebenwerte aus dem deutschsprachigen Raum fokussierte Fonds führt bei uns derzeit die Umsatzstatistik an“, ergänzt Ivo Orlemann. Ausgeglichen gehandelt worden sei dagegen der Carmignac Patrimoine (WKN A0DPW0).
Gemischtes Bild für deutsche Werte
Keinen eindeutigen Trend gebe es bei Publikumsfonds mit hiesigen Aktien. Mehr Abflüsse als Zuflüsse registriert Deisenroth-Boström etwa für den DWS Top Dividende (WKN 984811) und den UBS Aktienfonds - Special I Deutschland (WKN 848820). Zugegriffen hätten Anleger stattdessen beim DWS Deutschland (WKN 849096). Bei international ausgerichteten Fonds überzeugten der Arero – der Weltfonds (WKN DWS0R4), der über Indizes weltweit in Aktien, Renten und Rohstoffe investiert.
Immobilienfonds auf Verliererseite
Orlemann
Auch nach den heftigen Kursverlusten vieler offener Immobilienfonds bleibe die Kauflust bei Anlegern aus. „Der eine oder andere Fonds läuft zwar zeitweise etwas besser, insgesamt überwiegen dennoch die Abgaben“, bemerkt Ivo Orlemann, der von einem regen Handel der gebeutelten Immobilienfonds spricht. Rückflüsse habe es für den CS Euroreal (WKN 980500) ebenso gegeben wie etwa für den Axa Immoselect (WKN 984645) oder den Deka Immobilien Europa (WKN 980956).
Ausgeglichen sei es hingegen beim SEB Immoinvest (WKN 980230) zugegangen, der neben dem CS Euroreal und dem KanAm Grundinvest (WKN 679180) im Mai kommenden Jahres wieder öffnen müsse. Überzeugter scheinen Fondsanleger vom Hausinvest (WKN 980701), für den der Händler unterm Strich mehr Zu- als Rückflüsse verzeichnet.
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© 22. November 2011/Iris Merker

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