Börse Frankfurt Schluss Schwächer, Beiersdorf und ElringKlinger gesucht
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach der starken Vortagesentwicklung präsentierten sich die wichtigsten deutschen Leitindizes heute schwächer. Dabei dominierten Gewinnmitnahmen das Bild. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verlor zuletzt 0,87 Prozent auf 6.035,88 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gab um 1,25 Prozent ab auf 8.904,54 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,72 Prozent nach unten auf 4.389,99 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 1,23 Prozent auf 696,20 Punkte nachgab. Der Bund Future legte zuletzt 0,83 Prozent zu auf 134,94 Zähler, während der Euro um 0,19 Prozent auf 1,3468 Dollar stieg.
An der Wall Street bewegen sich die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 0,46 Prozent im Minus. Am morgigen Freitag werden die deutschen Luftfrachtraten für das dritte Quartal veröffentlicht. In den USA stehen die Zahlen zur Arbeitslosenquote, zu den Beschäftigten ohne Landwirtschaft sowie die Stundenlöhne und Wochenstunden auf der Agenda.
Im DAX konnten heute Beiersdorf die Spitzenposition mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent verteidigen. BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) lagen zuletzt mit 1,8 Prozent im Minus. Am Morgen hatte der Chemiekonzern den Bau einer neuen Anlage zu Herstellung von Ultrason, (Polyethersulfon: PESU), einem ihrer thermoplastischen Hochleistungskunststoffe, am Betriebsstandort in Yeosu (Korea) angekündigt.
Schwächer präsentierte sich auch BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) mit einem Minus von 1,4 Prozent. Am Morgen hatte der Münchener Autobauer eine Kooperationsvereinbarung mit dem japanischen Konkurrenten Toyota. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510) bekannt gegeben. Im Rahmen der heute in Tokio unterzeichneten Absichtserklärung planen die beiden Unternehmen eine Zusammenarbeit bei der Grundlagenforschung im Bereich Lithium-Ionen Batterietechnologie der nächsten Generation. Darüber hinaus haben sich die beiden Unternehmen geeinigt, weitere mögliche Projekte für eine Zusammenarbeit zu prüfen. Gleichzeitig vereinbarten die BMW Group und Toyota Motor Europe (TME), die europäische Tochtergesellschaft von Toyota, die Lieferung von verbrauchseffizienten Dieselmotoren der BMW Group an TME. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von 1,6 Liter und 2,0 Liter Dieselmotoren ab 2014 an TME für Fahrzeuge der Marke Toyota in Europa. Mit den Motoren plant Toyota, das Angebot und den Absatz von verbrauchsarmen Fahrzeugen mit geringen CO2-Emissionen zu erhöhen. Die zum Automobilbauer Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) gehörende US-Tochter Volkswagen of America konnte im November ein deutliches Absatzplus vorweisen. So wurden insgesamt 28.412 Modelle abgesetzt, was einem Plus von 40,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Anteile von Volkswagen reagierten mit einem Minus von 0,7 Prozent.
Aktien der Deutschen Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) verloren 1,6 Prozent an Wert. Der Konzern musste für November einen leichten Rückgang beim Transaktionsvolumen im Xetra-Handel ausweisen. Anteilsscheine der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) gaben 0,9 Prozent ab. Einem Medienbericht zufolge zieht man angesichts eines möglichen Scheiterns des geplanten Verkaufs der US-Mobilfunktochter T-Mobile USA an den US-Konkurrenten AT&T Inc. (ISIN US00206R1023 / WKN A0HL9Z) einen Alternativplan in Betracht. Beide Konzerne hätten einen Plan erörtert, der die Auslagerung von Assets der Mobilfunkaktivitäten beider Konzerne in den USA in ein Joint Venture vorsieht. Diese Alternativoption könnte vor dem Hintergrund des wachsenden Widerstands der US-Aufsichtsbehörden gegen den geplanten Verkauf von T-Mobile USA an AT&T künftig ins Zentrum der Überlegungen beider Konzerne rücken, hieß es. Auf dem letzten Platz waren heute Anteile von Bayer mit Abschlägen von 2,9 Prozent zu finden.
Im MDAX lag ElringKlinger zuletzt mit 5,6 Prozent im Plus und markierte damit die Indexspitze. Salzgitter (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) legte 2,7 Prozent zu. Am Vorabend hatte der Stahl- und Technologiekonzern eine Neuordnung der gesellschaftsrechtlichen Struktur des Konzerns angekündigt. Der Vorstand hat den entsprechenden Beschluss demnach am 30. November 2011 gefasst. Die Änderungen sollen am 1. Januar 2012 wirksam werden. Das Unternehmen erklärte, dass bei der bisherigen Struktur die von den inländischen Konzerngesellschaften erzielten Gewinne und Verluste nur eingeschränkt untereinander verrechnet werden können. Dadurch würden dem Konzern in den nächsten Jahren steuerliche Nachteile in nennenswerter Größenordnung entstehen. Salzgitter erklärte, dass sich der Nachsteuergewinn infolge dieser Umstrukturierung im Konzernabschluss 2011 auf IFRS-Basis voraussichtlich um ca. 100 Mio. Euro erhöhen wird.
Mit einem Minus von 2,4 Prozent präsentierte sich die Aktie des Spezialchemiekonzerns LANXESS (ISIN DE0005470405/ WKN 547040) schwächer. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, will LANXESS seine Umsatzerlöse auf dem chinesischen Markt weiter erhöhen und nimmt dort für das kommende Geschäftsjahr 2012 Kurs auf einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. "China wird auch in Zukunft einer unserer Eckpfeiler im wachstumsstarken Asiengeschäft sein", sagte LANXESS-Konzernchef Axel C. Heitmann im Vorfeld des zweiten "Rubber Day China", der am 2. Dezember in Peking stattfindet. "Unsere Technologie-getriebenen Produkte, die eine nachhaltige Mobilität ermöglichen, werden dabei eine wesentliche Rolle spielen, um dieses Umsatz-Ziel zu erreichen."
STADA gab 2,5 Prozent ab, nachdem der Pharmakonzern erfolgreich Schuldscheindarlehen in Höhe von 400 Mio. Euro aufgenommen hat. Damit habe man die langfristige Refinanzierung des Konzerns weiter gestärkt, hieß es. Am unteren Ende des MDAX gab Deutsche Wohnen 3 Prozent ab, während die Aktien von Auribus und GAGFAH mit -3,6 Prozent bzw. -4,4 Prozent auf den letzten Plätzen lagen.
Im TecDAX standen Anteilsscheine von AIXTRON mit Aufschlägen von 2,5 Prozent hoch im Kurs. Ebenfalls gefragt waren Wirecard und Drillisch. Am unteren Ende gaben SolarWorld 5,7 Prozent ab.
DAX: 6.035,88 (-0,87 Prozent) MDAX: 8.904,54 (-1,25 Prozent) SDAX: 4.389,99 (-0,72 Prozent) TecDAX: 696,20 (-1,23 Prozent) (01.12.2011/ac/n/m)

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